Transfer und Kooperationen

Forschung und wissenschaftliches Handeln folgt einem gesellschaftlichen Auftrag. An der Professur für Wirtschaftspädagogik ist es uns ein Anliegen, in Austausch mit gesellschaftlichen Partnern wie Schulen, Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Organisationen zu treten. Darüber soll ein Beitrag zur Gewinnung neuer Forschungsideen und der Transfer wissenschaftlicher Produkte in den gesellschaftlichen Alltag geleistet werden. Unter Transfer und Kooperationen bekommen Sie einen Einblick in die unterschiedlichen Transfer- und Kooperationsaktivitäten an der Professur für Wirtschaftspädagogik.

Lehrerfortbildung zum Thema Service Learning im Rahmen des Fachtags Service Learning

 

Lehrerfortbildung Service Learning

Fachtag Service Learning in der Kommune Bamberg

Titel der Veranstaltung: Fachtag Service Learning – Eine schulartübergreifende Einführung in ein kompetenzorientiertes Lehr-Lernformat

Ort: Städtische Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule Bamberg, Kloster-Langheim-Straße 11, 96050 Bamberg

Zeit: 14.07.2017 – 12-17 Uhr

Schlüsselwörter: Service Learning, Kompetenzorientierung, LehrplanPLUS

Zielgruppe: Lehrerinnen und Lehrer an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen

Maximale Teilnehmerzahl: 160 Personen

Anmeldeschluss: 10.07.2017

Max. Teilnehmerzahl: 160

Anmeldung:

Lehrkräfte an bayerischen Schulen melden sich über FIBS an (E361-0/17/67): https://fibs.alp.dillingen.de

Interessierte aus gemeinnützigen Organisationen, Kommunen und der Öffentlichkeit melden sich per
eMail an unter michael.schmitt(at)caritas-bamberg.de (CariThek Bamberg)

Kontakt / Veranstalter:

Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Professur für Wirtschaftspädagogik
Prof. Dr. Karl-Heinz Gerholz
Kärntenstraße 7 • 96052 Bamberg
Tel.: 0951/863-2725
karl-heinz.gerholz@uni-bamberg.de

Kurzbeschreibung:

Schüler/innen einer Grundschule helfen im Rahmen des Heimat- und Sachunterrichts bei der Errichtung eines Naturpfades. Schüler eines Gymnasiums fungieren im Fach Deutsch als Redepartner für Senioren im Altersheim. Schüler einer kaufmännischen Berufsschule entwickeln ein Marketingkonzept für die Gewinnung von Ehrenämtlern. – Drei Beispiele, wie kompetenzorientierter Unterricht in Schulen gestaltet werden kann. Das Besondere ist dabei, dass der Lernprozess mit realen Herausforderungen der Zivilgesellschaft verbunden wird. Das didaktische Format nennt sich Service Learning – Lernen durch Engagement. Neben der fachlich-methodischen Entwicklung der Schüler/innen durch die curriculare Anbindung soll auch die personale Entwicklung über die Auseinandersetzung mit zivilgesellschaftlichen Wertefragen erfolgen.

In den letzten Jahren verbreitet sich Service Learning an den Schulen stärker, womit Fragen zur didaktischen Gestaltung und Umsetzung von Service Learning in der konkreten Unterrichtsarbeit vor Ort einhergehen. Am Fortbildungstag bekommen Lehrkräfte aller Schularten einen Einblick in die Implementation und Wirksamkeit von Service Learning. In schulartspezifischen Workshops werden didaktische Gestaltungselemente am Beispiel von konkreten Service Learning-Arrangements vorgestellt. Neben der Vernetzung mit potentiellen Kooperationspartnern schließt der Tag mit der Präsentation von Service Learning-Ergebnisse von Schülerinnen und Schülern aus Bamberger Schulen, Lehramtsstudierenden der Wirtschaftspädagogik an der Universität Bamberg und Schülerinnen und Schüler des Sozialen Schuljahres ab.

 

Programm:

Zeit

Programm

12.00-12.15 Uhr

Grußwort 1

Vertreter Bayrisches Staatsministerium für Bildung und Kultus (angefragt)

Grußwort 2

Vertreter Caritasverband der Erzdiözese Bamberg

12.15-12.35 Uhr

Implementation von Service Learning aus Sicht der Schulleitung

Michael Strehler – Schulleiter Kaiser Heinrich-Gymnasium Bamberg

12.35-13.00 Uhr

Wirksamkeit von Service Learning aus Sicht der Forschung

Prof. Dr. Karl-Heinz Gerholz – Universität Bamberg

13.00-14.30 Uhr

Workshops (Arbeitstitel)

Service Learning an Grund- und Mittelschulen

Service Learning an weiterführenden Schulen (u.a. Gymnasium)

Service Learning an beruflichen Schulen in Teilzeitform (Berufsschule)

Service Learning an beruflichen Schulen in Vollzeitform (Wirtschaftsschule, Berufliche Oberschulen, Berufsfachschulen)

14.30-15.15 Uhr

Kaffee und Kuchen

Markt der Möglichkeiten:
kommunale und gemeinnützige Organisationen stellen sich vor als Praxispartner im Service Learning

15.15-16.45

Studierende der Wirtschaftspädagogik stellen Service Learning-Ergebnisse in Kooperation mit der Caritas vor

Schülerinnen und Schüler des Kaiser-Heinrich-Gymnasium stellen Service-Ergebnisse im Weltkulturerbe Bamberg vor

Ergebnisse des freiwilligen sozialen Schuljahres

16.45-17.00

Abschlussworte

t.b.a.

 

Download Flyer:  hier(1.1 MB)

 

 

Service Learning in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg

In Kooperation mit dem Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg werden Service Learning-Arrangements, v.a. im Modul Betriebspädagogik, umgesetzt. Beim Service Learning werden curriculare Inhalte des Studienprogrammes Wirtschaftspädagogik mit sozialen Projekten aus der Kommune Bamberg verknüpft. Beispielhafte Service-Projekte sind dabei die Entwicklung kompetenzorientierter Fortbildungen oder Beschreibung der Motive von Ehrenämtlern. Weiterhin werden Master-Arbeiten in Kooperation mit den Caritasverband geschrieben.

Ausgewählte Links:

Studierende der Universität Bamberg engagieren sich bei der Caritas

Entwicklung von Unterrichtssequenzen in Kooperation mit den Universitätsschulen

Mit dem Wintersemester 2016/2017 wurde das neue Modul „Didaktik der Wirtschaftswissenschaften“ im Studiengang Wirtschaftspädagogik installiert. Das Modul setzt sich aus den zwei parallel laufenden Teilmodulen. Im Teilmodul „Gestaltung komplexer Lernumgebungen (GLU)“ bauen sich die Studierenden kooperativ ein Orientierungswissen zur Gestaltung von Lernumgebungen in wirtschaftswissenschaftlichen Kontexten auf. Im Teilmodul „Forschungs- und Entwicklungsarbeit (FEA)“ bearbeiten die Studierenden konkrete, fachdidaktische Problemstellungen basierend auf Unterrichtssequenzen aus der Unterrichtspraxis der kooperierenden Universitätsschulen. Im Wintersemester 16/17 besteht eine Kooperation mit der staatlichen Berufsschule III in Bamberg. Die Studierenden entwickeln hier eine halbjährige Unterrichtssequenz im Bereich Rechnungswesen für den Ausbildungsberuf ‚Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement‘. Das neue Modul zeichnet sich durch eine Verzahnung zwischen Theorie und Praxis aus, indem die Studierenden für die Relationierungsaufgabe von wissenschaftlichen Wissen und Verfahren sowie berufspraktischen Anforderungen im Unterrichtsalltag sensibilisiert werden. Die Präsentation der Handlungsprodukte der Studierenden findet am Ende des Moduls in den jeweiligen Universitätsschulen statt.

Kooperation mit dem Zentrum Welterbe Bamberg

In Kooperation mit dem Zentrum Welterbe Bamberg Masterarbeiten an der Professur für Wirtschaftspädagogik vergeben. Hierbei geht es um die Erforschung der Wirkung des Welterbes Bamberg auf die Wahrnehmung und des Wissenszuwachses in der Bevölkerung und bei Gästen in Bamberg. Die möglichen Themenstellungen finden Sie unter Lehre.

Kooperation Unischule, Diakonie und Wirtschaftspädagogik zum Service Learning

In Kooperation mit der Universitätsschule – Staatliche Berufsschule III Bamberg – und der Diakonie Bamberg-Forchheim läuft derzeit ein Service Learning-Projekt zum Thema „Social Media bei der Diakonie Bamberg-Forchheim“. Im Zuge dessen erhalten aktuell 22 Schüler der staatlichen Berufsschule III die Möglichkeit im Rahmen des Unterrichts Einblicke in zivilgesellschaftliche Handlungsfelder zu bekommen. Die Professur für Wirtschaftspädagogik übernimmt hier die wissenschaftliche Begleitung.

Ausgewählte Links:

Berufsschüler engagieren sich in Bamberg - Neue Service Learning-Kooperation zwischen Universitätsschule, Diakonie und Wirtschaftspädagogik

Längsschnittstudie "Einsatz von Tablets im berufsbildenden Unterricht" gestartet

Im laufenden Schuljahr wird die Professur für Wirtschaftspädagogik unter der wissenschaftlichen Leitung von Professor Karl-Heinz Gerholz und Markus Dormann den Einsatz von Tablets im berufsbildenden Unterricht erforschen. Das Kooperationsprojekt mit der Staatlichen Berufsschule 2 Aschaffenburg analysiert in Form einer Längsschnittstudie Effekte und Wirkungen von Tabletklassen.

Die Staatliche Berufsschule 2 ist als Finalist im i.s.i-Wettbewerb mit ihrem entwickelten und implementierten Medienkonzept der optimale Schulpartner, um digitale Unterrichtsansätze wissenschaftlich zu begleiten und zu evaluieren. Mit dem Projektverantwortlichen Lehrer StD Matthias Fünffinger wirkt zudem ein erfahrener Medienexperte auf Schulseite mit. Die finanzielle und technische Realisation wurde durch Goran Hauser vom Institut für Transformation und Innovation (ITI) möglich.

"Mit der Studie gelingt es Unterricht in Hinblick auf Handlungssituationen, Kompetenzorientierung sowie dem Einsatz digitaler Medien besser zu verstehen", so Prof. Karl-Heinz Gerholz zum Projektstart. „Unser Forschungsinteresse im Kooperationsprojekt ist insbesondere, die langfristige Wirkung des Einsatzes von Tablets (Convertibles) auf Lernerfolg, Motivation und Kompetenzerwerb im kaufmännischen berufsbildenden Unterricht zu erheben und mit geeigneten digitalen Unterrichtskonzepten zu begleiten“, erläutert Markus Dormann.