Zweigstelle der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V.

Die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e.V. (kurz: DGO) ist der größte Verbund für Osteuropaforschung im deutschsprachigen Raum. Sie bietet nicht nur eine Plattform zur Diskussion von Kultur, Wirtschaft und Politik in Ostmittel- und Osteuropa, sondern vermittelt auch Wissen über und Kontakte nach Osteuropa. Nach einer Übergangsphase ist die Zweigstelle Bamberg seit dem Herbst 2019 am Lehrstuhl für Slavische Sprachwissenschaft angesiedelt und wird von Prof. Dr. Sandra Birzer geleitet. 

Die Zweigstelle Bamberg unterhält eine enge Kooperation mit der Zweigstelle Erlangen am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt der Geschichte Osteuropas unter der Leitung von Prof. Dr. Julia Obertreis. Auf Ebene der Jungen DGO besteht ein Zusammenschluss von Studierenden aus Bamberg und Erlangen, die sich bei Veranstaltungen unterschiedlicher Art mit Osteuropa beschäftigen und zum Dialog einladen. Ansprechpartnerin in Bamberg ist Magdalena Burger

Unsere kommenden Veranstaltungen:
 



Vortrag am Mittwoch, 11. Dezember 2019 | 18 Uhr (c.t.) | KR12/02.18

Niklas Zimmermann (München): 

Sudetendeutsch, katholisch und tschechisch:
Die Ackermann-Gemeinde von 1946 bis heute

 

Die Ackermann-Gemeinde entstand 1946 als katholische „Gesinnungsgemeinschaft“ von Deutschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus Böhmen, Mähren und Schlesien vertrieben wurden. In den ersten zwei Jahrzehnten nach ihrer Gründung wirkte sie vor allem innerhalb der eigenen „Volksgruppe“, bevor sie nach Abtritt der „Erlebnisgeneration“ verstärkt „Osthilfe“ für Katholiken in der kommunistischen Tschechoslowakei betrieb. Im Zuge von heftigen vergangenheitspolitischen Debatten ab 1989 etablierte die Ackermann-Gemeinde verschiedene Dialogforen zur deutsch-tschechischen Verständigung. Der Vortrag geht der Frage nach, wie sich Ausrichtung und Wirken der religiös-politisch motivierten Organisation unter stark veränderten historischen Rahmenbedingungen entwickelt haben.

Niklas Zimmermann ist in Basel und Bern in der Schweiz aufgewachsen und promoviert seit 2016 an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Studienbegleitend absolvierte er Aufenthalte in Mittel- und Osteuropa und sammelte journalistische Erfahrungen. Seit April 2019 ist er Volontär der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. 



Unsere vergangenen Veranstaltungen:
 

Vortrag am Dienstag, 29. Oktober 2019 von Leonid Klimov (Wissenschaftsredakteur von dekoder): An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Medien: das Online-Magazin zu Russland dekoder.org

Das mit dem Grimme-Online-Award ausgezeichnete Online-Medium dekoder.org bringt russischen unabhängigen Journalismus und wissenschaftliche Kompetenz aus europäischen Universitäten auf eine gemeinsame Plattform und baut eine Schnittstelle zwischen Journalismus und Wissenschaft auf. Damit setzt sich dekoder zum Ziel die wissenschaftlichen und journalistischen Diskurse, die weitgehend unabhängig voneinander geführt werden, ineinander zu verflechten.

Im Vortrag werden praktische Erfahrungen sowie der theoretische Rahmen für den Aufbau einer solchen Schnittstelle skizziert. Anschließen diskutieren wir Fragen rund um Wissenschaft und Journalismus sowie um Russland und Russland-Bilder.