Wissenschaftliche Einrichtungen

Zentrum für Mittelalterstudien

 

Prof. Dr. Ingolf Ericsson

Ehemaliges Reichskloster Lorsch an der Bergstraße – Weltkulturerbe der UNESCO

Laufzeit: seit 1998 (Bewilligung bis Ende 2011)

Geldgeber: Verwaltung Staatlicher Schlösser und Gärten Hessen, Hessisches Baumanagement, Deutsche Forschungsgemeinschaft, Museumszentrum Lorsch

Wiss. Mitarbeiter 2011: Dr. Christian Forster, PD D. Hans Losert, Dr. Kai ThomasPlatz

Mittelvolumen: Wss. Mitarbeiter, stud. Hilfskräfte, Werkleistungen (bislang insg. ca. 1.150.000 €

„Pfalz und Dorf ‚Lindelach’ bei Gerolzhofen, Unterfranken“

Geldgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft, Stadt Gerolzhofen, Diözese Würzburg, Dr. Ottmar-Wolf-Kulturstiftung; Laufzeit: 20007-21012

wiss. Ang.: Eike Michl M.A.

Mittelvolumen: 1 wiss. Ang., stud. Hilfskräfte, Grabungshelfer, Werkleistungen und Reisekosten (insg. ca. 180.000 €)

Mittelalterliches und frühneuzeitliches Fährwesen an Main und Neckar

wiss. Mitarbeiter: Lars Kröger
DFG-Projekt; wiss. Mitarbeiter und stud. Hilfskräfte bewilligt 110.549 €
Laufzeit: ab 20.07.2011 für 30 Monate

Am Kranen 14 Bamberg
Geldgeber: Staatl. Bauamt
Laufzeit: 2011/2012
Mittelvolumen: ca. 50.000 €
wiss. Ang.: Margret Sloan M.A.; Stadtkernarchäologie Bamberg
Geldgeber: Stadtsparkasse Bamberg, Stadt Bamberg und Universität Bamberg

 

Prof.  em. Dr. Klaus Guth

Dissertationsprojekt Nicole Grom M.A.

Dokumentation des jüdischen Friedhofs Reckendorf-Geschichte und Begräbniskultur

Repertorisierung des Archivs „Jüdische Landgemeinden“,Forschungsstelle Landjudentum

(mit Hilfe der FNK und der Oberfrankenstiftung)

 

 

Prof. Dr. Achim Hubel/ Prof. Dr. Christoph Schlieder/Dr. Friedrich Fuchs (Regensburg)

Computersimulationen der früheren Farbfassungen der gotischen Architektur und Skulptur des Regensburger Doms

Laufzeit: seit 01.01.2007

Geldgeber: Domstiftung Regensburg. Im Rahmen der Zielvereinbarungen 2009-2013 finanziert das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst zusätzlich eine halbe wiss. Mitarbeiterstelle, die dem beantragten Projekt „Virtuelle Räume“ zugute kommt.

Ziel ist es, die durch restauratorische Untersuchungen festgestellten farbigen Fassungen der gotischen Steinskulpturen und der Architektur des Regensburger Doms mit Hilfe der Computersimulation virtuell zu rekonstruieren. Nachdem bis zum WS 2009/10 in gemeinsamer Arbeit mit einer Gruppe von Doktorand(inn)en insgesamt 15 Farbfassungen verschiedener gotischer Skulpturen erfolgreich fertig gestellt werden konnten, werden nun weitere Fassungen der Skulptur und der Architektur rekonstruiert.

 

Prof. Dr. Achim Hubel/ Prof. Dr.-Ing. Manfred Schuller

Interdisziplinäre Gesamtbearbeitung des Doms zu Regensburg

Innerhalb des seit 1986 laufenden, von der DFG finanzierten Projekts wird gegenwärtig die aufwändige Restaurierung des Hauptportals des Regensburger Doms wissenschaftlich begleitet; die Untersuchungsergebnisse werden systematisch erfasst. Im Jahr 2008 erschien eine neu erarbeitete zusammenfassende Publikation, die in gut verständlicher Form die Ergebnisse des Projekts vorstellt. Im Dezember 2010 erschien der erste Band (der Tafelband) der auf fünf Bände konzipierten Endpublikation des Forschungsprojekts; im Jahr 2011 sollen zwei weitere Bände erscheinen.

 

Prof. Dr. Achim Hubel/ Dr. Thomas Eißing/Prof. Dr. Mark Häberlein/Prof. Dipl.-Ing. Regine Keller (TU München)

Die Klosterlandschaft von St. Michael in Bamberg

Laufzeit: 1. März 2010 – 28. Februar 2011

Geldgeber: Landesgartenschau Bamberg GmbH, Oberfrankenstiftung, Sparkassenstiftung Bamberg, Edgar Wolf’sche Stiftung

Unser Kenntnisstand über die bis heute erstaunlich gut erhaltene Klosterlandschaft der ehemaligen Bendiktinerabtei St. Michael in Bamberg soll durch systematische Forschung erweitert werden. Ein wiss. Mitarbeiter (Historiker) soll dabei durch systematische Recherchen in dem umfangreichen Archivbestand die einschlägigen Informationen sammeln, die sich mit den historischen Wegeführungen, dem Weinbau, den Obstsorten und den anderen landwirtschaftlichen Produkten, den Zier- und Nutzgärten, der Wasserversorgung und den Fischteichen, der Sozialstruktur der hier lebenden Bewohner usw. beschäftigen. Gleichzeitig soll ein Landschaftsarchitekt den Versuch wagen, auf der Grundlage der historischen Forschungsergebnisse Teile der ehemaligen Klosterlandschaft so zu gestalten, dass die ursprünglichen Funktionen und die früheren Nutzungsstrukturen wieder deutlich werden. So könnten nicht nur die alten Wegenetze herausgearbeitet, wieder Weinberge und Obstbaumfelder anlegt werden, sondern man könnte insgesamt ein historisch fundiertes Konzept für die Flora und Fauna entwickeln. Während der Landesgartenschau 2012 in Bamberg sollen im Rahmen einer Ausstellung in der ehemaligen Orangerie der Abtei die wichtigsten Ergebnisse präsentiert werden.

 

Prof. Dr. Lorenz Korn

Denkmal und Kontext in Buchara (Usbekistan).

In Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Restaurierungswissenschaft (Bamberg) und dem Lehrstuhl für Bauforschung (TU München) sowie dem Institut für Iranistik ÖAW, Wien.

Das interdisziplinäre Projekt untersucht ein Stadtviertel in der Altstadt von Buchara im Hinblick auf Baugeschichte, Konstruktionen, Nutzungsstruktur und Perspektiven für mögliche Restaurierungen. Im Zentrum steht dabei die Moschee-Khanqah Khoja Zainuddin, ein aufwendiger Bau aus dem 16. Jahrhundert, der in kunsthistorische Zusammenhänge gestellt werden soll.

Gefördert durch die DFG

 

Prof. Dr. Christian Schäfer

Edition der Schriften des Bernhard von Waging. Band 1: Schriften zur Mystikerkontroverse.

Laufzeit bis Oktober 2011.
Gefördert von der DFG.
1 Postdoktoranden-Stelle.

Metaphysik, Theologie und Ethik im Naturrecht der ‚Epochenschwelle‘ von der Spanischen Spätscholastik zur Neuzeit: Gabriel Vázquez und Baruch Spinoza.
Gefördert von der Fritz Thyssen-Stiftung
Laufzeit: Juni 2011 – Juni 2014
1 Postdoktoranden-Stelle

Prof. Dr. Werner Taegert/Staatsbibliothek Bamberg

Erschließungsprojekt „Digitalisierung der Kaiser-Heinrich-Bibliothek“

Laufzeit: seit 2005
Geldgeber: Oberfrankenstiftung
Am 15.11.2010 wurde das von der Oberfrankenstiftung geförderte Erschließungsprojekt „Digitalisierung der Kaiser-Heinrich-Bibliothek“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieses Projekt erschließt als eine virtuelle Sammlung die 165 ältesten Handschriften der Staatsbibliothek Bamberg, vom 5. bis zum ersten Viertel des 11. Jahrhunderts. Zum Jahresende 2010 waren 101 Codices volldigital über die Homepage der Staatsbibliothek Bamberg zugänglich; die weiteren Handschriften werden bis Ende 2012 hinzukommen. Zu diesem Vorhaben hatte die Oberfrankenstiftung 2005 das finanzielle Fundament gelegt. Die Digitalisierung erfolgt durch den Fotografen der Staatsbibliothek Bamberg (Referat „Digitale Reproduktion und Bestandssicherung“). Bei dem Kooperationsunternehmen steht die Bayerische Staatsbibliothek München der Staatsbibliothek Bamberg mir mehr als nur technischem „Support“ partnerschaftlich zur Seite. Ein wissenschaftlicher Mehrwert wird durch die Anreicherung der Digitalisate mit Strukturdaten, Katalogbeschreibungen und aktuellen bibliographischen Informationen aus der Forschungsdokumentation geboten.
www.staatsbibliothek-bamberg.de/index.php

 

„Katalogisierung der illuminierten Handschriften der Staatsbibliothek Bamberg“

Laufzeit: Abschluss der aktuellen Projektphase im Herbst 2012
Geldgeber: DFG
Dieses schließt an die bereits abgeschlossene Erfassung der Handschriften von der karolingischen Zeit bis zum ausgehenden 12. Jahrhundert an (die gedruckten Kataloge erschienen 1995 und 2004). Gegenwärtig werden im Handschriftenerschließungszentrum der Bayerischen Staatsbibliothek die Handschriften aus dem 13. und 14. Jahrhundert kunsthistorisch umfassend erschlossen. Der Abschluss dieser aktuellen Projektphase, die annähernd 165 Handschriften umfassen wird, ist im Herbst 2012 zu erwarten; der gedruckte Katalog wird wieder im Verlag Harrassowitz erscheinen. Geplant ist in einem Anschlussprojekt die Bearbeitung der illuminierten Handschriften des 15. und frühen 16. Jahrhunderts sowie der illuminierten Inkunabeln.
www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/projekt_bamberg.htm

 

Inkunabelsammmlung

Die Staatsbibliothek Bamberg verfügt mit rund 2.600 Wiegendrucken in mehr als 3.500 Exemplaren über die zweitgrößte Inkunabelsammlung Bayerns. Dank einer Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek München, deren Inkunabelkatalog als Grundlage der Titelaufnahmen genutzt wurde, und der Universitätsbibliothek Tübingen ist nun der weitaus größte Teil der Inkunabeln in INKA recherchierbar und mit Signatur nachgewiesen; für knapp 500 Exemplare liegen zudem bereits Beschreibungen vor. Die noch fehlenden Exemplarbeschreibungen werden sukzessive erarbeitet und in regelmäßigen Abständen in INKA eingespielt.
http: / / www.inka.uni-tuebingen.de / ?bib=bam

 

Memory of the World Register

Laufzeit: von nationaler Nominierungskommission am 9. November 2010 nachdrücklich befürwortet
Im Zusammenwirken mit der UNESCO-Welterbestätte Kloster Lorsch wurde ein Antrag auf Aufnahme des „Lorscher Arzneibuches“ der Staatsbibliothek Bamberg (Sign.: Msc.Med.1) in das Weltdokumentenerbe der UNESCO erarbeitet und von der Staatsbibliothek Bamberg bei der deutschen UNESCO-Kommission eingereicht. Dieser Antrag wurde in der Sitzung der nationalen Nominierungskommission am 9. November 2010 nachdrücklich befürwortet. Eine differenzierte Version des Antrags zur Vorlage bei der internationalen UNESCO-Kommission ist in Vorbereitung.
Das um 795 in der Benediktinerabtei Lorsch entstandene Arzneibuch ist eine der frühesten bekannten Kompilationen antiker Rezepte griechisch-römischer Tradition im abendländischen (lateinischen) Frühmittelalter. Das Werk kann als einzigartiges Zeugnis für eine Neubewertung der Medizin im Zuge der karolingischen Bildungsreform um 800 gewertet werden. Es dokumentiert zugleich den ersten nachantiken Impuls zu einem gewaltigen Transformationsprozess, der in die Annahme des antiken Erbes unter christlichem Vorzeichen mündet.