Diversity an der SoWi - Vielfalt als Treiberin von Innovation und Wachstum

Forschung: Personen & Projekte

Das Thema Diversity wird auch in der Forschung an der SoWi Fakultät groß geschrieben. Wir stellen an dieser Stelle einige laufende wie auch abgeschlossene Projekte exemplarisch vor.

Marie Skłodowska-Curie Action “Global mobility of employees” (GLOMO)

Forschende: Prof. Dr. Maike Andresen

Homepage: /bwl-personal/glomo und www.glomo.eu

Marie-Skłodowska-Curie-Action "Globale Mobilität von Arbeitnehmern" (GLOMO) war ein internationales Forschungsprojekt, das in Bamberg koordiniert wurde und Teil des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020 ist. Acht Partner aus ganz Europa haben Wissen über das Phänomen der globalen Mobilität generiert und gleichzeitig ein einzigartiges Netzwerk von Experten auf diesem Gebiet ausgebildet und aufgebaut, um die Arbeitskräftemobilität effizienter und vorteilhafter für alle Beteiligten zu gestalten

Eltern im Parlament

Forschende: Dr. Elena Frech

Homepage: www.elenafrech.eu/home/research-projects/parents-in-parliament/

Dieses Projekt untersucht die Existenz und Wirkung von Eltern im Parlament. Obwohl die Mehrheit der Parlamentarierinnen und Parlamentarier Eltern sind, haben wir kaum systematisches Wissen, wie sich Elternschaft auf die parlamentarische Arbeit auswirkt und welche Rolle das Geschlecht spielt. Das möchte dieses Projekt mit Analysen von Eltern im Europaparlament sowie in weiteren nationalen Parlamenten (z.B. dem Schweizer Nationalrat) ändern.

Die Menschenrechtsausschüsse der Vereinten Nationen und Gruppenhandeln

Forschende: Prof. Dr. Monika Heupel und Marlene Jorger

Homepage: /polint/forschung/laufende-projekte/die-menschenrechtsausschuesse-der-vereinten-nationen-und-gruppenhandeln

 

Das Projekt untersucht, wie die Menschenrechtsausschüsse der Vereinten Nationen – Expertengremien, die mit der Überwachung der Implementierung der neun zentralen Menschenrechtskonventionen beauftragt sind – Handlungsfähigkeit gewinnen. Die Menschenrechtsausschüsse sind erstaunliche Kreaturen: Auf den ersten Blick sind sie schwache Gremien, die chronisch unterfinanziert sind und keine harten Sanktionsmöglichkeiten gegen Staaten haben, die die Vorgaben der Konventionen nicht umsetzen. Außerdem sollen die Experten zwar formal in ihrer persönlichen Kapazität agieren, hängen aber mit Blick auf ihre Wiederwahl von den Vertragsstaaten ab und sind deshalb in ihrer Unabhängigkeit eingeschränkt. Und schließlich sind die Ausschüsse aus Mitgliedern zusammengesetzt, die sich in vielerlei Hinsicht unterscheiden aber zugleich formal gleichrangig sind - weshalb sich die Mitglieder, trotz ihrer Unterschiede, auf Entscheidungsverfahren einigen müssen, die für alle Mitglieder akzeptabel sind. Dennoch haben die Menschenrechtsausschüsse über Zeit Handlungsfähigkeit gewonnen: Sie haben von den Vertragsstaaten der jeweiligen Konventionen zusätzliche Kompetenzen übertragen bekommen und sie haben nach innen orientierte Selbst-Legitimationsstrategien entwickelt, um Autonomie zu gewinnen. Trotz der herausgehobenen Rolle der Expertenausschüsse im globalen Menschenrechtsregime wissen wir wenig darüber, wie und warum die Menschenrechtsausschüsse   Handlungsfähigkeit erworben haben.  Um diese Lücke zu schließen, verfolgt das Projekt zwei Ziele: Erstens soll das Projekt die Entwicklung der Kompetenzen der Menschenrechtsausschüsse erklären und Hypothesen zu den Präferenzen der Vertragsstaaten und der Diffusion von Handlungsvorlagen testen. Zweitens soll das Projekt untersuchen, wie die Ausschüsse nach innen orientierte Selbst-Legitimationsstrategien anwenden (wie die Verpflichtung auf faire Verfahren und die Assoziierung mit vermeintlich legitimen Akteuren und Institutionen), um Autonomie zu erlangen. Die zentrale empirische Grundlage für die Analyse ist der Ausschuss zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen, der mit der Überwachung der Implementierung der Behindertenrechtskonvention beauftragt ist.

Einen Überblick zur Forschungsarbeit der SoWi-Fakultät finden Sie unter den aktuellen Forschungsprojekten.

Lehre und Studium: Lehrangebote zum Thema Diversity, Stammtisch Diversity

Vielfalt bzw. Diversity ist an der SoWi-Fakultät in der Lehre und im Studium ein zentrales Anliegen.

Was bedeutet Diversity in agilen Zeiten und mit welchen Herausforderungen geht dies für Unternehmen einher? Dieser spannenden Frage gingen Studierende der Wirtschaftspädagogik im Wintersemester 2023/2024 im Kurs Betriebspädagogik nach. Inspiriert von aktuellen Themen und praktischen Impulsen wurden die Studierenden mit Problemen wie Employer Branding, Altersdiskriminierung, generationsübergreifende Führung, Work-Life-Balance in Zeiten digitaler Dauerverfügbarkeit, Arbeitsgesundheit und Inklusion konfrontiert. Sowohl praktikable als auch theoretisch fundierte Lösungen wurden generiert, die namenhaften Unternehmen an die Hand gegeben werden können. Das Take-Away? Diversity ist weitaus mehr als das Denken in schwarz und weiß - hier bedarf es nicht nur mehr Sensibilisierung, sondern insbesondere mehr aktiver Beachtung im (Berufs-)Alltag!

Mit Themen von „Hausarbeit und Arbeitsteilung in Paarbeziehungen“ bis hin zu „The Economics of Inequality“ gibt es an der Fakultät insgesamt auch in diesem Semester wieder ein breites Spektrum an Kursen mit Gender- und/oder Diversity-Bezug. Alle Kurse mit Gender und/oder Diversity Bezug finden Sie im Vorlesungsverzeichnis Gender & Diversity der Beauftragten für die Gleichstellung von Frauen in Wissenschaft und Kunst der Universität.

Stammtisch Diversity:

Einmal im Semester trifft sich der Stammtisch Diversity, um Forschende und Lehrende der Fakultät, die sich mit dem Thema Diversität beschäftigen, zusammen zu bringen, Austausch zu fördern und Kooperationen zu ermöglichen. In entspannter Atmosphäre wird über aktuelle Anliegen im Bereich Diversity an der SoWi-Fakultät gesprochen. Ausgerichtet wird der Stammtisch Diversity von den Beauftragten der SoWi-Fakultät für die Gleichstellung von Frauen in Wissenschaft und Kunst. Informationen zum nächsten Treffen finden sich in den News der SoWi Gleichstellungsbeauftragten.

 

Transfer: Netzwerk Diversity

Gender & Political Institutions

A Podcast Series on the Who, Why and How of Gender Equality

By Dr. Elena Frech (University of Bamberg)

Political institutions structure social and political interaction and do therefore shape legislative behavior, policies and the society. Hence, how diverse our society is importantly depends upon political institutions like electoral systems or party boards.

This is a first podcast of a series that features various authors who answer questions of Who, Why, and How on current developments or pressing questions relating to gender equality in politics and in society.

In my teaching and blog posts I re-connect the knowledge of Universities in an innovative way to society and politics. The course on “Comparative Political Institutions and Gender”, taught in 2022 at the University of Bamberg by Dr. Elena Frech, took a research led, comparative view on formal (e.g. policies or rules) as well as informal institutions (e.g. ideas and norms) and their relationship with gender equality. Based upon discussions during the seminar and beyond the various authors provide analyses of the connection between political institutions and gender equality, detail how academic work can explain the world, and provide policy advice.

Here, I present episode 1 of the Gender & Political Institutions podcast series by Karin Daniela Hornung, M.A. English & American Studies at the University of Bamberg, analyzes the political success of Alexandria Ocasio-Cortez (AOC). The US American Latina from the Bronx is the youngest female member of Congress and extremely popular. In the podcast Karin Hornung analyses and explains AOCs success.

© All rights relating to this podcast episode belong to K. Hornung