Forschung

Forschung nimmt an der Professur für Geschichte und Kultur der Spätantike eine zentrale Rolle ein. Forschungsvorhaben des Inhabers wurden mit zwei ERC-Grants ausgezeichnet und resultierten zuvor in drei Monographien.

 

ERC CoG 'AntCoCo'

Die Gattung der spätantiken Gesetzestexte (fachsprachlich „Konstitutionen“) erscheint dem modernen Betrachter rätselhaft: Entgegen unserer Erwartung von Klarheit und Kürze sind die Konstitutionen erstaunlich umfangreich und verstecken den eigentlichen juristischen Kern – der durchaus recht kurz sein kann – in einem langen und elaborierten Text. Sie sind in einem durchkomponierten Stil verfasst, und wir wissen positiv, dass ihre Ausarbeitung einigen der besten zeitgenössischen Literaten anvertraut war. Dank eines ausgeklügelten Übermittlungssystems erreichten diese Texte jede Stadt in dem Gebiet, in dem sie verbreitet werden sollten. Eifrig besuchte öffentliche Lesungen sowie Aushänge an stark frequentierten Orten (manchmal auch dauerhaft als Inschriften) sorgten dafür, dass weite Teile der Bevölkerung von ihrem Inhalt Kenntnis erlangten.

                Die Bedeutung dieser Texte in der Spätantike steht in krassem Gegensatz zum heutigen Forschungsstand. Weder sind die vollständigen Konstitutionen als Paradebeispiele spätantiker Kunstprosa untersucht worden, noch hat man sich um eine Würdigung der verschiedenen Themen bemüht, die in ihren komplexen Einleitungen angesprochen werden. Ihre kommunikative Rolle, die enorme geographische und soziale Distanzen vom Zentrum der Macht bis in die entlegensten Winkel des riesigen Reiches überbrückte, wurde von einigen Forschern versuchsweise als „Propaganda“ interpretiert, eine vereinfachende Erklärung, die nicht überzeugt. Es ist klar, dass diese außergewöhnlichen Texte dringend einer Neubewertung bedürfen.

                Dieses Projekt verfolgt einen doppelten Zweck: Erstens wird es auf der Grundlage des Materials aus den vollständigen Konstitutionen die methodisch anspruchsvollste Studie zur Top-down-Kommunikation in der Spätantike liefern und dabei wichtige Resultate und Methoden der modernen Kommunikationstheorie einbeziehent. Zweitens müssen die vollständigen Konstitutionen gesammelt, sortiert, überprüft, ergänzt und neu publiziert werden, um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Sowohl die daraus resultierende Sammlung selbst als auch die völlig neuartige Methodik, die angewandt wurde, um ihre Solidität zu gewährleisten, werden einen großen Einfluss auf andere Forschungen in den Bereichen Klassik, Recht und darüber hinaus haben.

https://www.uni-bamberg.de/en/erc-cog-antcoco/

 

ERC StG 'ACO'

Das Projekt "The Proceedings of the Ecumenical Councils from Oral Utterance to Manuscript Edition as Evidence for Late Antique Persuasion and Self-Representation Techniques" (kurz: ACO) erhielt in der ERC Starting Grant-Ausschreibung 2015 eine Förderung in Höhe von 1.497.250 Euro. Der offizielle Starttermin war der 1. Mai 2016, das Ende des Projekts der 30. April 2021. Einfach ausgedrückt, handelt es sich bei dem Projekt um eine detaillierte Untersuchung der Akten der Ökumenischen Konzilien aus kulturgeschichtlicher Perspektive. Die Akten der spätantiken Ökumenischen Konzilien enthalten (angeblich) wörtliche Sitzungsprotokolle, einen formalen Rahmen und Kopien relevanter Dokumente, die entweder (angeblich) während der Sitzungen verlesen oder später den eigentlichen Akten beigefügt wurden. Trotz dieses ungewöhnlichen Reichtums an dokumentarischem Material haben die abschreckende Natur der Akten, die multidisziplinäre Kompetenzen erfordert, ihre komplexe Struktur mit einer matrjoschkaartigen Verschachtelung von Protokollen verschiedener Zeit und das Vorurteil, dass ihr Inhalt sich nur auf christologische Haarspaltereien beziehe, Generationen von Historikern vom Studium der Konzilsakten abgehalten. Erst in den letzten Jahren hat sich die Situation verbessert, aber diese neuere Forschung hat sich nicht immer auf solide Prinzipien gestützt: Die editierten Protokolle werden immer noch oft als wortgetreue Mitschriften angesehen. Doch selbst eine oberflächliche Lektüre offenbart schnell weit verbreitete redaktionelle Eingriffe. Wir müssen uns damit abfinden, dass uns die Akten in vielen Fällen weniger über die tatsächlichen Debatten als über die Redakteure, die ihre Darstellung geprägt haben, unterrichten werden. Das schmälert nicht die Aussagekraft der Akten: Im Gegenteil, sie sind erstklassiges Material für die spätantike Rhetorik der Überzeugung und Selbstdarstellung. In der Tat ist es möglich, die Untersuchung auf eine profundere Ebene zu führen und die Art und Weise zu erforschen, wie die mündlichen Verhandlungen schriftlich festgehalten wurden: Mehrere Passagen in den Akten kommentieren den Prozess der Mitschrift und die Arbeit der Stenografen. So könnte man das Hauptziel des Forschungsprojekts als einen Versuch bezeichnen, die Schicksale der Texte der Konzilsakten nachzuzeichnen, von der mündlichen Äußerung bis hin zu den Manuskripttexten, die wir heute haben.

https://www.uni-bamberg.de/en/erc-stg-aco/

 

Prolegomena zu den spätantiken Konstitutionen

Die in den Codizes Theodosianus und Justinianus gesammelten Exzerpte aus Konstitutionen sind seit Jahrhunderten ein bevorzugtes Forschungsobjekt für Juristen wie Historiker. Allerdings bleiben zahlreiche grundlegende Fragen ungeklärt, so die Kriterien der Auswahl, die Vollständigkeit des uns erhaltenen Materials und der Geltungsbereich einzelner Konstitutionen (Galten sie nur in einem Teil des Reiches? Oder gar nur im Amtsbereich des empfangenden Würdenträgers?). Die Ergebnisse der verfügbaren Arbeiten erscheinen inkonsistent, und selbst eine oberflächliche Lektüre der außerjuristischen Texte widerlegt schnell weit verbreitete Vorstellungen. Schlimmer noch, ein Großteil der Wissenschaftler, die sich mit bestimmten Themen befassen (z. B. „Familienrecht unter Konstantin“ o.ä.), versäumt es, die methodischen Annahmen offenzulegen. Dementsprechend stolpert der Leser über beiläufige Bemerkungen wie „dieses Gesetz galt nur in Afrika“ oder „zwischen diesem und jenem Jahr erfolgte keine weitere Gesetzgebung“, die freilich beide auf impliziten Annahmen beruhen (nämlich auf rezipientenabhängiger Gültigkeit bzw. auf der Vorstellung, dass die erhaltenen Exzerpte ein ziemlich vollständiges Bild der tatsächlichen Gesetzgebung liefern). In den meisten Fällen muss vermutet werden, dass solche Annahmen nicht nur unausgesprochen, sondern auch nicht durchdacht sind und eher beiläufig aus anderen Publikationen (die ihrerseits auch nicht auf einer systematischen Untersuchung der Belege beruhen) aufgegriffen wurden.

Viele der heute vorherrschenden Vorstellungen über spätantike Verfassungen lassen sich, recht bedacht, gar nicht zu einer konsistenten Theorie zusammenfügen (z.B. schließen sich empfängerabhängige und reichsteilabhängige Geltung – beides beliebte Vorstellungen in Fachkreisen – gegenseitig aus!). Dementsprechend war es mein methodisches Leitprinzip, über einen globalen Ansatz zu einem einheitlichen Modell zu gelangen. Eine weitere wichtige Beobachtung ist, dass Forscher allzu oft nur die juristischen Quellen selbst berücksichtigen. Das hat sie zu Vorstellungen geführt, die sich umgehend als unhaltbar herausstellen, wenn man sie anhand der nichtjuristischen Quellen überprüft (eine solche falsche Vorstellung ist das angebliche Publikationserfordernis, das anhand einer einzigen Libanios-Passage, die bisher übersehen wurde, ein für alle Mal widerlegt werden kann). So war es für meinen Ansatz entscheidend, beiläufige Bemerkungen spätantiker Autoren zu sammeln und soweit möglich auszuwerten.

Außerdem ist ein Modell nur dann überzeugend, wenn es sich in der Praxis bewährt; und „Praxis“ bedeutet im Falle spätantiker Konstitutionen die Arbeit an diesen Texten mit einem bestimmten Interpretationsziel. Deshalb hatte mein Buch einen Doppelcharakter: Nach der umfangreichen Erörterung der grundsätzlichen Fragen zu den Konstitutionen folgt eine umfassende Analyse eines spezifischen Rechtsgebiets, nämlich der testamentarischen und der damit verbundenen Sanktionen gegen verschiedene heterodoxe Gruppen. Auf diese Stichprobe von etwa 20 Konstitutionen wurde das im ersten Teil beschriebene Modell angewandt. Es konnte gezeigt werden, dass meine Sicht der Konstitutionen nicht nur in sich konsistent ist, sondern auch funktioniert, wenn sie auf die Diskussion spezifischer Gesetze angewendet wird.

Was die Ergebnisse betrifft, so ist es keine leichte Aufgabe, die Ergebnisse eines 900 Seiten starken Buches in wenigen Zeilen zusammenzufassen. Kurz gefasst, ist mein Leitgedanke das juristische Durcheinander der Spätantike: Niemand – weder Untertan noch Jurist noch Richter noch Kaiser – hatte einen Überblick über die Gesamtheit der Verfassungen. Das erklärt die zahlreichen Wiederholungen (denn ein skeptischer Richter zog es vor, sich beim Kaiser zu vergewissern, ob es überhaupt eine Konstitution gab oder, genauer gesagt, ob dem Kaiser ein solches Gesetz bekannt war), die Sorge vor Fälschungen, die Widersprüche (im Gegensatz zu uns hatten die damaligen Kaiser kein Gesetzbuch zur Hand!) und viele weitere der Phänomene, die jedem modernen Beobachter so unerklärlich erscheinen. Was die testamentarischen Einschränkungen betrifft, so lässt sich zeigen, dass alle bisher vorgetragenen Erklärungen fehlerhaft sind. Bei einer sanktionierten Gruppe (den Donatisten) ist der reale Hintergrund dank bemerkenswerten nichtjuristischen Quellen zweifelsfrei feststellbar, bei den anderen Gruppen lässt sich die Geschichte recht plausibel rekonstruieren.

 

Prolegomena zu den spätantiken Konstitutionen. Nebst einer Analyse der erbrechtlichen und verwandten Sanktionen gegen Heterodoxe. – Stuttgart-Bad Cannstatt 2020, S. 898.

Paul Krüger, Theodor Mommsen, and the Theodosian Code. - In: Roman Legal Tradition 17 (2021) 1–112.

 

Domninos

Domninos von Larissa war ein Philosoph des 5. Jh.s und Mitglied der Schule von Athen. Es gibt ein erhaltenes Werk, das ihm sicher zugeschrieben werden kann, nämlich ein kurzer Text über Arithmetik. Dieses Werk, zusammen mit einigen Bemerkungen bei Damaskios (einem spätantiken Philosophen und Historiker der Schule von Athen, wenn man ihn überhaupt als „Historiker“ und nicht als „Geschichtenerzähler“ bezeichnen will), bot den Ausgangspunkt für die Konstruktion eines außergewöhnlichen Bilds von Domninos (das auf den bedeutenden Mathematikhistoriker Paul Tannery zurückgeht): ein wissenschaftlich gesinnter, möglicherweise jüdischer, eigenwilliger Philosoph, dessen Eintreten für eine methodisch-strenge Wissenschaft ihn in Konflikt mit seinen Kollegen brachte. Seine Kompetenz sollte sich durch seine erhaltenen mathematischen Abhandlungen belegen lassen, die einen angeblich ausgeprägten euklidischen Einschlag aufwiesen. Nur wenige Gelehrte hatten sich vor mir mit Domninus beschäftigt; fast keiner von ihnen stellte Tannerys Ansicht in Frage, die folglich die Lexika und Handbücher dominierte.

Neben dem arithmetischen Traktat wurden regelmäßig zwei weitere Texte im Zusammenhang mit Domninos angeführt. Es erschien notwendig, sie zu edieren, um ihre Bedeutung einzuschätzen und vor allem, um feststellen zu können, ob man sie überhaupt als Belege für Domninos heranziehen darf. Diese Editionen waren in jedem Fall wichtig (da die vorliegende Edition des einen Textes nicht alle erhaltenen Handschriften verwendete, und der andere Text zuvor völlig unediert war); aber ich konnte zeigen, dass diese Texte in keinem Zusammenhang zu Domninos stehen und als unecht angesehen werden müssen. Im Falle des authentischen Werks, des Encheiridions, konnte ich durch eine sehr detaillierte Analyse nachweisen, dass der einzige „euklidische“ Aspekt des gesamten Encheiridions darin besteht, dass einige Definitionen aus Nikomachos durch Definitionen aus den Elementen ersetzt wurden. Das ist aber nicht durchgängig der Fall; sowohl strukturell wie inhaltlich ist das Encheiridion viel näher an Nikomachos‘ Arithmetik. Und bei den Übernahmen aus den Elementen geht es um Definitionen, nicht um Methoden; im Encheiridion ist definitiv kein euklidische Methodik zu finden. Was die Passagen bei Damaskios angeht, so konnte auch hier eine sorgfältige Analyse zeigen, dass die Darstellung des Domninos als besonders kompetenter Mathematiker nichts Ungewöhnliches ist, sondern vielmehr eine wiederkehrende Beschreibung, die Damaskios für Philosophen verwandte, die er in den erhabeneren philosophischen Disziplinen nicht für besonders kompetent hielt (und denen er nur Interesse an der Einsteigerdisziplin „Mathematik“ zuschrieb). All dies führt zu der Schlussfolgerung, dass es keinen Grund gibt, dem Domninos eine besondere Stellung zuzuweisen: Er war letztlich in jederlei Hinsicht ein ziemlich normaler spätantiker Philosoph.

 

Domninus of Larissa. Encheiridion and spurious works. Introduction, critical text, English translation, and commentary. – Pisa/Rome: Fabrizio Serra 2013, 279 pp. [= Mathematica Graeca Antiqua ; 2].

Uno scolio tardo-antico sulla rimozione di rapporti, fonte dello pseudo-Domnino. – In: Koinonia 38 (2014) 395-426. [zusammen mit F. Acerbi].

 

Goripp

Goripp (zu Unrecht unter dem Namen „Corippus“ bekannt) war ein nordafrikanischer lateinischer Dichter aus der Mitte des 6. Jahrhunderts, der ein umfangreiches Epos verfasste, in dem ein eher unbedeutender byzantinischer General namens Johannes feiert wird. Dieser Johannes wurde von Byzanz entsandt, um einen Berberaufstand niederzuschlagen (was ihm auch gelang) – und genau um diesen Konflikt geht es in dem Gedicht. Goripp schrieb ein klassisches lateinisches Epos nach dem Vorbild von Vergil, Lucan usw., fügte aber christliche Elemente hinzu und verwendet oft eine unübliche Sprache verwendet, die von Gelehrten oft als „vulgär“ bezeichnet wurde. Die meisten Arbeiten über Goripp wurden von Philologen verfasst, die entweder einem literarischen Ansatz folgten, Szenen in Goripps Werk mit früheren Vorbildern verglichen und aufwändige Interpretationen der wahrgenommenen Unterschiede lieferten, oder aber ingeniöse Konjekturen vorschlugen (da es nur ein einziges – und noch dazu schlampig geschriebenes – Manuskript der Johannis gibt, bietet sich das Werk dazu an). Die wenigen Historiker, die sich für Goripp interessierten, konzentrierten sich in der Regel auf die Informationen, die er über die Berber liefert.

Meine ursprüngliche Absicht war bescheiden und beschränkte sich auf die Erstellung eines Kommentars zu einem bestimmten Buch der Johannis. Doch wurde mir schnell klar, dass der bestehende Konsens über den Dichter und sein Werk in vielerlei Hinsicht einer Korrektur bedurfte. Was ursprünglich als kurze Zusammenfassung der vorhandenen Forschungen über Goripp und die Johannis gedacht war, wuchs zu einer mehr als 100-seitigen handbuchartigen Einführung heran, die inhaltlich erheblich von dem abwich, was damals als gesicherter Wissensstand angenommen wurde. Ich zeigte, dass der Name „Coripp“ unverbürgt ist und dass stattdessen „Gorippus“ ganz erheblich besser belegt ist. Die meisten Angaben über ihn, die in Lexikoneinträgen zu finden sind („Schullehrer“, „vom Lande“ ...), haben wenig oder keine Quellengrundlage. Auf Grundlage einer umfangreichen Analyse von Goripps Sprache ließ sich zeigen, dass seine sprachlichen Eigenheiten – weit davon entfernt, Vulgarismen zu sein – stattdessen höchst originelle Innovationen sind, die in voller Absicht erfolgten. Indem ich auf offensichtliche Widersprüche hinwies, stellte ich die traditionelle Methodik in Frage, die weitgehend darin bestand, Szenen in der Johannis mit parallelen Szenen bei Vergil und anderen früheren Autoren zu vergleichen und dann ingeniöse Interpretationen bezüglich der inhaltlichen Unterschiede zu geben. Ich schlug stattdessen ein anderes Modell vor, demzufolge Goripp ältere Texte als Steinbruch nutzte, um sein Gedicht schnell zusammenzustellen. Unter Verwendung einer radikal neuen Methodik schuf ich eine klare Vorstellung vom Zweck des Iohannis und den Umständen seiner Entstehung. Ein Beispiel: Im 8. Buch erscheint ein byzantinischer Offizier namens Putzintulus, der Heldentaten vollbringt. In der Vergangenheit fragten sich Gelehrte, aus welchem Grund Goripp einen so seltsamen Namen erfunden hat. Mit prosopographischen Mitteln ließ sich zeigen, dass dieser Name sehr wohl real ist, aber sein Vorkommen ist auf eine winzige Region auf dem Balkan beschränkt – die aber zu dieser Zeit ein wichtiges Rekrutierungsgebiet der byzantinischen Armee war. Dank einer detaillierten onomastischen Analyse ließen sich zahlreiche weitere höchst ungewöhnliche, aber sehr wohl authentische Namen  aufspüren (ein besonders schönes Beispiel ist „Bulmitzis“, ein Name, der sonst nur im Alttürkischen bezeugt ist und von einem byzantinischen Soldaten „hunnischer“ Herkunft getragen wurde).  Insgesamt ist also meine Johannis viel weniger „literarisch“ und „sprachlich inkompetent“ als die der bisherigen Forschungsdiskussion, dafür viel „historischer“ und „sprachlich innovativer“.

 

Philologischer, historischer und liturgischer Kommentar zum 8. Buch der Johannis des Goripp nebst kritischer Edition und Übersetzung. – Groningen: Egbert Forsten 2010 [Nachdruck Leiden/Boston: Brill 2013], 503 Seiten.

New evidence on the beginning of Iohannis, book V. – In: Materiali e discussioni per l'analisi dei testi classici 63 (2009) 203-208. [zusammen mit G. Caramico]

Recherches onomastiques relatives à la composition ethnique du personnel militaire en Afrique byzantine (546-548). – In: Commutatio et contentio. Studies in the Late Roman, Sasanian and Early Islamic Near East in Memory of Zeev Rubin. Hg. v. H. Börm u. J. Wiesehöfer. Düsseldorf 2010. S. 253-271.

Again on the name ‚Gorippus’: State of the Question – New Evidence – Rebuttal of Counterarguments – The Case of the Suda. – In: Corippe, un poète latin entre deux mondes. Hg. v. Benjamin Goldlust. Lyon 2015. S. 245-271.