StraViMi (Strategische Virtualisierung für den Mittelstand (KMU))

Distanz als Chance für KMU

Strategische Virtualisierung jenseits der COVID‐19‐Pandemie


Ein Projekt des Lehrstuhls für Allgemeine Psychologie und Methodenlehre der Uni Bamberg
Die Einschränkungen durch die COVID‐19‐Pandemie haben die Bedeutung virtueller
Kommunikationsformen massiv gesteigert: An Zoom, Skype, Teams und viele anderen Lösungen
führt kein Weg mehr vorbei. Diskutiert werden meist die Technik und ihre Probleme. Virtualisierung
wird als defizitär gegenüber realer Kommunikation erlebt. Wir sollten aber darüber sprechen: Wie
lässt sich Virtualisierung optimieren, um jenseits von rein technischen Qualitätsbetrachtungen eine
gute Kommunikation zu gewährleisten? Wie kann man die Virtualisierung konsequent ausbauen, um
jenseits von reinen Gesprächssituationen hochwertige Werbe‐, Marketing‐, Produkt‐, Verkaufs‐ und
Beratungsangebote zu schaffen? Wie kann man Virtualisierung strategisch nutzen, um echte
Mehrwerte zu schaffen? Wie lässt sich so besser Inklusion (von Menschen mit körperlichen oder
psychischen Beeinträchtigungen, Menschen mit Sprachbarrieren, Ältere, und Menschen, die sich aus
gesundheitlichen Gründen isolieren müssen) erreichen? Wie können innovative
Virtualisierungsmöglichkeiten dazu beitragen, Interesse für Produkte und Dienstleistungen zu
entwickeln und solche Angebote besser zu verstehen, besser zu nutzen und einzusetzen?
Eine wichtige Antwort darauf ist unser Projekt zu Strategischer Virtualisierung: Hierbei
berücksichtigen und bedienen wir gezielt mehrere Ebenen virtueller Kommunikation in langfristiger
Perspektive. Praxisnah werden die Themen Kommunikation, Information, Informationsdesign, User‐
Experience, Emotion, Werte und Ästhetik aus psychologischer Sicht aufbereitet – mit Erkenntnissen
aus der aktuellen Forschung. Ein interdisziplinäres Team – Expertinnen und Experten aus
Psychologie, Informatik und Kommunikationsdesign – wird mit Ihnen in Workshops verschiedene
Formen virtueller Kommunikation ganz praktisch umsetzen. Wir bringen das psychologische und
technologische Wissen ebenso mit wie eine Auswahl an günstigen und gleichzeitig professionellen
Hilfsmitteln für die Virtualisierung Ihrer Bedürfnisse.
Das Projekt wird finanziert durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) und den Freistaat Bayern—es
entstehen keine Kosten für die Projektteilnehmenden; Sie müssen aber Ihre Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter während der Arbeitszeit freistellen. Diese Förderung macht uns unabhängig von
wirtschaftlichen Interessen. Unser Ziel ist, kleine und mittlere Unternehmen aus strukturschwachen
Regionen in Bayern in Psychologie, Kommunikationsdesign und Technik so weiterzubilden, dass sie
Virtualisierung als strategischen Mehrwert nutzen können, und so langfristig Arbeitsplätze im
Mittelstand erhalten und neu geschaffen werden. Gerne können mehrere Mitarbeitende teilnehmen,
die dann in Ihrem Unternehmen als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren wirken.

 

Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Claus-Christian Carbon und Dr. Marius Raab

 

 

SOPHIA kommt vom griechischen Wort „Σοφια“ und heißt so viel wie Weisheit. Hauptziel ist, ein Netzwerk zu schaffen, welches hauptsächlich aus älteren Erwachsenen besteht, die nach ihrer Verrentung weiterhin ihre Fähigkeit und ihr Wissen zur Verfügung stellen wollen. Weitere Teile des Netzwerks bestehen aus mittelständischen und industriellen Unternehmen, aber auch einzelnen Personen, die dringend auf das Wissen älterer Mitglieder angewiesen sind. Das Netzwerk wird die älteren Personen mit den noch arbeitstätigen Mitgliedern zusammenbringen, um ihr Wissen zu teilen, damit schwierige Probleme effektiv gelöst werden können.

Partner

  • Geolmaging Ltd
  • Ingeniería Y Soluciones Informáticas S.L.
  • Stefan University of Bamberg, Department of General Psychology and Methodology
  • Association of Social Institutions of Slovenia
  • Infokom GmbH
  • Ilumya Ltd
  • Wellness Telecom S.L.

Förderung

EU Joint Programming: Ambient Assisted Living (AAL; Call 6); Projektsumme: 1.000.420,00 €

Literatur

  • Carbon, C. C. (2015). Predicting preferences for innovative design: The “Repeated Evaluation Technique” (RET). GfK Marketing Intelligence Review, 7(2), 34-39. doi: 10.1515/gfkmir-2015-0016
  • Carbon, C. C. (2016). Integration of user-centric psychological and neuroscience perspectives in experimental design research. In P. Cash, T. Stanković & M. Storga (Eds.), Experimental Design Research: Springer.
  • Planinc, R., Kampel, M., Ortlieb, S., & Carbon, C. C. (2013). User-centered design and evaluation of an ambient event detector based on a balanced scorecard approach. Journal on Advances in Life Sciences, 5 (3&4), 237-249.