Studierende des Fachs Europäische Ethnologie präsentieren verschiedene Perspektiven auf Protest in Bamberg
Schon begrifflich ist Protest als „richly varied social phenomenon“ (Fahlenbrach/Klimke/Scharloth 2016) nicht leicht zu fassen. Proteste zielen darauf ab, die alltägliche Lebenswelt zu sichern oder zu verbessern. Sie verfolgen mit unterschiedlichen Praktiken diverse Zielsetzungen. Die Französische Revolution oder auch „die 68er“ werden häufig als Zäsuren begriffen und sind im kollektiven Gedächtnis als Motoren gesellschaftlichen Wandels fest verankert. Dagegen bleiben lokale und „stille“ Widerstandsformen oft im Schatten der großen Erzählungen und damit unsichtbar, obwohl auch sie oft nicht ohne Folgen bleiben.
Was genau ist Protest? Wie kann sich Protest äußern? Wie wird er sichtbar? Welche Perspektiven treffen aufeinander? Und welche Spuren bleiben zurück?
Einige Antworten darauf gibt die Ausstellung „Leise Demo, lauter Stein. Vielfalt und Widersprüche im Protest“, die im Sommersemester 2026 an der Juniorprofessur für Europäische Ethnologie unter der Leitung von Monika Bäuerlein, M.A. und in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Bamberg aus dem Seminar „Dagegen! Historische Proteste in Bamberg kulturanalytisch betrachtet“ hervorgegangen ist. Sie eröffnet verschiedene Perspektiven auf Protest und zeigt zugleich anhand historischer Beispiele aus Bamberg, wie vielfältig Protest sein kann.
- Gebäude An der Universität 5 (U5), 96047 Bamberg, Flur vor den Räumen der Europäischen Ethnologie im 3. OG
- Barrierearmer Zugang über den Eingang Burgershof an der Westseite des Gebäudes, Aufzug im Eingangsbereich rechts
- bis 20. November 2026, Mo-Fr 08:00-18:00 Uhr