Vorlesungszyklus

Anrechenbar in der Mittelalterlichen und Neueren Geschichte.

Die mittelalterliche Wirtschafts- und Innovationsgeschichte wird anhand der Entwicklungen in den Sektoren Landwirtschaft, produzierendes Gewerbe, Finanzgewerbe und (internationaler) Handel dargestellt. Produktions- und Finanzierungstechniken werden ebenso betont wie Aspekte des Wettbewerbs sowohl im Rahmen der ordnungspolitischen Gegebenheiten als auch in seinen Konsequenzen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und in der praktischen Erfahrung. Die Wirtschaftslehren des Merkantilismus sowie Kameralismus und Physiokratie als die theoretischen Grundlagen für die wirtschaftspolitischen Maßnahmen werden behandelt und die speziellen Ausprägungen der Wirtschaftspolitik im internationalen Vergleich dargestellt.

 

Literaturhinweise:

  • Blaich Fritz, Die Epoche des Merkantilismus, Stuttgart 1973.
  • Blaich Fritz, Merkantilismus, Kameralismus, Physiokratie, in: Issing Otmar, Geschichte der Nationalökonomie, München neueste Auflage.
  • Fischer Wolfram u. a., Handbuch der europäischen Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Band 4, Stuttgart 1986.
  • Fröhlich Sigrid, Die soziale Sicherung bei Zünften und Gesellenverbänden, Berlin 1976.
  • Gömmel Rainer, Die Entwicklung der Wirtschaft im Zeitalter des Merkantilismus 1620-1800, München 1998.
  • Henning Friedrich-Wilhelm, das vorindustrielle Deutschland 800 bis 1800, Paderborn 1994.
  • Schremmer Eckart, Technischer Fortschritt an der Schwelle zur Industrialisierung, München 1980.
  • Volckart Oliver, Wettbewerb und Wettbewerbsbeschränkung im vormodernen Deutschland 1000-1800, Tübingen 2002.
  • Wagner-Braun Margarete, Co-operative and Public Law Fire Insurance from the Middle Ages until the 18th Century in Europe as an Instrument for the Protection of the Value of Buildings, in: Istituto Internazionale di Storia Economica "F.DATINI" PRATO (Ed.), Serie II - Atti delle "Settimane di Studi" e altri Convegni 36, L´EDilizia Prima della Rivoluzione Industriale secc. xiii-xviii, Atti della "Trentaseiesima Settimana die Studi" 26-30 aprile 2004, S. 285-311.

 

 

Anrechenbar in der Neuesten Geschichte.

Die Wirtschafts- und Innovationsgeschichte des 19. Jahrhunderts steht im Zeichen der Industriellen Revolution. Ursachen, Determinanten und Verlauf der Industrialisierung werden im Rahmen der sektoralen Einteilung Landwirtschaft, Gewerbe und Dienstleistung unter besonderer Betonung der Herausbildung der Industrie behandelt. Die besondere Rolle des Wirtschaftsliberalismus, des freien Wettbewerbs und spezieller Führungssektoren wird im internationalen Vergleich analysiert, ebenso wie Konjunkturschwankungen, Wirtschaftskrisen und die Herausbildung von den Markt beeinflussenden Instrumenten wie Kartelle und Interessenverbände. Voraussetzungen und Struktur der weltwirtschaftlichen Verflechtung und die Bedeutung des Klassischen Goldstandards bilden ebenso einen Schwerpunkt wie die sozialen Strukturen und Entwicklungen.

 

Literaturhinweise:

  • Blaich Fritz, Staat und Verbände in Deutschland zwischen 1871 und 1945, Wiesbaden 1979.
  • Born Karl Erich, Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Deutschen Kaiserreichs (1867/71-1914) Wiesbaden1985.
  • Fischer Wolfram, Expansion – Integration – Globalisierung. Studien zur Geschichte der Weltwirtschaft, Göttingen 1998.
  • Henning Friedrich Wilhelm, Die Industrialisierung in Deutschland 1800 bis 1914, Paderborn 1995.
  • Historischer Verein Bayerischer Genossenschaften e.V. München (Hrsg.), Einführung in die bayerische Genossenschaftsgeschichte und Daten zur bayerischen Genossenschaftsgeschichte, Schriftenreihe zur Genossenschaftsgeschichte, Bd. 3, München 2000.
  • Jarchow Hans Joachim / Rühmann Peter, Monetäre Außenwirtschaft II. Internationale Währungspolitik, Einführung und Erster Teil: Vor Bretton Woods, II. Der Klassische Goldstandard, Stuttgart 1997.
  • Kellenbenz Hermann, Deutsche Wirtschaftsgeschichte, Band II, Vom Ausgang des 18. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges, München 1981.
  • Pohl Hans (Hrsg.), Kartelle und Kartellgesetzgebung in Praxis und Rechtsprechung vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart, Stuttgart 1995.
  • Pohl Hans (Hrsg.), Europäische Bankengeschichte, Frankfurt am Main, 1993.
  • Wagner-Braun Margarete, Zur Bedeutung berufsständischer Krankenkassen innerhalb der privaten Krankenversicherung bis zum Zweiten Weltkrieg. Die Selbsthilfeeinrichtungen der katholischen Geistlichen, Stuttgart 2002.
  • Wagner-Braun Margarete, Commercial Integration during the Era of the Classic Gold Standard, in: Denzel Markus A. (Ed.), From Commercial Communication to Commercial Integration. Middle Ages to 19th Century, Stuttgart 2004, p. 249-271.

 

 

Anrechenbar in der Neuesten Geschichte.

Die Wirtschafts- und Innovationsgeschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist von zahlreichen Krisen gekennzeichnet. Neben dem Ersten Weltkrieg werden vor allem (Gesamt-) Wirtschaftskrisen, sowie Finanz- und Währungskrisen in internationaler Perspektive analysiert. Die Schwerpunkte liegen bei der Analyse der Ursachen und Konsequenzen der Hyperinflation und der Weltwirtschaftskrise, auch im Zusammenhang mit den Krisen des Weltwährungssystems, der Finanzmärkte und des Bankensektors. Einen wichtigen Schwerpunkt bildet auch die nationalsozialistische Wirtschaftsordnung und Wirtschaftspolitik, sowie die nationalsozialistische Rüstungs- und Kriegswirtschaft.

 

Literaturhinweise:

  • Aschinger Gerhard, Börsenkrach und Spekulation, München1995.
  • Aschinger Gerhard, Währungs- und Finanzkrisen: Entstehung, Analyse und Beurteilung aktueller Krisen, München 2001, S.63-67, 84-100.
  • Blaich Fritz, Der Schwarze Freitag. Inflation und Wirtschaftskrise, München 1985.
  • Blaich Fritz, Die Wirtschaftskrise 1925/26 und die Reichsregierung, Kallmünz 1977.
  • Blaich Fritz, Wirtschaft und Rüstung im „Dritten Reich“, Düsseldorf 1987.
  • Born Karl-Erich, Die deutsche Bankenkrise 1931, München 1967.
  • Grundmann Friedrich, Agrarpolitik im Dritten Reich. Anspruch und Wirklichkeit des Reichserbhofgeset­zes, Hamburg 1979.
  • Haberler Gottfried, Die Weltwirtschaft und das internationale Währungssystem in der zeit zwischen den beiden Weltkriegen, in: Deutsche Bundesbank (Hrsg.), Währung und Wirtschaft in Deutschland 1876-1975, Frankfurt am Main 1976, S. 205ff.
  • Hardach Karl, Wirtschaftsgeschichte Deutschlands im 20.Jahrhundert (1914-1970), Göttingen 1993.
  • Henning Friedrich-Wilhelm, Das industrialisierte Deutschland 1914 bis 1992, Paderborn 1993.
  • Irmler Heinrich, Bankenkrise und Vollbeschäftigungspolitik, in: Deutsche Bundesbank (Hrsg.), Währung und Wirt­schaft in Deutschland 1876-1975, Frankfurt am Main 1976.
  • James Harold, The Causes of the German Banking Crisis, in: Economic History Review, Vol. 37, N. 1, p. 68-87.
  • Jarchow Hans-Joachim, Monetäre Außenwirtschaft, II Internationale Währungspolitik, Göttingen 1997.
  • Kindleberger Charles, Manias, Panics and Crashes – A History of Financial Crises, New York 1989.
  • Klingaman William, Der Crash, Bern 1990.
  • Petzina Dieter, Autarkiepolitik im Dritten Reich. Der nationalsozialistische Vierjahresplan, Stuttgart 1968.
  • Tilly Richard u.a., Geschichte der Wirtschaftspolitik. Vom Merkantilismus zu Sozialen Marktwirtschaft; München 1993.
  • Wagner-Braun Margarete und Obermaier Robert, Die deutsche Wirtschaft an der Schwelle von der Weimarer Republik zum Nationalsozialismus: Weichenstellungen für die nationalsozialistische Wirtschaftsordnung und Wirtschaftspolitik, in: Scripta Mercaturae, Heft 1, 2001, S. 43-84.
  • Wagner-Braun Margarete, Kreditgenossenschaften und Sparkassen im Wettbewerb während der Wei­marer Republik, in: Historischer Verein bayersicher Genossenschaftern e. V., Genossenschafts­verband Bayern (Hrsg.), Beiträge zur Genossenschaftsgeschichte, Schriftenreihe zur Genossen­schaftsgeschichte Band 6, München 2003, S. 18-39.

 

 

Anrechenbar in der Neuesten Geschichte.

Nach der Analyse der Ausgangsbedingungen im Nachkriegsdeutschland wird die Bedeutung der Währungsreform und die Einführung der Sozialen Marktwirtschaft in Westdeutschland diskutiert. Die beiden deutschen Wirtschaftsordnungen (Soziale Marktwirtschaft und DDR-Wirtschaft) werden in ihren Strukturen und mit ihren gesamtwirtschaftlichen Konsequenzen behandelt. Vor dem Hintergrund der sich intensivierenden Internationalisierung und Globalisierung werden die Währungs- und Finanzkrisen, die Arbeitsmarktkrisen und die Wachstumskrisen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts diskutiert sowie die sich verändernden geld- und fiskalpolitischen Konsequenzen. Die gesteigerte gesamtwirtschaftliche Innovationsdynamik sowie die gezielte Innovationspolitik bilden ebenso einen Schwerpunkt.

 

Literaturhinweise

  • Aschinger Franz, Das Währungssystem des Westens, Frankfurt am Main 1971.
  • Beyfuss Jörg, 10 Jahre Stabilitätsgesetz. Erfahrung und Kritik, Köln 1977.
  • Cassel Dieter (Hrsg.), 50 Jahre Soziale Marktwirtschaft, Ordnungstheoretische Grundlagen, Realisierungsprobleme und Zukunftsperspektiven einer wirtschaftspolitischen Konzeption, Stuttgart 1998.
  • Deutsche Bundesbank, Die Geldpolitik der Bundesbank, Frankfurt am Main 1995.
  • Dürr Ernst, Die Soziale Marktwirtschaft. Ausgangssituation, Programm, Realisierung, in: Schneider Jürgen und Harbrecht Wolfgang (Hrsg.), Wirtschaftsordnung und Wirtschaftspolitik in Deutschland (1933-1993), Stuttgart 1996, S. 383-397.
  • Ehrlicher Werner, Deutsche Finanzpolitik seit 1945, in: Vierteljahresschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, 1994, Nr. 81, Heft 1.
  • Emminger Otmar, D-Mark, Dollar, Währungskrisen, Stuttgart 1986.
  • Franke Siegfried, Neuorientierung der Ordnungspolitik. Erfordern Globalisierung und New Economy eine neue wirtschaftspolitische Konzeption?, in: Schäfer Wolf u.a. (Hrsg.), Konjunktur, Wachstum und Wirtschaftspolitik im Zeichen der New Economy, Berlin 2003.
  • Glastetter Werner, Paulert Rüdiger, Spörel Ulrich, Die wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland 1950-1980. Befunde, Aspekte, Hintergründe, Frankfurt am Main 1983.
  • Glastetter Werner, Högemann Günter, Marquart Ralf, Die Wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland 1950-1989, Frankfurt am Main 1991.
  • Henning Friedrich-Wilhelm, Das industrialisierte Deutschland 1914 bis 1992, Paderborn 1993.
  • Koch Eckhart, Globalisierung der Wirtschaft. Über Weltkonzerne und Weltpolitik, München 2000.
  • Kremer Johannes, Neue Strategie der Wirtschaftspolitik. Dargestellt am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland, Düsseldorf 1987.
  • Kromphardt Jürgen, Von der Globalsteuerung der Nachfrage zur Verbesserung der Angebotsbedingungen - Zu den Ursachen des Bedeutungsverlusts des Keynesianismus, in: Acham Karl u. a. (Hrsg.), Der Gestaltungsanspruch der Wissenschaft. Aufbruch und Ernüchterung in den Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften auf dem Weg von den 1960er zu den 1980er Jahren, Stuttgart 2006, S. 301-333.
  • Schneider Jürgen, Von der nationalsozialistischen Kriegswirtschaftsordnung zur sozialistischen Zentralplanung in der SBZ/DDR, in: Schneider Jürgen und Harbrecht Wolfgang (Hrsg.), Wirtschaftsordnung und Wirtschaftspolitik in Deutschland (1933-1993), Stuttgart 1996, S. 1-90.
  • Sigle R. Theoretische Begründungen und Maßnahmen der praktischen Gestaltung einer zukunftsorientierten Innovationspolitik, Bamberg 1995.
  • Vogel C., Deutschland im internationalen Technologiewettlauf, Berlin 2000.
  • Wagner-Braun Margarete, Der langfristige Gleichgewichtswechselkurs im Rahmen der Weltwährungssysteme nach dem Zweiten Weltkrieg – ein aktuelles Problem aus wirtschaftshistorischer Sicht, Regensburg 1991.
  • Wagner-Braun Margarete, Die Aufwertung der D-Mark im Jahre 1961 – eine kritische Stellungnahme zum Währungssystem von Bretton Woods, in: Gömmel Rainer und Denzel Markus (Hrsg.), Weltwirtschaft und Wirtschaftsordnung, Festschrift für Jürgen Schneider, Stuttgart 2002, S. 339-356.
  • Wagner-Braun, Margarete: Innovationspolitik als Wettbewerbsargument im internationalen Vergleich in: Markus A. Denzel (Hrsg.), Margarete Wagner-Braun (Hrsg.), Wirtschaftlicher und sportlicher Wettbewerb, Festschrift für Rainer Gömmel zum 65. Geburtstag, Stuttgart 2009, S.199-228.
  • Wagner-Braun Margarete, International veränderte Währungsverhältnisse als Impuls für die Weiterentwicklung der Wechselkurstheorie, in: Bankhistorisches Archiv, Zeitschrift zur Bankengeschichte, Heft 2, 2002, S. 81-102.
  • Winkel Harald, Die Wirtschaft im geteilten Deutschland 1945-1970, Wiesbaden 1974.