Das römische Gräberfeld von Bregenz

Brigantium, das heutige Bregenz, in der Ostbucht des Bodensees gelegen, gehört zu den frühen Stadtgründungen der römischen Provinz Raetia. Mehr oder weniger zeitgleich mit der Siedlung, wenige Jahre vor der Zeitenwende, beginnt die Belegung des Gräberfeldes, welches bis mindestens in das 5. Jh. n. Chr. Hauptnekropole des Ortes blieb. Die wissenschaftliche Bearbeitung der Nekropole trägt nicht nur Maßgebliches zu Fragen um Kontinuität und Wandel der Sozialstruktur in Raetien zwischen dem 1. und 5. Jh. bei, sie erlaubt vielmehr auch detaillierte Einblicke in das wirtschaftliche, religiöse und private Leben eines römischen Zentralortes nördlich der Alpen Zeit seines Bestehens. Mit diesen vielfältigen Auswertungsmöglichkeiten gehört das Gräberfeld von Bregenz zu den bedeutendsten Quellenbeständen der Provinz Raetien. Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Vorarlberger Landesmuseum und der Kommission zur vergleichenden Archäologie römischer Alpen- und Donauländer der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.