Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften

Orientalistik

Das Studium der Orientfächer in Bamberg

Inhalte

Die Fächer im Bereich der Orientalistik beschäftigen sich traditionell als Geistes- und Kulturwissenschaften mit den überwiegend vom Islam geprägten Kulturen Nordafrikas und Asiens. Durch die Vielzahl der in Bamberg vertretenen Einzelfächer wird diese Region hier in ihrer gesamten Breite erfasst: Die Arabische Welt, die Türkei, Iran, Zentral- und Südostasien, aber auch der Islam in Europa können Gegenstand des Studiums sein. Dazu besteht die Möglichkeit einer Beschäftigung mit Religion und Geschichte des Judentums.

Die Ausbildung in der Bamberger Orientalistik ist stark gegenwarts- und anwendungsbezogen. Was hier gelehrt und gelernt wird, kann in ein breites Spektrum beruflicher Tätigkeiten einfließen. Zugleich verzichtet die Bamberger Orientalistik nicht darauf, wissenschaftliche Denk- und Forschungsmethoden sowie vertiefte kulturgeschichtliche Kenntnisse zu vermitteln.

Fachrichtungen

Das Bamberger Institut für Orientalistik versammelt sieben Fächer, von denen sich drei vor allem als sprachlich, historisch und regional bestimmte Disziplinen verstehen: Arabistik, Iranistik und Turkologie. Das Fach Islamwissenschaft hat die islamische Religion und Gesellschaft zum Gegenstand. Als einzige Institution im deutschsprachigen Raum bietet das Institut Islamische Kunstgeschichte und Archäologie als eigenständigen Studiengang an. Teil des Instituts sind außerdem die Allgemeine Sprachwissenschaft und die Judaistik.

Sprachen

Der Erwerb einsatzfähiger aktiver und passiver Sprachkenntnisse bildet einen wichtigen Schwerpunkt des Studiums in Bamberg. Arabisch, Persisch und Türkisch werden hier als lebendige Sprachen unterrichtet. Im BA-Studiengang werden ihnen daher über vier bis sechs Semester je sechs Stunden pro Woche eingeräumt. In der Judaistik werden sowohl modernes Hebräisch (Ivrit) als auch Bibelhebräisch unterrichtet.

Studiengänge

Das Bamberger Institut bietet ein integriertes Gesamtkonzept für das Studium seiner Fächer an: Ein erster qualifizierender Abschluss ist in dem fachübergreifenden Bachelorstudiengang Islamischer Orient zu erlangen. Daneben kann Judaistik als Bachelor-Nebenfach studiert werden.

Nach dem Bachelor-Studium kann in einem der angebotenen Masterstudiengänge ein zweiter, spezialisierterer Abschluss erlangt werden, der vertiefte Kenntnisse vermittelt und entsprechend bessere Berufschancen eröffnet. Das ist der Fall in den am Institut vertretenen Fächern Arabistik, Iranistik, Turkologie, Islamwissenschaft, Islamische Kunstgeschichte und Archäologie sowie dem MA Studiengang General Linguistics. Unter zentraler Beteiligung der orientalistischen Fächer bietet das Zentrum für Interreligiöse Studien (ZIS) zudem den Masterstudiengang "Interreligiöse Studien" an.

Der Masterabschluss eröffnet die Möglichkeit zum Promotionsstudium, für den das Institut individuelle und strukturierte Möglichkeiten anbietet.

Exportmodule

Studierende nicht-orientalistischer Masterstudiengänge haben die Möglichkeit, Veranstaltungen aus dem Bereich der Orientalistik im Rahmen sogenannter Exportmodule zu belegen und abzurechnen.