Diversity-Strategie und Dokumente

Um den wertschätzenden Umgang mit Vielfalt in allen Bereichen der Universität Bamberg nachhaltig zu verankern, ist eine Diversity-Strategie in Planung, die die Grundprinzipien und Ziele der Bamberger Diversitätsarbeit darlegt. Hierzu wird 2021 zunächst ein Runder Tisch eingerichtet, um den Austausch aller Status- und Interessensgruppen über diversitätsrelevante Themen zu intensivieren. Danach wird sich eine AG zusammenfinden, um die weiteren Schritte hin zu einer Diversity-Strategie zu begleiten.

Bereits jetzt spielt Diversität in strategischen Dokumenten der Universität Bamberg eine tragende Rolle:

Universitätsentwicklungsperspektive

In der vom Universitätsrat verabschiedeten Universitätsentwicklungsperspektive(240.2 KB) (2015) heißt es programmatisch: „Um den vielfältigen Talenten und Fähigkeiten des Lehrpersonals, der nicht-wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Studierenden angemessen gerecht zu werden, bekennt sich die Universität zu Diversität, Inklusion und Geschlechtergerechtigkeit. [...] Der zunehmenden Diversität der Studienvoraussetzungen und Lebensverhältnisse auf Seiten der Studierenden (z.B. Migrationshintergründe, breitere gesellschaftliche Schichtung, sexuelle Identität, unterschiedliche Hochschulzugangsberechtigungen, berufliche Qualifikationen, Behinderungen etc.) muss noch stärker bei der Gestaltung von Lehre und Studium, Beratung und Betreuung Rechnung getragen werden.“ (7-8)

Gleichstellungskonzept der Universität

Die Universität Bamberg hat ein gemeinsames Gleichstellungskonzept(923.6 KB) (2019) für den wissenschaftlichen und den wissenschaftsstützenden Bereich verabschiedet das zeigt, dass sie Gleichstellung als Querschnittsaufgabe versteht, bei der Menschen im Mittelpunkt stehen und nicht Beschäftigungsverhältnisse. Das Konzept soll zu einem Strukturwandel führen, so dass Geschlecht keinen Einfluss auf Studienwahl und Studienbedingungen, berufliche Entwicklung und Arbeitsbedingungen hat. Angesprochen sind alle Universitätsangehörigen, insbesondere Vorgesetzte mit Personalverantwortung.

Das Gleichstellungskonzept betont: „Die Förderung von Vielfalt beispielsweise in kultureller und religiöser Hinsicht, in Bezug auf sexuelle Identität und Selbstbestimmung, auf Integration von Menschen mit Migrationserfahrung, auf Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung wird von allen Institutionen einer Gesellschaft erwartet. [...] Im Hinblick auf die Gleichstellung von Personen mit transsexueller, intersexueller oder nicht binärer Geschlechtsidentität werden Maßnahmen zur Sensibilisierung und Information [...] eingeleitet. Eine umfassendere Befassung mit und Förderung von Diversität, die über den Fokus des Gleichstellungskonzepts hinausgeht, wird als mittel- und langfristiges strategisches Ziel der Universität definiert.“ (4)  [...] Das Themenfeld ,Antidiskriminierung' soll sichtbarer werden. Dazu sollte es in eine übergeordnete Diversity-Strategie eingebettet sein. Als Anlaufstelle bei unterschiedlichen Arten von Diskriminierung sollte es einen Ort an der Universität geben, der als Antidiskriminierungsstelle fungiert.“ (14)

Grenzen wahren

Mit Grenzen wahren(89.9 KB)  (2017) verabschiedete die Universität eine Richtlinie zur Verhinderung von Belästigung, Diskriminierung, Mobbing und Stalking. In der Präambel heißt es: Belästigung, insbesondere sexuelle Belästigung, Diskriminierung, Mobbing und Stalking sowie Grenzverletzungen wegen Alter, Behinderung, Hautfarbe, Herkunft, Religion, Weltanschauung oder sexueller Identität haben keinen Platz an der Universität Bamberg. (2)

10-Jahresbericht

Im 10-Jahresbericht(8.3 MB)  der Universität Bamberg  (2020) heißt es: „Die Universität als Lebensraum, als Lern- und Arbeitsraum für alle – wie ist das zu erreichen? [...] Indem alle, die diesen Lebensraum ‚bewohnen‘, Diversität als Wert begreifen, den es zu schützen und zu fördern gilt. Vielfältigkeit ist für exzellente Leistungen in Forschung und Lehre ebenso unverzichtbar wie für ein engagiertes Studium und die Arbeit an der Universität. [...] In den vergangenen zehn Jahren ist das Bewusstsein für eine diversitäre und nachhaltige Universitätskultur rasant gewachsen.“ (95)

Handreichung Qualitätsziele in Studium und Lehre

Die Handreichung Qualitätsziele in Studium und Lehre (2016) nennt als zweites strategisches Ziel der Universität Bamberg „Diversität fördern“ und spezifiziert folgende Qualitätsziele in Studium und Lehre: Gleichstellung bei Studierenden und Lehrenden sicherstellen; Chancengleichheit bei Studierenden und Lehrenden in besonderen Lebenslagen gewährleisten; (Weiter-)Bildungsmöglichkeiten bedarfsorientiert und für verschiedenste Bildungsverläufe ermöglichen.