Gesellschaft für Überseegeschichte e.V.

Über die GÜSG

Unter Schlagworten wie „Globalgeschichte“ und „Geschichte der Globalisierung“ wird seit einigen Jahren auch in Deutschland intensiv über die historische Genese weltweiter Verflechtungen und Austauschprozesse diskutiert. Die Forschungen und Debatten zu diesem Themenkomplex können dabei an etablierte wissenschaftliche Traditionen der außereuropäischen Geschichte, der Geschichte der europäischen Expansion sowie der Geschichte einzelner Weltregionen (Nord- und Lateinamerika, Naher Osten, Afrika, Asien, Australien und Ozeanien) anknüpfen.

Die Gesellschaft für Überseegeschichte e.V. (GüSG) wurde 1989 gegründet und ist in enger Verbindung mit der „Forschungsstiftung für vergleichende europäische Überseegeschichte“ mit Sitz in Bamberg entstanden. Das gemeinsame Ziel von Gesellschaft und Stiftung ist die Erforschung der Geschichte europäisch-überseeischer sowie globaler Beziehungen und Verflechtungen. „Überseegeschichte“ ist dabei nicht als Konkurrenzbegriff zu „außereuropäischer Geschichte“ oder „Globalgeschichte“ zu verstehen; vielmehr versteht sich die GÜSG als Forum, in dem Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Forschungsrichtungen und Disziplinen – neben der Geschichtswissenschaft beispielsweise der Kunstgeschichte, Ethnologie, Politikwissenschaft, Kulturgeographie und Soziologie – miteinander in Dialog treten und gemeinsam neue Forschungsperspektiven entwickeln können.

Während die Forschungsstiftung vorrangig das Stiftungsvermögen verwaltet, ist die GÜSG bestrebt, Forschungs- und Publikationsaktivitäten in den genannten Bereichen zu organisieren und zu koordinieren. Sie möchte ein Forum bilden, um die Überseegeschichte und verwandte Forschungsfelder publik zu machen, sie stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern, neu entdeckte und wenig bekannte Quellensammlungen zu sichern und zu erschließen sowie Kontakte und einschlägige Expertise zu vermitteln. Die GÜSG steht Interessierten aus dem In- und Ausland, Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher Disziplinen, Fachwissenschaftlern und interessierten Laien, Individuen und Institutionen sowie Menschen in unterschiedlichen Lebens- und Karrierephasen gleichermaßen offen. Das gemeinsame Ziel von Gesellschaft und Stiftung ist die Erforschung der Geschichte europäisch-überseeischer sowie globaler Beziehungen und Verflechtungen. „Überseegeschichte“ ist dabei nicht als Konkurrenzbegriff zu „außereuropäischer Geschichte“ oder „Globalgeschichte“ zu verstehen; vielmehr versteht sich die GÜSG als Forum, in dem Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Forschungsrichtungen und Disziplinen – neben der Geschichtswissenschaft beispielsweise der Kunstgeschichte, Ethnologie, Politikwissenschaft, Kulturgeographie und Soziologie – miteinander in Dialog treten und gemeinsam neue Forschungsperspektiven entwickeln können.

Was leistet die GÜSG?

Die genannten Ziele versucht die GÜSG auf verschiedenen Wegen zu erreichen.

  • Sie veranstaltet Jahrestagungen, die jeweils im Sommer stattfinden und sich zentralen Themen der Überseegeschichte widmen.
    • Die Jahrestagung 2016 mit dem Titel "Globale Handelsräume und Handelsrouten (Teil 1)" fand in Leipzig vom 3. bis 5. Juni statt.
    • Die Jahrestagung 2017 mit dem Titel "Globale Handelsräume und Handelsrouten (Teil 2)" fand in Bamberg vom 30. Juni bis 2. Juli statt
    • Die Jahrestagung 2018 fand in Düsseldorf vom 8. - 10. Juni 2018, statt; die Jahrestagung 2019 fand in Hamburg vom 21. - 23. Juni 2019 statt. Beide standen unter der gemeinsamen Überschrift: "Wissenstransfer in globalgeschichtlicher Perspektive – Akteure, Institutionen, Medien".
  • Sie publiziert seit dem Jahr 2001 das Jahrbuch für Europäische Überseegeschichte, das im Harrassowitz Verlag (Wiesbaden) erscheint und in dem wissenschaftliche Abhandlungen, Debattenbeiträge, Nachrichten aus der Arbeit  der GÜSG sowie Buchbesprechungen zum Druck kommen.
  • Sie koordiniert und fördert weitere Publikationen, zuletzt das von Hermann J. Hiery herausgegebene Lexikon zur Überseegeschichte, das 2015 im Franz Steiner Verlag (Stuttgart) erschienen ist.
  • Sie engagiert sich in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, indem sie jährlich einen Dissertationspreis (Martin-Behaim-Preis) ausschreibt und jüngeren Wissenschaftlern und Wissenschaftlern Möglichkeiten bietet, ihre laufenden Forschungsprojekte zu präsentieren. Im August 2016 wurde erstmals eine eigene Nachwuchstagung veranstaltet. 
  • Sie informiert auf ihrer Homepage über ihre Aktivitäten sowie über weitere Forschungs- und Publikationsprojekte.