Seminar "Soziale Ungleichheit vor Ort. Eine feldforscherische Spurensuche in Bamberg" Sommersemester 2026

Studierende des Faches Europäische Ethnologie beschäftigten sich im Rahmen des Seminars “Soziale Ungleichheit vor Ort. Eine feldforscherische Spurensuche in Bamberg” im SoSe 2026 unter Anleitung von Barbara Wittmann mit sozialer Ungleichheit in Bamberg:
Die Studierenden entwickelten in Kleingruppen eigene Fragestellungen, führten Teilnehmende Beobachtungen durch und setzten sich mit ausgewählten Orten in Bamberg vertieft auseinander.
Am Freitag, 10. Juli 2026 präsentierten sie ihre im Kurs erarbeiteten Ergebnisse in einer Mini-Konferenz an der Universität Bamberg.
Ablauf:
- 10:15 Uhr Begrüßung
- 10:20-10:40 Uhr Präsentation 1: Gartenstadt (Simeon Göll, Martin Neuser)
- 10:50-11:10 Uhr Präsentation 2: Ankerzentrum Bamberg (Laura Endres, Ruth-Tabea Fischer)
- 11:20-11:40 Uhr Präsentation 3: Ältere Menschen (Ines Fleig, Anna Foit)
– Mittagspause –
- 12.30-12:50 Uhr Präsentation 4: Gereuth (Teresa Hartl, Franziska Sandig, Nurlum Yilmaz)
- 13:00-13:20 Uhr Präsentation 5: Parks und Spielplätze (Johanna Breitwieser, Maja Vosswinkel, Kathleen Witzel)
- 13:30-14:00 Uhr Feedback und Nachbesprechung (ohne Publikum)
Über das Seminar "Soziale Ungleichheit vor Ort: Eine feldforscherische Spurensuche in Bamberg"
Soziale Ungleichheit materialisiert sich in konkreten Räumen und Alltagspraktiken. Auch in einer gerade durch den UNESCO-Welterbe-Status, ihre touristische Prägung und universitäre Infrastruktur als idyllisch und wohlhabend wahrgenommenen Stadt wie Bamberg sind soziale Differenzen in vielfältiger Weise vorhanden. Im Seminar wurden der städtische Raum empirisch erkundet und eine feldforscherische Spurensuche u.a. zu Armut und Prekarität, Ein- und Ausschlüssen, Zugängen zu kulturellen Ressourcen und Mobilität durchgeführt. Dabei interessierte die Forschenden vor allem, wie Ungleichheit gelebt, wahrgenommen, legitimiert, kritisiert, konkret verbalisiert und un-/sichtbar wird.
Im Mittelpunkt stand dabei das Einüben entsprechender ethnologischer Methoden (v.a. Teilnehmende Beobachtung, Interviewführung, Feldnotizen, Forschungsethik). Feldforschung wurde dabei als reflexiver Prozess verstanden: Neben methodischen Grundlagen wurden auch Fragen der eigenen Positionierung, des Zugangs zum Feld und der Repräsentation sozialer Wirklichkeit kritisch reflektiert. Wie sprechen wir über Ungleichheit? Wer kommt zu Wort und wer nicht? Welche Verantwortung tragen Forschende?