Bedeutung und Wirkung der Universität Bamberg positiv bewertet

Studienergebnisse zeigen, was Bambergerinnen und Bamberger über die Stadt und die Universität denken

Was Bamberger Bürgerinnen und Bürger über die Verkehrssituation, die wirtschaftliche Lage oder auch die Bedeutung der Universität in der Stadt denken, zeigt eine neue Bürgerbefragung. Die Stadt Bamberg hat sie in Zusammenarbeit mit der Otto-Friedrich-Universität zum zweiten Mal nach 2017 durchgeführt. Wesentliche Ergebnisse gaben die zuständigen Wissenschaftler, Oberbürgermeister Andreas Starke und der damalige Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert am 10. Dezember 2019 bekannt.

Erneut sehr positive Bewertungen

Im April und Mai 2019 nahmen 1.557 Bürgerinnen und Bürger online oder per Post an der repräsentativen Bürgerbefragung teil. Sie haben Bedeutung und Wirkung der Universität Bamberg erneut sehr positiv bewertet. 85 Prozent bestätigen zum Beispiel, dass die Universität wichtig für die Weiterentwicklung der Stadt sei. Ruppert erklärte: „Sowohl das Image als auch die Effekte, die die Bürgerinnen und Bürger mit der Universität verbinden, erreichen weiterhin bemerkenswert hohe Werte.“ Dr. Martin Messingschlager, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Statistik und Ökonometrie, informierte darüber, dass sich die meisten Ergebnisse höchstens um drei Prozentpunkte von denen im Jahr 2017 unterscheiden würden: „Statistisch gesehen sind solche Fluktuationen völlig normal. Dadurch lässt sich nicht ableiten, dass sich das Ergebnis im Vergleich zu 2017 verbessert oder verschlechtert hätte. Deshalb sprechen wir trotz leichter Abweichungen von konstanten Werten.“

82 Prozent stimmen etwa der Aussage zu, Studierende würden das Stadtleben beleben (2017: 83 Prozent). „Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Bamberg nimmt Studierende als Bereicherung für die Stadt wahr“, sagte Ruppert. „Das ist umso erfreulicher, weil wir weiterhin hohe Studierendenzahlen erwarten. Dank der Hightech Agenda Bayern schaffen wir zum Beispiel neue Informatik-Studienplätze.“

Wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung der Universität

78 Prozent bestätigen, dass die Universität ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Bamberg sei (2017: 82 Prozent). „Die leicht negative Tendenz rührt daher, dass die befragten Bürgerinnen und Bürger die wirtschaftliche Lage in Bamberg insgesamt zurückhaltender bewerten“, erläuterte Messingschlager. 29 Prozent der Befragten rechnen mit einer Verschlechterung in den nächsten zehn Jahren (2017: 24 Prozent). „Das schlägt sich natürlich auch in den Bewertungen nieder, die Einzelaspekte rund um die wirtschaftliche Lage betreffen.“ Vor diesem Hintergrund hob Ruppert hervor: „Mit unserer Forschung, insbesondere in der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik, entwickeln wir die Technologien der Zukunft. Durch Kooperationen mit der Wirtschaft und Ausgründungen der Absolventinnen und Absolventen tragen wir dazu bei, neue Arbeitsfelder zu erschließen und Arbeitsplätze in Bamberg und in der Region zu halten und auszubauen.“

Außerdem finden erneut 88 Prozent, dass die Universität eine positive Wirkung auf das Image der Stadt habe. Eine weitere gute Nachricht: 78 Prozent bescheinigen der Universität eine positive Wirkung auf das kulturelle Leben in Bamberg, etwas mehr als 2017 (77 Prozent). Erstmals wurden gezielt universitäre Veranstaltungsformate erfragt: 37 Prozent der Befragten haben mindestens einmal eine universitäre Musikveranstaltung besucht, zum Beispiel das Semestereröffnungskonzert oder den Jazzabend. Messingschlager erläuterte: „Zahlen aus vergleichbaren Studien legen nahe, dass solche Nutzungszahlen normalerweise nur Bambergs öffentliche, auf Kultur spezialisierte Institutionen aufweisen können.“

Sehr hohe Rücklaufquote

Im Frühling 2019 hatten insgesamt 5000 Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, online oder per Post an der repräsentativen Bürgerbefragung teilzunehmen. Sie wurden durch eine Zufallsstichprobe des Einwohnermeldeamtes ausgewählt. Von der Universität Bamberg waren Martin Messingschlager und Dr. Christoph Spörlein, Mitarbeiter am Bamberger Lehrstuhl für Soziologie, insbesondere Sozialstrukturanalyse, für die Studie verantwortlich. Gemeinsam mit dem Bamberger Centrum für Empirische Studien (BACES) entwickelten sie die Befragung und führten sie durch.

Wie schon in der Umfrage 2017 war die Rücklaufquote sehr hoch, diesmal lag sie bei 31 Prozent. Die Forscher konnten 1.557 Online- und Papierfragebögen auswerten. „Das ist eine außergewöhnlich hohe Quote“, so Messingschlager. „Im Durchschnitt erreichen Bevölkerungsbefragungen auf kommunaler Ebene zwischen 10 und 15 Prozent Beteiligung.“ Stadt und Universität lobten das große Engagement der Bambergerinnen und Bamberger.

Die Studie im Detail

Die wichtigsten Ergebnisse zum Download(331.3 KB) (26 Seiten)

Link zur Pressemitteilung vom 10.12.2019 "Umfrage liefert Datenschatz"

Die wichtigsten Aussagen zur Universität in zehn Grafiken: