Armin Gertz lud Gaststudierende ein, ihren Blick auf Europa in die Diskussion einzubringen.

Clara Agustí Sanahuja stellte ein Gedicht ihres katalanischen Lieblingsschriftstellers Josep Carner vor.

- Vera Katzenberger

„Zusammen sind wir viel stärker“

Internationale Woche mit Beiträgen von Gaststudierenden

Von Infoabenden zum Auslandssemester oder -praktikum in Europa, Diskussionen über interkulturelle Bildung in der Schule bis hin zum Theaterabend mit Gaststudierenden: Bei der Internationalen Woche vom 3. bis 7. Juli 2017 drehte sich in öffentlich zugänglichen Lehr- und Informationsveranstaltungen, Gastvorträgen sowie Gesprächsrunden alles rund um Europa und die Welt.

Besonders eingebunden in die jährlich stattfindende Veranstaltungsreihe waren die Gaststudierenden. Ein Beispiel dafür bot das Seminar von Armin Gertz, Lektor für Deutsch als Fremdsprache und interkultureller Trainer am Sprachenzentrum. Mit seinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutierte Gertz unter dem Titel „Drinnen – Draußen? Europa aus der Perspektive internationaler Gaststudierender“ am Dienstag, den 4. Juli 2017, wie Studierende aus aller Welt Europa wahrnehmen. Für die Erasmusstudentin Maya Kracht aus Dänemark steht dabei die Idee einer internationalen Gemeinschaft im Vordergrund: „Europa zeigt, dass man zusammen stärker ist als alleine und so eine viel größere Bedeutung in der Welt bekommt.“ Einen Blick von außen auf Europa warf Natalie Hungate aus den USA. Für sie ist Europa ein Vorbild dafür, wie viele verschiedene Länder trotz ihrer kulturellen Unterschiede gemeinsam wirken können. „In Europa sieht man nicht nur das, was trennt. Man sieht vor allem das, was zusammenbringt“, sagte die 20-Jährige.

Sprachlicher Reichtum als Spiegel kultureller Vielfalt

Um sprachliche Vielfalt ging es bei der „Europäischen LiteraTOUR“ am Mittwoch, den 5. Juli 2017. Im Neubau hinter dem Marcushaus lasen Gaststudierende literarische Texte aus ihrer Heimat in ihrer Muttersprache und in deutscher Übersetzung vor. Mit dabei waren unter anderem Gedichte und Geschichten von Schriftstellerinnen und Schriftstellern aus Frankreich, Polen oder Katalonien. Außereuropäische Beiträge aus China, den Vereinigten Staaten oder dem Libanon ergänzten das Programm. „Die ‚Europäische LiteraTOUR‘ zeigt den sprachlichen Reichtum in Europa, aber auch darüber hinaus und ist damit Spiegel der kulturellen Vielfalt an unserer Universität“, erklärt Armin Gertz, Ideengeber der Veranstaltung.

Im Sommersemester 2017 steht der Staatenbund weiterhin im Mittelpunkt – auch nach dem Ende der Internationalen Woche. Noch bis zum Beginn der vorlesungsfreien Zeit am 30. Juli 2017 finden im Rahmen eines Themenjahrs an der Universität Bamberg Veranstaltungen zu Europa statt. Den Höhepunkt bildet der Wissenschaftstag am 28. Juli 2017 in der Konzert- und Kongresshalle sowie im Marcus-Haus.

Die Teilnahme am Wissenschaftstag ist kostenfrei. Eine Anmeldung bis Montag, 17. Juli 2017, ist aber erforderlich. Mehr Informationen zur Veranstaltung und zum Programm sowie das Anmeldeformular finden Sie unter www.uni-bamberg.de/events/themenjahr-2017-europa/.