Ausrichtung und Schwerpunkte – Chresiologie

Am Lehrstuhl für Romanische Literaturwissenschaft wird ein neuer Dachansatz für Theorien und Methodologien entwickelt, die sich mit Relationen und Relationalität beschäftigen: die Chresiologie.

Entsprechend dieser Ausrichtung werden bei uns in Forschung und Lehre nicht, wie in der Literaturwissenschaft üblich, die Künste (Literatur, Film) priorisiert. Kunstwerke spielen eine wichtige Rolle in den Lehrveranstaltungen. An diesem Lehrstuhl wird jedoch vor allem das Verständnis geschichtlicher, gesellschaftlicher und politischer Zusammenhänge und Prozesse geschult, auch bei der Betrachtung ästhetischer Phänomene.

Die Lehrstuhlinhaberin teilt Forschungsarbeiten in den wissenschaftlichen Netzwerken academia.edu und researchgate sowie im Forschungsinformationssystem der Otto-Fredrich-Universität Bamberg FIS.

Kernansprüche im Unterricht

Im Unterricht wird am Lehrstuhl besonderer Wert auf den Brückenschlag zwischen dem Grundständigen und dem noch nicht Gedachten gelegt.

Unsere Kernansprüche im Unterricht sind:

  • Grundlagen vermitteln
  • Studierende zum selbstständigen Umgang mit traditionellen Instrumenten, Theorien und Denkweisen der Philologie befähigen
  • Studierende auf allen Niveaus abholen und sie auf ihrem Bildungsweg unterstützend begleiten.

Arbeitsgebiete und Transferleistungen

Das romanistisch-philologische Arbeitsgebiet des Lehrstuhls umfasst neben der theoretischen und methodologischen Grundlagenforschung die französischsprachigen Literaturen mit Schwerpunkt Frankreich und afrikanischer Frankophonie, die italienische Literatur und die spanischsprachigen Literaturen Spaniens und Lateinamerikas.

Vermittelt werden am Lehrstuhl Qualifikationen und Kompetenzen, die nicht nur im Schulunterricht und in der Erwachsenenbildung wichtig sind, sondern auch darüber hinaus in vielen Bereichen der globalisierten Arbeitswelt.  Das Arbeitsgebiet des Lehrstuhls, wie eben des Fachs "Romanistik", ist zwar definiert und eingeschränkt; aber die Instrumente und Methoden, die vermittelt werden, sind nicht an diese Beschränkungen gebunden, sondern helfen auch über die "Romanistik" hinaus, das (eigene) Fremde mit dem (fremden) Eigenen zu vergleichen, Verbindungen zu schaffen und Unterschiede zu würdigen.

Interdisziplinäre Beziehungen unterhält der Lehrstuhl deshalb nicht nur mit den anderen Neuphilologien, sondern mit den Altertums- und Geschichtswissenschaft, der Soziologie, der Psychologie und nicht zuletzt mit den computer sciences.