Antidiskriminierung an der Universität Bamberg

Selbstverständnis der Universität Bamberg

Die Otto-Friedrich-Universität setzt sich für ein partnerschaftliches Arbeits- und Studienklima ein, da so ein gesundheitsförderliches und von Zufriedenheit geprägtes Miteinander aller Universitätsmitglieder geschaffen wird.

Aus diesem Grund haben Belästigung, Diskriminierung, Mobbing und Stalking sowie Grenzverletzungen wegen Alter, Behinderung, Herkunft, Religion, Weltanschauung, Geschlecht oder sexueller Identität keinen Platz an der Universität. Dies ist auch in der Richtlinie „Grenzen wahren“ verankert, die im März 2017 von der Universitätsleitung verabschiedet wurde und als aktuelle Leitlinie der Antidiskriminierungsstelle der Universität Bamberg dient.

Was ist Diskriminierung

Die Richtlinie „Grenzen wahren“ der Universität definiert Diskriminierung wie folgt:

„Diskriminierung setzt die Würde eines Menschen herab und schränkt dessen Rechte und Freiheiten ein. Sie umfasst jede nicht gerechtfertigte Benachteiligung einer Person, die auf einem Faktor beruht, den die betreffende Person nicht selbst durch eine eigene Leistung beeinflussen kann.“

Unter dem Begriff der Diskriminierung wird die Benachteiligung von Menschen aufgrund eines schützenswerten Merkmals beschrieben. Solche schützenswerten Merkmale sind beispielsweise das Geschlecht, das Alter, die ethnische Herkunft, eine Behinderung, die sexuelle Orientierung oder auch die Religion.

Im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) wird statt des Begriffs Diskriminierung der Begriff Benachteiligung genutzt. Eine Benachteiligung findet immer statt, wenn Gleiches ungleich behandelt wird. Wichtig ist, dass hierbei das Ergebnis entscheidend ist, nicht jedoch das Motiv – das bedeutet, dass es nicht ausschlaggebend ist, ob aus Absicht oder aus Gedankenlosigkeit gehandelt wurde. Das Verbot der Benachteiligung von Menschen ist sowohl im Grundgesetz (Artikel 3) als auch im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz verankert.

Diskriminierung kann in unmittelbare und mittelbare Diskriminierung unterschieden werden. Eine unmittelbare Diskriminierung liegt vor, wenn eine Person beispielsweise aufgrund eines der oben genannten geschützten Merkmale (etwa Behinderung oder Alter) eine weniger günstige Behandlung erfährt als eine Vergleichsperson. Mittelbare Diskriminierung liegt vor, wenn Verhaltensweisen, Vorschriften und Regelungen für alle Personen gelten und scheinbar neutral sind, sich in der Praxis aber für bestimmte Personengruppen nachteilig auswirken.

Auch Belästigung, also Verhaltensweisen, bei denen eine Person aufgrund eines Merkmals eingeschüchtert, erniedrigt oder beleidigt wird, zählt zu Diskriminierung. Dies könnten etwa abfällige Bemerkungen durch Lehrende oder Studierende über das Aussehen, die Religionszugehörigkeit oder die Fähigkeiten bestimmter Personen sein, oder auch körperliche Übergriffe.

Antidiskriminierungsstelle und andere Beratungsstellen der Universität Bamberg

Die Antidiskriminierungsstelle der Universität ist eine Anlaufstelle für alle – Studierende, wissenschaftliche und wissenschaftsstützende Beschäftigte – und befasst sich im Speziellen mit den Themen Diskriminierung, Ausgrenzung und Belästigung aufgrund von geschützten Merkmalen, wie beispielsweise:

  • Alter,
  • Geschlecht und sexuelle Orientierung,
  • kulturelle oder soziale Herkunft,
  • körperliche oder psychische Behinderung,
  • Religionszugehörigkeit oder Weltanschauung.

Die Universität Bamberg bietet ein breites Beratungs- und Unterstützungsangebot für ihre Mitarbeitenden und Studierenden bezogen auf vielfältige Lebens- und Arbeitsbereiche.

Sollten Sie unsicher sein, welche Stelle Sie mit Ihrem Anliegen kontaktieren möchten (Sie haben die freie Wahl), können Sie sich entlang der nachfolgend verlinkten Leitsysteme einen Überblick über die verschiedenen Beratungsmöglichkeiten verschaffen:

Da die Antidiskriminierungsarbeit eine Querschnittsaufgabe darstellt, die sich zum Teil mit den Aufgaben anderer Beratungsstellen überlappt, finden Sie hier eine Liste weiterer Anlaufstellen, die in enger Abstimmung mit der Antidiskriminierungsstelle systematische Unterstützung anbieten:

  • Frauenbeauftragte der Universität 
  • Frauenbüro (für Studierende und den wissenschaftlichen Bereich zu Genderfragen)
  • Gleichstellungsbeauftragte der Universität (für den wissenschaftsstützenden Bereich zu Genderfragen)
  • Die Frauenbeauftragten der Fakultäten GuKHuwiSoWi und WIAI (für Studierende und den wissenschaftlichen Bereich bei Genderfragen)
  • Eltern-Service-Büro (für Studierende und alle wissenschaftlich wie nicht-wissenschaftlich Beschäftigte mit Familienaufgaben bei Fragen u.a. zu Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen und familienfreundliche Infrastruktur)
  • Kontaktstelle Studium und Behinderung (für Studierende mit Behinderung, chronischer Erkrankung oder akuter Beeinträchtigung bei Fragen zum Studium und verfügbaren Hilfsmitteln)
  • Beauftragte für Studierende mit Beeinträchtigung (bei Fragen zu Studienplanung, juristischen Auskünften, baulichen Gegebenheiten und Inklusion)
  • Schwerbehindertenvertretung (für wissenschaftliche und nicht-wissenschaftliche Beschäftigte mit Behinderung oder chronischer Erkrankung u.a. bei Fragen der Wiedereingliederung)
  • Zentrale Studienberatung (für Studierende und Studieninteressierte bei allen Fragen rund um das Studium)
  • Personalrat (für wissenschaftliche und nicht-wissenschaftliche Beschäftigte – außer Professor:innen – bei Fragen u.a. zu Mobbing, Sucht und Krankheitsfolgen)
  • Psychosoziale Beratung (für Mitarbeitende der Universität bei Problemen, die sich in Zusammenhang mit der Arbeit ergeben oder sich ungünstig auf die Arbeitsfähigkeit auswirken)
  • Hochschulseelsorge (für alle Studierenden und Mitarbeitenden der Universität)

 

 

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