Happy colleagues

Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden sowie der Lernenden untereinander gehört auch zur guten Lehre.

Der Preisträger von der Fakultät Huwi: Lars Burghardt

Die Preisträgerin von der Fakultät GuK: Nicole Konopka

Der Preisträger von der Fakultät SoWi: Mathias Dötzer

Der Preisträger von der Fakultät WIAI: Thomas Friedrich

Innovation, Kreativität und leidenschaftliche Debatten

Vier Lehrende bekommen Fakultätspreis für gute Lehre

„Die Lehre ist eine der tragenden Säulen unserer Universität und engagierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tragen maßgeblich zu ihrer Qualität bei“, betont Prof. Dr. Frithjof Grell, Vizepräsident für Lehre und Studierende. Dazu gehört neben pädagogischem und methodischem Grundwissen sowie Praxisnähe auch Experimentierfreude, um Veranstaltungen immer wieder aufs Neue spannend und lehrreich zu gestalten. Um Lehrende aus dem akademischen Mittelbau für ausgereifte didaktische Konzepte, großes persönliches Engagement und einen regen Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden auszuzeichnen, vergeben die vier Fakultäten der Universität Bamberg jährlich die Fakultätspreise für gute Lehre. In diesem Jahr geht der Preis an Amerikanistin Dr. Nicole Konopka, Betriebswirtschaftler Mathias Dötzer, Erziehungswissenschaftler Lars Burghardt und Wirtschaftsinformatiker Thomas Friedrich. Grundlage für die Nominierungen sind die Lehrevaluationen, die unter Studierenden durchgeführt wurden.

Außerdem verleiht das Ministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst jährlich den Preis für gute Lehre an Dozentinnen und Dozenten aller Universitäten in Bayern. Von den Bamberger Fakultätspreisträgerinnen und -preisträgern wurde in diesem Jahr, nach Beschluss in der Dezember-Sitzung des Senats, Lars Burghardt vom Lehrstuhl für Elementar- und Familienpädagogik nominiert. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird Ende des Jahres 2018 bereits zum 20. Mal verliehen.

Studierende aktiv einbeziehen

Lars Burghardts Lehrangebote zeichnen sich durch innovative und kreative Konzepte aus. Seine Studierenden belohnen ihn dafür mit herausragenden Ergebnissen in der Lehrevaluation. Einen Schwerpunkt seiner Seminare stellen Kindertagesstätten als Lernumgebungen dar. Damit einher gehen Themen wie die Professionalisierung frühpädagogischer Fachkräfte oder die Auswirkungen frühkindlicher Fremdbetreuung auf die Entwicklung von Kindern. In seinen Lehrveranstaltungen nutzt Lars Burghardt ein vielfältiges Spektrum interaktiver Methoden: „Für mich ist es persönlich sehr wichtig, die Studierenden durch Partner- und Kleingruppenarbeiten, Rollenspiele oder Podiumsdiskussionen aktiv in die Lehrveranstaltungen mit einzubeziehen“, erklärt Lars Burghardt. Neben der seit Jahren anhaltend hohen Qualität seiner Lehre überzeugte die Fakultät Humanwissenschaften (Huwi) bei der Vergabe des Fakultätspreises vor allem auch seine kontinuierliche Bereitschaft zur Weiterbildung in Bereichen wie E-Learning oder Improvisationstechniken.

Strukturiertes und einfallsreiches Lehrkonzept

Auch Nicole Konopka, Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Professur für Amerikanistik, legt großen Wert auf Kompetenzerweiterung und hat an verschiedensten didaktischen Weiterbildungen zu Themen wie E-Learning, Online-Assessment oder auch Früherkennung von psychischen Erkrankungen bei Studierenden teilgenommen. Ein strukturiertes, aber auch einfallsreiches Lehrkonzept ist für sie essenziell. Diese Klarheit der Lehre motiviert die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und wird von ihnen besonders gelobt. Dafür erhält sie den Preis der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften (GuK). „Der intensive Austausch mit meinen Studierenden liegt mir sehr am Herzen. Um die Lehrveranstaltungen abwechslungsreich zu gestalten, lade ich gerne externe Expertinnen und Experten ein, organisiere Exkursionen oder beziehe außeruniversitäre Institutionen wie das ETA Hoffmann Theater ein“, so Nicole Konopka.

Leidenschaftliche Debatten anregen

Preisträger der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (SoWi) ist Mathias Dötzer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Supply Chain Management. Trotz der hohen Teilnehmerzahlen in seinen Lehrveranstaltungen zu Themen wie innovative Technologien in der Logistik gelingt ihm ein interaktives Übungsformat mit internationalem Blickwinkel: beispielsweise durch die Einbindung internationaler wissenschaftlicher Journalartikel, die er anhand von Praxisbeispielen erläutert und diskutiert. Dadurch sensibilisiert Mathias Dötzer seine Studierenden für aktuelle Diskussionen im internationalen Kontext und regt sie zur aktiven Teilnahme an den Veranstaltungen an. „So entstehen teils leidenschaftliche, aber vor allem auch kritisch hinterfragende Debatten, die nicht nur die Studierenden, sondern auch mich persönlich bereichern“, erklärt er.

Realistisches Bild von der Praxis vermitteln

Praktische Relevanz und konkrete Anwendbarkeit spielen für Thomas Friedrich, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Industrielle Informationssysteme, eine große Rolle. Dabei werden auch komplexere Fallstudien, zum Beispiel zur Umsetzung umfangreicher Geschäftsprozesse im SAP-System, in seinen Lehrveranstaltungen behandelt, um den Studierenden ein realistisches Bild von der Praxis vermitteln zu können. Der Preisträger der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik (WIAI) ergänzt und erweitert dieses moderne didaktische Lehrkonzept ständig durch Erlerntes aus Fortbildungen. „In meinen Lehrveranstaltungen habe ich oft Studierende aus verschiedenen Fachrichtungen. Um den unterschiedlichen Ansprüchen gerecht zu werden, versuche ich, meine Lehreinheiten stets individuell auszurichten, und setze gerne interdisziplinäre Gruppenarbeiten als didaktische Methode ein“, so Thomas Friedrich.