Diversity-Preis

Um bestehende Aktivitäten im Bereich Diversity noch sichtbarer zu machen und neue Projekte anzuregen, lobt die Universität Bamberg einen Diversity-Preis aus. Der Preis wird durch das Unternehmen Ofa Bamberg GmbH gestiftet, ist mit 1000,00 Euro dotiert und wird jährlich im Rahmen des Dies academicus verliehen.Der Diversity-Preis der Universität Bamberg zeichnet herausragende Leistungen in Forschung, Lehre und universitärem Leben aus.

Details zur Ausschreibung 2022

Der Diversity-Preis richtet sich an außerordentlich engagierte Mitglieder der Universität Bamberg aller Statusgruppen und kann je nach Antragslage an eine Person vergeben oder auf mehrere aufgeteilt werden. Der Diversity-Preis zeichnet exzellente Leistungen in Forschung, Lehre und universitärem Leben aus, die sich mit der diversen gesellschaftlichen Wirklichkeit und damit verbundenen Fragen informiert und innovativ auseinandersetzen und so zu einer weltoffenen, diskriminierungsfreieren Hochschule und Gesellschaft beitragen.

Folgende Projekte können prämiert werden:

  • Forschungs-und Abschlussarbeiten – hervorragende wissenschaftliche Publikationen und Qualifikationsschriften sowie Studienabschlussarbeiten (BA, MA und Zulassungsarbeiten mit mindestens einer Note von 2,0), die sich zentral mit Dimensionen von Diversität und damit verbundenen Aspekten (Migration, Inklusion, soziale Ungleichheit, Antisemitismus, [Anti-] Rassismus u.ä.) beschäftigen
  • Lehre – Veranstaltungen, die durch den Fokus auf diversitätsrelevante Inhalte, Konzepte oder Formate zu einer wissenschaftlich fundierten Auseinandersetzung mit Vielfalt befähigen, theoretische oder praktische Ansätze für den wertschätzenden Umgang mit Heterogenität vermitteln oder Inklusion besonders fördern
  • universitäres Leben – Aktivitäten von Universitätsangehörigen, die sich dezidiert für ein weltoffenes, gewaltfreies Zusammenleben an der Universität oder auch darüber hinaus einsetzen, neue Lösungsansätze entwickeln oder umsetzen, aktiv gegen Vorurteile, Diskriminierung und Rassismus eintreten oder sich in besonderer Weise für von Ungleichbehandlung betroffene Menschen einsetzen

Bewerbungs- und Auswahlmodalitäten:

Eigenbewerbungen und Vorschläge (mit Einverständnis der Vorgeschlagenen) können bis zum 15.07.2022 elektronisch bei der Referentin der Vizepräsidentin für Diversität und Internationales eingereicht werden. Vorschlagsberechtigt sind alle Universitätsangehörigen. Auf ca. zwei Seiten soll das Projekt, das maximal zwei Jahre zurückliegen darf, skizziert und der Vorschlag begründet werden. Beizufügen sind in einer zusammenhängenden PDF-Datei:

  • kurzer tabellarischer Lebenslauf
  • Lehre: Seminarplan, exemplarische Evaluationen u.ä.
  • Forschung: ein Exemplar der wissenschaftlichen Arbeit, eine eigene Zusammenfassung sowie alle vorliegenden Gutachten
  • universitäres Leben: Unterlagen, die das Projekt dokumentieren und
    evaluieren

Die Auswahl trifft eine Jury aus Vertreter*innen der Studierenden, des Mittelbaus, der Professor*innen und des wissenschaftsstützenden Bereichs der Universität Bamberg. Alle Vorschläge und Bewerbungen werden der Jury vorgelegt.

Die Details zur Ausschreibung können Sie ebenfalls als PDF(288.6 KB) herunterladen.

Bei Rückfragen steht Ihnen die Referentin der Vizepräsidentin für Diversität und Internationales zur Verfügung.

Der Diversity-Preis wird ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Ofa Bamberg GmbH.

Diversity-Preistragende 2021

Das Team des Lehrstuhls für Allgemeine Pädagogik erhielt den Diversity-Preis für seine langjährigen, herausragenden Beiträge zu diversitätsbezogener Forschung, Lehre und universitärem Leben.

Die Forschung am Lehrstuhl konzentriert sich vielfach auf Fragen des Lernens von und unter den Bedingungen von Diversität. In der Lehre geht es dem Team darum, nicht nur Forschungsergebnisse zu vermitteln, sondern auch Haltungen zu hinterfragen und Erfahrung mit Vielfalt zu ermöglichen und zu reflektieren. Nicht zuletzt setzt sich der Lehrstuhl aus Beschäftigten unterschiedlichster Hintergründe zusammen, die es verstehen, dies effektiv in Forschung und Lehre einzubinden – sei es in ihrer Forschung zu Bildung und Erziehung in diversen räumlichen Kontexten, in erfolgreichen internationalen Kooperationen, beispielsweise zum Thema der Friedenspädagogik, oder im Rahmen des am Lehrstuhl angesiedelten internationalen Masterstudiengangs „Educational Quality in Developing Countries.“

 

Im Bereich des universitären Lebens wurde die hervorragende Arbeit der studentischen Selbsthilfegruppe HOPES ausgezeichnet – der Name steht für Hilfe und Orientierung für psychisch erkrankte Studierende.

HOPES setzt auf Eigenverantwortung, Hierarchiefreiheit, Vertrauen und Sichtbarkeit, und bietet im geschützten Raum Unterstützung. Seit sieben Jahren ermöglicht die Gruppe durch regelmäßige Treffen, dass sich Studierende untereinander über ihre Erfahrungen mit psychischen Belastungen während der Studienzeit austauschen. HOPES sieht sich außerdem als erster niedrigschwelliger Ansprechpunkt, von dem aus betroffene Studierende auf weitere Beratungsangebote der Universität verwiesen werden können. Neben diesem informellen Mentoring betreibt die Gruppe gezielte Öffentlichkeitsarbeit, die eine Sensibilisierung bei anderen Studierenden, beim wissenschaftlichen und wissenschaftsstützenden Personal und darüber hinaus bewirkt.

 

Ausführliche Berichte über die Diversity-Preistragenden finden Sie in diesem Auszug der Broschüre zum Dies academicus 2021(2.3 MB, 4 Seiten).