Tagungen, Vortragsreihen etc.
Aktuelle Termine
Do 16.07.2026 ab 18 Uhr in U5/02.22
Das Studium der Europäischen Ethnologie qualifiziert nicht für einen speziellen Beruf, wie dies etwa bei Medizin oder Jura der Fall ist. Unsere Absolvent:innen haben im Laufe ihres Studiums tiefe Einblicke in verschiedene Kulturformen und Lebensbereiche erhalten, methodische Kompetenzen erworben, können sowohl historisch als auch gegenwartsbezogen forschen und sich kritisch mit der Gesellschaft und dem Phänomen „Alltagsleben“ auseinandersetzen – doch wofür ist das im Berufsleben nützlich?
Zum mittlerweile dritten Mal veranstaltet die Europäische Ethnologie daher einen Berufsfelder-Infoabend, bei dem drei ehemalige Studierende ihren ganz persönlichen Weg in den Beruf vorstellen – mit allen Höhen und Tiefen: Freuen Sie sich auf reale Einblicke in die Berufswelten Museum, (späte) Promotion und Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie im Anschluss auf einen entspannten Abend mit Komiliton:innen, Lehrenden, den Referierenden und (hoffentlich) vielen weiteren Alumni!. Denn es hat sich in den vergangenen Jahren herausgestellt, dass auch bei den Referierenden Interesse am Austausch besteht. Aus diesem Grund wird mit dem Sommersemester 2026 der Berufsfelder-Infoabend zum Alumni-Treffen ausgeweitet.
Zum konkreten Termin:
Am Donnerstag, 16. Juli 2026, ab 18:00 Uhr stellen im Raum U5/02.22 (im Gebäude “An der Universität 5” im 2. OG) zunächst die drei Referierenden ihre Wege in den Beruf vor und geben den Studierenden im Anschluss die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Ab ca. 19:30 Uhr wird der Abend in den inoffiziellen Teil übergehen, den wir - je nach Wetterlage – voraussichtlich auf dem Wilde Rose Keller begehen (falls Sie dort dazustoßen, sind wir ab ca. 20 Uhr vor Ort).
Kurzfristige Änderungen werden über den Instagram-Kanal @euroethno.bamberg (gerne folgen!! 😊) und die Liste „ehemalige.euroethno“ bekanntgeben.
Über die diesjährigen Referent:innen:
- Svenja Gierse, M.A. Europäische Ethnologie, ist Kuratorin am Kulturhistorischen Museum Rostock. Mit einem wissenschaftlichen Volontariat und Stationen an verschiedenen deutschen Museen sammelte sie Erfahrung in der kuratorischen Praxis. In Ihrem Vortrag nimmt sie die Zuhörenden mit in den Museumsalltag.
- Nicolas Herbert Jagla, M.A. Europäische Ethnologie, hat sich thematisch auf historische Kulturanalysen und beruflich auf das Museumswesen fokussiert. Nach einer kurzen Darlegung seiner beruflichen Stationen zunächst als Projektmitarbeiter, dann in leitender Position geht er insbesondere auf die Möglichkeit einer akademischen Qualifikationsschrift auch nach dem Einstieg in das Berufsleben ein.
- Anna Lienhardt, M.A. Europäische Ethnologie, war schon immer neugierig auf das, was Menschen im täglichen Leben bewegt. So zog es sie nach einem Studium in der fruchtbaren Fächerkombination Europäische Ethnologie, Kommunikationswissenschaft und Politikwissenschaft in den Lokaljournalismus. Sie arbeitete acht Jahre bei der Mediengruppe Oberfranken als Redakteurin, war dann Referentin einer Bundestagsabgeordneten und kehrte schließlich 2019 als Pressesprecherin der Stadt Bamberg auf die lokale Ebene zurück.
Alle aktuell Studierenden und alle Alumni der Europäischen Ethnologie sowie Interessierte sind zu dieser Veranstaltung ganz herzlich eingeladen!
“Wege in der Beruf” auf der Webseite der Europäischen Ethnologie
Auf unserer Webseite stellen wir diverse Wege in den Beruf vor, die Bamberger AbsolventInnen und Absolventen der Europäischen Ethnologie eingeschlagen haben. Dort kommen ehemalige Studierende (darunter auch Svenja Gierse und Nicolas Jagla) selbst zu Wort und geben Einblicke in ihre persönlichen Erfahrungen beim Berufseinstieg ... und haben so den ein oder anderen Tipp für Sie und Ihren Weg parat: https://www.uni-bamberg.de/euroethno/studium/wege-in-den-beruf/
Berufspraxis und Karriere mit Geistes- und Kulturwissenschaften
Die Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften (GuK) an der Universität Bamberg startet eine neue Veranstaltungsreihe: “Meine Zukunft”. Elemente dieser Reihe werden praxisorientierte Workshops, Lehrveranstaltungen, Vorträge, Podiumsdiskussionen mit Expertinnen/Experten und Alumni, virtuelle Angebote und mehr sein. Diese sollen Studierenden der Geistes- und Kulturwissenschaften Orientierung und praktische Einblicke in die bunte Vielfalt der Berufspraxis bieten, ihnen Karriereperspektiven vermitteln und zeigen, wie die spezifischen Kompetenzen und Soft Skills dieser Studiengänge gewinnbringend in verschiedenen Berufsfeldern eingesetzt werden können.
Der Berufsfelder-Infoabend der Europäischen Ethmnologie ist Teil dieser Veranstaltungsreihe. Informationen zu Veranstaltungen anderer Fächer der GuK finden Sie hier: www.uni-bamberg.de/guk/studium/meine-zukunft/

Studierende des Faches Europäische Ethnologie beschäftigten sich im Rahmen des Seminars “Soziale Ungleichheit vor Ort. Eine feldforscherische Spurensuche in Bamberg” im SoSe 2026 unter Anleitung von Barbara Wittmann mit sozialer Ungleichheit in Bamberg:
Die Studierenden entwickelten in Kleingruppen eigene Fragestellungen, führten Teilnehmende Beobachtungen durch und setzten sich mit ausgewählten Orten in Bamberg vertieft auseinander.
Am Freitag, 10. Juli 2026 präsentieren sie ihre im Kurs erarbeiteten Ergebnisse in einer Mini-Konferenz an der Universität Bamberg.
Ablauf:
- 10:15 Uhr Begrüßung
- 10:20-10:40 Uhr Präsentation 1: Gartenstadt (Simeon Göll, Martin Neuser)
- 10:50-11:10 Uhr Präsentation 2: Ankerzentrum Bamberg (Laura Endres, Ruth-Tabea Fischer)
- 11:20-11:40 Uhr Präsentation 3: Ältere Menschen (Ines Fleig, Anna Foit)
– Mittagspause –
- 12.30-12:50 Uhr Präsentation 4: Gereuth (Teresa Hartl, Franziska Sandig, Nurlum Yilmaz)
- 13:00-13:20 Uhr Präsentation 5: Parks und Spielplätze (Johanna Breitwieser, Maja Vosswinkel, Kathleen Witzel)
- 13:30-14:00 Uhr Feedback und Nachbesprechung (ohne Publikum)
Über das Seminar "Soziale Ungleichheit vor Ort: Eine feldforscherische Spurensuche in Bamberg"
Soziale Ungleichheit materialisiert sich in konkreten Räumen und Alltagspraktiken. Auch in einer gerade durch den UNESCO-Welterbe-Status, ihre touristische Prägung und universitäre Infrastruktur als idyllisch und wohlhabend wahrgenommenen Stadt wie Bamberg sind soziale Differenzen in vielfältiger Weise vorhanden. Im Seminar wurden der städtische Raum empirisch erkundet und eine feldforscherische Spurensuche u.a. zu Armut und Prekarität, Ein- und Ausschlüssen, Zugängen zu kulturellen Ressourcen und Mobilität durchgeführt. Dabei interessierte die Forschenden vor allem, wie Ungleichheit gelebt, wahrgenommen, legitimiert, kritisiert, konkret verbalisiert und un-/sichtbar wird.
Im Mittelpunkt stand dabei das Einüben entsprechender ethnologischer Methoden (v.a. Teilnehmende Beobachtung, Interviewführung, Feldnotizen, Forschungsethik). Feldforschung wurde dabei als reflexiver Prozess verstanden: Neben methodischen Grundlagen wurden auch Fragen der eigenen Positionierung, des Zugangs zum Feld und der Repräsentation sozialer Wirklichkeit kritisch reflektiert. Wie sprechen wir über Ungleichheit? Wer kommt zu Wort und wer nicht? Welche Verantwortung tragen Forschende?
Vergangene Termine
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Fragen nach kultureller Zugehörigkeit, künstlerischer Aneignung, rechtsextremer Vereinnahmung, Integration durch Musik sowie der Rolle von Künstlicher Intelligenz im Kontext traditioneller Musikformen. Neben Vorträgen und Diskussionen bot sie auch Praxisbeispiele und -seminare, die zur aktiven Auseinandersetzung, Mittanzen und -musizieren einladen. Ob Wissenschaft, Musikpraxis oder Vermittlung, diese Veranstaltung brachte Akteur*innen aus Forschung und Praxis zusammen. Auch Studierende waren herzlich willkommen.
Die mehrtätige Veranstaltung fand zum 26. Mal statt – 2026 in Räumen der Univerität Bamberg; traditionell wird sie als “Seminar” bezeichnet.
Die Veranstaltung bildete eine Kooperation des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege e.V., der Kultur- und Heimatpflege des Bezirks Oberpfalz, der Forschungsstelle für fränkische Volksmusik sowie der Juniorprofessur für Europäische Ethnologie mit Schwerpunkt immaterielles Kulturerbe der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Das Bamberger Freiwilligenzentrum CariThek bewarb das Seminar im Rahmen seiner Fortbildungsreihe “Vereinsforum”.
Die Veranstaltung von Dr. Ing. Johannes Warda (Denkmalpflege) und Jun. Prof. Barbara Wittmann (Europäische Ethnologie) brachte verschiedene Disziplinen rund um das Thema Ressourcennutzung in der Kulturlandschaft zusammen: Sie fragten dabei
- nach gemeinsamen Ansätzen der Erforschung (aber auch der Praxis),
- wie natürliche Ressourcen und (tradierte) menschliche Praktiken der Bewirtschaftung und Ressourcennutzung einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten,
- welche Akteure beteiligt sind und welche Perspektiven und Innovationen sich hier eventuell entwickeln.
Donnerstag, 20. und Freitag, 21. November 2025
Schillerplatz 17, Hörsaal 00.13
Programm(3.9 MB) (3.9 MB)
Das Studium der Europäischen Ethnologie qualifziert nicht für einen speziellen Beruf, wie dies etwa bei Medizin oder Jura der Fall ist. Unsere Absolvent:innen haben im Laufe ihres Studiums tiefe Einblicke in verschiedene Kulturformen und Lebensbereiche erhalten, methodische Kompetenzen erworben, können sowohl historisch als auch gegenwartsbezogen forschen und sich kritisch mit der Gesellschaft und dem Phänomen „Alltagsleben“ auseinandersetzen – doch wofür ist das im Berufsleben nützlich? Um die Orientierung in den von Vielseitigkeit geprägten Berufsaussichten zu erleichtern, fand am 24. Juli 2025 das Format des Berufsfelder-Infoabends bereits zum zweiten Mal statt.
Über die Vortragenden:
- Dr. Dorothea Breier hat sich nach ihrem Magister in der Europäische Ethnologie zunächst der Forschung zugewandt, immer mit dem Hintergedanken, praxisnahe Erfahrungen für eine Karriere außerhalb der Wissenschaft zu sammeln. Sie berichtete, wie ihr das geglückt ist und sie von einer Promotion in der Migrationsforschung und einem PostDoc in der Stadtforschung bei Smart City Bamberg gelandet ist. Eine Reflexion über Vor- und Nachteile eines so offenen Studienabschlusses in Kombination mit vielfältigen Interessen und Begabungen blieb dabei nicht ausgespart.
- Kristin Lauche M.A. Europäische Ethnologie (Soziologie & Kommunikationswissenschaft) ist derzeit in Elternzeit und war zuletzt als Stadtteilmanagerin in Starkenfeld und Gereuth-Hochgericht in Bamberg tätig. In ihrem Vortrag wird sie auf ihre vielseitigen beruflichen Erfahrungen aus der Kultur- und Sozialarbeit eingehen – von der Organisation großer Veranstaltungen bis hin zur Stadtteilentwicklung. Dabei gab sie Einblicke in die Arbeit mit lokalen Gemeinschaften, Gremien sowie die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern und interdisziplinären Teams.
- Jana Stadlbauer M.A. kennt beide Seiten: die museale Praxis ebenso wie den akademischen Forschungsalltag. Nach über zehn Jahren im Museumswesen, u. a. als Leiterin des Rundfunkmuseums Fürth, ist sie seit 2023 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der OTH Regensburg und promoviert an der KU Eichstätt zur „Suche nach 'Sound'“. In ihrem Vortrag sprach sie über ihren Weg an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis, sie gewährte Einblicke in unterschiedliche berufliche Perspektiven zwischen Denkraum und Handlungsfeld und lud zur Diskussion über zickzackförmige und wechselvolle Karrierewege ein.
Drei Alumnae des Studiengangs lieferten den rund 25 Anwesenden persönliche Einblicke in ihre Werdegänge und beruflichen Stationen. Sie gaben den zuhörenden Studierenden wertvolle Tipps zu (unstrategischer) Vernetzung, Praxiserfahrungen im Ehrenamt und Möglichkeiten, die eigenen Kompetenzen einzuschätzen. Auf diese Weise lernten die Studierenden drei individuelle Karrierewege kennen, die sich dennoch über mehr als drei Berufsfelder erstreckten. Von Tätigkeiten in kleinen Startups oder im Veranstaltungs- und Kulturmanagement über das Stadtteilmanagement hin zur Museumsleitung und universitärer Forschung im In- und Ausland – die Anwesenden beleuchteten Chancen und Herausforderungen, erhielten Tipps für das Lesen von Stellenanzeigen, konnten von den „Learnings“ der Referentinnen profitieren und sich beim anschließenden Semesterausklang persönlich austauschen.
Das gespiegelte Feedback verweist auf einen Erfolg und lässt es vorwegnehmen: Auch 2026 wird es wieder einen Berufsfelder-Infoabend geben!
“Wege in der Beruf” auf Webseite der Europäischen Ethnologie
Auf unserer Webseite stellen wir diverse Wege in den Beruf vor, die Bamberger AbsolventInnen und Absolventen mit der Europäischen Ethnologie eingeschlagen haben. Dort kommen ehemalige Studierende (darunter auch Dorothea Breier und Jana Stadlbauer) selbst zu Wort und geben Einblicke in ihre persönlichen Erfahrungen beim Berufseinstieg ... und haben so den ein oder anderen Tipp für Sie und Ihren Weg parat: https://www.uni-bamberg.de/euroethno/studium/wege-in-den-beruf/
Berufspraxis und Karriere mit Geistes- und Kulturwissenschaften
Die Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften (GuK) an der Universität Bamberg startet eine neue Veranstaltungsreihe: “Meine Zukunft”. Elemente dieser Reihe werden praxisorientierte Workshops, Lehrveranstaltungen, Vorträge, Podiumsdiskussionen mit Expertinnen/Experten und Alumni, virtuelle Angebote und mehr sein. Diese sollen Studierenden der Geistes- und Kulturwissenschaften Orientierung und praktische Einblicke in die bunte Vielfalt der Berufspraxis bieten, ihnen Karriereperspektiven vermitteln und zeigen, wie die spezifischen Kompetenzen und Soft Skills dieser Studiengänge gewinnbringend in verschiedenen Berufsfeldern eingesetzt werden können.
Der Berufsfelder-Infoabend der Europäischen Ethmnologie ist Teil dieser Veranstaltungsreihe. Informationen zu Veranstaltungen anderer Fächer der GuK finden Sie hier: www.uni-bamberg.de/guk/studium/meine-zukunft/
Warum über ‚Ausschluss‘ sprechen? Ist gesellschaftliche Teilhabe in Zeiten von Antidiskriminierungsprogrammen und Diversitätsmanagement nicht grundsätzlich allen möglich? Die Ausgrenzung entlang sozio-ökonomischer Hintergründe, bezeichnet als Klassismus, bleibt in Debatten um Chancengleichheit oft unerwähnt. Dabei ist diese ‚vergessene Diskriminierungsform‘ (Seeck 2022) keine Randerscheinung, auch nicht im Bildungssystem.
Bei dieser internationalen Gastvortragsreihe möchte die Europäische Ethnologie mit drei einschlägigen Referent*innen aus der D-A-CH-Region, die sich mit klassenbezogenen Ein- und Ausschlussverfahren auseinandersetzen, einen multiperspektivischen Blick auf soziale Ungleichheit und dahinterliegende Logiken werfen. In ihren Vorträgen werden sie in zentrale Begriffe einführen, fachspezifische Herangehensweisen vorstellen, über Handlungsmacht sprechen und ihre biographischen Erfahrungen im akademischen Kontext reflektieren.
Alle Interessierten waren eingeladen, mit uns über die Herausforderungen sozialer Ungleichheit nachzudenken und auszutauschen.
Programm der Gastvortragsreihe
Mo, 02. Juni um 18:15 Uhr, An der Universität 5, Raum U5/01.17 (Ausweichtermin nach krankheitsbedingter Absage für den 12. Mai)
Prof. Francis Seeck (Nürnberg)
Klassismus. Die vergessene Diskriminierungsform?
Dieser Vortrag wurde unter dem Titel “Klassismus. Der Stempel der sozialen Herkunft” in die Reihe "Hörsaal" des Deutschlandfunk Nova aufgenommen: Die Sendung wurde am 10. August 2025 um 19 Uhr ausgestrahlt gesendet und ist als Podcast-Folge jederzeit abrufbar, u.a. in der ARD-Mediathek.
Di, 17. Juni um 18:15 Uhr, Hochzeitshaus, Am Kranen 12, Raum KR12/00.16
Laura Bäumel, M.A. (Zürich)
Lebensweise Revisited. Eine feministische Aktualisierung vor dem Hintergrund prekärer Arbeits- und Lebensverhältnisse in der Gegenwart
Di, 08. Juli um 18:15 Uhr, Markusstraße 8a, Raum MG1/02.06
Felix Gaillinger, M.A. (Wien)
(Mit) Klasse in der Europäischen Ethnologie. Biographische Notizen und analytische Konsequenzen





Bamberg | 20.-22. März 2024
Mit Aushandlungsprozessen, Entwicklungspotenzialen und Schutzmaßnahmen in Bezug auf immaterielles Kulturerbe in ländlichen Räumen beschäftigte sich die Tagung "Rural Heritage", die vom 20.-22. März 2024 an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg durch die Juniorprofessur für Europäische Ethnologie ausgerichtet wurde. Die im Zentrum der Veranstaltung stehenden Problematiken von Vereinnahmungen und Instrumentalisierungen ruralen Erbes wurden in sechs Panels mit insgesamt 18 Fachbeiträgen von Referierenden aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Slowenien und Schottland reflektiert. Ein Rahmenprogramm mit Podiumsdiskussion, studentischer Posterausstellung zu immateriellem Kulturerbe und Wasser sowie Stadtführungen rundeten den akademischen Austausch ab.
Organisatorisches
- Eine Programmübersicht finden Sie im Flyer zur Tagung(520.4 KB).
- Auf dem Instagram-Kanal der EuroEthno wurde ein Reel zur Tagung veröffentlicht: https://www.instagram.com/p/C4-CU5EtZLc/
- Die Veranstaltung wurde organisiert durch Juniorprofessorin Barbara Wittmann, die derzeit Kommissionsprecherin ist.
- Die Veranstaltung war die fünfte Tagung der Kommission für die Kulturanalyse des Ländlichen der dgekw
- Die Tagung wurde unterstützt durch das Zentrum Welterbe Bamberg, den Universitätsbund Bamberg und die Oberfrankenstiftung.
- Die Plakate und die Flyer wurden von Hannah Feldmeier (www.graphik-sammlung.de) gestaltet.
- Die Anmeldefrist zur Teilnahme an der Tagung endete am 29. Februar 2024.
- Der Call for Abstracts endete am 15. Oktober 2023.
Europäische Ethnologinnen und Ethnologen haben die Wahl zwischen einer ganzen Reihe von Tätigkeitsbereichen, in denen sie fachbezogen arbeiten können. Um Ihnen frühzeitig realistische Eindrücke aus unterschiedlichen Berufsfeldern zu vermitteln, organisierte das Fach im SoSe 2024 einen Berufsfelder-Infoabend.
Am Donnerstag, 11. Juli 2024 beschrieben drei Absolventinnen und Absolventen unseres Fachs, was ihre Arbeit mit sich bringt; sie berichteten über mögliche Hürden und gaben Empfehlungen im Hinblick auf erste Schritte im Berufsleben.
Über die Vortragenden:
Sophia Erfurt, M.A. Europäische Ethnologie, hat sich auf die Erforschung und Gestaltung von Unternehmenskulturen spezialisiert und arbeitet heute als freie Organisationsentwicklerin.
Sie zeigte an diesem Abend ihren Weg über verschiedene berufliche Stationen von der Change Management-Beraterin bis zur Abteilungsleiterin für Organisationsentwicklung auf und gab Tipps zum Umgang mit Hindernissen und zum Finden des eigenen beruflichen Weges.
Dr. Jadon Nisly-Goretzki, M.A. Europäische Ethnologie, promovierte mit einem Stipendium in Neuerer Geschichte und ist als Postdoc für Agrargeschichte an der Universität Kassel tätig.
Nach seinen verschiedenen Stationen als Lehrbeauftragter und Wissenschaftlicher Mitarbeiter berichtete er über die Erfahrung mit Stipendien und die unterschiedlichen Möglichkeiten für Tätigkeiten in Forschung und Lehre.
Julia Schnitzer, M.A. Europäische Ethnologie, hat während ihres Studiums für ein Kulturmuseum gearbeitet und ihren Schwerpunkt im musealen Bereich gesetzt. Seit 2023 arbeitet sie für eine historische Synagoge in Oberfranken.
Welche Erfahrungen sie in den unterschiedlichen musealen Bereichen gemacht hat (von Sammlung über Bildung und Vermittlung sowie Verwaltung), wie wichtig politische Vernetzung im kulturellen Bereich für Museen ist und wie man diese lokal gestalten kann, schilderte sie in ihrem Vortrag.
“Wege in der Beruf” auf Webseite der Europäischen Ethnologie
Auf unserer Webseite stellen wir diverse Wege in den Beruf vor, die Bamberger AbsolventInnen und Absolventen mit der Europäischen Ethnologie eingeschlagen haben. Dort kommen ehemalige Studierende (darunter auch Sophia Erfurt) selbst zu Wort und geben Einblicke in ihre persönlichen Erfahrungen beim Berufseinstieg ... und haben so den ein oder anderen Tipp für Sie und Ihren Weg parat: https://www.uni-bamberg.de/euroethno/studium/wege-in-den-beruf/
Im Sommersemester 2023 bot die Europäische Ethnologie eine dreiteilige Veranstaltungsreihe zum Thema immaterielles Kulturerbe an:
“Immaterielles Kulturerbe und nachhaltige Entwicklung"
Vortrag von Dr. Marlen Meißner am 25. Mai 2023
Was haben Bier, Tango, Yoga und Orgeln gemeinsam? Als Resultate von überliefertem Wissen und Können prägen sie die Identität von gesellschaftlichen Gruppen und sind darüber hinaus förderlich für nachhaltige Entwicklung und Völkerverständigung. Soviel ist zumindest dem Text des UNESCO-Übereinkommens zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes zu entnehmen, das in diesem Jahr 20 Jahre alt wird und vor 10 Jahren von Deutschland angenommen wurde. Marlen Meißner von der Deutschen UNESCO-Kommission wird eine kurze Einführung in das Konzept des immateriellen Kulturerbes sowie in die dazugehörige Konvention geben. Anhand von deutschen und internationalen Beispielen wird sie die Potenziale von immateriellen Kulturpraktiken für nachhaltige Entwicklung und Friedensbildung anschaulich machen.
Marlen Meißner ist Autorin eines Buches über Immaterielles Kulturerbe und Sustainability (Intangible Cultural Heritage and Sustainable Development, Cham 2021) und leitet die Abteilung "Erbe, Natur, Gesellschaft" der Deutschen UNESCO-Kommission.
"Brauch als Immaterielles Kulturerbe – eine filmische Dokumentation"
Filmvorführung und Vortrag von Dr. Thomas Schneider (i. V. für Prof. Dr. Mirko Uhlig) am 3. Juli 2023
2016 wurde das Hanselfingerhut-Spiel aus Forst an der Weinstraße (Pfalz) als erster Brauch aus Rheinland-Pfalz in das Bundesweite Verzeichnis Immaterielles Kulturerbe der UNESCO aufgenommen. Im Rahmen eines Drittmittelprojektes wurde eine ethnografische Filmdokumentation angefertigt, die das letzte Spiel vor der Corona-Pandemie zeigt. Im Zentrum des Films, der gemeinsam angesehen wurden, stehen die Menschen, die den lokalen Brauch vorbereiten und ausüben, die das Fest gestalten und die Festgäste unterhalten. Ergänzend zur Filmvorführung gab Dr. Thomas Schneider noch einige knappe Informationen zur Feldforschung mit der Kamera sowie zur historischen Genese der Brauchpraxis.
Dr. Thomas Schneider arbeitete an der Universität Mainz im Fach Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie. Gemeinsam mit Prof. Dr. Mirko Uhlig u.a. erforschte er das Hanselfingerhut-Spiel in Forst. Weitere Informationen zu diesem Forschungsprojekt finden Sie hier: https://kultur.ftmk.uni-mainz.de/projekte-in-forschung-und-lehre/immaterielles-kulturerbe/
"Ein gemeinsames europäisches Erbe – internationales Netzwerk zur traditionellen Bewässerung in Europa"
Vortrag von Vertreter:innen luxemburgischer und fränkischer Trägergemeinschaften am 19. Juli 2023
Traditionelle Bewässerung ist ein häufig unterschätztes Element in der Agrargeschichte Europas. Seit 2015 haben sich Trägergemeinschaften aus den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Deutschland, der Schweiz, Österreich und Italien in einem „Internationalen Beirat“ zusammengeschlossen. Hinzu kommt das „Internationale Zentrum der Traditionellen Bewässerung als Kulturerbe Europas“ in St. Urban/Schweiz. 2022 wurde ein multinationaler Antrag zur Aufnahme in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit bei der UNESCO eingereicht. Alwin Geimer (Luxemburg) und Pauline Arnet (Franken) stellten ihre Arbeit und den Beirat vor und gingen auf die Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit und die Zukunftsfähigkeit der traditionellen Bewässerung ein.
Anlass für die Veranstaltungsreihe war das 30jährige Jubiläum der Verleihung des Titels Welterbe an die Altstadt von Bamberg. Das Zentrum Welterbe Bamberg hatte mit lokalen, nationalen und internationalen Partner_innen ein vielfältiges Programm konzipiert. Die Juniorprofessur für Europäische Ethnologie mit dem Schwerpunkt immaterielles Kulturerbe beteiligte sich mit den drei o.g. Veranstaltungen.

Tagungen und Veranstaltungen der Uni Bamberg
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