Restaurierungswissenschaft

Bild des Monats Januar 2021

Seit zwei Jahren forscht ein Team der Restaurierungswissenschaften zu ornamentierten Gefacheputzen in Franken. Das Projekt wird gefördert durch die Oberfrankenstiftung. Die überwiegende Anzahl der Fachwerkfelder ist mit gekratzten (Wellen-)Linien gestaltet. Doch es gibt auch immer wieder Besonderheiten zu dokumentieren: Hier zum Beispiel ein Stempelputz mit Hirschen – passend zur Winterzeit.
Gesehen in Tiefenroth, Lkr. Lichtenfels, vom Projekteiter Thomas Wenderoth. Mehr zum Projekt erfahren Sie unter: https://www.uni-bamberg.de/restaurierungswissenschaft/forschung/aktuelle-forschungsprojekte/kratzputz-in-oberfranken/

Profil der Restaurierungswissenschaft

Unsere Schwerpunkte liegen in der Kunsttechnologie, den Materialwissenschaften sowie in den Konservierungswissenschaften. Hierbei stehen Techniken zur Substanzerhaltung, zur präventiven Konservierung, zur Pflege und zum Monitoring im Fokus. Weitere Themenfelder sind die Analyse des Ist-Zustandes mit kulturwissenschaftlichen und zerstörungsarmen naturwissenschaftlichen Methoden. Die Anamnese und Diagnose der substanziellen Veränderungen historischer Substanz und die Schilderung des Spektrums an Therapiekonzepten spielen eine bedeutende Rolle, insbesondere in den Lehrveranstaltungen.

Den Restaurierungswissenschaften steht ein sehr gut ausgestattetes Labor mit den erforderlichen Gerätschaften Am Zwinger 6, 96047 Bamberg zur Verfügung.

Um ein möglichst zerstörungsfreies Monitoring durchzuführen und für die digitale Bauwerksdokumentation stehen verschiedene 3D-Laserscanner zur Verfügung, die gezielt, je nach Objekt und Fragestellung, eingesetzt werden.

Die Restaurierungswissenschaft sieht sich vorrangig als Hilfswissenschaft, die in der für die Denkmalpflege typischen und absolut notwendigen interdisziplinären Zusammenarbeit und Kooperation zwischen den einzelnen, beteiligten Fachdisziplinen einen entscheidenen und wichtigen Beitrag zur Klärung verschiedenster Fragestellungen leistet.