Forschung

Die Forschungsaktivitäten des Lehrstuhls fokussieren sich auf aktuelle Fragestellungen im Bereich Digitale Innovation & Transformation. Wir beschäftigen uns dabei vor allem mit der Frage, wie die Zusammenarbeit von IT und Business effektiv gestaltet werden kann und Organisationen aus dieser Zusammenarbeit digitale Innovationen für ihr Geschäft schöpfen können. Konkret arbeiten wir dabei unter anderem an folgenden Forschungsprojekten:

Gestaltung und Wertbeitrag von Digital Innovation Labs

Gestaltung und Wertbeitrag von Digital Innovation Labs

In den vergangenen Jahren haben viele Unternehmen sog. Digital Innovation Labs eingerichtet, die helfen sollen, schneller und erfolgreicher digitale Innovationen für das Unternehmen zu entwickeln. Dabei gibt es vielfältige Zielsetzungen und unterschiedliche Ausrichtungen. Wir betrachten in diesem Projekt, welche organisationalen Designs die unterschiedlichen Zielsetzungen bestmöglich unterstützen und wie Digital Innovation Labs in das Gesamtunternehmen integriert sein müssen, um Ressourcen-, Wissens- und Kulturaustausch effektiv zu unterstützen und zu einer Ambidextrie des Unternehmens beizutragen. Die Studie findet in Zusammenarbeit mit dem ProcessLab der Frankfurt School statt.

Erste Veröffentlichungen

  • Holotiuk, F., Beimborn, D. (2019): Temporal Ambidexterity: How Digital Innovation Labs Connect Exploration and Exploitation for Digital Innovation. Proceedings of the 40th International Conference on Information Systems (ICIS), München.
  • Hund, A., Holotiuk, F., Wagner, H., and Beimborn, D. (2019): Knowledge Management in the Digital Era: How Digital Innovation Labs Facilitate Knowledge Recombination. Proceedings of the 27th European Conference on Information Systems (ECIS), Stockholm-Uppsala.

Managerial Contradictions in Scaled-agile Organisations

Based on the fact that digital technologies have increasingly become core drivers rather than supporters of new products and services in a steadily growing number of established, large enterprises, companies have moved to build so-called scaled-agile organisations in response to the resulting ever closer integration of IT units and business units in companies. Such a "Scaled-Agile Organisation (SAO)" refers to an organisational structure that applies the following organisational design principles across larger domains: (a) decentralized teams with a high degree of decision-making autonomy, (b) routine application of agile working methods within and between teams, (c) interdisciplinary teams with technical as well as IT experts and (d) criteria (a) to (c) apply permanently, i.e. not only for project contexts. Our research addresses the potential and challenges that exist in implementing and managing SAOs at the various levels of the organisational structure.

Selected publications:

  • Frey, J., Hund, A., and Beimborn, D. (2020). Achieving Digital-enabled Strategic Agility Through Resolving Tensions in Scaled-Agile Organizations. Proceedings of the EJIS Special Issue Workshop (Pre-AMCIS Workshop), Salt Lake City, USA.
  • Frey, J., Holotiuk, F., and Beimborn, D. (2020). Debating Digital Innovation: A Literature Review on Realizing Value from Digital Innovation. Proceedings of the 15th International Conference on Wirtschaftsinformatik, Potsdam, Germany.
  • Holotiuk, F., Jentsch, C., and Beimborn, D. (2018). The Determinants and Role of Agility for Digital Organizations. Proceedings of the 26th European Conference on Information Systems, Portsmouth, UK.
  • Jentsch, C., Beimborn, D., and Reitz, A. (2017). Templates for joined work systems - How business process modularity and IT flexibility enable mutual understanding among business and IT. Proceedings of the 38th International Conference on Information Systems (ICIS), Seoul, South Korea.
  • Wagner, H., Beimborn, D., and Weitzel, T. (2014). How Social Capital among IT and Business Units Drives Operational Alignment and IT Business Value Journal of Management Information Systems (31:1), p. 241-272, www.jmis-web.org/articles/1193

Managing Outsourcing Relationships & Innovation Quality

In der Vergangenheit hat sich der Inhaber dieses Lehrstuhls viel mit der Erforschung von Erfolgsfaktoren für effektives IT-Service-Management beschäftigt, insb. auch mit dem Management von IT-Outsourcing-Beziehungen. Wir haben Instrumente zur Messung der Qualität von Outsourcingbeziehungen, insb. der „weichen Faktoren“ (wie Offenheit von Kommunikation, Effektivität von Konfliktbewältigung und dem Level des gemeinsamen Verständnisses) entwickelt und sind nun dabei, dies zu einem Analytics-basierten Überwachungstool weiterzuentwickeln. Methodisch arbeiten wir dabei zunächst klassisch mit Fallstudien und Survey-basierten Instrumenten, in Zukunft aber auch mit Ansätzen der Social Network Analysis und Sentiment Analysis. Weiterin richten wir den Blick darauf, wie Beziehungen mit Outsourcing- und Cloud-Dienstleistern gemanagt werden müssen, damit nicht nur die operative Serviceleistung stimmt, sondern sich der Dienstleister mit seinen IT-Kompetenzen auch Innovationsleistungen für seinen Client erbringt. Dieses Forschungsprojekt wird tlw. in Kooperation mit der International Association of Outsourcing Professionals (IAOP) durchgeführt, zu deren Strategic Alliance Partners die Universität Bamberg gehört.

Ausgewählte Veröffentlichungen:

  • Beimborn, D.: Considering the Relative Relevance of Outsourcing Relationship Quality. Proceedings of the 20th European Conference on Information Systems (ECIS), Barcelona, 2012.
  • Beimborn, D. Wagner, H.-T., Blumenberg, S., Beimborn, D.: Knowledge Transfer Processes in IT Outsourcing Relationships and their Impact on Shared Knowledge and Outsourcing Performance. International Journal of Information Management (29:5),2009, pp. 342-352.
  • Wüllenweber, K., Beimborn, D., Weitzel, T., König, W.: The Impact of Process Standardization on Business Process Outsourcing Success. Information Systems Frontiers (10:2), 2008, pp. 211-224.

The Role of Organizational Recombination and Information Systems for a Firm’s Digital Innovation Capability

Wie können Unternehmen ihre Innovationsprozesse effektiv durch “Organizational Recombination” und Informationssysteme unterstützen? Wir untersuchen, wie Unternehmen ihre organisationalen Strukturen und Innovationsmanagementprozesse anpassen oder gar neu erfinden müssen, um ein hinreichendes Level von Agilität zu erreichen, alle relevanten Bereiche des Unternehmens zu involvieren (Fachbereiche, IT, Marketing & Sales, Analytics, Legal, HR) und dadurch schneller und erfolgreicher zu innovieren. Dabei stützen wir uns auf Vorarbeiten zu „Digital Business Strategy“ und „Organizational Recombination“, um theoretisch und empirisch die Rolle neuer Organisationsstrukturen zu untersuchen und geeignete Arten der IT-Unterstützung zu identifizieren. Basierend auf den theoretischen Konzepten der Ambidextrie, des Organizational Learning, der Absorptive Capacity und der Organizational Control erarbeiten wir ein Verständnis dafür, wie die organisationale Rekombination von IT- und Nicht-IT-Einheiten zum Innovationserfolg beiträgt. Konkrete Forschungsfragen in diesem Projekt sind: Welche Restrukturierungsmaßnahmen sind erfolgreicher vs. effizienter vs. nachhaltiger, um höhere Agilität und höheren Innovationserfolg zu erzielen? Werden Squad&Tribe- und andere Scaled-Agile-Konzepte effektiv sein oder eher separate Digital Units? Wie komplementär oder substitutiv sind solche Ansätze? Wie können IT-Systeme genutzt werden, um sowohl interne Prozesse als auch Kooperationen mit Startups und anderen externen Partnern bestmöglich zu unterstützen? Wie müssen die IT Operations restrukturiert werden, um Ambidextrie auf der IT-Seite zu ermöglichen (bspw. verschiedene Formen von Multi-Speed-Architectures und Bimodal IT)?

Ausgewählte Veröffentlichungen:

  • Moos, B., Wagner, H.-T., Beimborn, D., Weitzel, T.: The Contagious Power of Innovativeness: How Different Corporate Partners Contribute to a Firm‘s Knowledge. International Journal of Innovation Management (19:4), 2015.
  • Moos, B., Beimborn, D., Wagner, H.-T., Weitzel, T.: The Role of Knowledge Management Systems for Innovation: An Absorptive Capacity Perspective. International Journal of Innovation Management (17:5), 2013.