Romy Schatzschneider/Universität Bamberg

Gedimmtes Licht, schummrige Atmosphöre - genau die richtige Stimmung für einen Hackathon

Romy Schatzschneider/Universität Bamberg

Konzentriert wird programmiert und getüftelt.

Romy Schatzschneider/Universität Bamberg

In Kleingruppen oder jeder für sich - in jedem Fall hatten die Studierende immer eine Ansprechperson vor Ort.

Tim Kipphan/Universität Bamberg

Prof. Dr. Dominik Herrmann im Gespräch mit Studierenden auf der Projektmesse.

Tim Kipphan/Universität Bamberg

Die Projektmesse war ein voller Erfolg: 53 Projekte, 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Etwa 30 Prozent der rund 260 zur Klausur angemeldeten Studierenden haben teilgenommen.

- Tim Kipphan/Romy Schatzschneider

Kreativer Semesterabschluss in der Informatik

Studierende der WIAI präsentieren ihre Programmierprojekte im Rahmen des Moduls Einführung in die Informatik

Gedimmtes Licht, konzentriertes Murmeln, entspannte Musik im Hintergrund. Seit kurzem hat die WIAI einen Study Space, ausgestattet mit modernen und gemütlichen Arbeitsplätzen. An einem Freitag Ende Januar wurde er zur kreativen Werkstatt, der Hackathon des Wintersemesters fand statt.

Hackathon – Programmieren bis in die Nacht

„Die Einführung in die Informatik ist ein wesentlicher Kurs am Beginn des Studiums an der WIAI. Alle Studierenden in all unseren Studiengängen müssen da durch. Gerade deshalb ist es uns ein Anliegen, ihn interessant und spannend zu gestalten“, erläutert Prof. Dr. Herrmann, der den Lehrstuhl für Privatsphäre und Sicherheit in Informationssystemen innehat. In der Veranstaltung erwerben die Studierenden grundlegende Programmierkenntnisse und arbeiten mit verschiedenen Programmiersprachen, zum Beispiel Scratch und C, ganz klassisch in den Formaten Vorlesung und Übung. Am Ende steht eine Prüfung. Der Hackathon ist als flankierende Veranstaltung konzipiert, in einer ungezwungenen, kooperativen Atmosphäre eigene kleine Programmierprojekte zu finalisieren, die im Laufe des Semesters entstanden sind. „Prüfungsdruck soll hier noch keine Rolle spielen; sondern voneinander lernen und das Erlernte praktisch anwenden mit Motivation, Teamgeist und Pizza“, führt Prof. Herrmann die Idee aus. Schon um 17 Uhr war der Raum gut gefüllt: Rund 40 Studierende waren gekommen, um gemeinsam an ihren Projekten zu arbeiten. Konzentriert wurde getüftelt, diskutiert, ausprobiert und, auch das gehört dazu: wieder verworfen. Ideen nahmen Form an, Codezeilen entstanden, Fragen wurden gestellt – und direkt beantwortet. Denn mittendrin und jederzeit ansprechbar waren Prof. Herrmann und sein Team. Sie begleiteten die Studierenden durch den Abend, gaben Impulse und beantworteten Fragen.

Projektmesse: Bonuspunkte sammeln für die Prüfung

Der andere Baustein, der die Lehrveranstaltung zu Beginn der Folgewoche Anfang Februar ergänzt hat, ist eine Projektmesse. Hier präsentierten die Studierenden ihre – zuvor im Hackathon noch geschärften –Projekte allen Interessierten, aber auch den Prüferinnen und Prüfern, denn ein Projekt fungiert letztlich als Bonusleistung. Besteht man die Prüfung am Ende des Semesters, wird sie auf die Note angerechnet. Die Bandbreite der Projekte spiegelt dabei die im Kurs erworbenen Kenntnisse und die Kreativität der Studierenden wider.

Verstehen, bestehen – und dabeibleiben

Im März steht dann aber noch die Prüfung für die Studierenden an – vollständig umgesetzt als E-Klausur auf zur Verfügung gestellten Notebooks. Wer nicht auf Anhieb besteht, hat einen zweiten Versuch zu Beginn des Sommersemesters. Prof. Herrmann und sein Team zeigen sich hier aber zuversichtlich: „"Ein Befund aus dem Vorjahr: Studierende, die an der Messe teilgenommen hatten, bestanden fast alle auf Anhieb die Klausur. Von den anderen fast niemand. Korrelation, keine Kausalität. Wir können nicht trennen, wie viel davon Vorwissen ist, wie viel Motivation, wie viel tatsächlicher Lerneffekt. Geht durch dieses Format die Schere zwischen Starken und Schwachen am Ende noch weiter auf? Schwer zu sagen – und auch schwer zu messen.“