Shirin Adibifar

Projekt: The Familiarity of Interviewer/Speaker on Patterns of Referential Density in Farsi

Fachbereich:Allgemeine Sprachwissenschaft

Betreut von:Prof. Dr. Geoffrey Haig

Christina Beer

Projekt: Typologie und Genese von Ereignisnamen im Deutschen

Fachbereich:Deutsche Sprachwissenschaft

Betreut von:Prof. Dr. Stefanie Stricker

Nikolai Beland

Projekt: The Superlative Alternation in Present-day English

Fachbereich:Englische Sprachwissenschaft

Betreut von:Prof. Dr. Julia Schlüter

Hanna Budig

Projekt: Sprachkonflikt in den katalanischen Ländern

Fachbereich:Romanische Sprachwissenschaft

Betreut von: Prof. Dr. Hans-Ingo Radatz

Romina Buttafoco

Projekt: A quantitative approach to informality in Australian English

Fachbereich: Englische Sprachwissenschaft

Betreut von:Prof. Dr. Manfred Krug

Durch seine nachgewiesenen Eigenheiten auf den verschiedenen linguistischen Ebenen, v.a. im Bereich der Lexik und der Phonologie, hat das Australische Englisch längstens seinen Stellenwert als eigene Standardvarietät untermauert. Ein interessanter Allgemeinplatz bei vielen Beschreibungen der Varietät besagt darüber hinaus, dass sich die Australier auch durch eine besonders auffällige Informalität und Lässigkeit in ihren Interaktionen auszeichnen, was meist mit kulturellen Ideologien wie den Egalitarismus erklärt wird. Neben der eher intuitiven Begründung für diesen Eindruck wurde die Neigung der Australier zum Informellen bisher vor allem im Rahmen qualitativer Studien über lexikalische (z.B. durch den häufigen Gebrauch von Abkürzungen wie barbie für barbecue oder journo für journalist) und diskurs-pragmatische Phänomene (wie die häufige Verwendung der Anrede mate oder von Kraftausdrücken wie bloody) erwähnt. Aufgrund der Tatsache, dass jedoch ein allgemeiner Trend der Informalisierung und Kolloquialisierung seit mehreren Jahrzehnten in den industrialisierten Nationen zu beobachten ist, beschäftigt sich diese Arbeit erneut mit der Frage, ob sich die Australier tatsächlich durch die oft-zitierte Informalität von anderen Englisch-Sprechern unterscheiden.

Im Gegensatz zu den bisherigen Studien, die das Thema bislang innersprachlich oder interkulturell betrachtet haben, soll in diesem Projekt eine systematische Untersuchung der Informalität im Australischen Englisch aus einer komparativen Perspektive erfolgen. Als Ergänzung des aktuellen Forschungsstandes soll die Arbeit dabei in einem quantitativen, korpus-basierten Ansatz untersuchen, ob und inwiefern sich Sprecher des Australischen Englisch in vergleichbaren Registern und anhand fallstudienhaft ausgewählter Strukturen (Datengrundlage: ICE Corpora, GlowbE Corpus) von Sprechern anderer L1-Varietäten unterscheiden.

Hanna Christ

Projekt: Konstruktionen als Prozesse. Muster phraseologischen Wandels

Fachbereich:Germanistische Sprachwissenschaft mit dem Schwerpunkt Grammatik

Betreut von: Prof. Dr. Patrizia Noel

Lisa Dücker

Projekt: Das Zusammenspiel von Belebtheit, semantischer Rolle und syntaktischer Funktion bei der Entwicklung der satzinternen Großschreibung im Deutschen. Eine korpuslinguistische Analyse von frühneuhochdeutschen Hexenverhörprotokollen.

Fachbereich: Deutsche Sprachwissenschaft

Betreut von: Prof. Dr. Renata Szczepaniak

Die bisherige Forschung zur Entwicklung der satzinternen Großschreibung hat sich vor allem auf gedruckte Texte konzentriert. In diesem Bereich wurden bereits Ergebnisse zum Einfluss der Belebtheit vorgelegt, doch die Bedeutung von syntaktischen Funktionen wie Subjekt, Objekt und adverbialen Bestimmungen sowie semantischen Rollen (Agens, Patiens u.a.) wurde noch nie systematisch untersucht. Diese Lücke will ich mit meiner Dissertation schließen und zusätzlich herausarbeiten, wie die drei genannten Faktoren Belebtheit, semantische Rolle und Satzgliedfunktion in Handschriften interagieren.

Robert Hümmer

Projekt: Rhetorische Ratgeber aus der Perspektive aktueller Forschung im Bereich der modernen Argumentationstheorie

Fachbereich:Deutsche Sprachwissenschaft

Betreut von:Prof. Dr. Stefanie Stricker

Daniel Klenovšak

Caroline Limpert

Projekt: The horse, the rider, the word - A Frame Semantics approach to Middle English equestrian terminology

Fachbereich: Englische Sprachwissenschaft, einschließlich Sprachgeschichte

Betreut von: Prof. Dr. Gabriele Knappe

Baydaa Mohammed Saeed Mustafa

Projekt: Language choice and patterns of usage among Kurdish speakers of Duhok: an empirical intergenerational study

Fachbereich:Allgemeine Sprachwissenschaft

Betreut von:Prof. Dr. Geoffrey Haig

This study is intended as an empirical contribution to the sociolinguistics of the Kurdish language. It investigates the impact of social factors, in particular age, on various aspects of language structure. It is an empirical intergenerational study aiming at investigating the linguistic variation at lexical level between three different generations, all speakers of the Bahdini dialect of Kurdish spoken in Duhok city in Iraqi Kurdistan.

The methodology consists mainly of three parts. The first part will be devoted to free speech and the second part will deal with language choice. The last part is devoted to lexical choice. Fieldwork will take place in early 2016. 

Tanja Prohl

Projekt: Diglossie in Frankreich? - Eine empirische Untersuchung der lexikalischen Ebene

Fachbereich:Romanische Sprachwissenschaft

Betreut von: Prof. Dr. Hans-Ingo Radatz

Eleonore Schmitt

Projekt: Sprachlicher Fehler: Typologisierung und Prozessierung von Systemabweichungen

Fachbereich:Deutsche Sprachwissenschaft

Betreut von:Prof. Dr. Renata Szczepaniak

Das zentrale Anliegen des Dissertationsprojekts ist es, eine Typologie des sprachlichen Fehlers zu entwickeln. Dabei sollen systemlinguistische und psycholinguistische Ansätze kombiniert werden. Im Theorieteil der Arbeit werden dafür Fehler- sowie Normkonzepte vorgestellt und kritisch diskutiert. Dabei ist die Unterscheidung zwischen Norm- und Systemabweichung zentral. Systemabweichungen sind nicht systemkonforme Varianten (*die Katze sitzen). Normabweichungen sind dagegen echte Variationsfälle, in denen zwei oder mehr Varianten im Sprachsystem verankert sind (Ich sehe den Pfau/en) (vgl. Eisenberg und Voigt 1990). In der Dissertation wird vorgeschlagen, Systemabweichungen als Verstöße gegen konstitutive Regeln, Normabweichungen dagegen als potentielle Verstöße gegen regulative Regeln zu betrachten. Konstitutive Sprachregeln erschaffen ein System von Handlungsmöglichkeiten und ermöglichen dadurch erst bestimmte verbale Handlungen. Regulative Sprachregeln schränken hingegen vorhandene Handlungsmöglichkeiten ein, die von konstitutiven Regeln ermöglicht werden.
Es wird der Frage nachgegangen, anhand welcher Kriterien Norm- und Systemabweichungen unterschieden werden können. Dabei wird angenommen, dass Frequenz, Prototypizität und Schematizität Einfluss auf die Systemkompatibilität von Variation nehmen können: Ein hohes Maß an Frequenz, Prototypizität und Schematizität führt zu Systemhaftigkeit einer Form und verringert somit die Systemkompatibilität von Variation. Die Einflussfaktoren werden dabei skalar betrachtet: Je weniger frequent, je weiter vom Prototyp entfernt und je weniger eine Form in ein Schema passt, desto wahrscheinlicher ist Variation.
Diese systemlinguistischen Einflussfaktoren werden im empirischen Teil der Arbeit anhand psycholinguistischer Methoden überprüft. Da ungrammatische Formen anders prozessiert werden als grammatische (vgl. Kaan und Swaab 2003), wird anhand der Prozessierung getestet, inwiefern Frequenz, Prototypizität und Schematizität auf die Systemhaftigkeit einer Form Einfluss haben kann. Dabei wird mit self-paced reading Experimenten (SPR) gearbeitet.

Daniela Schröder

Projekt: Insubordinate Exclamatives in the History of English

Fachbereich:Englische Sprachwissenschaft

Betreut von:Prof. Dr. Renata Szczepaniak

Thema der Dissertation sind so genannte insubordinierte Strukturen, die dadurch gekennzeichnet sind, dass sie nach formalen Kriterien Nebensätzen entsprechen, aber als konventionalisierte Hauptsätze verwendet werden. In dieser Arbeit geht es um drei spezielle insubordinierte Exklamativsätze. Diese sind die heute als prototypisch geltenden Exklamativsätze how-Exklamativa (How she can say such a thing! und How beautiful she is!) und what a-Exklamativa (What a nerd she is!). Der Begriff Insubordination wurde von Evans (2007) eingeführt und hat seitdem einige Aufmerksamkeit erhalten, allerdings nicht aus sprachhistorischer Perspektive. Dabei ist gerade dieser Aspekt für die Frage nach der Grammatikalisierung und Lexikalisierung bzw. Konstruktionalisierung in einer Sprache interessant. Die bisher einzige Theorie zum Entstehen solcher syntaktischen Hybridformen stammt von Evans (2007), der argumentiert, dass insubordinierte Strukturen aus einer Ellipse hervorgegangen sind und die Konstruktionen ursprünglich einmal ein komplexes Satzgefüge aus Haupt- und Nebensatz waren. Diese Annahme basiert jedoch auf rein hypothetischen Annahmen. Diese Arbeit zeigt nun erstmalig, dass insubordinierte Exklamativsätze bereits in der indoeuropäischen Zeit verwendet wurden und, aufgrund des Datenmangels daher keine empirisch basierte Aussage über den Ursprung gemacht werden können.
Stattdessen wird der Fokus auf einen konstruktionsgrammatischen Theorierahmen gelegt und untersucht, ob und wie sich die Konstruktionen in den letzten fünfhundert Jahren geändert haben. 
Dieser Frage wird sich anhand einer Korpusstudie angenähert. Die Daten decken den Zeitraum vom Frühneuenglischen (ab 1500) bis heute ab.
Die ersten Ergebnisse legen zum einen nahe, dass die drei untersuchten insubordinierten Strukturen genrespezifisch sind. So zeigt sich, dass besonders narrative Prosa das Vorkommen von Insubordination begünstigt, während es in Dialogen kaum eine Rolle spielt. Des Weiteren zeigt sich, dass es in den einzelnen lexikalischen Slots über die Jahrhunderte durchaus unterschiedliche Veränderungen gegeben hat.

Fabian Vetter

Projekt: A computational approach to detecting regional variation in English corpora

Fachbereich:Englische Sprachwissenschaft

Betreut von:Prof. Dr. Manfred Krug

Annika Vieregge

Projekt: Der Einfluss metapragmatischer Bewertungen auf den Rektionswandel bei Sekundärpräpositionen im Deutschen

Fachbereich:Deutsche Sprachwissenschaft

Betreut von:Prof. Dr. Renata Szczepaniak

Im Deutschen schwanken zahlreiche Präpositionen, wie wegen oder dank, in ihrer Kasusrektion zwischen dem Genitiv und dem Dativ (dank dem Umzug oder dank des Umzugs). Die Variation ist dabei nicht nur von der fortschreitenden Grammatikalisierung dieser sprachhistorisch jungen Präpositionen gesteuert, sondern insbesondere von Sprachideologien, die den beiden Varianten unterschiedliche soziale Indexikalitäten zuschreiben. Die Genitivrektion wird etwa als Hinweis auf Formalität und Bildung gedeutet, während der Dativ bspw. als umgangssprachlich gilt. Solche sprachideologischen Zuschreibungen stehen im Fokus des Dissertationsprojektes, das sich auf die Präpositionen dank, wegen, während und gegenüber konzentriert.

Mithilfe eines Onlinefragebogens wurden Daten zu Gebrauch und Akzeptabilität der beiden Rektionsvarianten dieser Präpositionen in unterschiedlichen Kontexten erhoben. Zudem wurde nach Assoziationen gefragt, die SprachbenutzerInnen mit den Varianten haben. Die Ergebnisse zeigen, dass es unter den Befragten eine hohe metapragmatische Bewusstheit für die Variation gibt und dass Genitiv- und Dativrektion über unterschiedliche indexikalische Felder verfügen. Während Varianten mit Genitiv als standardsprachlich korrekt, professionell oder arrogant wahrgenommen werden, werden Dativvarianten eher als Marker für Vertrautheit, einen niedrigen Bildungsstand oder Informalität gesehen. Diese sprachideologischen Vorstellungen wirken sich auf Akzeptabilität und Gebrauch der Varianten aus.