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Von Prof. Dr. Ulf Abraham

Eine sinnvolle Berufswahl

In den nächsten Jahren werden die Anstellungschancen an staatlichen Schulen in Bayern nicht sehr hoch sein; dennoch lohnt sich die Ausbildung, denn Lehrkräfte werden auch in anderen Bundesländern und im Schulwesen in privater Trägerschaft gebraucht und auch international besteht ein größerer Bedarf. Zudem kann sich die Situation schnell verändern, antizyklisches Verhalten von Absolventinnen und Absolventen zu offenen Stellen gibt es in diesem Bereich seit Jahrzehnten.

Wer kreativ ist, gern mit Menschen arbeitet, selber Freude am Lernen hat und diese auch anderen vermitteln kann, ist in der Schule richtig, ja: Sie oder er wird im Lehramt gebraucht.

Dies gilt erst recht für Abiturienten mit Migrationshintergrund: In allen Schularten gibt es derzeit dringenden Bedarf an Lehrkräften, die eine der Herkunftskulturen der Migranten in Deutschland selbst verkörpern und etwa den Kindern türkischer, russischer oder serbischer Herkunft ein Vorbild sein können. Die Lehrämter für Realschule oder Gymnasium bieten dabei die Möglichkeit, fachlich in die Tiefe zu gehen. Wissenschaftliches Interesse in einem wirklichen Fachstudium und der Beruf des Pädagogen gehen hier eine glückliche Liaison ein.

Die Lehramtsprüfungsordnung (LPO) nennt das Studium für ein Lehramt an Gymnasien „vertieft“; das ist im fachlichen Sinn zu verstehen. Man studiert in 9 Semestern zwei Unterrichtsfächer (erweiterbar durch ein drittes Fach) aus einer großen Bandbreite an Kombinationsmöglichkeiten. Dabei erwirbt man Kenntnisse und Fähigkeiten, die weit über das Bachelor-Niveau hinausgehen. Der Abschluss mit dem 1. Staatsexamen gilt als anspruchsvolle Fachqualifikation - übrigens auch in der Privatwirtschaft. Zum Master fehlt oftmals nur noch die Masterarbeit.


Bildquelle: Colourbox.de

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