Gegenseitige Unterstützung im Ernstfall: Bamberger Archive, Bibliotheken und Museen schließen sich zu einem Notfallverbund zusammen.

„Notfallverbund Bamberger Archive, Bibliotheken und Museen" gegründet

Vertragliche Vereinbarung sichert gegenseitige Unterstützung zu

Brände, Wasser- oder Gebäudeschäden sind Gift für die teils jahrhundertealten Schätze, die in Archiven, Bibliotheken oder Museen aufbewahrt werden. Um sich auf solche Ausnahmesituationen vorzubereiten und im Ernstfall angemessen reagieren zu können, haben sich zu einem Notfallverbund zusammengeschlossen:

  • die Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns für das Staatsarchiv Bamberg
  • die Staatsbibliothek Bamberg
  • die Stadt Bamberg für das Stadtarchiv und die Museen der Stadt Bamberg
  • die Otto-Friedrich-Universität Bamberg für das Universitätsarchiv und die Universitätsbibliothek
  • das Erzbistum Bamberg als Träger des Archivs des Erzbistums Bamberg und des Diözesanmuseums Bamberg
  • das Metropolitankapitel zu Bamberg als Träger seiner Bibliothek
  • die Erzbischöfliche Ernestinische Seminarstiftung Bamberg als Träger der Bibliothek des Priesterseminars

Vertreterinnen und Vertreter aller beteiligten Institutionen unterzeichneten am 14. Oktober 2019 eine entsprechende Vereinbarung zur gegenseitigen Unterstützung und luden weitere Kulturinstitutionen im Stadtgebiet Bamberg zu einer künftigen Zusammenarbeit ein.

In der Vereinbarung sind enthalten: gemeinsame Schulungen und Übungen, die Ausarbeitung und der Austausch von Notfallplänen sowie der permanente Austausch der Verantwortlichen untereinander und mit externen Partnern wie der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk.

Sollte ein Notfall eintreten, sichern sich die Institutionen untereinander Hilfe zu, um Ressourcen zu bündeln sowie die schnellere und effektivere Bergung und Erstversorgung der betroffenen Archivalien, Bücher und Ausstellungsstücke zu gewährleisten. Für die beteiligten Einrichtungen ist der Schutz der von ihnen verwahrten Kulturgüter eine der wichtigsten Aufgaben, der im Ernstfall kaum alleine zu leisten ist – wie beispielsweise das Elbhochwasser 2002, der Brand in der Weimarer Anna-Amalia-Bibliothek 2004 oder der Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln 2009 veranschaulicht haben.

Weitere Informationen zur Arbeit von Notfallverbünden in Deutschland unter: http://notfallverbund.de/