Modell des Heinrichsdoms, Innenansicht mit bemalten Hochschiffswänden und Fußboden aus Opus sectile; Blick in den Westchor (Foto und Bearbeitung Alexander Pelz)

Buchcover Begleitheft, Band 1 der neuen AMANZ-Reihe "notizhefte"

„Kleine Funde, große Geschichten – archäologische Funde aus dem Bamberger Dom“ Sonderausstellung zum 40-jährigen Jubiläum des Lehrstuhls AMANZ vom 17. Juli – 03. Oktober 2021

Seit rund 100 Jahren kommt es immer wieder zu archäologischen Ausgrabungen im Bamberger Dom. Besonders die Untersuchungen Walter Sages in den Jahren 1969-71 förderten interessante Objekte aus dem ersten, von Kaiser Heinrich II. errichteten Dom zu Tage. Die Studioausstellung im Historischen Museum Bamberg präsentiert eine Auswahl der momentan im Rahmen eines Forschungsprojekts bearbeiteten, teils rätselhaften Funde. Highlight der Ausstellung ist ein Modell des Heinrichsdoms, so, wie er vermutlich einst ausgestaltet war, im Maßstab 1:33.

Kleine Funde, große Geschichten – archäologische Funde aus dem Bamberger Dom

40 Jahre Lehrstuhl AMANZ – das ist der Anlass für die Sonderausstellung „Kleine Funde, Große Geschichten – Archäologische Funde aus dem Bamberger Dom“. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl aller Funde, die bislang im Bamberger Dom geborgen wurden, dazu auch Aspekte der Architektur- und Forschungsgeschichte. Das Ausstellungsthema liefert ein aktuell am Lehrstuhl für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (AMANZ) laufendes Forschungsprojekt zum Bamberger Dom, das sämtliche Ausgrabungen im Bamberger Dom auswertet.

Highlight ist ein Nachbau des Inneren des Heinrichsdoms, sowohl als maßstäbliches Modell als auch digital auf einem Bildschirm. Der Heinrichsdom kann über die originalen Funde und über wenige Vergleiche zu noch bestehenden Kirchen rekonstruiert werden. Als Vorbild für die Wandmalerei diente vor allem die St. Georgskirche (um 1000) in Oberzell auf der Insel Reichenau. Der Boden aus Opus sectile orientiert sich im Entwurf an den Böden der Abteikirchen Pomposa und Montecassino (Italien).

Die Vorbereitung und Umsetzung der Ausstellung lag zum größten Teil in den Händen von Fachstudierenden. Die Studierenden organisieren überdies Kinderführungen bzw. bieten über eine Kooperation mit Bamberger Grundschulen eine Unterrichtseinheit zum Bamberger Dom an, auch in einer digitalen Version. An mehreren Stationen der Ausstellung gibt die „Dommaus“ Informationen speziell für Kinder.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitheft mit Beiträgen der Kursteilnehmer, die dadurch Möglichkeit zu einer ersten kleinen Publikation haben, dazu mit Beiträgen von Mitarbeitern des Lehrstuhls und von ehemaligen Mitarbeitern. Das Begleitheft ist zugleich Band 1 der neuen Reihe am Lehrstuhl AMANZ mit dem Titel „notizhefte“.

Ort der Ausstellung ist der Ratssaal des Historischen Museums Bamberg in der Alten Hofhaltung am Domplatz, alle Infos zu Öffnungszeiten usw. sind dem Flyer(1.2 MB) zu entnehmen. Kooperationspartner der Ausstellung sind der Historische Verein Bamberg und das Historische Museum Bamberg. Unterstützt wurde die Ausstellung vom Erzbistum Bamberg und der Oberfrankenstiftung.