Exkursionsangebot: Alle Termine im Überblick

Aktuelle Termine

Wir haben Ihnen Optionen an Fachvorträgen, Online-Ausstellungen und Online-Seminare bzw. Workshops zusammengestellt, damit Sie auch online Exkursionstage belegen können.

Hier geht es zum VC-Kurs Exkursionsersatzangebot der Europäischen Ethnologie WS 2021/22, in dem alle weiteren Informationen und Aktualisierungen bekannt gegeben werden.

WS 2021/22 │ an frei zu wählenden Ort (1 Tag)

Leitung: Janina Jackermeier M.A.

Die Dozentin bietet am Fr. 05.11.21 ab 12:15 Uhr eine Vorbesprechung in Form eines synchronen Online-Treffens an. Die Zugangsdaten zu dem Treffen erhalten Sie im zugehörigen VC-Kurs: https://vc.uni-bamberg.de/course/view.php?id=48966
Die Exkursion selbst können Studierende an einem frei gewählten Termin durchführen.

Weitere Informationen finden Sie auch im zugehörigen Eintrag in UnivIS:
https://univis.uni-bamberg.de/form?dsc=anew/lecture_view&lvs=guk/gesch/heima/sterbe&anonymous=1&dir=guk/gesch/heima&ref=lecture&sem=2021w

Vergangene Exkursionen

Wir haben Ihnen Optionen an Fachvorträgen, Online-Ausstellungen und Online-Seminare bzw. Workshops zusammengestellt, damit Sie auch online Exkursionstage belegen können.

Hier geht es zum VC-Kurs Exkursionsersatzangebot der Europäischen Ethnologie SS 2021, in dem alle weiteren Informationen und Aktualisierungen bekannt gegeben werden.

Weitere Exkursionstage können Sie sammeln, indem Sie eine Ersatzleistung erbringen. Weitere Informationen und Aktualisierungen finden Sie im VC-Kurs zu Exkursionsersatzangeboten. Dort finden Sie eine Zusammenstellung an Fachvorträgen, Online-Ausstellungen und Online-Seminare bzw. Workshops.

WS 2020/21 │ an frei zu wählenden Ort (1 Tag)

Leitung: Janina Jackermeier M.A.

Freie:r Trauerredner:in, Grabstein, Hospiz, Paragraf 217 StGB, Sternenkinder Fotograf:in, Bestattungswald – so verschieden die einzelnen Begriffe auch sein mögen, eins haben sie gemeinsam: sie alle setzen sich auf ihre eigene Weise mit dem Tod auseinander. Die Europäische Ethnologie als eine Disziplin, die sich mit Menschen und deren Leben beschäftigt, kann eine fachliche Auseinandersetzung mit dem Themenfeld folglich nicht aussparen. Wie auf der Internetseite des Museums für Sepulkralkultur in Kassel zu lesen ist: „alle Epochen und Kulturen zeigen, dass der Tod nicht nur die Toten betrifft, sondern vor allem die Lebenden“. Ziel des selbstständig zu absolvierenden Exkursionsangebotes war es, Einblicke in die Themenfelder Sterben, Trauer und Tod zu geben.

Die Exkursion konnten Studierende an einem frei gewählten Termin durchführen.

Weitere Informationen siehe: https://univis.uni-bamberg.de/form?dsc=anew/lecture_view&lvs=guk/gesch/heima/1tages&anonymous=1&ref=tlecture&sem=2020w&tdir=guk/gesch/volksk/exkurs

 

10. bis 14. August 2020 │ Sinbronn bei Dinkelsbühl (6 Tage)
Leitung: Maria Pusoma M.A.

Im Rahmen einer virtuellen Exkursion wurde in Kooperation des Lehrstuhls für Geographie I (Kulturgeographie) und des Lehrstuhls für Europäische Ethnologie das Musikfestival Summer Breeze Open Air in Sinbron bei Dinkelsbühl näher betrachtet. Das Metalfestival wurde multiperspektivisch und interdisziplinär beleuchtet als Ausdruck einer Festivalisierung ländlicher Räume.

Sommer 2020 │ Frensdorf (1 Tag)
Betreuung: Prof. Dr. Heidrun Alzheimer

Auf Grund der Corona-Pandemie erfolgt die Exkursion in selbstständiger Organisation. Es wurde die Ausstellung "Volk Heimat Dorf" erkundet, die neue Einblicke in ein schon vielfach beleuchtetes Thema ermöglicht: Was änderte sich in den Dörfern nach 1933? Propagandaschriften über "Erzeugungsschlachten" und Anleitungen zur Seidenraupenzucht dokumentieren z.B. den starken Einfluss der NS-Politik auf die Landwirtschaft. Hinterlassenschaften der Hitlerjugend, des Reichsarbeitsdienstes und des Winterhilfswerkes künden von der nationalsozialistischen Durchdringung der Gesellschaft auch in der Provinz. Und scheinbar harmlose Exponate wie Honigschleudern und Kochkisten, Kleider und Kinderspielzeug offenbaren auf den zweiten Blick, dass auch das als einfach und idyllisch propagierte Landleben alles andere als unpolitisch war. Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt der süddeutschen Freilichtmuseen und wird im Bauernmuseum Bamberger Land vom 26. März bis 1. November 2020 gezeigt.

27. Mai 2020 │Bamberg (1 Tag)
Leitung: Prof. Dr. Heidrun Alzheimer

Die Ausstellung „Tüte um Tüte“ (4.4.-25.10.2020) im Historischen Museum Bamberg präsentiert nicht nur Objekte, sondern greift aktuelle gesellschaftliche und politische Diskurse auf. Die Kuratorinnen Dr. Johanna Blume und Christiane Wendenburg werden Ihnen einen kurzen Einblick in das Handlungsfeld Kuratieren, in Konzeption und Realisierung einer Ausstellung geben - Ausstellungsidee, kuratorisches Konzept, Finanzierung, strategische Kooperationen und Planung geeigneter Vermittlungsformate, Öffentlichkeitsarbeit, aber auch Gestaltung/Ausstellungsarchitektur und -bau als Teil der kuratorischen Praxis.

06. Dezember 2019 │Fürth (1 Tag)
Leitung: Maria Pusoma M.A.

Besuch des Rundfunkmuseums, der Uferstadt und des Ludwig Erhard Zentrums

30. November 2019 │Forchheim (1 Tag)
Leitung: Kirsten Hübner M.A.

Exkursion ins weihnachtliche Forchheim. Besuch der Ausstellung "Weihnachten im Zweiten Weltkrieg", Krippenweg und Weihnachtsmarkt.

15. November 2019 │Meiningen (1 Tag)
Betreuung: Prof. Dr. Heidrun Alzheimer

23. Oktober 2019 │Bamberg (1 Tag)
Betreuung: Maria Pusoma M.A.

Eine Veranstaltung der bayerischen Museumsakademie und der Domberginitiative Bamberg.

05. bis 12. Oktober 2019 │Hamburg (6 Tage)
Leitung: Maria Pusoma M.A.

  • 42. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde "Welt. Wissen. Gestalten." (Hamburger Universität | 7.–10. Oktober 2019).
  • Besuch von ausgewählten Museen (Museum für Hamburgische Geschichte, Museum der Arbeit, Altonaer Museum, MARKK - Museum am Rothenbaum. Kulturen und Künste der Welt (ehemal. Völkerkundemuseum), Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg)

Das Seminar "Hamburgs Geschichte im Comic?!" diente zur Vorbereitung der 6-Tages-Exkursion für Bachelorstudierende.

20. bis 22. September 2019 │Paderborn (3 Tage)
Leitung: Maria Pusoma M.A.

Besuch der Görres-Tagung, insbesondere der gemeinsamen Sitzung der Sektionen "Europäische Ethnologie" und "Soziologie" zum Thema Fragile Ordnungen und die Politik der Kultur.

20. Juli 2019 │Würzburg (1 Tag)
Leitung: Anne Kraft M.A.

Museum für Franken

  • Gespräch mit Sarah Merabet, Presse und Öffentlichkeitsarbeit;
  • Diskussion mit Prof. Frank Deinzer und Toni Fetzer (FH Schweinfurt-Würzburg) über die App für das Rothenburg-Museum

Museum im Kulturspeicher

  • Aufteilung in 2er-Gruppen, um die inklusive App zu testen, die das Museum im Kulturspeicher seit Januar 2019 nutzt und ständig verbessert.
  • Anschließend Diskussion mit Sophia Kippes vom Kulturspeicher über die Frage, wie digitale Gadgets beim inklusiven Museumsbesuch helfen können. 

15. Juni 2019 │Sonneberg und Neustadt bei Coburg (1 Tag)
Leitung: Prof. Dr. Heidrun Alzheimer

Besuch des Deutschen Spielzeugmuseums Sonneberg
Auf den Spuren der Sonneberger Spielzeugmacher – Rundgang durch die Stadt
Museum der Dt. Spielzeugindustrie

27. Mai 2019 │Kitzingen (1 Tag)
Leitung: Dr. Daniela Sandner

Führung durch das Deutsche Fastnachtmuseum (Daniela Sandner),
Erkundung der Kitzinger Innenstadt,
Stadtführung "Jüdisches Leben in Kitzingen" und Besuch der Alten Synagoge

Außerdem wurden auch Seminarinhalte zu "Brauchen wir das?" Moderne Ansätze europäisch-ethnologischer Brauchforschung diskutiert und veranschaulicht.

04. bis 06. April 2019 │Würzburg (3 Tage)
Betreuung: Maria Pusoma M.A.

Besuch der Tagung Ländliches vielfach! Leben und Wirtschaften in erweiterten sozialen Entitäten.
Eine Tagung des Lehrstuhls für Europäische Ethnologie / Volkskunde der Universität Würzburg in Kooperation mit der Landestelle Berlin-Bandenburgische Volkskunde am Institut für Europäische Ethnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Kommission Kulturanalyse des Ländlichen der dgv

26. Januar 2019 │ Augsburg (1 Tag)
Leitung: Dr. Inge Weid

 

 

Leitung: eigenständige An- und Abreise

Termin: 17. - 18. Januar 2019

Inhalte: Besuch des wissenschaftlichen Symposiums zur Ausstellung "Dr. Friedrich Wilhelm Singer - praktischer Arzt und Heimatforscher"

Mehr zum Projekt "Dr. Singer"

Zum Tagungsband des Symposiums, u.a. mit Beiträgen des Honorarprofessors Günter Dippold und der ehemaligen Lehrstuhlinhaberin Prof. Dr. Bärbel Kerkhoff-Hader.

Leitung: Heidrun Alzheimer

Termin: 07. Dezember 2018

Inhalt: Besuch der Dauerausstellung Kleiderwechsel sowie der Sonderausstellungen Luxus und Seide und Wanderland. Eine Reise durch die Geschichte des Wanderns (29.11.2018 - 28.04.2019).
 

Leitung: Heidrun Alzheimer

Termin: 26. Oktober 2018

Inhalte: Besuch bei Dr. Chris Loos (Museumsleitung) und Johanna Fendl, M.A. (Deakzessionsprojekt)

https://www.uni-bamberg.de/fileadmin/uni/fakultaeten/ggeo_lehrstuehle/volkskunde/HP_neu/Exkursionen/18WS_Ahorn_Geraetemuseum/IMG_20181026_114209.jpg

Leitung: Inge Weid

Termin: 14. Juli 2018

Inhalte: u.a. Veranschaulichung der Seminarinhalte Lebensader Fluss – kultur- und landschaftsgeschichtliche Perspektiven.

 

Leitung: Heidi Christ

Termin: 06. Juli 2018

Inhalte: u.a. Veranschaulichung der Seminarinhalte Populäre Musikkultur in Franken durch die Leiterin der Forschungsstelle für fränkische Volksmusik

Leitung: Heidrun Alzheimer

Termin: 26. Mai - 2. Juni 2018

Inhalte: u.a. Veranschaulichung der Seminarinhalte Norddeutschland Alltagskulturen und Gedächtnisräume

ERKUNDUNG EINER REGION – NORDOSTDEUTSCHLAND

Vom 26. Mai bis 2. Juni 2018 verbrachten Studierende des Faches Europäische Ethnologie eindrucksvolle und informative Exkursi­onstage in Nordostdeutschland. Dabei führte die Route über Magdeburg an die Ostsee-Küste nach Warnemünde, anschließend nach Schwerin und durch die Altmark im Norden von Sachsen-Anhalt zurück nach Bamberg.

Bei unserer Erkundung von „Land und Leute“ in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern standen Fragen der Identitätspolitik und der Erinnerungskultur im Vordergrund. An der Identität der am dünnsten besiedelten Region Deutschlands arbeiten viele Akteure mit unterschiedlichen Intensionen. Dabei kommt besonders den vielfältigen Museen eine zentrale Rolle zu, um sowohl den Einheimi­schen als auch den Touristen das je „Eigen-Artige“, das Individuelle, Ungleiche, Lokale, Besondere und Nachhaltige der Region zu ver­mitteln.

Chronologisch am Anfang stand der Zisterzienserorden, der seit dem 13. Jahrhundert die mittelalterliche Kulturlandschaft Nordost­deutschlands geprägt hat (exemplarisch Kloster Lehnin, Bad Doberan). Wir befassten uns mit verschiedenen Formen der Musealisie­rung – von der Privatsammlung bis zum Freilichtmuseum – und analysierten die je eigenen Prozesse der Vermittlung kulturellen Wis­sens, der Inwertsetzung und der Aushandlung von Deutungshoheit. Zu den Stationen zählen u.a. das Rochow-Museum in Reckahn (Volksaufklärung), das Wossidlo-Archiv in Rostock (Erzählforschung), das Hans-Fallada-Museum in Carwitz (Sozialgeschichte 1920/30er Jahre), die Mahn- und Gedenkstätte Fünfeichen (ehemaliges NS-, später Sowjet-Straflager) und das Sterbezimmer Königin Luises von Preußen im Schloss Hohenzieritz (Luisen-Mythos). Des Weiteren besuchten die TeilnehmerInnen Museen, die sich mit der Geschichte einer Stadt bzw. einer Region beschäftigen. Dazu zählen das Museum Neuruppin (Geburtsstadt Theodor Fontanes und Stadt der Bilderbogen), das Regionalmuseum Neubrandenburg, das Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz mit einer Dauerausstellung zur Landesgeschichte und das Heimatmuseum Warnemünde (Alltagskultur der Fischer, Seenotrettung). Das Schiffbau- und Schiff­fahrtsmuseum und das Kulturhistorische Museum in Rostock (mit Besuch der Depots) boten der Gruppe umfassende Einblicke in den Arbeitsalltag von Europäischen EthnologInnen/HistorikerInnen. Der Besuch im Freilichtmuseum für Volkskunde Schwerin-Mueß beeindruckte besonders, da hier alle Gebäude in situ stehen. In diesem sowie im Freilandmuseum Diesdorf im Altmarkkreis Salzwe­del, wurden der Gruppe die damaligen Bau- und Lebensweisen nähergebracht.

Im Schloss Schwerin waren wir eingeladen zu einem Roundtable-Gespräch über die Kulturarbeit im Landtag Mecklenburg-Vorpom­mern mit Maria Steinhagen, Abteilungsleiterin und stellvertretende Direktorin und Inga Müller, Europäische Ethnologin aus Bamberg.

All diesen kulturellen Einrichtungen kam nach der Wende eine tragende Rolle bei der Wiedervereinigung zu. Heute sind sie aufgefor­dert, in einer Region, in der wenige Einheimische einer wachsenden Zahl von Zweitwohnungsbesitzern gegenüberstehen, geschichtli­che Entwicklungen aufzuzeigen und Gegenwart mit Leben zu erfüllen.