Vier Dozierende der Universität Bamberg wurden mit dem Fakultätspreis für gute Lehre gewürdigt.

Gute Lehre: Vier Dozierende bekommen Preis

Studierende loben fachliche und soziale Kompetenz in Evaluationen

Innovative und kreative Konzepte, ein breites fachliches Angebot und exzellente Lehre: Das zeichnet die vier Preisträgerinnen und -träger aus, deren Arbeit in diesem Jahr mit dem Fakultätspreis für gute Lehre gewürdigt wird. Diese Auszeichnung vergeben die vier Fakultäten einmal im Jahr an Lehrende aus dem akademischen Mittelbau. In diesem Jahr geht der Preis an Thorsten Binz, Dr. Michael Herold, Dr. Anette Kremer und Dr. Christian Maier. Letzteren hat der Senat in einem Beschluss im Dezember 2018 außerdem für den Preis für gute Lehre nominiert. Dieser mit 5.000 Euro dotierte Preis wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst an alle Universitäten in Bayern verliehen. Die offizielle Preisverleihung findet Ende des Jahres 2019 statt.

Ideenaustausch via App und Praxisbeispiele in Seminaren

Wirtschaftsinformatiker Christian Maier ist der Preisträger aus der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik (WIAI). Ihm ist in Veranstaltungen und Übungen vor allem die praktische Anwendung der Theorie wichtig. Er setzt „neben Simulationen auch reale und selbst entwickelte Fallstudien ein, um so den Studierenden Sicherheit zu geben und sie bestmöglich auf den Beruf vorzubereiten“, erklärt er. Der Fakultätsrat begründet seine Entscheidung damit, dass er über umfangreiche Erfahrung mit verschiedenen Lehrveranstaltungsformen verfüge und neue Formate gezielt ausprobiere, beispielsweise bearbeiten Studierende in seinen Seminaren Übungsaufgaben mit der interaktiven App MeeToo. Die Seminarteilnehmer würdigen vor allem seine ständige Erreichbarkeit und den kooperativen, offenen Umgang.

An der Fakultät Humanwissenschaft (Huwi) bekommt Thorsten Binz die Auszeichnung. Er lehrt im Erweiterungsstudium Beratungslehrkraft und am Lehrstuhl für Schulpädagogik. Dabei vermittelt er unter anderem Kompetenzen, die notwendig sind, um Beratungsfälle angemessen bearbeiten zu können. Thorsten Binz diskutiert mit den Studierenden über deren schulische Erfahrungen und bringt authentische Beispiele aus seiner eigenen Tätigkeit als Schulpsychologe und Lehrkraft ein: „Ich will dafür sensibilisieren, dass pädagogisch-psychologische Maßnahmen und Notwendigkeiten immer auch in einen konkreten schulrechtlichen Kontext eingebunden sind.“ Für die Verknüpfung von Theorie und Praxis sowie für die fachliche Qualität seiner Seminare loben ihn die Studierenden in Evaluationen.

Fachlich und sozial kompetent

Michael Herold von der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (SoWi) erhält den Preis ebenfalls. Das Ziel des wissenschaftlichen Mitarbeiters am Lehrstuhl für BWL, insbesondere Banking und Finanzcontrolling, ist es, den Studierenden „Kompetenzen zu vermitteln, die eine selbständige Auseinandersetzung mit mathematisch geprägten, komplexen Inhalten ermöglichen.“ Die Begründung des Fakultätsrates ist, dass es ihm gelingt, in Seminaren „hochkomplexe Fragestellungen der Versicherungsökonomik anschaulich anhand von Fallstudien zu vermitteln“. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass er Veranstaltungen abwechselnd auf Deutsch und Englisch durchführt. Studierenden gefällt sein großes Engagement, die positive Ausstrahlung, seine fachliche und soziale Kompetenz.

Positive Rückmeldungen bekommt auch Anette Kremer vom Lehrstuhl für Deutsche Sprachwissenschaft, die Preisträgerin aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften (GuK). Sie lebt die Begeisterung für ihr Fach, verwendet vielfältige Lehrmethoden und tauscht sich intensiv mit den Teilnehmenden aus. Studierende loben ihre klar strukturierte Lehre, den Praxisbezug und die angenehme Arbeitsatmosphäre. „Eine große Leidenschaft für das eigene Fach und für das Unterrichten an sich ist aus meiner Sicht essentiell, um auch die Studierenden für die Inhalte zu interessieren“, findet Anette Kremer. Methodisch ist ihr ein ausbalancierter Materialien- und Medienmix wichtig. Sie erprobt gerne neue Unterrichtsformate, wie Blended Learning, eine Kombination aus Präsenzveranstaltungen und E-Learning.