Björn Asdecker (links) und Eric Sucky (rechts) mit Wissenschaftsminister Heubisch (Mitte) bei der Preisverleihung in München (Foto: Rechte by TUMünchen/Heddergott).

15 Dozentinnen und Dozentin bekamen den Preis 2012 verliehen (Foto: Rechte by TUMünchen/Heddergott).

Hervorragende Lehre ausgezeichnet

Bamberger Betriebswirtschaftler bekommt „Preis für gute Lehre“

Gut zu lehren ist eine besondere Kunst und Fähigkeit. Aus diesem Grund zeichnet Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch jedes Jahr Dozentinnen und Dozenten für hervorragende Lehre aus. Björn Asdecker gehört 2012 zu den glücklichen Preisträgern.

Zufriedene Studierende muss man sich erkämpfen. Viele Faktoren machen dabei eine gute Lehre aus. Dazu gehört neben pädagogischem und methodischem Grundwissen sowie Praxisnähe auch Experimentierfreude, um Veranstaltungen immer wieder aufs Neue spannend und lehrreich zu gestalten. Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch würdigte auf der Preisverleihung das besondere Engagement der insgesamt 15 Männer und Frauen: „Gute Lehre hat an den Bayerischen Hochschulen einen hohen Stellenwert und soll die Lehrenden dazu anregen, sich für den akademischen Nachwuchs einzusetzen sowie den Studierenden eine erstklassige Ausbildung zu ermöglichen“.

Außergewöhnliche Seminarkonzepte begeistern die Studierenden

Björn Asdecker, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Produktion und Logistik, vereint diese Komponenten in seiner Lehre. Mit außergewöhnlichen Seminarkonzepten gelingt es dem jungen Diplom-Kaufmann, seine Studierenden zu begeistern: Zentraler Bestandteil des Seminars ist die reale Problemstellung eines Praxispartners, die die Studierenden in Gruppen bearbeiten. Dabei treten die Teams gegeneinander an und erfahren erst im Rahmen der Abschlusspräsentation, wer aus Sicht einer Praxisjury die beste Lösung entwickelt hat.

Asdeckers Konzeptionen gehen auf. Das zeigen nicht nur die sehr guten Ergebnisse in Studierendenevaluationen der letzten beiden Jahre, sondern auch deren Engagement: „Eine Reihe von Studierenden hat ein eigenes ‚Letter of Recommendation‘ für Herr Asdecker verfasst und ihn mit großem Enthusiasmus für den Preis für gute Lehre vorgeschlagen“, erläuterte Prof. Dr. Susanne Rässler, Studiendekanin der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.

„Mit der Leistung als Dozent bin ich dann zufrieden, wenn ich es schaffe, folgende fünf „Fs“ erfolgreich umzusetzen: Fördern, Fordern, Forschung, Fairness, Feedback“, erklärte Asdecker. Fördern, um die Studierenden in die Lage zu versetzen, sich für ein Themengebiet zu begeistern und zu motivieren. Fordern, weil sich Spitzenleistungen nur durch kontinuierliche Anstrengungen erreichen lassen. Forschung, da er einerseits aktuelle Forschungsergebnisse in die Lehre einfließen lasse und andererseits die Studierenden zum eigenen Forschen anleiten möchte. Fairness im Sinne eines respektvollen und gerechten Umgangs miteinander und abschließend das Feedback, da sich Studierende nur dann verbessern können, wenn ihnen die vorhandenen Verbesserungspotenziale bewusst seien. 

Erste und zweite Plätze für Bamberger Studierende bei Wettbewerben und Konferenzen

„In den letzten Jahren war die Motivation der Studierenden so groß, dass sie nach dem offiziellen Ende des Seminars zusammen mit Herrn Asdecker weiter an den Arbeiten gefeilt und sie bei verschiedenen Wettbewerben und Konferenzen eingereicht haben“, freute sich Prof. Dr. Eric Sucky, Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Produktion und Logistik, an dem Asdecker beschäftigt ist. Insgesamt erreichten die Studierenden unter seiner Anleitung drei erste Plätze und zwei zweite Plätze bei Wettbewerben in Verbindung mit einem Preisgeld von insgesamt 17.000 Euro. Zwei Beiträge wurden außerdem auf Konferenzen angenommen.

Aktuell widmet sich Asdecker intensiv der Fertigstellung seiner Dissertation und dem damit verbundenen Ausbau der Forschungsgruppe Retourenmanagement.

Der mit jeweils 5.000 Euro dotierte „Preis für gute Lehre“ wurde vor 14 Jahren ins Leben gerufen und seitdem an 216 Lehrende und vier Arbeitsgruppen verliehen.