Studienstruktur

Das Studium umfasst vier Semester und besteht neben dem Verfassen der Masterarbeit aus einem iranistischen Kernbereich und einem Erweiterungsbereich, in dem individuell je nach Interesse interdisziplinäre Schwerpunkte gesetzt werden.

Insgesamt müssen 120 ECTS-Punkte erreicht werden, wobei 60 ECTS-Punkte auf den Kernbereich, 30 ECTS-Punkte auf den Erweiterungsbereich und 30 ECTS-Punkte auf die Anfertigung der Master-Arbeit entfallen.

Modulbeschreibung

Zwei Grundlagenmodule zu je 5 ECTS-Punkten sind im Kernbereich nachzuweisen. Die Grundlagemodule bestehen aus einem Seminar und einer Übung. Die Lehrveranstaltungen vermitteln einen Überblick zur Geschichte des persisch-sprachigen Raumes, geographische Grundlagen, Sprach- und Literaturgeschichte sowie Kenntnisse zum wissenschaftlichen Arbeiten (Recherche und Transkription). Die Modulprüfung besteht entweder aus einer Klausur von 90 Minuten oder einer mündlichen Prüfung von 30 Minuten.

Das Modul Sprachkompetenz besteht aus einem Seminar und einer Übung. Diese Veranstaltungsformate dienen der Pflege und Vertiefung der persischen Sprache. Dies wird sicher gestellt durch die Lektüre mittelschwerer Sachtexte, literarische Texte und Medientexte. Hinzukommen Übungen zu Konversation und Hörverständnis. Außerdem verfassen die Studierenden selbständig Texte auf mittlerem Niveau. Die Modulprüfung besteht in der Erstellung eines Portfolios (Sammlung selbständig anzufertigende Übersetzungen Persisch-Deutsch/Deutsch-Persisch) bzw. Erstellung persischer Texte zu beliebigen Themen.

Das Intensivierungsmodul  "Arbeit mit historischen Quellen und/oder Texten der klassischen persischen Literatur" besteht aus einem Seminar und einer Übung. Diese Lehrveranstaltungen beinhalten die Lektür mittelschwerer und schwerer Texte, wie Chroniken, Fürstenspiegel und klassische Dichtung. Außerdem werden Besonderheiten des frühen Neupersischen besprochen und zentrale Bereiche des vormodernen persischen Schrifttums exemplarisch dargestellt. Des Weiteren bieten die Modulveranstaltungen einen Überblick über Quellenkunde und wissenschaftliche Hilfsmittel. Die Modulprüfung umfasst die Erstellung eines Portfolios (in der Regel einen Korpus von Übersetzungen verschiedener Texte vom Perischen ins Deutsche).

Das Aufbaumodul "Arbeitsfelder, Theorien und Methoden der Iranistik" umfasst die Teilnahme an einem Seminar und einem Kolloquium. Die Lehrveranstaltungen bieten einen fundierten Überblick über wissenschaftliche Arbeitsfelder und Fragestellungen des Faches. Sie dienen der Übung und Anwendung fachspezifischer Methoden und Theorien. In Feldern wie Sprache, Literatur, Geschichtsschreibung, Wissenschafts- und Mentalitätengeschichte. Die Modulprüfung umfasst eine Hausarbeit und ein Referat von 30 Minuten. Letzteres dient der Vorstellung der Masterarbeit im Rahmen des iranistischen Kolloquiums.

Dieses Modul besteht aus zwei Seminaren und dient der vertieften Beschäftigung mit Fragestellungen, Methoden und Themen der Iranistik. Angestrebt werden fundierte Kenntnisse von wichtigen Quellen sowie grundlegende und weiterführende Literatur in einem gewählten Themenbereich. Die Modulprüfung besteht aus einer Hausarbeit und einem Referat von 30 Minuten.

Im Kernbereich sind 10 ECTS-Punkte im Praxis-Modul oder in einem Modul der orientalistischen Nachbarfächer zu erbringen. Das Praxis-Modul umfasst ein mindestens vierwöchiges Praktikum bzw. einen Studienaufenthalt. Sowohl für das Praktikum als auch für den Studienaufenthalt kommen Einrichtungen oder Institutionen in Frage, in denen iranistische Kenntnisse Anwendung finden. Die Prüfung besteht in der Erstellung eines Portfolios, in der Regel ein detaillierter Praktikums- oder Erfahrungsbericht. Dieser wird nicht benotet.
Alternativ zum Praxismodul kann das Komplementärmodul Orientalistik belegt werden, welches aus einer Vorlesung/Übung und einem Seminar/Übung besteht. Hier stehen die fachwissenschaftlichen Module der anderen im Institut vertretenen Fächer (z.B. Arabistik, Islamwissenschaft, etc.) zur Verfügung.

Im Erweiterungsbereich sind Module im Umfang von mindestens 30 ECTS-Punkten nachzuweisen. Der bzw. die Studierende kann sowohl Module der Iranistik als auch Module anderer Fächer nach freier Wahl belegen. Durch die freie Kombination der Modulformate des gewählten Fachs kann die zum Bestehen des Studiengangs erforderliche Mindestzahl an ECTS-Punkten geringfügig überschritten werden.

Nach dem Ende des 2. Semesters bzw. nach dem Nachweis von 60 ECTS-Punkten kann die Masterarbeit begonnen werden. Die Bearbeitungszeit für die Masterarbeit beträgt sechs Monate.