Promotionsprojekte
Aktuelle Projekte
Die Bedeutung von New Work für gewerbliches Montagepersonal auf wechselnden Baustellen
Projektbeschreibung
Das Promotionsprojekt untersucht die Relevanz von New Work im Kontext von Baustellen, insbesondere aus Sicht von gewerblichem Montagepersonal, das regelmäßig deutschland- oder europaweit auf wechselnden Baustellen eingesetzt wird. Als Forschungsgrundlage dient die Hölscher Wasserbau GmbH.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die Arbeitswelt auf Baustellen verändert hat und welches Verständnis von New Work bei dieser Beschäftigtengruppe besteht. Methodologisch orientiert sich die Studie an der Konstruktivistischen Grounded Theory. Die Datengrundlage bilden Interviews, teilnehmende Beobachtungen sowie ein Forschungstagebuch.
Erste Ergebnisse zeigen, dass Sinnorientierung, Digitalisierung, Entlohnung und soziales Umfeld zentrale Aspekte von New Work im Baustellenkontext darstellen. Das Forschungsvorhaben trägt damit dazu bei, die spezifischen Anforderungen gewerblichen Montagepersonals besser zu verstehen und Ansatzpunkte für eine zukunftsorientierte Gestaltung der Arbeitswelt im Baugewerbe zu entwickeln.
Vergleichende Forschung der Lehrerbildung für berufliche Schulen in China und Deutschland
Projektbeschreibung
China hat sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur wirtschaftlich, sondern auch wissenschaftlich rasant entwickelt und ist für Deutschland längst zu einem wichtigen internationalen Partner geworden, und besonders auch im Berufsbildungsbereich. Die beiden Staaten haben auch viele Kooperationsprogramme im Bereich der Lehrerbildung für berufliche Schulen. Mit einer vergleichenden Studie der Lehrerbildung für berufliche Schulen in Deutschland und China kann das gegenseitige Verständnis vertieft werden.
Diese Studie beschäftigt sich mit 3 Zielen: (1) Systematische Einblicke und vergleichende Betrachtungen zur Lehrerbildung für berufliche Schulen in Deutschland und China, sowie an Beispielen von Wirtschaftspädagogik und Metalltechnik; (2) Lösungen für chinesische Probleme bei der Lehrerbildung für berufliche Schulen und mögliche Vorschläge für die deutsche Lehrerbildung für berufliche Schulen; (3) Rückblick auf die vergangene Kooperation und Ausblick auf die zukünftige Kooperation der Lehrerbildung für berufliche Schulen in Deutschland und China.
Künstliche Intelligenz in der betrieblichen Berufsbildung
Projektbeschreibung
Künstliche Intelligenz verändert, wie Auszubildende und Beschäftigte Informationen suchen, Wissen erwerben und berufliche Aufgaben bearbeiten. Damit entstehen neue Anforderungen an berufliche Kompetenzen, die Gestaltung betrieblicher Lernprozesse und die pädagogische Begleitung durch betriebliches Bildungspersonal.
Das Promotionsprojekt untersucht die Bedeutung künstlicher Intelligenz für die betriebliche Aus- und Weiterbildung aus berufs- und wirtschaftspädagogischer Perspektive. Im Mittelpunkt steht, wie KI betriebliche Lernprozesse verändert und wie diese lernförderlich gestaltet werden können.
Ziel ist es, die damit verbundenen Anforderungen an Lernende, Bildungspersonal und Unternehmen zu analysieren und Orientierungen für eine verantwortungsvolle Gestaltung betrieblicher Bildungsarbeit zu entwickeln.
Didaktische Einbettung von Extended Reality (XR) in der Pflegeausbildung
Projektbeschreibung
Extended Reality (XR) eröffnet neue Möglichkeiten, komplexe berufliche Handlungssituationen in den Gesundheitsberufen realitätsnah, sicher und wiederholbar zu trainieren. Für die Lernwirksamkeit solcher Simulationen ist insbesondere deren didaktische Einbettung durch strukturierte Vor- und Nachbereitungsphasen – Prebriefing und Debriefing – von Bedeutung. Einheitliche und empirisch geprüfte didaktische Konzepte für XR-basierte Simulationen liegen bislang jedoch kaum vor.
Das kumulative Promotionsprojekt untersucht, wie unterschiedliche Formen des Prebriefings und Debriefings die Wahrnehmung und das Lernen der Teilnehmenden beeinflussen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Benutzerfreundlichkeit, die Performanz, die Reflexion und die Selbstwirksamkeit der Lernenden.
In mehreren aufeinander aufbauenden Teilstudien werden unterschiedliche Instruktionsdesigns verglichen. Eine erste experimentelle Studie untersucht strukturiertes und unstrukturiertes Pre- und Debriefing in VR-basierten Pflegesimulationen mit Auszubildenden und Studierenden der Pflege. Ziel ist es, evidenzbasierte Gestaltungsempfehlungen für den Einsatz immersiver Technologien in der Aus- und Weiterbildung der Gesundheitsberufe abzuleiten.
Digitales Off-Task-Verhalten in tabletgestützten Lernumgebungen
Projektbeschreibung
Der Einsatz von digitalen Bildungstechnologien im Lehr-Lern-Kontext bietet einerseits Chancen und bringt andererseits Herausforderungen mit sich. Viele Lernende lassen sich durch die vielfältigen Möglichkeiten, die die digitalen Geräte mit sich bringen vom eigentlichen Lerninhalt ablenken. Dieses digitale Off-Task Verhalten wirkt sich negativ auf die Beteiligung im Unterricht und auf die Lernergebnisse aus. Trotzdem verbringen die Lernenden laut aktuellen Studien ca. 20-30% der Unterrichtszeit mit unterrichtsfremden digitalen Aktivitäten, wie Chatten, Spielen oder Social Media. Bisherige Forschungsarbeiten zeigen eine Vielzahl an unterschiedlichen Ursachen, wie Langeweile, Nutzungsgewohnheiten oder Selbstregulation. Meist werden diese Faktoren jedoch losgelöst von den konkreten didaktischen Rahmenbedingungen erfasst. Hier knüpft das vorliegende Promotionsprojekt an, indem durch eine Multiple-Case-Study elf Schulklassen inkl. Lehrkraft zu konkreten Tablet-gestützten Unterrichtssequenzen befragt wurden. Ziel ist es die Wirkmechanismen zwischen didaktischer Gestaltung und dem Auftreten von digitalen Off-Task Verhalten zu rekonstruieren.
Die Ergebnisse zeigen, dass Off-Task Verhalten abhängig von den individuellen Lernvoraussetzungen und der Wahrnehmung der Unterrichtsgestaltung situativ, strategisch, umgebungssensitiv oder funktional auftreten kann. Zudem konnten verschiedene didaktische Gestaltungsmuster identifiziert werden, die besonders wirksam zur Prävention von digitalen Off-Task Verhalten sind.
Zwischen Potenzial und Belastung: Eine vergleichende Studie zur Digitalisierung im Lehrkräftealltag an beruflichen Schulen in München, Shanghai und Peking
Projektbeschreibung
Die digitale Transformation verändert den Lehrkräftealltag an beruflichen Schulen grundlegend. Digitale Technologien eröffnen neue Möglichkeiten für Unterricht, Kommunikation und Schulorganisation, gehen jedoch zugleich mit veränderten Anforderungen und potenziellen Belastungen einher. Das Promotionsprojekt untersucht im internationalen Vergleich zwischen München, Shanghai und Peking, wie berufliche Lehrkräfte Digitalisierung im Spannungsfeld zwischen Chancen und Herausforderungen wahrnehmen und welche Faktoren ihr Belastungserleben sowie ihre Arbeitszufriedenheit beeinflussen.
Im Mittelpunkt der empirischen Untersuchung stehen die Zusammenhänge zwischen digitalen Anforderungen, schulischer Unterstützung, technologischer Selbstwirksamkeit, Technostress sowie der Wahrnehmung digitaler Potenziale. Diese werden mithilfe eines theoriegeleiteten Strukturgleichungsmodells analysiert, um direkte und indirekte Wirkungszusammenhänge sichtbar zu machen. Ziel ist es, die Bedeutung individueller und organisationaler Ressourcen für einen erfolgreichen Umgang mit der digitalen Transformation sowie Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu identifizieren.
Das Forschungsvorhaben soll einen Beitrag zum Verständnis der digitalen Transformation beruflicher Schulen im internationalen Vergleich leisten und wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse in diesem Kontext liefern.
Künstliche Intelligenz als Lernbegleiter in Studium und Weiterbildung
Projektbeschreibung
Generative KI verändert die Art, wie Studierende und Beschäftigte lernen. Während erste KI-basierte Werkzeuge bereits breit verfügbar sind, fehlt es bislang an einer didaktisch fundierten Konzeption, wie ein KI-gestützter Lernbegleiter gestaltet sein muss, um Lernprozesse tatsächlich wirksam zu unterstützen. Das Promotionsprojekt setzt an dieser Lücke an und untersucht, wie ein solcher Lernbegleiter konzipiert, umgesetzt und evaluiert werden kann – sowohl im Hochschulkontext als auch im Transfer in die betriebliche Weiterbildung.
Als kumulative Promotion gliedert sich das Vorhaben in vier aufeinander aufbauende Teilstudien mit jeweils angepasster Methodik. Zunächst wird der aktuelle Stand der Forschung zum Einsatz künstlicher Intelligenz als Lernbegleiter systematisch aufgearbeitet. Darauf aufbauend erfolgt die theoriegeleitete Konzeption eines idealtypischen KI-Lernbegleiters. Dieser wird anschließend im universitären Lehr-Lern-Kontext evaluiert. Abschließend wird untersucht, wie sich die gewonnenen Erkenntnisse in die betriebliche Weiterbildung übertragen lassen.
Ziel des Projekts ist die Konzeption und Realisation eines KI-Lernbegleiters, der Studierenden das Studium erleichtert und ihren Lernerfolg positiv beeinflusst. Damit leistet die Arbeit einen Beitrag zur wirtschaftspädagogischen Forschung an der Schnittstelle von Mediendidaktik, Hochschul- und betrieblicher Weiterbildung.
Digitale Kompetenzen für die betriebswirtschaftliche Domäne
Promovend: M. Sc. Philipp Schlottmann
Kontakt: philipp.schlottmann(at)uni-bamberg.de
Status: Abgeschlossen
Projektbeschreibung
Der Einsatz digitaler Technologien hat disruptive Auswirkungen auf die Wertschöpfung von Unternehmen und das gesamte Wirtschaftssystem. Neue Geschäftsmodelle entstehen, Alte werden transformiert und teilweiße bis vollständig in die digitale Welt integriert. Dabei verändern sich Arbeits- und Geschäftsprozesse und führen ausweislich zu neuen Kompetenzanforderungen. Für die Betriebswirtschaftslehre – und auf der fachwissenschaftlichen Ebene auch die kaufmännischen Lehrerbildung – ergibt sich die Herausforderung, die wirtschaftswissenschaftliche Domäne und die sie beschreibenden ökonomischen Anforderungssituationen vor dem Hintergrund digitaler Transformation zu analysieren und neu zu modellieren. Ziel der Promotion ist es jene Veränderungen zu erfassen und für das Modell der Business Digital Literacy zu systematisieren. Auf dieser Basis wird ein Testinstrument für die Diagnostik digitale Kompetenzen im Kontext ökonomischer Handlungsanforderungen entwickelt und validiert.
Literatur:
- Schlottmann, P., Gerholz, K.-H., Winther, E. (2021). Digital Literacy für Wirtschaftspädagog*innen – Modellierung des domänenspezifischen Fachwissens in der beruflichen Lehrerbildung. In: bwp@Berufs- und Wirtschaftspädagogik – online, Ausgabe 40, 1-20. Online: https://www.bwpat.de/ausgabe40/schlottmann_etal_bwpat40.pdf
- Schlottmann, P. (2021). Digital Literacy – was bedeutet es digital kompetent zu sein? In: berufsbildung. Zeitschrift für Theorie-Praxis-Dialog, 75. Jg./H. 188, 36-38.
- Gerholz, K.-H. & Schlottmann, P. (2020). Digital Literacy – die unsichtbare Hand des Erfolgs?! – Lernsituationen für die berufliche Unterrichtsarbeit. vlb-Akzente 10/2020, 14-18.
Schulentwicklung zur Implementation digitaler Bildungstechnologien an beruflichen Schulen. Identifizierung von Bedingungskonfigurationen in schulischen Innovationsprozessen mittels fuzzy-set Qualitative Comparative Analysis.
Projektbeschreibung
Die Implementation digitaler Medien stellt eine zentrale Herausforderung für berufliche Schulen dar. Neben der Integration auf didaktischer Ebene im Unterricht, erfordert der Medieneinsatz einen Wandel auf administrativer, organisationaler und kultureller Ebene der Schule (Blau & Shamir-Inbal 2017, Pettersson 2018, 2021, Zhang 2010). Beim Implementationsprozess im Rahmen der Schulentwicklung (Rolff 2016, Schulz-Zander 2001) spielen Promotoren eine wichtige Rolle (Klieber 2012, Prasse 2012). Es braucht also Beteiligte – Fach-, Macht- (Witte 1973), Prozess- (Hauschildt & Chakrabarti 1988) und Beziehungspromotoren (Gemünden & Walter 1995) – innerhalb der Schulorganisation, die das Vorankommen einer Innovation aktiv unterstützen sowie Barrieren und Widerstände überwinden und abbauen. Mithilfe der Fuzzy-set QCA (Ragin 2000) soll die Bedeutung der Promotorenrollen für den Implementationsprozess digitaler Medien an Schulen zu untersucht werden. Ziel ist es verschiedene Kombinationen relevanter Bedingungen (Promotoren), die das Outcome (nachhaltige Schulentwicklung) erzeugen, herauszufinden. Zum einen wird also der Frage nachgegangen, welche Rolle Promotoren an beruflichen Schulen aus theoretisch-konzeptioneller und empirischer Sicht bei der Implementation digitaler Medien als Innovationen im Rahmen der Schulentwicklung spielen und zum anderen welche Bedeutsamkeit dem in der Berufs- und Wirtschaftspädagogik bisher wenig beachteten Forschungsansatz Fuzzy-set QCA für generelle Fragestellungen der Disziplin beigemessen werden kann.
Literatur:
- Wagner, A. (2024). Schulentwicklung in der digitalen Transformation. Eine fuzzy-set Qualitative Comparative Analysis schulischer Innovationsprozesse. Wbv: Bielefeld.
- Wagner, A. & Gerholz, K.-H. (2022). Promotionsaktivitäten bei der Implementation digitaler Medien an beruflichen Schulen. Empirische Ergebnisse einer Interviewstudie. In: MedienPädagogik 49 (Schulentwicklung): 22–47. https://doi.org/10.21240/mpaed/49/2022.06.21.X.
- Wagner, A. (2022). Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne – oder doch ein Fluch? Eine Interviewstudie zu Barrieren im Implementationsprozess digitaler Medien an Schulen. In: Gerholz, K.-H., Schlottmann, P., Slepcevic-Zach, P. & Stock, M. (Hrsg.). Digital Literacy in der LehrerInnenbildung. Konzepte, Didaktik und empirische Ergebnisse im Kontext der Wirtschaftspädagogik. Wbv: Bielefeld, 257-270.
Kompetenzstrukturmodell digitales Projektmanagement - Auswirkungen der Digitalen Transformation auf die notwendigen Kompetenzen von Projektmanagern
Projektbeschreibung
Die Digitalisierung der deutschen Wirtschaft schreitet immer weiter voran. Das Privatleben ist bereits in weiten Teilen von Digitalisierung geprägt und digitale Medien sind aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken. Aber auch immer mehr Unternehmen nutzen die neuen Möglichkeiten in der Kommunikation oder Zusammenarbeit. Mit der Digitalisierung der Wirtschaft sind tiefgreifende Übergänge und Umbrüche verbunden, deren Folgen für den Arbeitsmarkt kontrovers diskutiert werden. Der Einsatz digitaler Technologien hat disruptive Auswirkungen auf die Wertschöpfung von Unternehmen und das gesamte Wirtschaftssystem. Durch die Digitalisierung werden alte Geschäftsmodelle transformiert oder es entstehen komplett neue Geschäftsmodelle. Unternehmen müssen die Fähigkeit entwickeln, sich rasch an neue Wettbewerbssituationen und technologische Standards anzupassen. Durch die Veränderungen der Geschäftsprozesse in Unternehmen ergeben sich auch immer neue Kompetenzanforderungen an die Mitarbeiter, die digitalisierte Arbeitswelt verändert das berufliche Spielfeld und hat nicht zuletzt auch Auswirkungen auf das Verhalten der Kunden und somit auf die Unternehmensberatung und das Projektmanagement. Die Veränderungen in Unternehmen durch Innovationen und Vernetzung sowie nicht zuletzt durch die Digitalisierung sind seit jeher der Antrieb der Beraterbranche. Um die Komplexität der Strategieentwicklung und der Unternehmenssteuerung bewältigen zu können, werden innovative und digitale Beratungsansätze und somit neue Kompetenzen benötigt.
Das Ziel der Promotion ist es, die Auswirkungen der digitalen Transformation auf die benötigten Kompetenzen im Projektmanagement der Unternehmensberatung zu analysieren und ein neues Kompetenzstrukturmodell zu modellieren.
Die digitalisierte Arbeitswelt - Führung in Remote Unternehmen
Promovendin (extern): M. Sc. Anett Steller
Kontakt: anett.steller(at)googlemail.com
Status: Abgeschlossen
Projektbeschreibung
Das Internet ermöglicht eine weltweite Vernetzung von Maschinen, Unternehmen und das auf globaler Ebene. Der entscheidende Unterschied liegt in der Dynamik und schnellen Ent- und Weiterentwicklung aufgrund der Digitalisierung, der es Unternehmen nicht mehr ermöglicht, sich Jahre darauf vorzubereiten und einzustellen. Die digitalisierte Arbeitswelt verändert das berufliche Spielfeld und hat disruptive Auswirkungen (vgl. Harwardt et. al., 2020, S.29). Die Auswirkungen liegen nicht nur in veränderten Geschäftsmodellen, dem Wettbewerb sowie Kundenverhalten, sondern auch in der Art und Weise wie Organisationen arbeiten und agieren - für die Führung sowie die Mitarbeiter. Die Führung ist konfrontiert mit selbststeuernden, oft virtuellen Teams und verlangt nach rapiden, oft datengetriebenen Entscheidung sowie anpassbaren Umsetzungen. Die Mitarbeiter sind konfrontiert mit einer hohen Selbstorganisation, Lernkompetenz, technischer Interaktion und dem Arbeiten in virtuellen Kontexten (vgl. Schmutte in Harwardt et.al. 2020, S. 43 ff). Die Buzz-Wörter Homeoffice, flexible Arbeitszeitmodelle und die virtuelle Verbindung sowie Zusammenarbeit prägen den fortschreitenden Prozess der Digitalisierung und des globalen Arbeitsmarktes und dem Arbeiten aus der Ferne. Das Ziel der Promotion ist es, die bisherigen Untersuchungen in dem Feld aus dem universitären Umfeld loszulösen und Erhebungen im praxisnahen Umfeld durchzuführen und zu analysieren, wie sich Führung in Remote Unternehmen gestaltet.
Literatur:
- Harwardt, Mark; Niermann, Peter F.-J; Schmutte, Andre M.; Steuernagel, Axel (Hg.) (2020): Führen und Managen in der digitalen Transformation. Trends, Best Practices und Herausforderungen. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH; Springer Gabler.
Berufliche Orientierung und Stressentstehung im mittleren Management des Altenpflegebereichs
Projektbeschreibung
Der Bereich der Altenpflege sieht sich einer komplexen Gemengelage gegenübergestellt, die für ein erhöhtes Belastungsniveau bei den Pflegenden, insbesondere auf Ebene des mittleren Managements, sorgen. Neben einer immer weiter ansteigenden Zahl Pflegebedürftiger ist gleichzeitig ein multifaktoriell verursachter Rückgang der Anzahl der Pflegekräfte zu konstatieren. Ein in diesem Zusammenhang besonders relevantes Phänomen ist der im Branchenvergleich hohe Anteil an Pflegekräften, die frühzeitig aus dem Beruf ausscheiden, wie auch der Anteilderjenigen, die wegen Burnout oder anderen Folgen psychischer Belastung absent sind.Die Gründe, weshalb bei identischen Arbeits- und Belastungsbedingungen sich bei einem Teil der Pflege- und Führungskräfte eine Belastungssymptomatik zeigt, bei anderen hingegen nicht, bedürfen weiterer Aufklärung. Im Rahmen des Dissertationsprojektes wurden Im Rahmen des Dissertationsprojektes wurden mithilfe der rekonstruktiven Sozialforschung nach Bohnsack geführte Interviews mit Pflegekräften der Ebene des mittleren Managements ausgewertet mit der Zielstellung, ggfs. vorhandene spezifische Orientierungsmuster zu rekonstruieren. Es konnte gezeigt werden, dass Pflegekräfte im mittleren Management, die ein hohes Belastungsniveau aufweisen, regelmäßig ihre in der jeweiligen Situation vorliegenden Handlungsoptionen als geringer einschätzen als solche Pflegekräfte, die nicht entsprechende Belastungsmuster aufweisen. Insgesamt konnten vier sinngenetischen Typen unterschieden werden. Im Rahmen der relationalen Typenbildung konnte darüber hinaus ein Zusammenhang abgeleitet werden zwischen der Einschätzung der Pflegekräfte im Hinblick auf die von ihnen verrichteten Arbeiten und der Ausprägung der Selbstwirksamkeit der Führungskräfte.
Literatur:
- Aichinger, Jens (2021): Berufliche Orientierung und Stressentstehung im mittleren Management des Altenpflegebereichs. Dissertation.
Innovationsmanagement im bayerischen Berufsbildungssystem – Eine rekonstruktive Studie zur Implementierung von Innovationen an bayerischen Berufsschulen
Projektbeschreibung
Die Medienkonzeptinitiative ist ein Innovationsvorhaben des Bayerischen Kultusministeriums, das u.a. mit dem Ziel initiiert wurde, die bayerischen Berufsschulen auf die Herausforderungen der digitalen Transformation vorzubereiten. Die Studie untersucht anhand dieser Initiative die Sicht von Akteuren der Makro- und der Mesoebene auf das Innovationshandeln des Bayerischen Kultusministeriums und rekonstruiert im Zuge dessen auch den Kontext und die Entstehung vor dem Hintergrund aktueller Erkenntnisse der Governance-Forschung.







