Projektergebnisse

In fünf Projektverbünden wurden an der Universität Bamberg forschungsbasierte Fortbildungen und Lehr-Lern-Umgebungen entwickelt: Lehrkräfte​ und Schulleitungen im Fokus

Die Universität Bamberg hat von 2023 - 2025/26 mit ihrem forschungs- und transferstarken Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung (ZLB) an fünf Projektverbünden des bundesweit einzigartigen Kompetenzverbundes lernen:digital mitgewirkt. Dabei fanden Kooperationen mit zahlreichen Universitäten und Forschungseinrichtungen in Deutschland statt. Der design-basierte Ansatz der Projektverbünde und die Einbeziehung von Lehrkräften und Schulleitungen bereits bei der Entwicklung haben den Transfer "ins Klassenzimmer" von vornherein mitgedacht. Mit neuen Konzepten, darunter einem umfassenden fachdidaktischen Modell digitaler Souveränität, wurde Grundlagenarbeit für innovative Lehrkräftebildung weit über den Projektkontext hinaus geleistet.  ​

Auf dieser Seite finden Sie die Ergebnisse des Kompetenzverbund lernen:digital, welche mit Beteiligung der Bamberger Projektverbünde erreicht wurden.

Stand März 2026

 

Die Projeklaufzeit hat zum 31.12.2025 bzw. 31.03.2026 geendet. Diese Seite wird nicht mehr aktualisiert. 

DiSo

In DiSo wurden forschungsbasierte Lehrkräftefortbildungen zum digitalen und digital gestützten Unterrichten in den sprachlichen, gesellschafts- und wirtschaftswissenschaftlichen Fächern entwickelt.

Teilprojekt Deutschdidaktik

Beteiligte Personen: 

Prof. Dr. Jörn Brüggemann
Dr. Carina Ascherl

Zielsetzung und Ergebnisse

Das Projekt EFT A*Deutschdidaktik hat Fortbildungsmodule zur Förderung digitaler Textsouveränität von Deutschlehrkräften in allen Ausbildungsphasen entwickelt, evaluiert und implementiert. Grundlage sind Studien und Vorprojekte, deren Befunde in praxisnahe Angebote einfließen. Zentrale Forschungsperspektiven und Modellierungen aus den Studien DigiText4all, DiDiD und GETDIME wurden hinsichtlich der ermittelten Bedarfe von Lehrkräften zu digitalen Lehr-Lern-Arrangements sowie ihren Potenzialen für den Deutschunterricht in die Konzeption der Fortbildungsmodule miteinbezogen. Die SEGEL- und ÄSKIL-Studien waren wegweisend hinsichtlich der Bedeutsamkeit funktionaler sowie personaler Aspekte im Kontext fachlicher Bildung. Während des gesamten Projektverlaufs wurde das Modell Digitaler Souveränität (Frederking & Brüggemann, 2024) iterativ theoretisch-konzeptionell konkretisiert und ausdifferenziert sowie empirisch überprüft. Dazu wurden mehrere praxisnahe Fortbildungsmodule für Lehrpersonen unterschiedlicher Schularten konzipiert, in denen die einzelnen Dimensionen des Modells zur Anwendung kommen. Das Projekt wurde kooperativ zwischen den Standorten Bamberg und Erlangen-Nürnberg betreut. Der Schwerpunkt am Standort Bamberg lag in der Erarbeitung von Fortbildungsbausteinen zum Einsatz von KI im Literaturunterricht bei der Literaturanalyse und der Vermittlung von Interpretationskompetenz sowie zu Verstehensherausforderungen im Kontext digitaler Transformationsprozesse im Journalismus.

Zur Umsetzung der Fortbildungsmodule im Themenbereich des digital souveränen Umgangs mit KI im Literaturunterricht war neben der Bereitstellung entsprechender Hardware die Anschaffung des Zugangs zu ChatGPT Team von OpenAI erforderlich, da die Entwicklung und Erprobung speziell konfigurierter Custom GPTs durch die Teilnehmenden unabhängig von privat genutzten oder schulgebundenen bzw. länderspezifisch bereitgestellten generativen KI-Systemen ausschließlich auf diese Weise ermöglicht werden konnte. 

Die Fortbildungsangebote wurden von den teilnehmenden Lehrpersonen sehr positiv aufgenommen. Aus ihrer Sicht waren die Inhalte gut auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen und Bedarfe abgestimmt. Besonders hervorgehoben wurde, dass die Fortbildungen die Handlungssicherheit im Umgang mit gesellschaftspolitischen Themen wie Demokratiebildung sowie in Fragen der Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz sowohl im funktionalen als auch im personalen Bereich stärkten. Als besonders wünschenswert wurde von den beteiligten Lehrkräften und Fachleiter:innen hervorgehoben, dass die Fortbildungsinhalte durch Angebote zur Auseinandersetzung mit der ästhetischen Dimension der Lerngegenstände erweitert werden könnten. Dem haben wir im Verlauf der Fortbildungsentwicklung Rechnung getragen, indem Verknüpfungsangebote zu den in DiäS entwickelten Fortbildungsmodulen gemacht wurden.

Herausfordernd war die von den Fortbildner:innen zu erbringende Flexibilität in Bezug auf die von den Landesinstituten oder anderen Veranstalter:innen jeweils vorgegebenen Rahmenbedingungen, insbesondere die für die Lehrkräfteprofessionalisierungsmaßnahmen zur Verfügung stehende Zeit sowie das Fortbildungsformat. Um die Nachfrage nach den bisher entwickelten Fortbildungsmodulen zu befriedigen und um Stichprobengröße für die Evaluation der Fortbildungsmodule zu erhöhen, sind Fortbildungstermine bis März 2026 über die Fortbildungseinrichtungen der Bundesländer und über Akteure aus der Zivilgesellschaft terminiert worden. 

Die bisherige Auswertung der erhobenen Daten führten zu folgenden Befunden: Mittels explorativer und konfirmatorischer Faktorenanalysen konnten sieben Skalen zu allgemein-fachbezogenen und themenspezifischen Aspekten digitaler Souveränität mit ausreichender interner Validität und befriedigender bis sehr guter interner Konsistenz (𝛼 zwischen 0.73 und 0.93) entwickelt werden. Die Analysen liefern ebenfalls Hinweise auf die interne Validität und interne Konsistenz der Unterscheidung funktionaler und personaler Aspekte digitaler Souveränität. Es zeigte sich ein besonders hoher Lernzuwachs bei den Teilnehmenden bezüglich konkreter fach- und themenspezifischer Erwerbs- und Vermittlungsherausforderungen. Die identifizierten hohen Lernzuwächse in den Bereichen „KI im Literaturunterricht“ und „Vorwissen zur Förderung von Interpretationskompetenz“ stützen die Annahme, dass mit der Förderung konkreter fachbezogener Aspekte digitaler Souveränität zugleich fachdidaktisches Vorwissen erweitert wird. 

Transfer

Etabliert wurden zunächst Kooperationen mit der bayerischen Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP), dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung Baden-Württemberg (ZSL), dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH), dem Institut für Lehrerfortbildung Nordrhein-Westfalen (IFL) sowie dem Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung in Schulen Hamburg (LI). 

In enger Kooperation mit der Transferstelle im Kompetenzverbund lernen:digital wurden weitere Transferwege eröffnet: Als erstes ist die Dissemination der Fortbildungsangebote in Form gedruckter und digitaler Broschüren zu nennen. Diese Publikationen erlauben es, Lehrkräfte, Fach- und Seminarleitungen, Schulleitungen, Vertreter:innen der Fortbildungsinstitute sowie der Schulaufsicht und weitere Interessierte niedrigschwellig auf das Angebot aufmerksam zu machen.

Zudem wird auch künftig die Webseite www.digitale-souveränität.online, die bereits zu Beginn der Projektlaufzeit als zentrale Anlaufstelle für sämtliche Fortbildungsangebote der Forschungsverbünde DiSo und DiäS etabliert wurde, auch über die Projektlaufzeit hinaus einen systematischen Überblick über Angebote und Befunde bereitstellen und damit eine nachhaltige Transferplattform bilden. Die Plattform ComPleTT fungiert als Schnittstelle zu den Landesinstituten und wird ebenfalls Projektergebnissen von DiSo-SGW längerfristig zugänglich halten.

Darüber hinaus gehört die Aufarbeitung der wissenschaftlichen Ergebnisse in mehreren Sammelbänden und anderen Fachbeiträgen in den Bereich des Transfers.

Fortbildungen

Publikationen

 

Fortbildungsmaterialien

  • Brüggemann, J., Ascherl, C. & Okesson, L. (2025). Journalismus in der digitalen Welt – Hintergrundinformationen, Materialien, Unterrichtsvorschläge. Handreichung zur Lehrkräftefortbildung

 

Herausgeberschriften

  • Brüggemann, J. & Frederking, V. (Hrsg.) (2026). Digitale Souveränität als Ziel sprachlicher, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und ästhetischer Bildung. Fortbildungskonzepte für Lehrkräfte im Fokus der DiSo- und DiäS-Forschungsverbünde. Band 1: Theoretische Grundlagen und Ziele für die Fächer Deutsch, Deutsch als Zweitsprache, Englisch, Französisch, Geographie, Geschichte, Politik, Religion, Sozialwissenschaften, Wirtschaft, Kunst, Musik, Poetik/Theater und Sport (einschließlich kultureller Bildung). Waxmann (Reihe: Formate fachdidaktischer Forschung; erscheint 2026).

  • Scheiter, K., Richter, D. & Brüggemann, J. (Hrsg.) (2026). Digital gestützte Lehrkräftefortbildungen: Schwerpunkt Sprachen, Gesellschaft, Wirtschaft. (Reihe: Kompetenzzentren für digital gestützte Schul- und Unterrichtsentwicklung). Waxmann (erscheint 2026).

 

Wissenschaftliche Veröffentlichungen

  • Ascherl, C. (2026). Custom GPTs als didaktisches Supportinstrument: Chatbots konfigurieren, um literarisches Verstehen zu fördern? [Manuskript zur Veröffentlichung eingereicht]. In L. Jagdschian & F. Hesse (Hrsg.), Literatur // KI // Didaktik. Königshausen & Neumann.

  • Brüggemann, J. (2025). Digitale Textsouveränität im Umgang mit der Zuverlässigkeit journalistischer Berichterstattung: Perspektiven für einen digital gestützten Deutschunterricht. In S. Emmersberger & I. Kammerer (Hrsg.), Mediale Praktiken in einer Kultur der Digitalität. Impulse für sprachliche und literarische Bildung (S. 115–137). Metzler.

 

Wissenschaftliche Veröffentlichungen mit peer review

  • Brüggemann, J., Ascherl, C. & Okesson, L. (2026). Digitale Souveränität im Umgang mit Journalismus in der digitalen Welt. Deutschdidaktische Ansätze. In J. Brüggemann & V. Frederking (Hrsg.), Digitale Souveränität als Ziel sprachlicher, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und ästhetischer Bildung. Fortbildungskonzepte für Lehrkräfte im Fokus der DiSo- und DiäS-Forschungsverbünde. Band 1. Waxmann (Reihe: Formate fachdidaktischer Forschung; angenommen nach peer review).

  • Brüggemann, J., Ascherl, C., Okesson, L. & Frederking, V. (2026). Digitale Souveränität im Umgang mit KI im Literaturunterricht. In J. Brüggemann & V. Frederking (Hrsg.), Digitale Souveränität als Ziel sprachlicher, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und ästhetischer Bildung. Fortbildungskonzepte für Lehrkräfte im Fokus der DiSo- und DiäS-Forschungsverbünde. Band 1. Waxmann (Reihe: Formate fachdidaktischer Forschung; angenommen nach peer review).

  • Frederking, V., Ascherl, C., Gust, H., Hahn, S., Kretschmann, T., Leufert, J. & Brüggemann, J. (2026). Multimodale digitale Texte im Deutschunterricht. In J. Brüggemann & V. Frederking (Hrsg.), Digitale Souveränität als Ziel sprachlicher, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und ästhetischer Bildung. Fortbildungskonzepte für Lehrkräfte im Fokus der DiSo- und DiäS-Forschungsverbünde. Band 1. Münster: Waxmann (Reihe: Formate fachdidaktischer Forschung; angenommen nach peer review).

  • Brüggemann, J., Ascherl, C., Okesson, L. & Frederking, V. (2026). Digitale Souveränität im Umgang mit KI im Deutschunterricht. Theoretische Modellierung und empirische Evaluation. In K. Scheiter, D. Richter & J. Brüggemann (Hrsg.), Digital gestützte Lehrkräftefortbildungen: Schwerpunkt Sprachen, Gesellschaft, Wirtschaft. (Reihe: Kompetenzzentren für digital gestützte Schul- und Unterrichtsentwicklung). Waxmann (angenommen nach peer review, erscheint im November 2026).

  • Brüggemann, J., Ascherl, C., Okesson, L. & Frederking, V. (2025). Gelingensbedingungen und Grenzen einer KI-gestützten Förderung literarischer Verstehenskompetenz. Befunde aus zwei experimentellen Studien. In MiDU– Medien im Deutschunterricht, 7 (angenommen nach peer review).

Vorträge

  • Jörn Brüggemann (2026): Digitale Souveränität im Umgang mit journalistischer Berichterstattung: Anknüpfungspunkte für eine ästhetische Wahrnehmungsschulung. Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung „Ästhetische Erfahrung und Bildung im Netz“. Bielefeld und Tübingen, online: Januar 2026.

  • Jörn Brüggemann / Volker Frederking (2025): Fokus Allgemeine Fachdidaktik: Design und erste Ergebnisse der allgemeinen fachdidaktischen Prä-Post-Begleitforschung in DiSo und DiäS. Vortrag im Rahmen der Abschluss- und Ausblickstagung von DiSo-SGW und DiäS. Nürnberg: Oktober 2025

  • Jörn Brüggemann / Volker Frederking (2025): Digitale Souveränität in DiSo & DiäS und lernen:digital: Rück- und Ausblick. Vortrag im Rahmen der Abschluss- und Ausblickstagung von DiSo-SGW und DiäS. Nürnberg: Oktober 2025

  • Jörn Brüggemann / Volker Frederking (2025): Nachhaltiger Transfer in DiSo und DiäS. Teilnahme an der Podiumsdiskussion mit Stakeholdern, Transferstelle & Projektbeteiligten im Rahmen der Abschluss- und Ausblickstagung von DiSo-SGW und DiäS. Nürnberg: Oktober 2025 

  • Jörn Brüggemann / Carina Ascherl (2025): Digitale Souveränität im Umgang mit KI im Deutschunterricht fördern. Fördermaßnahmen und Effekte von Lehrkräftefortbildungen. Vortrag im Rahmen der Tagung „Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung gestalten“ des Kompetenzverbunds lernen:digital. Potsdam: September 2025.

  • Jörn Brüggemann (2025): Förderung digitaler Souveränität von Lehrkräften im Umgang mit KI-generierten Unterstützungsoptionen für literarische Sprachreflexion im Deutschunterricht. Theoretische Modellierung und erste empirische Befunde. Vortrag im Rahmen der Fachtagung der Gesellschaft für Fachdidaktik (GFD) zum Thema „Perspektiven der Fachdidaktiken – Schnittstellen, Übergänge, Vernetzungen“. Saarbrücken: September 2025.

  • Jörn Brüggemann (2024): Items zur Erfassung der Ausprägung von digitaler Souveränität bei Deutschlehrkräften: Wert- und Selbstwirksamkeitsüberzeugungen. Vortrag im Rahmen des Online-Symposions „Digitale Souveränität als Ziel von Lehrkräftebildung und Fachunterricht des Kompetenzverbundes lernen:digital. Online: November 2024.

  • Jörn Brüggemann / Volker Frederking. Leitung des Symposions „Digitale Souveränität als Ziel von Lehrkräftebildung und Fachunterricht.“ Online-Symposion des Kompetenzverbundes lernen:digital. Online: November 2024.

  • Jörn Brüggemann / Volker Frederking (2024): Digitale Textsouveränität – Sprachliche, literarische und mediale Bildung im Umgang mit multimodalen, immersiven und AI/AK generierten digitalen Texten. Förderkonzepte für Lehrkräfte und Schüler*innen im empirischen Blick. Leitung eines Symposions im Rahmen der Tagung „Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung“ des Kompetenzverbundeslernen:digital. Potsdam: Oktober 2024.

  • Jörn Brüggemann / Laureen Okesson (2024): Digitale Textsouveränität im Umgang mit faktualen und pragmatischen Texten im Online-Journalismus. Konzeption und Untersuchung von Fortbildungsmodulen für Lehrende und Lernende im Fach Deutsch. Vortrag im Rahmen der Tagung „Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung“ des Kompetenzverbundes lernen:digital. Potsdam: Oktober 2024.

  • Jörn Brüggemann / Volker Frederking (2024): Aufgaben, Grundlagen und Ziele eines Sprachen-Zentrums für digitale Bildung (ZDB Sprachen) aus deutschdidaktischer Perspektive. Vortrag im Rahmen der Tagung „Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung“ des Kompetenzverbundes lernen:digital. Potsdam: Oktober 2024.

  • Katrin Böhme / Olaf Köller / Jörn Brüggemann / Volker Frederking / Britta Viebrock / Christophe Speroni (2024): Austausch zur Einrichtung eines Sprachen-Zentrums für digitale Bildung (ZdB Sprachen) – Ansatzpunkte und Konzeptideen für eine mögliche Ausgestaltung. Diskussion im Rahmen der Tagung „Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung“ des Kompetenzverbundes lernen:digital. Potsdam: Oktober 2024.

  • Jörn Brüggemann / Carina Ascherl (2024): Digital (Text) Sovereignty as a Goal of Innovative Professional Development for Teachers in German L1 Education. Vortrag im Rahmen der 14. ARLE Konferenz "Connections and disruptions. Unsettling L1 education: Intersection of place, identity and technology”. Melbourne, online: Juni 2024.

  • Jörn Brüggemann / Volker Frederking (2023): Digitale Souveränität als Ziel sprachlicher, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher, musisch-kreativer und sportlicher Bildung in DiSo und DiäS. Impulsvortrag im Rahmen der Auftakttagung der Forschungsverbünde DiSo-SGW und DiäS. Bamberg: Oktober 2023. 

Poster

  • Carina Ascherl / Jörn Brüggemann / Laureen Okesson (2025): Förderung der digitalen Souveränität von Deutschlehrkräften im Umgang Journalismus in der digitalen Welt. Posterpräsentation im Rahmen der Abschlussveranstaltung von lernen:digital & TaC. Bamberg: Februar 2026. 

  • Carina Ascherl / Jörn Brüggemann / Laureen Okesson (2025): Förderung der digitalen Souveränität von Deutschlehrkräften im Umgang mit KI im Literaturunterricht. Posterpräsentation im Rahmen der Abschlussveranstaltung von lernen:digital & TaC. Bamberg: Februar 2026. 

  • Carina Ascherl / Volker Frederking / Dietmar Gölitz / Helena Gust / Svenja Hahn / Jette Leutert (2025). Digitale Textsouveränität im Umgang mit multimodalen digitalen poetischen und pragmatischen Texten in einer quasi-experimentellen Pilotierung. Posterpräsentation im Rahmen der Abschluss- und Ausblickstagung von DiSo-SGW und DiäS. Nürnberg: Oktober 2025.

  • Carina Ascherl / Jörn Brüggemann / Laureen Okesson (2025): Digitale Souveränität im Umgang mit KI im Literaturunterricht. Posterpräsentation im Rahmen der Abschluss- und Ausblickstagung von DiSo-SGW und DiäS. Nürnberg: Oktober 2025.

  • Carina Ascherl / Jörn Brüggemann / Laureen Okesson (2025): Digitale Souveränität im Umgang mit KI im Literaturunterricht. Posterpräsentation im Rahmen der Tagung „Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung gestalten“ des Kompetenzverbunds lernen:digital. Potsdam: September 2025. doi.org/10.20378/irb-111148

  • Johanna Vejvoda / Meral Roeben / Florian Schultz-Pernice / Nicole Heitzmann / Jörn Brüggemann / Volker Frederking / Frank Fischer (2025): Digivate*DiSo. Simulationsbasierte Lernumgebung für die Förderung von Lehrkompetenzen zur Vermittlung digitaler Textsouveränität. Posterpräsentation im Rahmen der Tagung „Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung gestalten“ des Kompetenzverbunds lernen:digital. Potsdam: September 2025.

  • Johanna Vejvoda / Meral Roeben / Florian Schultz-Pernice / Nicole Heitzmann / Jörn Brüggemann / Volker Frederking / Frank Fischer (2024): Digivate*DiSo. Entwicklung einer simulationsbasierten Lernumgebung für die Förderung von Lehrkompetenzen zur Vermittlung digitaler Textsouveränität. Posterpräsentation im Rahmen der Tagung „Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung“ des Kompetenzverbundes lernen:digital. Potsdam: Oktober 2024

  • Carina Ascherl/Jörn Brüggemann (2024): Digitale (Text-)Souveränität als Ziel innovativer Lehrer:innenbildung im Fach Deutsch. Posterpräsentation im Rahmen des 25. Symposions Deutschdidaktik zum Thema „Über/fachliche Deutschdidaktik“. Mainz: September 2024.

  • Carina Ascherl / Jörn Brüggemann (2024): Digital (Text) Sovereignty as a Goal of Innovative Professional Development for Teachers in German L1 Education. Posterpräsentation im Rahmen der 14. ARLE Konferenz "Connections and disruptions. Unsettling L1 education: Intersection of place, identity and technology". Melbourne, online: Juni 2024.

  • Jörn Brüggemann / Volker Frederking / Carina Ascherl / Laureen Okesson (2023): Digitale Souveränität als Ziel wegweisender Lehrer:innenbildung für Sprachen, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften. Posterpräsentation im Rahmen des Kick-off-Meetings des Kompetenzverbunds lernen:digital. Potsdam: November 2023.

  • Jörn Brüggemann / Volker Frederking / Carina Ascherl / Laureen Okesson / Helena Gust (2023): EFT A*Deutsch: Lehrkräfte-Fortbildungen zum Aufbau digitaler (Text-)Souveränität. Posterpräsentation im Rahmen der gemeinsamen Auftakttagung der Forschungsverbünde DiSo-SGW und DiäS. Bamberg: Oktober 2023

Teilprojekt Sprachintegrativer Fachunterricht

Beteiligte Personen:

Jennifer Paetsch
Annette Buchinger

Zielsetzung und Ergebnisse

Basierend auf der ursprünglichen Idee des Vorhabens wurde eine forschungsbasierte Entwicklung, Durchführung und Evaluation von Fortbildungsmodulen zur Professionalisierung von Grundschullehrkräften durchgeführt. Die neu entwickelte Fortbildung zielt darauf ab, Lehrkräfte darin zu befähigen, digitale Technologien in den sprachsensiblen und sprachbildenden Unterricht zu integrieren.  

Die inhaltliche Konzeption der Fortbildung stützte sich sowohl auf Methoden zum sprachsensiblen (Fach-)unterricht (vgl. Gibbons, 2015; Quehl & Trapp, 2015; Tajmel, 2009; Tajmel & Hägi-Mead, 2017) als auch auf Methoden zur Integration digitaler Technologien (vgl. Chi & Wylie, 2014; Kimmons et al., 2020). Die Fortbildung vermittelt den Lehrkräften nicht nur theoretische Grundlagen, sondern bietet auch Praxisleitfäden und Möglichkeiten zur praktischen Erprobung. Eigens für die Fortbildung wurde in Zusammenarbeit mit dem EFT-B-Projekt „Digitale Simulationen“ der Ludwig-Maximilian-Universität München eine simulationsbasierte Lernumgebung DigiSAT (Sprachsensible Anwendung digitaler Technologien) zur Unterstützung der Kompetenzvermittlung entwickelt und in die Fortbildung integriert.  

Im Rahmen der Seminare „Den Einsatz digitaler Medien im sprachsensiblen Unterricht der Grundschule planen“ im Wintersemester 2024/25 und „Digitale Technologien und sprachliche Vielfalt: Methoden der Unterrichtsplanung“ im Sommersemsester 2025 wurden die Fortbildungsmodule an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg mit angehenden Lehrkräften pilotiert und evaluiert. Die acht Teilnehmenden des Seminars im Wintersemester 2024/25 studierten alle Grundschullehramt, während die 20 Teilnehmenden des Seminars im Sommersemester 2025 verschiedene Lehramtsstudiengänge belegten (Grundschule, Realschule, Gymnasium und Berufliche Bildung). Die weiterentwickelten Inhalte fanden in der Fortbildung „Digitale Technologien im sprachsensiblen Unterricht: Impulse für die Grundschule“ im Mai 2025 mit 26 und im Oktober mit 35 Grundschullehrkräften Anwendung. Die Fortbildung besteht aus zwei Online-Sitzungen von jeweils zwei Stunden, sowie einer Erprobungsphase im eigenen Unterricht zwischen beiden Sitzungen. Zur Unterstützung der Fortbildungsteilnehmenden wurden während der Erprobungsphase Online-Coaching-Termine durch die Fortbildenden angeboten. 

Sowohl die Pilotierung als auch die Fortbildungen wurden in Kooperation mit EFT-C evaluiert. Die Ergebnisse der Evaluationen wurden genutzt, um die Fortbildung zu optimieren. Die Fortbildung wurde über die Plattform ComPleTT den Landesinstituten zur Verfügung gestellt. 

Literatur

Chi, M. T. H., & Wylie, R. (2014). The ICAP Framework: Linking Cognitive Engagement to Active Learning Outcomes. Educational Psychologist, 49(4), 219–243. doi.org/10.1080/00461520.2014.965823 

Gibbons, P. (2015). Scaffolding language, scaffolding learning (2nd edition). Heinemann. 

Kimmons, R., Graham, C. R., & West, R. E. (2020). The PICRAT Model for Technology Integration in Teacher Preparation. Contemporary Issues in Technology and Teacher Education, 20(1), 176–198. 

Tajmel, T. (2009). Ein Beispiel: Physikunterricht. In S. Fürstenau & M. Gomolla (Hrsg.), Migration und schulischer Wandel: Unterricht (S. 139–155). VS Verlag für Sozialwissenschaften. doi.org/10.1007/978-3-531-91724-5_8 

Tajmel, T., & Hägi-Mead, S. (2017). Sprachbewusste Unterrichtsplanung. Prinzipien, Methoden und Beispiele für die Umsetzung. Waxmann. 

Quehl, T., & Trapp, U. (2015). Wege zur Bildungssprache im Sachunterricht. Sprachbildung in der Grundschule auf der Basis von Planungsrahmen. 1. Auflage. Waxmann. 

Transfer

Die Fortbildungsinhalte sind fertiggestellt und werden als Open Educational Ressource (OER) über die Plattform ComPleTT den Landesinstituten zur Verfügung gestellt. Der direkte Kontakt zu einer Mitarbeiterin aus dem Bereich „Deutsch aus Zweisprache, Interkulturelles, interreligiöses und soziales Lernen, Islamunterricht“ der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) Dillingen besteht. Weitere Schritte und Kooperationsüberlegungen zur Weiterführung der Fortbildung sind in Planung. 

Fortbildung

Digitale Technologien im sprachsensiblen Unterricht: Impulse für die Grundschule 

Publikationen

Sammelbände mit Peer-Review

  • Paetsch, J. & Buchinger, A. (eingereicht). How can ICT be integrated into linguistically responsive lesson planning in content-area instruction? In: Gegenfurtner, A., Bäcke, M., Keskin, Ö. & Papadopoulos, D. (Hrsg.), Equity and Diversity in Education. Routledge. 
  • Buchinger, A. & Paetsch, J. (eingereicht). Die Integration digitaler Technologien in die sprachsensible Unterrichtsplanung. In: Reihe Deutsch als Zweitsprache. Waxmann Verlag. 
  • Paetsch, J. & Buchinger, (eingereicht). Digitale Technologien im sprachsensiblen Unterricht: Ein Fortbildungskonzept zur Unterrichtsplanung für Grundschullehrkräfte. In: V. Frederking & J. Brüggemann (Hrsg.), Digitale Souveränität als Ziel sprachlicher, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und ästhetischer Bildung. Waxmann Verlag. 

Vorträge

  • Annette Buchinger / Jennifer Paetsch (2023): ICT Integration and language scaffolding. An extension of the linguistic planning framework. Vortrag im Rahmen der Nachwuchs- und Vernetzungstag Lehrerinnen- und Lehrerbildungsforschung. Ort: Augsburg. November 2023. 

  • Annette Buchinger / Jennifer Paetsch (2025): Die Integration digitaler Medien in die sprachsensible Unterrichtsplanung. Vortrag im Rahmen des Symposiums Lernen Digital. Ort: Chemnitz. März 2025.

Poster

  • Annette Buchinger / Jennifer Paetsch (2024): Den Einsatz digitaler Medien im sprachsensiblen Unterricht der Grundschule planen: Ein Fortbildungskonzept. Posterpräsentation im Rahmen der Tagung digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung gestalten. Ort: Potsdam. September 2024. 

  • Annette Buchinger / Jennifer Paetsch (2025): Die Integration digitaler Medien in die sprachsensible Unterrichtsplanung. Posterpräsentation im Rahmen der Tagung Digitalität und Deutsch als Zweitsprache. Ort: Nürnberg. Februar 2025. 

  • Annette Buchinger / Johanna Vejvoda / Florian Schultz-Pernice / Frank Fischer / Jennifer Paetsch (2025): Weiterentwicklung der simulationsbasierten Lernumgebung Digivate-Learn zur Förderung der sprachsensiblen Anwendung digitaler Technologien und der Vermittlung von Unterrichtsplanungskompetenz (Digi-SAT). Posterpräsentation im Rahmen der Tagung digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung gestalten. Ort: Potsdam. September 2025.

     

Teilprojekt Englisch

Beteiligte Personen:

Prof. Dr. Theresa Summer
Michelle Zirkel

Zielsetzung und Ergebnisse

Die Fortbildungsreihe zu immersiver virtueller Realität (iVR) und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Englischunterricht wurde evidenzbasiert im Design-Based Research-Verfahren (DBR; McKenney & Reeves, 2019) entwickelt, evaluiert und iterativ optimiert. Ziel der Fortbildung ist es, Englischlehrkräfte weiterführender Schulen zu einem kompetenten, kritischen und nachhaltigen Umgang mit VR-Technologie zu befähigen, um fremdsprachliche sowie BNE-bezogene Kompetenzen vermitteln zu können.  

In der Analyse- und Explorationsphase wurden der aktuelle Forschungsstand eruiert und geeignete Hard- und Software ausgewählt, wozu Expert:innen auf Messen, Tagungen und Anlaufstellen wie dem XR Hub Bavaria konsultiert wurden. Zudem wurde im Rahmen einer Tagung des Gesamtverbands Moderne Fremdsprachen eine Lehrkräftebefragung durchgeführt, die zeigte, dass zwar die Mehrheit der Lehrkräfte bereits von BNE und VR gehört hat, jedoch nur wenige beide Bereiche im Unterricht einsetzen. Gleichzeitig wünschten sich 90 % der Befragten entsprechende Fortbildungen 

Auf Grundlage dieser Bedarfe entstand in der Entwurfsphase ein erstes Design-Gerüst für die Struktur und Inhalte der Fortbildung. Dieses wurde in einer ersten Evaluations- und Reflexionsphase einer Gruppe von Critical Friends aus der Lehrkräftefortbildung, Unterrichtspraxis, BNE-Forschung im Englischunterricht und Sprachlernforschung mit Bezug zu iVR vorgestellt. Nach der Überarbeitung wurden die entwickelten Unterrichtsmaterialien zusätzlich kritisch geprüft und exemplarisch mit zwei Klassen der Mittel- und Oberstufe eines bayerischen Gymnasiums erprobt. Eine eigens entwickelte VR-Lernumgebung (Bamberg Sustainability Tour) wurde mithilfe der Software AR2VR erstellt, um produktorientierte Einsatzmöglichkeiten von VR aufzuzeigen.  

Die Fortbildung wurde anschließend im Oktober 2024 mit zwei Gruppen à 15 Englischlehrkräften pilotiert. Insgesamt wurde sie in drei Zyklen mit jeweils zwei Gruppen (insg. 57 Lehrkräfte) durchgeführt und fortlaufend weiterentwickelt. Die entstandene Fortbildungsreihe umfasst einen einstündigen Online-Kick-off. Anschließend erarbeiten sich die Teilnehmenden im Rahmen eines Blended-Learning-Formats anhand asynchron bereitgestellter und eigens entwickelter Erklärvideos die theoretischen Grundlagen von BNE und VR. Im darauffolgenden ganztägigen Präsenzworkshop stehen das praktische Ausprobieren der VR-Apps und eine Erprobung der entwickelten Unterrichtsentwürfe im Vordergrund. Daran schließt sich eine vierwöchige Erprobungsphase an, in der Lehrkräfte das Gelernte umsetzen und ihre Erfahrungen in einem Reflexions-Padlet dokumentieren. Eine weitere ganztägige Präsenzsitzung dient der gemeinsamen Reflexion, einer Vertiefung und dem Austausch von Good-Practice-Beispielen, sodass ein nachhaltiger Pool an Unterrichtsmaterial entsteht. 

Die Begleitforschung umfasste Prä-, Post- und Follow-up-Befragungen, semistrukturierte Fokusgruppeninterviews sowie systematische Unterrichtsbeobachtungen während der Implementationsphase im Unterricht. Mithilfe dieser Instrumente wurden u.a. der Ablauf, die Gestaltung und die Materialien evaluiert und optimiert. Zudem wurden der selbsteingeschätzte Kompetenzzuwachs der Lehrkräfte im Bereich VR und BNE sowie Implikationen für die Gestaltung von VR-Apps erhoben. Während der Unterrichtsbesuche wurde zusätzlich der Umgang der Lernenden mit iVR untersucht, um somit Guidelines für die praktische Integration von iVR zu entwickeln. Durch die aktive Teilnahme an internationalen Tagungen (z.B. WorldCALL, CALICO) konnten Kooperationen aufgebaut werden, um durch intensiven fachlichen Austausch die Fortbildung weiterzuentwickeln. 

Erste Ergebnisse zeigen eine hohe Zufriedenheit der teilnehmenden Lehrkräfte, insbesondere hinsichtlich der methodisch-didaktischen Gestaltung, der Unterrichtsmaterialien, der Erklärvideos und der umfangreichen Gelegenheit zum praktischen Ausprobieren während der Fortbildung. Unterrichtsbeobachtungen zeigten, dass Lernende trotz gewisser infrastruktureller und technischer Herausforderungen äußerst positiv auf die Technologie und ausgewählte Applikationen reagierten. Grundlegende Herausforderungen ergeben sich sowohl aus dem Mangel an DSGVO-konformen VR-Apps als auch der für viele Lehrkräfte wahrgenommenen noch neuen Kombination von BNE und iVR. Deshalb konzentrierten sich während des Erprobungszeitraums viele vor allem auf nur einen Aspekt (iVR), sodass BNE-bezogene Ziele teilweise aus dem Blick gerieten. Insgesamt erwies sich das DBR-Verfahren als sehr fruchtbar, da das resultierende Fortbildungskonzept von Lehrkräften als äußerst gewinnbringend bewertet wurde. Lehrkräfte äußerten darüber hinaus einen Bedarf an weiteren VR-Fortbildungen, insbesondere zur Förderung kommunikativer Kompetenzen in Verbindung mit KI.

Transfer

Die Fortbildungsbeschreibung und -materialien werden auf Grundlage des Leitfadens zur Dokumentation von Fortbildungen im Kompetenzverbund lernen:digital auf der ComPleTT -Plattform bundesweit zur Verfügung gestellt. Weitere Transferstrategien und Kooperationen umfassen: 

  • einmalige Weiterführung der Fortbildung (Anfang 2026) sowie eine (darauffolgende) Weiterentwicklung der Fortbildung mit neuem thematischem Schwerpunkt 
  • Veröffentlichung von Praxiskonzepten und -beispielen in Der Fremdsprachliche Unterricht Englisch (Themenheft zu Virtual Reality) (Veröffentlichung 2027) 
  • Kooperation mit der Stiftung Bildungspakt Bayern durch Prof. Dr. Theresa Summer: wissenschaftliche Begleitung, Durchführung von Workshops und Fortbildungen, praktische Erprobung im Feld  
  • Beteiligung am Forschungsnetzwerk „Virtual Reality in der Fremdsprachenforschung und didaktik“ 
  • internationale Kooperation zu VR im Fremdsprachenunterricht (Universität Warschau, University of North Texas) 

Die Fortbildungsreihe wird in inhaltlich weiterentwickelter Form fortgeführt werden. Thematisch steht dabei in enger Zusammenarbeit mit der schulischen Praxis die Förderung von Kommunikation und Sprechkompetenzen durch VR/KI im Englischunterricht im Vordergrund. Hierzu wird durch die Zusammenarbeit mit weiteren Projekten (z.B. KI@school) der Stiftung Bildungspakt Bayern weitere Transferarbeit geleistet, um digitale Souveränität hinsichtlich des kritisch-reflexiven Umgangs mit VR/KI im Englischunterricht unter Lehrkräften und Lernenden fachspezifisch zu fördern.

Fortbildungen

Fortbildung: Virtual Reality und BNE im Englischunterricht 

Publikationen

Veröffentlichungen in Arbeit

  • Summer, T., Gerholz, K.-H. & Kaplan-Rakowski, R. (Hrsg.) (Veröffentlichung 2026). Developing Digital Competence in Subject-Specific Education: International Perspectives. Routledge. 

  • Summer, T., Schnellbögl, C. & Zirkel, M. (angenommen): Good practice examples of iVR-based learning scenarios for education for sustainable development in ELT. In: T. Summer, Gerholz, K.-H. & Kaplan-Rakowski, R. (Hrsg.). Developing Digital Competence in Subject-Specific Education: International Perspectives. Routledge. 

  • Gemeinsamer Beitrag im Sammelband zu Digitaler Souveränität (in Arbeit): Waxmann Band 1 (Hrsg. J. Brüggemann & V. Frederking): Digitale Souveränität in der Fremdsprachendidaktik: KI und VR in der Lehrkräftefortbildung.  

  • Gemeinsamer Beitrag in Sammelband zu Digitaler Souveränität (in Arbeit): Waxmann Band 2 (Hrsg. J. Brüggemann & V. Frederking). 

  • Weitere Publikationen in Planung, z.B. Veröffentlichung von Praxiskonzepten und Unterrichtsvorschlägen in Der Fremdsprachliche Unterricht Englisch (Themenheft zu Virtual Reality, Veröffentlichung 2027) 

 

Wissenschaftliche Veröffentlichungen mit peer-review

  • Zirkel, M. (angenommen). Immersive virtuelle Realität und Bildung für nachhaltige Entwicklung im Englischunterricht: Ein Design-Based Research Ansatz zur Entwicklung einer Lehrkräftefortbildung. In: Scheiter, K. & Richter, D. (Hrsg.). Kompetenzzentren für digital gestützte Schul- und Unterrichtsentwicklung. Waxmann. 
  • Ballis, A., Summer, T. & Wengler, J. (angenommen). Immersive Virtual Reality in Language Teacher Education. Journal für LehrerInnenbildung (JLB). 

 

Wissenschaftliche Veröffentlichungen

  • Summer, T. & Flämig, R. (2025). Combining Picturebooks with Virtual Reality in the Context of Global Citizenship Education. Children’s Literature in English Language Education (CLELE) 13(2), 27–50. (open access
  • Schnellbögl, C., Zirkel, M., Bösendörfer, A. & Summer, T. (2025). Foreign Language Teachers’ Perspectives on Global Education, Digital Media, and Extended Reality. In: Summer, T. & Gießler, R. (Hrsg.), Digital Textualities and Spaces in ELT (S. 181–201). Narr. 
  • Summer, T., Eisenmann, M. & Grünewald, A. (2025). Teacher Training Courses for Integrating AI and VR into Foreign Language Education. In: Summer, T. & Gießler, R. (Hrsg.), Digital Textualities and Spaces in ELT (S. 203–222). Narr.

 

Praxis- und transferbezogene Veröffentlichungen

  • Zirkel, Michelle (2025). Immersive virtuelle Realität im Fremdsprachenunterricht: Virtuelle Welten, reale Lernerfolge. In: E. Thaler (Hrsg.), Impulsgeber Fremdsprachen: Best Practice und Diskussionen aus der Tagung des Gesamtverbands Moderne Fremdsprachen Bayern. Cornelsen. 
  • Zirkel, Michelle / Schnellbögl, Claudia (2025): Virtual Reality in English Language Teaching. Workshop an der Technischen Universität Dortmund. Ort: Dortmund. November 2025. 
  • Summer, Theresa (2025): Immersiv und nachhaltig lernen: Gelingensbedingungen für die Integration von VR und BNE im Englischunterricht. Vortrag im Rahmen des jährlichen Treffens der Seminarlehrkräfte Englisch, Realschule. Ort: ALP Dillingen. Oktober 2025. 
  • Zirkel, Michelle / Schnellbögl, Claudia / Summer, Theresa (2025): Begeisterung für BNE durch Virtual Reality: Einblicke in ein englischdidaktisches Forschungsprojekt. Vortrag im Rahmen des 31. DGFF-Kongresses. Ort: Kassel. September 2025. 
  • Zirkel, Michelle / Schnellbögl, Claudia / Summer, Theresa (2025): Implementing Immersive Virtual Reality in Foreign Language Education: Evidence from a Teacher Training Course in the Context of Global and Digital Citizenship Education. Vortrag im Rahmen der CALICO 2025 Konferenz. Ort: San Diego, U.S.A. Mai 2025. 
  • Zirkel, Michelle (2025): BNE und iVR im Englischunterricht und der Lehrkräftebildung. Vortrag im Rahmen der Online-Vortragsreihe VR-works in progress des Forschungsnetzwerks „Virtual Reality in der Fremdsprachenforschung und -didaktik“. Ort: online. Mai 2025. 
  • Zirkel, Michelle / Schnellbögl, Claudia / Summer, Theresa (2025): Crossing Boundaries in ESD: Critical Perspectives on Virtual Reality Apps. Vortrag im Rahmen der Tagung Language Education for Sustainable Development. Ort: Münster. März 2025. 
  • Summer, Theresa (2025). Motivierende Lernumgebungen im Englischunterricht. Vortrag im Rahmen der Fortbildungsveranstaltung der Fachgruppe Fremdsprachen im BLLV. Nürnberg. März 2025.  
  • Summer, Theresa (2024). Symposium: Digitale Souveränität und immersive virtuelle Realität im Sprachenunterricht (mit Anja Ballis), Vortrag zu BNE und iVR im Fremdsprachenunterricht im Rahmen der Transfertagung lernen:digital. Ort: Potsdam. Oktober 2024. 
  • Zirkel, Michelle (2024): The Potential of Immersive Virtual Reality for Teaching the SDGs in the Context of English Language Education. Vortrag im Rahmen der eLearning Africa 17th International Conference & Exhibition on Digital Education, Training & Skills Development. Ort: Kigali, Rwanda. Mai 2024. 
  • Zirkel, Michelle / Summer, Theresa (2024): Projekt DiSo SGW: VR Fortbildungen für Englischlehrkräfte: Das Potenzial von immersiver Realität für den Fremdsprachenunterricht und BNE. Vortrag im Rahmen des Treffens der Gymnasien in Oberfranken zum Thema „Digitale Schule der Zukunft“. Februar 2024. 
  • Zirkel, Michelle (2024): The potential of immersive virtual reality for English language classrooms. Gastvortrag an der Ludwigs-Maximilians-Universität. Ort: München. Januar 2024. 
  • Zirkel, Michelle / Summer, Theresa (2023): Virtual reality and global learning in English language education: innovations for English teacher education. Vortrag im Rahmen der WorldCALL Conference. Ort: Chiang Mai, Thailand. November 2023. 
  • Zirkel, Michelle (2023): Das Potenzial von Virtual Reality für den Fremdsprachenunterricht und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Vortrag im Rahmen der Arbeitstagung Unterricht auf einem bedrohten Planeten – Perspektiven und Herausforderungen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung im Unterricht sprachlicher Fächer. Ort: Universität Duisburg-Essen. November 2023. 
  • Zirkel, Michelle (2023): Bildung für nachhaltige Entwicklung und Fremdsprachenlernen in Immersive Virtual Reality. Vortrag im Rahmen der Tagung des Gesamtverbands Moderne Fremdsprachen (GMF). Ort: Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Oktober 2023.

     

    Poster

  • Zirkel, Michelle (2025): Bildung für nachhaltige Entwicklung und immersive virtuelle Realität im Englischunterricht: Konzept und Evaluation einer empirisch fundierten Lehrkräftefortbildung. Posterpräsentation im Rahmen der Tagung Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung gestalten des Kompetenzverbunds lernen:digital. Ort: Campus Griebnitzsee Potsdam. September 2025. 
  • Zirkel, Michelle (2025): Bildung für nachhaltige Entwicklung und immersive virtuelle Realität im Englischunterricht: Konzept und Evaluation einer empirisch fundierten Lehrkräftefortbildung. Posterpräsentation im Rahmen der Abschluss- und Ausblickstagung von DiSo-SGW und DiäS. Ort: FAU Campus Nürnberg. Oktober 2025. 
  • Zirkel, Michelle (2025): Bildung für nachhaltige Entwicklung und immersive Virtual Reality im Englischunterricht: Konzept und Inhalte einer empirisch fundierten Lehrkräftefortbildung. Posterpräsentation im Rahmen des Lehrkräftetags an der KU Eichstätt. Ort: Eichstätt. Juni 2025. 
  • Zirkel, Michelle (2023): Digitale Souveränität von Fremdsprachenlehrkräften fördern (EFT-A): Critical environmental literacy und immersive Virtual Reality im Englischunterricht. Posterpräsentation im Rahmen der Auftaktveranstaltung DiSo und DiäS. Ort: Bamberg. Oktober 2023. 

Teilprojekt DiSo-Re

Beteiligte Personen

Prof. Dr. Konstantin Lindner
Johanna Langenhorst

Zielsetzung und Ergebnisse

Die Aufgabenstellung des DiSo-SGW-Teilprojekts DiSo-RE bestand darin, auf Grundlage des bestehenden wissenschaftlichen Erkenntnisstandes zu digitaler Souveränität ein theoriegeleitetes und empirisch evaluiertes Fortbildungskonzept für Religions- und Ethiklehrkräfte zu entwickeln. Sowohl der Religions- als auch der Ethikunterricht erscheinen besonders geeignet, einen spezifischen Beitrag zur ethischen Dimension digitaler Bildung zu leisten, weshalb DiSo-RE in fachlicher Hinsicht das Konzept „digitalitätsethische Souveränität“ fokussiert. Die Wahl des exemplarischen Gegenstandsbereichs „Influencing“ erfolgte aufgrund seines hohen lebensweltlichen, ethischen und didaktischen Potenzials zur exemplarischen Erschließung digitaler Phänomene im Religions- und Ethikunterricht. 

Das Projekt folgte einem Design-Based-Research-Ansatz (DBR) mit iterativen Entwicklungs-, Erprobungs- und Evaluationsphasen. Ein projektinterner Beirat aus fortbildungserfahrenen Lehrkräften, Seminarlehrkräften und Fortbildungsinstitutsvertretungen begleitete die Qualitätsentwicklungsprozesse. 

Auf der Basis von einschlägigen Vorarbeiten sowie einer Expert:innen-Konferenz im März 2024 wurden zunächst Prototypen für jeweils drei Module umfassende Lehrkräftefortbildungen für Primar- sowie für Sekundarstufenlehrkräfte entwickelt.  

  • Modul 1 ermöglicht erste Klärungen und Selbstreflexionen zum Kontext Social Media Influencing (SMI). In einer anschließenden Selbstlernphase via Taskcard erweitern die Teilnehmenden diesbgzl. Hintergrundwissen. 

  • In Modul 2 wird ein Überblick über relevante Lehrplanbezüge gegeben, um aufzuzeigen, wie SMI sinnvoll in den Religions-/Ethikunterricht integriert werden kann. Auch wird vorhandenes Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt, das als Inspiration und zur Orientierung dient. Auf dieser Grundlage planen die Teilnehmenden eigene Unterrichtssequenzen, die sie in den folgenden Wochen mit ihren Lerngruppen durchführen und dokumentieren.  

  • In Modul 3 gilt es, die durchgeführten Unterrichtssequenzen in der Fortbildungsgruppe vorzustellen und gemeinschaftlich zu reflektieren. In einer Taskcard werden die von den Teilnehmenden erstellten Unterrichtsverlaufspläne und das zugehörige Material gesammelt und allen Fortbildungsteilnehmenden nachhaltig zur Verfügung gestellt.

     

Die Fortbildungen wurden 2024 und 2025 in zwei vollständigen DBR-Zyklen durchgeführt, wobei die Universität Bamberg sich auf Lehrkräfte der Primarstufe in einem hybriden Format (Online- und mehrere Präsenzphasen) konzentrierte, die Universität Erlangen–Nürnberg Lehrkräfte der Sekundarstufe in einem teils komplett online, teils hybriden Format adressierte. Der erste, pilotierende Zyklus beschränkte sich auf bayerische Lehrkräfte (N = 17), der zweite bezog Lehrkräfte aus ganz Deutschland und darüber hinaus aus Österreich und der Schweiz ein (N = 72). Kooperiert wurde dabei mit den bayerischen Fortbildungszentren für Religionslehrkräfte (ILF Heilsbronn; IRL in Bayern), mit dem Institut für Lehrerfortbildung und Lehrerweiterbildung in Nordrhein-Westfalen (IFL) sowie mit der Online-Fortbildungsplattform relilab.org.

Die Begleitforschung erfolgte durch eine quantitative Prä-Post-Evaluation, die z.T. in Kooperation mit dem DiSo-SGW-Teilprojekt EFT-C entwickelt worden war, sowie durch eine Produktanalyse der entstandenen Unterrichtsentwürfe und -materialien. In Zyklus 1 wurden zusätzlich Interviews mit ausgewählten beteiligten Lehrkräften geführt. Das Feedback der Lehrkräfte aus Zyklus 1 führte für Zyklus 2 zu der Erweiterung von Coaching- und Peer-Feedback-Formaten, der Überarbeitung der Selbstlern-Taskcards, der Aktualisierung rechtlicher und technischer Inhalte sowie zu einer Intensivierung der Vernetzungsangebote. Zudem wurde, im Austausch mit der DiSo-SGW-Verbundleitung und anderen Fachdidaktiken, das Prä-Post-Erhebungsinstrument optimiert bzw. ergänzt. 

Die Ergebnisse der Fragebogenbefragung zeigen eine hohe Zufriedenheit mit der Fortbildung (93,5% trifft voll oder eher zu), zudem eine deutliche Steigerung der Mittelwerte zur positiven Bewertung des Einsatzes digitaler Medien in Schule, Religions- und Ethikunterricht, zur Einschätzung der Eignung des Themas „Influencer“ als Unterrichtsgegenstand sowie zur Einschätzung der eigenen digitalen, digitalitätsethischen und fachdidaktischen Kompetenzen

Transfer

Die im Projekt DiSo-RE entwickelten Fortbildungskonzepte sind unmittelbar transferfähig und werden nach Projektende in die bundesweite Transferstruktur des Kompetenzverbunds lernen:digital überführt. Durch die Anschlussstelle an der Universität Potsdam (Katharina Engel; Handlungsfeld Transfer) können die Materialien, Evaluationen und Konzeptbausteine systematisch in Qualifizierungsprogramme für Multiplikator:innen überführt und an die Landesinstitute für Lehrkräftefortbildung zurückgespielt werden. Über das Projektende hinaus ist ein weiterer Fortbildungszyklus mit neuen Trägerinstitutionen geplant, der die bestehenden Kooperationen ausweitet und die Fortbildung in zusätzlichen Landesinstituten und Fachbereichen verankert. 

Im Projektverlauf wurden tragfähige Kooperationen mit folgenden Akteuren etabliert: 

  • Bayerische Landesinstitute: Institut für Lehrerfortbildung Heilsbronn; Institut für Religionspädagogik und Lehrkräftefortbildung in Bayern (IRL) 

  • Institut für Lehrerfortbildung und Lehrerweiterbildung in Nordrhein-Westfalen (IFL) 

  • Forschungs- und Transferstellen: Comenius-Institut Münster, digitales Fortbildungsnetzwerk relilab (DE/AT/CH) 

     

Fortbildungen

Primarstufe

2024: TikTok, Insta & Youtube – Influencer & Grundschulkinder (Links nicht mehr aktiv, drei Module mit dementsprechenden drei Terminen) 

2025: TikTok, Insta und YouTube: Influencer & Grundschulkinder (Links nicht mehr aktiv, drei Module mit dementsprechenden drei Terminen) 

Sekundarstufe  

2024: Social Media und Influencing: Digitalitätsethische Souveränität im Ethik- und Religionsunterricht  (Links nicht mehr aktiv, drei Module mit dementsprechenden drei Terminen) 

2025: TikTok, Insta und YouTube: Influencer im Religions- und Ethikunterricht  (Links nicht mehr aktiv, drei Module mit dementsprechenden drei Terminen) 

 

Publikationen

Mit peer-review

  • Engel, K., & Langenhorst, J. (2026, im Druck). Influencer:innen und Follower:innen – Kinder und Jugendliche als Rezipierende und Produzierende. In F. Höhne, K. Lindner & M. L. Pirner (Hrsg.), Digitalitätsethische Souveränität. Theologisch-ethische und religionsdidaktische Perspektiven am Beispiel ‚Influencing‘. Bielefeld: transcript. (open access) 
  • Höhne, F., Lindner, K., & Pirner, M. L. (Hrsg.) (2026, im Druck). Digitalitätsethische Souveränität. Theologisch-ethische und religionsdidaktische Perspektiven am Beispiel ‚Influencing‘. Bielefeld: transcript. (open access) 
  • Lindner, K. (2026, im Druck). Digitalitätsethische Souveränität durch Wertebildung ermöglichen. Religionsdidaktische Verortungen. In F. Höhne, K. Lindner & M. L. Pirner (Hrsg.), Digitalitätsethische Souveränität. Theologisch-ethische und religionsdidaktische Perspektiven am Beispiel ‚Influencing‘. Bielefeld: transcript. (open access) 
  • Lindner, K. (2026, im Druck). Digitale Souveränität und religiöse Bildung. Religionsdidaktische Perspektiven im Kontext eines allgemeinen fachdidaktischen Modells. Zeitschrift für Pädagogik und Theologie, 78. (open access) 
  • Lindner, K., Pirner, M. L., Langenhorst, J., Engel, K., & Fleischmann, A. (2026, im Druck). Digitalitätsethische Souveränität fördern am Beispiel Social Media Influencer – ein Fortbildungskonzept für Religions- und Ethiklehrkräfte. In J. Brüggemann & V. Federking (Hrsg.), Digitale Souveränität als Ziel der Lehrkräftebildung. Münster: Waxmannn.  
  • Lindner, K., Pirner, M. L., Langenhorst, J., & Engel, K. (2026, im Druck). Social Media und Influencing aus religionsdidaktischer Perspektive – Grundsatzüberlegungen und Leitlinien. In F. Höhne, K. Lindner & M. L. Pirner (Hrsg.), Digitalitätsethische Souveränität. Theologisch-ethische und religionsdidaktische Perspektiven am Beispiel ‚Influencing‘. Bielefeld: transcript. (open access) 
  • Lindner, K., & Pirner, M. L. (2026, im Druck). Digital Sovereignty as Objective of Religious and Ethics Education. A Design Based Research Project for Teacher Training. In T. Summer, K.-H. Gerholz & R. Kaplan-Rakowski (Eds.), Fostering Digital Competence in Social Sciences and Language Education. Münster: Waxmann.

     

Praxis- und transferbezogene Veröffentlichungen

  • Langenhorst, J., & Lindner, K. (2026, im Druck). Christfluencing als Chance und Herausforderung für religiöse Bildung. Katechetische Blätter 151(1). 

Vorträge

  • Lindner, Konstantin (2023): VR-Kirchenpädagogik und „digitalitätsethische Souveränität“. Vortrag im Rahmen der Konsultationstagung „Digital (Religious) Education – challenges, experiences and research perspectives“ an der Universität Zürich. Zürich. 19. September 2023. 
  • Konstantin Lindner, Manfred L. Pirner, Katharina Engel und Johanna Langenhorst (2024): Forschungskolloquium „Digitalitätsethische Souveränität. Theologisch-ethische und religionsdidaktische Perspektiven am Beispiel ‚Influencer:innen‘“. Mit verschiedenen Vorträgen und Beiträgen von allen Beteiligten. Online-Konferenz. 7. und 8. März 2024.  
  • Katharina Engel / Johanna Langenhorst (2024): Social Media und Influencing. Digitalitätsethische Souveränität im Ethik- und Religionsunterricht. Vortrag im Rahmen der Tagung theologische Sozietät. Schwäbisch Gmünd. April 2024. 
  • Johanna Langenhorst (2024): Religionslehrkräfte zum Thema Influencing fortbilden. Konzeptionierung und Umsetzung im Rahmen des BMBF-Projekts DiSoRE. Beitrag im Rahmen der Tagung des Interuniversitären Oberseminars Bamberg – Eichstätt – München. München. Juli 2024. 
  • Katharina Engel / Johanna Langenhorst (2025): Digitalitätsethische Souveränität als Ziel der Aus- und Fortbildung von Religions- und Ethiklehrkräften (DiSo-RE). Vortrag im Rahmen des Forums „Zukunftsfähiger Religionsunterricht“ zum Thema „Sinnfluencing im digitalen Zeitalter. Religiöse Bildung im Spannungsfeld pluraler Sinnnstiftungen und Deutungsansprüche.“ Innsbruck. Februar 2025.  
  • Konstantin Lindner / Johanna Langenhorst (2025): Christlich-fundamentalistisches Influencing in Social Media. Erfordernisse für die Religionslehrkräftebildung. Workshop im Rahmen der Frühjahrstagung der KLT & KRBU „echt extrem – Fundamentalismen als religionspädagogische Herausforderungen“. Heilsbronn. März 2025.  
  • Konstantin Lindner / Manfred L. Pirner / Johanna Langenhorst / Katharina Engel (2025): Influencer:innen im Religionsunterricht. Digitalitätsethische Bildung ganz konkret. Onlineatelier im Rahmen der religionspädagogischen Tagung „Religion reloaded? Religiöse Bildung in einer vernetzten Welt“. Luzern. Juni 2025.  
  • Katharina Engel / Johanna Langenhorst / Konstantin Lindner (2025): DiSoRE. Digitalitätsethische Souveränität als Ziel der Aus- und Fortbildung von Religions- und Ethiklehrkäften. Einzelbeitag im Rahmen der 2. Tagung „Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung gestalten“ des Kompetenzverbunds lernen:digital. Potsdam. September 2025. 
  • Johanna Langenhorst (2025): TikTok, Insta & Youtube: Influencer:innen & Grundschulkinder. Workshop im Rahmen der Medientagung emuKON zum Thema „ICH – Eigene Identität(en) in der Digitalität“. Halle. September 2025.  
  • Konstantin Lindner (2025): Digitalitätsethische Souveränität im Umgang mit KI fördern – eine Aufgabe religiöser Bildung?! Vortrag im Rahmen der Expert:innentagung „‚Minding the Gap‘ – Religiöse Bildung angesichts von KI“. Eichstätt. 23. September 2025. 

     

Poster

  • Konstantin Lindner / Manfred L. Pirner / Katharina Engel / Johanna Langenhorst / Augustine Fleischmann / Corinna Ullmann (2023): Digitalitätsethische Souveränität als Ziel der Aus- und Fortbildung von Religions- und Ethiklehrkräften (DiSo-RE). Posterpräsentation im Rahmen der GwR Tagung 2023. Halle. September 2023.  
  • Konstantin Lindner / Manfred L. Pirner / Katharina Engel / Johanna Langenhorst / Augustine Fleischmann / Corinna Ullmann (2023): Digitalitätsethische Souveränität als Ziel der Aus- und Fortbildung von Religions- und Ethiklehrkräften (DiSo-RE). Posterpräsentation im Rahmen des kick-off-Meeting der Kompetenzzentren DiSo-SGW und DiÄs. Bamberg. Oktober 2023.  
  • Konstantin Lindner / Manfred L. Pirner / Katharina Engel / Johanna Langenhorst / Augustine Fleischmann / Corinna Ullmann (2024): Digitalitätsethische Souveränität als Ziel der Aus- und Fortbildung von Religions- und Ethiklehrkräften (DiSo-RE). Posterpräsentation im Rahmen der AKRK-Didaktik Tagung. Würzburg. Januar 2024 
  • Konstantin Lindner / Manfred L. Pirner / Katharina Engel / Johanna Langenhorst / Augustine Fleischmann (2024): Digitalitätsethische Souveränität als Ziel der Aus- und Fortbildung von Religions- und Ethiklehrkräften (DiSo-RE). Posterpräsentation im Rahmen der 1. Tagung „Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung gestalten“ des Kompetenzverbunds lernen:digital. Potsdam. Oktober 2024.

 

 

Teilprojekt EFT-A Wirtschaft Bamberg

Beteiligte Personen

Prof. Dr. Karl-Heinz Gerholz
Dr. Anne Wagner

Zielsetzung und Ergebnisse

Ausgehend von den nachhaltigen Veränderungen durch die voranschreitende digitale Transformation ist das Projektziel die evidenzbasierte (Weiter-)Entwicklung, Evaluation und Implementation von Lehrkräftefortbildungen, um Lehrkräfte beim Aufbau und der Vertiefung von digitalen Kompetenzen, Dispositionen und Haltungen zu unterstützen. Der Fokus des Teilprojektes lag dabei auf Fortbildungsmodulen für Lehrkräfte, die die handlungsorientierte Gestaltung von digital gestütztem Wirtschaftsunterricht in den Blick nehmen. Fachdidaktische Grundlage ist das LERN-Modell nach Gerholz (2020), welches sowohl die Medienperspektive im Sinne des Einsatzes digitaler Bildungstechnologien als Lernunterstützungsinstrument als auch die Handlungsperspektive mit Blick auf die Kompetenzanforderungen in einer digitalisierten Welt vereint. Bei der Konzeption der Fortbildungen konnte an vorangegangene Arbeiten aus Baden-Württemberg in den Projekten tabletBS.dual und tablet2BFS angeknüpft werden (Gerholz, Ciolek & Wagner 2020; Gerholz & Wagner 2022).  

In der Konzeption des Fortbildungsvorhabens wurden zwei Fortbildungsschienen parallel verfolgt, die wie folgt aufgebaut und inhaltlich gestaltet sind: 

  • Digital gestützten Wirtschaftsunterricht mit KI-Tools handlungsorientiert gestalten: Es wurde eine mehrteilige Fortbildung als Blended-Learning-Format bestehend aus Kickoff in Präsenz, dezentraler Onlinephase (inklusive kooperativer Entwicklung einer Unterrichtseinheit und deren evaluierte Erprobung) und Debriefing in Präsenz entwickelt. Zielgruppe ist die 3. Phase der Lehrkräftebildung. Zielstellung der Fortbildung ist es, handlungsorientierte Unterrichtssequenzen mit digitalen Bildungstechnologien, insb. KI-Tools, zu entwickeln, innerhalb der Schule zu erproben und zu evaluieren. Als handlungsleitend werden dabei die didaktischen Funktionen von KI aus Lehrenden- und Lernendenperspektive (z. B. KI zur Inhaltsgenerierung, KI zur Recherchearbeit) verstanden.  
  • Handlungsorientierten Wirtschaftsunterricht sprachsensibel gestalten: Die entwickelte Fortbildungsreihe besteht aus mehreren Einzelterminen mit unterschiedlicher thematischer Schwerpunktsetzung eines sprachsensiblen Unterrichts (z. B. Sprachregister, KI-Methoden in der Sprachförderung), welche in Präsenz und online umgesetzt werden. Dabei werden Studierende aus der 1. Phase der Lehrkräftebildung und Lehrkräfte aus der 3. Phase vernetzt und gemeinsam fortgebildet. In einer dezentralen Selbstlernphase bearbeiten die Teilnehmenden problemorientierte Fallstudien. 

Beide Fortbildungen wurden in der Praxis erprobt und umgesetzt. Die Fortbildung zum digital gestützten, handlungsorientierten Wirtschaftsunterricht mit KI-Tools wurde in Kooperation mit der Regierung Oberfranken im Sommersemester 2024 erfolgreich umgesetzt und evaluiert. Für die Evaluation wurde ein Online-Fragebogen sowie im Rahmen einer Masterarbeit eine Interviewstudie eingesetzt. Die Evaluationsergebnisse haben gesamt betrachtet gezeigt, dass das mehrteilige Blended-Learning-Format sehr gut akzeptiert und die Fortbildung inhaltlich klar strukturiert und praxisorientiert ist. Bei der Debriefing-Veranstaltung haben sich die Lehrkräfte noch mehr Austausch- und Reflexionsmöglichkeiten gewünscht. Die Fortbildung zur sprachsensiblen Gestaltung im handlungsorientierten Wirtschaftsunterricht wurde im WS24/25 und im WS25/26 durchgeführt. Auf Basis der Evaluation der ersten Durchführung wurde die Fortbildung für die zweite Durchführung überarbeitet, indem zusätzliche Praxisbeispiele aufgenommen und insbesondere der Fokus auf KI-Tools für den sprachsensiblen Unterricht verstärkt und als extra Themenschwerpunkt für eine Fortbildungseinheit integriert wurde. Diese Anpassungen wurden bei der Evaluation von den Lehrkräften als überaus sinnvoll bewertet. 
 

Transfer

Für die beiden entwickelten Fortbildungsformate gibt es langfristige Kooperationsabsichten mit der Regierung Oberfranken. Ziel ist es, beide Fortbildungen zukünftig regelmäßig als Lehrkräftefortbildungen über das bayerische Fortbildungsportal FIBS auszuschreiben und für oberfränkische Lehrkräfte anzubieten. Die Fortbildung zum digitalgestützten Wirtschaftsunterricht soll es einmal jährlich geben. Ebenso die Fortbildung zum sprachsensiblen digitalen Unterricht. Aufgrund der Vernetzung mit der ersten Phase der Lehrkräftebildung ist eine Bindung an den Semesterturnus der Universität gegeben, sodass die Fortbildung immer im Wintersemester angeboten wird. Entwickelte Fortbildungsmaterialien werden über die Plattform Complett zur Verfügung gestellt, sodass auch über die Region Oberfranken hinaus, eine Nutzung der Fortbildungskonzepte begünstigt wird. 

Fortbildungen

Fit für die Zukunft! KI-Tools handlungs- und berufsorientiert in der Unterrichtsarbeit einsetzen 

Künstliche Intelligenz und handlungsorientierter Unterricht, https://digitale-souveränität.online/index/w_02.html  

Zur Umsetzung des Unterrichtsprinzips Berufssprache Deutsch im Unterrichtsalltag: Sprachstandsdiagnostik & Sprachsensibler und -förderlicher Fachunterricht unter Verwendung der Künstlichen Intelligenz.
 

Publikationen

  • Gerholz, K.-H. & Wagner, A. (under review). Fachdidaktische KI-Kompetenzen bei Lehrkräften fördern. Ein Fortbildungskonzept für Lehrkräfte in der wirtschaftsberuflichen Bildung. In: A. Benning, M. Jessen, K.-H. Gerholz, M. Hess, M. Erhardt & T. Trefzger (Hrsg.). Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Social Entrepreneurship Education (SEE) in der Lehrkräftebildung, Wbv: Bielfeld. 
  • Gerholz, K.-H. & Wagner, A. (under review). Promoting AI Competences Among Business Teachers: A Training Concept and First Evaluation of the Effectiveness. In: T. Summer, K.-H. Gerholz & R. Kaplan-Rakowski (Hrsg.). Fostering Digital Competence in Social Sciences and Language Education. 
     

Vorträge

  • Wagner, A. & Gerholz, K.-H. (2025). KI-Tools handlungs- und berufsorientiert in der Unterrichtsarbeit einsetzen. Fachforum SGW. 25. Juni 2025. 
  • Gerholz, K.-H. & Wagner, A. (2025). KI-Tools handlungsorientiert in der kaufmännischen Unterrichtsarbeit einsetzen - Fortbildungskonzept und Ergebnisse der Evaluation aus dem Projekt DiSo-SGW. Hochschultage berufliche Bildung, 18. März 2025, Universität Paderborn. 
  • Wagner, A. (2023). Das Teilprojektes der Wirtschaftspädagogik Bamberg in DiSo-SGW. Vorstellung im Rahmen des Universitätsschultreffens. Bamberg: Dezember 2023.
     

Poster

  • Gerholz, K.-H. & Wagner, A. (2023). Handlungsorientierte Gestaltung von digital gestütztem Wirtschaftsunterricht fördern. Posterpräsentation im Rahmen der Auftaktveranstaltung von DiSo und DiäS. Bamberg: Oktober 2023. 
  • Gerholz, K.-H. & Wagner, A. (2025). Fortbildung zum handlungsorientierten Einsatz im kaufmännischen Unterricht. Posterpräsentation im Rahmen der Abschlussveranstaltung von DiSo und DiäS. Nürnberg: Oktober 2025.

 

Teilprojekt EFT-B Text+

Beteiligte Personen

Prof. Dr. Andreas Henrich
Aaron Lang
Tobias Hirmer
Tobias Gradl
Leon Fruth

Zielsetzung und Ergebnisse

Im Projektverlauf von 2023 bis 2025 stand die Frage im Mittelpunkt, wie Ressourcen aus dem NFDI-Projekt Text+ sowie allgemein textuelle Forschungsdaten und große Textkorpora für die schulische Lehre nutzbar gemacht werden können. Ausgangspunkt waren erste, eher vereinzelte Anforderungen von EFT-A-Teilprojekten, die den Bedarf nach besser auffindbaren, didaktisch nutzbaren Textressourcen formulierten. Vor diesem Hintergrund wurden Abstimmungen sowohl mit den beteiligten EFT-A-Projekten als auch mit Partnern aus Text+ durchgeführt. Dabei knüpfte das Vorhaben an die bestehende Infrastruktur von Text+ an, insbesondere an die Registry, die als Metadaten-Suchmaschine den Zugang zu relevanten digitalen Textsammlungen erleichtert.  

Der geplante Arbeitsprozess sah vor, die zum Projektbeginn identifizierten oder aufbereiteten Korpora für interessierte EFT-A-Projekte didaktisch nutzbar zu machen. Da sich jedoch nur begrenzt Interesse seitens der EFT-A-Projekte zeigte, wurde der Fokus erweitert: Statt einzelne Korpora fachspezifisch aufzubereiten, wurde nun grundlegend erarbeitet, wie digitale Textkorpora allgemein didaktisch und technisch so aufbereitet und gestaltet werden können, dass Lehrkräfte und Lernende sie sinnvoll im Unterricht einsetzen können. Daraus entstand das Konzept eines eigenständigen Fortbildungsmoduls zum Distant Reading. Dieses soll exemplarisch anhand verschiedener fachbezogener Korpora demonstrieren, wie Materialien für den Schulunterricht gefunden, ausgewählt, aufbereitet und analysiert werden können. Die Entwicklung dieses Moduls diente zugleich dazu, die Zusammenarbeit mit interessierten EFT-A-Projekten zukünftig zielgerichteter und strukturierter gestalten zu können. 

Im weiteren Verlauf wurden die gewonnenen Erkenntnisse fortgeführt und in Form digitaler Selbstlerneinheiten umgesetzt, teilweise in Kooperation mit dem EFT-A Deutsch. Aufgrund einer zwischenzeitlichen Vakanz in der Mitarbeiterstelle und weiterhin geringer externer Nachfrage wurden die Arbeiten schließlich gebündelt: Die Inhalte der bisherigen Arbeitspakete wurden in einer eigenständigen Fortbildung in Form eines Selbstlernkurses zum Thema „Distant Reading im Unterricht“ zusammengeführt und durch zahlreiche neu entwickelte Elemente ergänzt. Das Fortbildungskonzept wurde am 25.06.2025 im Rahmen des Fachforums lernen:digital Sprachen/Gesellschaft/Wirtschaft vorgestellt und stieß dort auf große Zustimmung. Eine geplante Evaluation konnte jedoch aufgrund einer verlängerten Entwicklungszeit durch den „Kurswechsel“ des Teilprojekts von einer Rolle als Unterstützer der EFT-A-Projekte hin zur Entwicklung einer eigenen Fortbildung und der zwischenzeitlich unbesetzten Mitarbeiterstelle nicht mehr im Projektzeitraum durchgeführt werden. 

Die Fortbildung verfolgt das Ziel, Lehrkräfte so zu qualifizieren, dass sie Distant-Reading-Methoden flexibel und fachübergreifend einsetzen können. Neben praktischen Beispielen aus den Fächern Deutsch und Politik/Sozialkunde werden allgemeine Kompetenzen vermittelt, die einen Transfer auf weitere Fächer – etwa Englisch, Geschichte oder Ethik – ermöglichen. Auf diese Weise soll das Projekt nicht nur die Nutzung digitaler Textkorpora in der schulischen Praxis stärken, sondern langfristig auch Impulse für weitere Forschung zum didaktischen Nutzen und zur Verbreitung von Distant Reading geben.  
 

Transfer

Die Fortbildung wurde auf dem ComPleTT Moodle bereitgestellt (siehe unten). Eine Bewerbung des Angebots und die Durchführung als Weiterbildung für Lehrerinnen und Lehrer durch die Universität Bamberg sind geplant.


Fortbildungen

Die Analyse größerer Textkorpora. Distant Reading im Unterricht.

Publikationen

  • Lang, A., Henrich, A. (i. Vorb.): Methoden der automatischen Sprachverarbeitung und Zugänge zu Big Data für den Fachunterricht. In J. Brüggemann, V. Frederking (Hrsg.), Digitale Souveränität als Ziel sprachlicher, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und ästhetischer Bildung. Fortbildungskonzepte für Lehrkräfte im Fokus der DiSo und DiäS-Forschungsverbünde. Münster: Waxmann. 

Vorträge

  • Aaron Lang (2025): Die Analyse größerer Textkorpora. Distant Reading im Unterricht. Vortrag im Rahmen des lernen:digital Fachforum Sprachen/Gesellschaft/Wirtschaft. Ort: Online. Juni 2025. 
  • Tobias Gradl / Tobias Hirmer / Leon Fruth / Andreas Henrich (2023): DiSo-SGW EFT B* Text+. Vortrag im Rahmen der Auftaktveranstaltung DiSo-SGW. Ort: Bamberg. Oktober 2023. 

 

Poster

  • Aaron Lang / Andreas Henrich (2025): Methoden der automatischen Sprachverarbeitung und Zugänge zu Big Data für den Fachunterricht. Posterpräsentation im Rahmen der Abschluss- und Ausblickstagung von DiSo und DiäS. Ort: Nürnberg. Oktober 2025. 
  • Tobias Gradl / Tobias Hirmer / Leon Fruth / Andreas Henrich (2023): Teilprojekt Text+. Nutzbarmachung von Sammlungen, Editionen und Co. Posterpräsentation im Rahmen der Auftaktveranstaltung DiSo-SGW. Ort: Bamberg. Oktober 2023. 

 

 

 

Teilprojekt EFT-B Digitale Selbstregulation

Beteiligte Personen

Prof. Dr. Barbara Drechsel
Bianca Giller
Maria Dürrbeck
Daniel Grötzbach
Funktionsadresse: digi-sr.psychgschu(at)uni-bamberg.de

Zielsetzung und Ergebnisse

Ausgangslage und wissenschaftlicher Hintergrund 

Hintergrund des EFT-B- Teilprojektes „Digitale Selbstregulation von Lehrkräften“ ist die im Projektteam vorliegende Erfahrung mit grundlegenden selbstregulatorischen Kompetenzen, die Lehrkräften alltäglich an vielen Stellen in ihrer beruflichen Praxis abverlangt werden und ein wichtiger Aspekt professioneller Kompetenz sind (Baumert & Kunter, 2011), insbesondere auch für die reflexiv-ethischen Seite digitaler Souveränität (Goldacker, 2017, S. 17). Die Digitale Transformation erfordert an vielen Stellen besonders viel Innovationsbereitschaft, Zusatzengagement und Motivation von Lehrkräften, was nicht immer reibungslos verläuft. Vor allem das Erleben von Technostress in beruflichen Kontexten ist eine Komplikation bei der Auseinandersetzung mit dem Thema Digitalisierung im schulischen Kontext. Als Einflussfaktoren auf Selbstregulation bei betroffenen Personen gelten beispielsweise deren Einstellungen, der Umgang mit Fehlern, ihre Emotionsregulation oder das Ausgestalten digitaler Spielräume durch eigene Zielsetzungen. 


Projektverlauf & Anpassungen 

Als Teil des technologisch-konzeptionellen Supportsystems zur Förderung digitaler Souveränität war es die Aufgabe des Teilprojekts, EFT-A-Teilprojekte in diesem Inhaltsbereich zu unterstützen. Kooperationen bestanden mit den Teilprojekten DiSo-SGW *Deutsch (Teilprojekt 2) unter Leitung von Prof. Dr. Anja Ballis und DiSo-RE unter Leitung von Prof. Dr. Konstantin Lindner und Prof. Dr. Manfred Pirner. Neben diesen Kooperationen entstand nach Konsultationen mit Teilprojekten die Idee für ein Fortbildungsformat für Lehrkräfte, die die im Projektverbund entstehenden Fortbildungen vermutlich nicht wahrnehmen werden, weil sie mit grundlegenden digitalisierungsbezogenen Hemmschwellen zu kämpfen haben und Distanz zu damit verbundenen Aktivitäten und Lernaufgaben halten.  

Ein Selbstlernkurs für Lehrkräfte wurde konzipiert und in Kooperation mit dem Teilprojekt EFT-B Digi4all auf der Plattform „Digi4all“ gestaltet. Der frei zugängliche Kurs bietet Lehrkräften die Möglichkeit, sich mittels eines Diagnosewerkzeugs, informativen Texten, Kurzvideos und Übungen in sieben frei kombinierbaren Modulen mit der eigenen digitalen Selbstregulation auseinanderzusetzen und selbstregulative Fähigkeiten zu verbessern. Die theoriebasierten Module zielen auf Einstellungen, Selbstwirksamkeitserwartungen, Motivation und Volition, Reflexionsfähigkeit und die Nutzung konkreter Strategien für die Bewältigung beruflicher Anforderungen. Das Diagnoseinstrument wurde mit Unterstützung des Teilprojekts EFT-C entwickelt. Es vermittelt Rückmeldung über Stärken und Schwächen der eigenen digitalen Selbstregulation und erlaubt es Lehrkräften, zielgerichtet Entwicklungsfelder digitaler Selbstregulation zu identifizieren. Hierzu wurde ein szenariobasierter Testansatz mit fach- und schulartenübergreifenden schulischen Alltagsszenarien entwickelt. Der Test wurde empirisch an einer großen Studierendenstichprobe erprobt. Parallel dazu wurde, ebenfalls gemeinsam mit dem EFT-C-Team, eine Präsenzfortbildung mit Gruppencoachingdesign konzipiert, durchgeführt und evaluiert. Diese Untersuchung machte deutlich, dass eine persönliche Begleitung beim Aufbau digitaler Selbstregulationskompetenzen sehr unterstützend ist. Gleichzeitig wurde klar, dass ein Coachingansatz sehr personalintensiv ist. In der damaligen Projektphase war noch kein Konzept für den Praxistransfer „begleitungsbedürftiger“ Fortbildungen sichtbar und wir haben uns daher für Dissemination und Transfer der Inhalte (auch über den Projektzeitraum hinaus) in Form eines frei verfügbaren Selbstlernkurses entschieden. 


Wesentliche Ergebnisse 

  • elf Rollenspielszenarien und ein Reflexionsinstrument für den Umgang mit (digitalen) Phänomenen des Antisemitismus in der Schule (DiSo-SGW *Deutsch) 
  • ein szenariobasiertes, an alle Schularten und Fächer anschlussfähiges Diagnosewerkzeug für eine Stärken-Schwächen-Analyse der digitalen Selbstregulation von Lehrkräften.  
  • mehrschrittige empirische Überprüfung und Weiterentwicklung des Werkzeugs, u.a. durch Befragungen unter Studierenden und Lehrkräften der 3.Phase 
  • eine Seminarkonzeption zum Thema „Digitale Selbstregulation bei Lehrkräften“ für Lehramtsstudierende 
  • ein in digi4all eingebetteten Selbstlernkurs mit insgesamt sechs Modulen, welcher eigens erstellte Kurzvideos, praxisnahe Fallbeispiele und Übungen beinhaltet 
  • eine angepasste Version des Selbstlernkurses für Moodle im Zuge der Plattform ComPleTT als Andockstelle für Landesfortbildungsinstitute 
  • ein Coachingkonzept für Kleingruppen zu den Themen „Einstellungen zu Digitalisierung“, „Zielsetzungen für digitales Handeln in der Schule“ und „Fehlerorientierung im Umgang mit Digitalisierung“ 


Transfer

  • kontinuierlicher Austausch zu Projekten aus EFT-A zur Erhöhung der Sichtbarkeit des Selbstlernkurses in verschiedenen Fachdisziplinen 
  • Erstellung von Werbematerial mit Kurzbeschreibung des Selbstlernkurses und direkten Wegen auf die Website von Digi4all 
  • Erstellung einer Moodleversion für die Anpassung des Konzepts für Landesinstitute 
  • Übernahme eines Workshops mit Vorstellung des Selbstlernkurses auf dem AMIS Fach- und Vernetzungstag 2025 in Bamberg (Zielgruppe: Schulleitungen und Lehrkräfte). Eine weitere Kooperation mit AMIS zu diesem Thema ist in Vorbereitung. 
  • Übernahme eines Workshops mit Vorstellung des Selbstlernkurses auf der Jahrestagung der Beratung digitale Bildung 2025 in Dillingen (Zielgruppe: Berater:innen digitaler Bildung) 
  • Überlegungen zum zusätzlichen Hosting der Inhalte auf der Homepage der Otto-Friedrich-Universität Bamberg 

 

Fortbildungen

„Das digitale Monster zähmen – durch Coaching den eigenen Umgang mit Digitalisierung im Lehrkräfteberuf stärken“

 

Publikationen

Beiträge in Sammelbänden 

  • Drechsel, B., Dürrbeck, M. & Grötzbach, D. (under review). „Managing for others while being los yourself“ – Selbst- und Fremdregulation digitaler schulischer Herausforderungen durch Lehrkräfte. In K. Scheiter, D. Richter, Ch. Reintjes & J. Erlmann (Hrsg). Professionelles Handeln in einer Kultur der Digitalität: Ergebnisse des Kompetenzzentrums Schulentwicklung (Buchreihe: Digitale Transformation von Schule und Fortbildung gestalten im Kompetenzverbund lernen:digital). Waxmann. 


Weitere Produkte 

  • Antisemitismus in der Schule erkennen, reflektieren, bewältigen. Rollenspiele für Lehrkräfte. [Flyer] 


Vorträge

  • Drechsel, B., Kammerl, R., Weber, P., Beer, Ch., Lochner, C., Banze, A. (2024). Selbstregulation und Well-Being in der Schule im Kontext von Digitalisierung. Symposium im Rahmen der Auftaktveranstaltung lernen:digital. Oktober 2024. 
  • Grötzbach, D. (2025): Selbstregulation 2.0: Digitaler Stress und digitale Selbstregulation im schulischen Kontext. Vortrag im Rahmen des AMIS Fach- und Vernetzungstages. Ort: Bamberg. Oktober 2025. 
  • Grötzbach, D. (2025): Selbstregulation 2.0: Digitaler Stress und digitale Selbstregulation im schulischen Kontext. Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der Beratung Digitale Bildung. Ort: Dillingen. Dezember 2025


Poster

  • Drechsel, B., Giller, B., Grötzbach, D. (2023, October 25). Digitale Selbstregulation für Lehrkräfte [Poster session]. Gemeinsame Auftaktveranstaltung von DiSo und DiäS. Bamberg. 
  • Drechsel, B., Dürrbeck, M., Grötzbach, D. (2025, September 30). „Das digitale Monster zähmen.“ Konzeption einer frei verfügbaren Online-Intervention zur diagnosebasierten Förderung digitaler Selbstregulation von Lehrkräften. [Poster Session] Abschlusstagung lernen:digital. Potsdam. 

Teilprojekt EFT-C Monitoring, Evaluation und Transfer

Beteiligte Personen

Jennifer Paetsch
Prof. Dr. Barbara Drechsel
Prof. Dr. Astrid Schütz
Sebastian Franz
Alexander Heublein
Claudia Schnellbögl 
Moritz Leistner
Funktionsadresse: evaluation.diso.eva-lehrerbildung@uni-bamberg.de 

Zielsetzung und Ergebnisse

Ausgangslage und wissenschaftlicher Hintergrund 

Das Teilprojekt EFT-C hatte zur Aufgabe, ein systematisches Projektmonitoring zu implementieren und eine projektübergreifende Evaluation der durchgeführten Fortbildungen zu konzeptualisieren und durchzuführen. Durch diese Begleitforschung sollten Erkenntnisse über die Wirksamkeit von Lehrkräftefortbildungen zum Umgang mit digitalen Technologien und den Transfer in die schulische Praxis gewonnen werden. Gleichzeitig sollten die beteiligten EFT-A Projekte in der Entwicklung von Fortbildungen unterstützt werden. Dafür wurde eine theoriegeleitete Transferberatung umgesetzt, wobei das elaborierte Wirkmodell des Bamberger Coachingansatzes (Seeg & Schütz, 2015) als konzeptionelle Grundlage fungierte. 

Die zentrale Herausforderung für EFT-C bestand darin, trotz der großen Heterogenität der in den EFT-A Projekten entwickelten Fortbildungskonzepte übergreifende Erfolgsindikatoren zu identifizieren und etablierte Evaluationsinstrumente auszuwählen und zu adaptieren.  


Projektverlauf und methodisches Vorgehen 

Das entwickelte Evaluationsdesign in EFT-C beruht auf dem theoretischen Rahmenmodell von Lipowsky und Rzejak (2019; Kirkpatrick, 1959), welches vier hierarchisch strukturierte Wirkebenen professioneller Lehrkräftefortbildungen systematisch differenziert: Reaktion, Lernen, Verhalten sowie Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler. 

Die Evaluation fokussierte vornehmlich die ersten beiden Wirkebenen und operationalisierte diese mittels eines Pre-Post-Follow-up-Designs, das freiwillige Online-Befragungen der teilnehmenden Lehrkräfte zu drei Messzeitpunkten vorsah. Ein modulares Befragungsdesign ermöglichte es den Projektpartnern aus EFT-A, aus einem Repertoire etablierter Instrumente – theoretisch fundiert auf Grundlage der Frameworks TPACK (Mishra & Koehler, 2006), TAM (Davis, 1989; Scherer et al., 2019) , DigCompEdu (Redecker, 2017) sowie des Media Literacy Frameworks (Chen et al., 2011; Potter, 2013) – auszuwählen und bedarfsgerecht um fortbildungsspezifische Erhebungsinhalte zu ergänzen. 

Zur Systematisierung der Evaluation wurden zu Projektbeginn alle EFT-A-Projekte zu den Zielen ihrer geplanten Fortbildungen befragt. Basierend auf diesen Zielsetzungen wurden drei Cluster gebildet, für die passende Evaluationsinstrumente identifiziert wurden 

  • Cluster A fokussierte auf den didaktisch fundierten Einsatz digitaler Technologien zur Förderung fachspezifischer Kompetenzen der Lernenden.  
  • Cluster B adressierte vornehmlich die Befähigung von Lehrkräften, Schülerinnen und Schüler zur eigenständigen Produktion multimedialer Inhalte anzuleiten.  
  • Cluster C konzeptualisierte Digitalisierung als genuinen Unterrichtsgegenstand und zielte auf die Kultivierung kritisch-reflexiver Haltungen gegenüber digitalen Medien ab.  

Die Finalisierung der modularen Fragebögen erfolgte durch einen bilateralen Abstimmungsprozess mit den einzelnen EFT-A-Teilprojekten, um sowohl übergreifende Vergleichbarkeit als auch kontextspezifische Validität zu gewährleisten. Anschließend wurden die abgestimmten Fragebögen durch EFT-C programmiert und per Online-Links bereitgestellt.  

Zudem wurde ein Rückmeldebogen für Fortbildner*innen konzipiert, der grundlegende Merkmale der Organisation und Ausgestaltung der Fortbildungen erfasst. 

Die erhobenen Daten wurden anschließend aufbereitet und den jeweiligen Projektpartnern zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wurde ein übergreifender Gesamtdatensatz generiert, der die Daten sämtlicher durch EFT-C erhobener Evaluationen zusammenfasst und verbundübergreifende Analysen ermöglicht. Dieser soll zeitnah nach Projektende veröffentlicht werden. 

Wesentliche Ergebnisse 

Die nachfolgend dargestellten Befunde basieren auf 71 Rückmeldungen von 20 Teilprojekten (entsprechend ca. 84% der Gesamtprojekte) zu durchgeführten Lehrkräftefortbildungen, die bis Ende November 2025 vorlagen. Die im Projektzeitraum umgesetzten Fortbildungen wiesen eine durchschnittliche Teilnehmendenzahl von 15 Personen sowie eine mittlere Fortbildungsdauer von 9 Stunden auf. Die methodisch-didaktischen Formate variierten zwischen ausschließlich digital durchgeführten Angeboten (n=29), reinen Präsenzformaten (n=19) sowie integrierten Blended-Learning-Konzepten (n=23). Bemerkenswert ist, dass 97% der Fortbildungen explizite Reflexionsanregungen beinhalteten, 48% praktische Erprobungsphasen im Unterricht vorsahen, 39% die Etablierung professioneller Lerngemeinschaften implementierten und 30% individualisiertes Coaching integrierten. 

Insgesamt wurden 34 Fortbildungen sowie 12 Erprobungen mit Lehramtsstudierenden aus 11 Fachdidaktiken und 3 fachübergreifenden Teilprojekten von EFT-C evaluiert. Aufgrund des modularen Designs der Evaluation liegen verschiedene Teilnahmezahlen für die erhobenen Konstrukte vor. In ersten Analysen der Prä-Post-Daten aus 34 Fortbildungen von 11 Teilprojekten konnten signifikante Zuwächse in einigen Kompetenzbereichen nachgewiesen werden, zum Beispiel in den DigCompEdu-bezogenen Subskalen Unterrichtsplanung, Unterrichten und Unterstützen, Förderung digitaler Kompetenzen der Lernenden sowie Lernendenorientierung mit digitalen Medien (Instrument von Quast et al., 2023). Zudem zeigen sich tendenziell positive Einschätzungen der Prozessmerkmale der evaluierten Fortbildungen (Richter & Richter, 2024; Tondeur et al., 2016) durch die teilnehmenden Lehrkräfte. 

Die systematische Analyse der durch die Fortbildenden antizipierten und geförderten Kompetenzbereiche offenbarte ausgeprägte clusterspezifische Profile: Fortbildungen des Clusters C wiesen signifikant höhere Ausprägungen bei Kompetenzen zum kritisch-reflexiven Umgang mit digitalen Medien sowie zur medienkritischen Analyse auf, während die Cluster A und B eine stärkere Akzentuierung fachspezifischer digitaler Kompetenzen und technologiebezogener Anwendungsfertigkeiten aufzeigten. 

In Zusammenarbeit mit einem EFT-B-Teilprojekt wurde zudem ein adaptiertes Instrument zur Erfassung digitaler Selbstregulation mit N=305 Lehramtsstudierenden pilotiert. 


Erfahrungen, Herausforderungen und Anpassungen 

Eine methodische Herausforderung stellte die unzureichenden Rücklaufquote der Follow-up-Befragung, sodass diese nicht weiter fortgeführt wurde. Die Datenerhebung ist im November 2025 noch nicht abgeschlossen, da weitere Fortbildungen durch einzelne EFT-A-Projekte durchgeführt werden. Die Datenauswertung erfolgt noch nach Abschluss der Datenerhebung.

Literatur 

Chen, D.-T., Wu, J., & Wang, Y. (2011). Unpacking new media literacy. Journal of Systemics Cybernetics and Informatics. hdl.handle.net/10497/18170 

Davis, F. D. (1989). Perceived Usefulness, Perceived Ease of Use, and User Acceptance of Information Technology. MIS Quarterly, 13(3), 319–340. doi.org/10.2307/249008 

Kirkpatrick, D. L. (1959). Techniques for evaluation training programs. Journal of the American Society of Training Directors, 13, 21–26. 

Lipowsky, F., & Rzejak, D. (2019). Was macht Fortbildungen für Lehrkräfte erfolgreich? - Ein Update. In B. Groot-Wilken & R. Körber (Eds.), Nachhaltige Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer. Ideen, Entwicklungen, Konzepte (pp. 135–156). WBV. 

Mishra, P., & Koehler, M. J. (2006). Technological Pedagogical Content Knowledge: A Framework for Teacher Knowledge. Teachers College Record, 108(6), 1017–1054. doi.org/10.1111/j.1467-9620.2006.00684.x 

Potter, W. J. (2013). Review of Literature on Media Literacy. Sociology Compass, 7(6), Article 6. doi.org/10.1111/soc4.12041 

Quast, J., Rubach, C., & Porsch, R. (2023). Professional digital competence beliefs of student teachers, pre-service teachers and teachers: Validating an instrument based on the DigCompEdu framework. European Journal of Teacher Education, 1–24. doi.org/10.1080/02619768.2023.2251663 

Redecker, C. (2017). European Framework for the Digital Competence of Educators: DigCompEdu. doi.org/10.2760/178382 

Richter, E., & Richter, D. (2024). Measuring the quality of teacher professional development: A large-scale validation study of an 18-item instrument for daily use. Studies in Educational Evaluation, 81, 101357. doi.org/10.1016/j.stueduc.2024.101357 

Scherer, R., Siddiq, F., & Tondeur, J. (2019). The technology acceptance model (TAM): A meta-analytic structural equation modeling approach to explaining teachers’ adoption of digital technology in education. Computers & Education, 128, 13–35. doi.org/10.1016/j.compedu.2018.09.009 

Tondeur, J., van Braak, J., Siddiq, F., & Scherer, R. (2016). Time for a new approach to prepare future teachers for educational technology use: Its meaning and measurement. Computers & Education, 94, 134–150. https://doi.org/10.1016/j.compedu.2015.11.009

Transfer

  • Während der gesamten Projektlaufzeit bestand regelmäßiger Austausch und Kooperation mit den EFT-C-Teilprojektpartner*innen am Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) in Bamberg sowie am Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung der Universität Tübingen. 
  • Die EFT-A-Projekte wurden zu Merkmalen wirksamer Fortbildungen beraten. 
  • Die erhobenen Daten zur Evaluation der Fortbildungen werden den einzelnen EFT-A-Teilprojekten jeweils in aufbereiteter Form für projektspezifische Auswertungen zur Verfügung gestellt. 
  • In Kooperation mit der Verbundleitung von DiSo-SGW und DiäS wurden auch Daten des von der Verbundleitung entwickelten Instruments zur Erfassung digitaler Souveränität erhoben, aufbereitet und als Gesamtdatensatz für weitere Auswertungen zur Verfügung gestellt.  
  • Nach Ende der Projektlaufzeit ist die Veröffentlichung des Gesamtdatensatzes für inklusive einer Skalendokumentation geplant, um verbundübergreifende Analysen zu ermöglichen. 
     

Publikationen

  • Paetsch, J., Franz, S., Leistner, M., Morina, F., Schnellbögl, C., Artelt, C., Drechsel, B., Gfrörer, T., Heublein, A., Körner, K., Nagengast, B., Schütz, A., Trautwein, U. & Wolter, I. (angenommen). Evaluating teacher professional development programs: A framework for understanding digital competency development. In T. Summer, K.-H. Gerholz & R. Kaplan-Rakowski (Eds.), Fostering digital competence in social sciences and language education. Routledge. 
  • Leistner, M., Czesnick, P. U., Grötzbach, D., Dürrbeck, M., Giller, B., Drechsel, B., & Schütz, A. (2025). Das digitale Monster zähmen – durch Coaching den eigenen Umgang mit Digitalisierung im Lehrkräfteberuf stärken. Coachingleitfaden - Digitale Selbstregulation. fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/110754. 
  • Leistner, M. & Schütz, A. (2024). Leitfaden zur transferförderlichen Gestaltung von Fortbildungsmaßnahmen. Projektverbund lernen:digital. Projektverbund DiSo/DiäS. 
  • Held, M.J., Leistner, M. & Schütz, A. (2025). Leitfaden zur Gestaltung von Coachingmaßnahmen. Projektverbund lernen:digital. Projektverbund DiSo/DiäS. 
     

Vorträge

  • Franz, S. & Gfrörer, T. (2024). Vorstellung des Evaluationsdesigns in DiSo-SGW und DiäS. lernen:digital Brownbag. 
  • Franz, S., Heublein, A., Schnellbögl, C., Klose, M., Drechsel, B., & Paetsch, J. (2025, November 27-28). Praxisorientierte Fortbildungsgestaltung und ihr Zusammenhang mit dem Zuwachs digitaler Lehrkraftkompetenzen [Conference presentation]. Tagung „Wie viel Wissenschaft braucht die Lehrpersonenfortbildung?“ Professionalisierung in der digitalen und KI-geprägten Welt, St. Gallen. 
  • Franz, S., Schnellbögl, C., Heublein, A., Drechsel, B., & Paetsch, J. (2025, September 29–30). Praxisorientierte Fortbildungsgestaltung und ihr Zusammenhang mit dem Zuwachs digitalisierungsbezogener Kompetenzen von Lehrkräften [Conference presentation]. Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftefortbildung gestalten (lernen:digital), Potsdam. 
  • Held, M. J. & Leistner, M. (2024, November 28). "Coach the Coach"- Vortrag. [Online Webinar]. Paetsch, J. (2023, October 25). EFT-C Monitoring, Evaluation und Transfer [Conference presentation]. Gemeinsame Auftaktveranstaltung von DiSo und DiäS. Bamberg. 
  • Heublein, A. (2025, January 1). Pilotierung eines Instruments zur Erhebung digitaler Selbstregulation. Vortrag im Rahmen des BaGraTEd Kolloquiums vom WiSe 2024-25. 
  • Paetsch, J. (2024, April 30). Präsentation der Evaluationsstrategie von EFT-C. Online-Treffen für alle EFT-A-Projekte in DiSo-SGW und DiäS. 
  • Paetsch, J. (2025, October 27). Design und erste Ergebnisse der allgemeinen Begleitforschung in DiSo-SGW und DiäS [Conference presentation]. Abschluss- und Ausblickstagung von DiSo-SGW und DiäS, Nürnberg. 
  • Summer, T., Zirkel, M., & Schnellbögl, C. (2025, May 27–31). Implementing Immersive Virtual Reality in Foreign Language Education: Evidence from a Teacher Training Course in the Context of Global and Digital Citizenship Education [Conference presentation]. CALICO 2025, San Diego, U.S. 
  • Summer, T., Zirkel, M., & Schnellbögl, C. (2025, March 24–26). Crossing Boundaries in ESD: Critical Perspectives on Virtual Reality Apps [Conference presentation]. Language Education for Sustainable Development, Münster. 
  • Zirkel, M., Schnellbögl, C., & Summer, T. (2025, September 24–27). Begeisterung für BNE durch Virtual Reality: Einblicke in ein englischdidaktisches Forschungsprojekt [Conference presentation]. 31. DGFF-Kongress, Kassel. 
     

Poster

  • Drechsel, B., Paetsch, J., Franz, S., Heublein, A. & Schnellbögl, C. (2023, October 25). Merkmale effektiver Lehrkraftfortbildungen [Poster session]. Gemeinsame Auftaktveranstaltung von DiSo und DiäS. Bamberg. 
  • Drechsel, B., Paetsch, J., Franz, S., Heublein, A., & Schnellbögl, C. (2023, October 25). Ergebnisse der Vorabbefragung [Poster session]. Gemeinsame Auftaktveranstaltung von DiSo und DiäS. Bamberg. 
  • Franz, S., Heublein, A., Schnellbögl, C., Drechsel, B., & Paetsch, J. (2025, September 22–24). Praxisorientierte Fortbildungsgestaltung und ihr Zusammenhang mit dem Zuwachs digitaler Lehrkraftkompetenzen [Poster session]. 89. AEPF-Tagung 2025, Essen. 
  • Körner, K., Paetsch, J., Artelt, C., Drechsel, B., Franz, S., Gfrörer, T., Heublein, A., Leistner, M., Morina, F., Nagengast, B., Schnellbögl, C., Schütz, A., Trautwein, U., Wolter I. (2024, September 30). Evaluationskonzept für Lehrkräftefortbildungen zur Förderung digitaler Souveränität in den Projektverbünden DiSo-SGW und DiäS [Poster session]. lernen:digital-Tagung „Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung gestalten“, Potsdam. 
  • Schnellbögl, C., Paetsch, J., & Summer, T. (2025, September 22–24). Fachdidaktisches Wissen von Englischlehrkräften: Validierung eines Vignettentests zum Hör-Seh-Verstehen [Poster session]. 89. AEPF-Tagung 2025, Essen. 

 

 

DiäS

In DiäS wurden forschungsbasierte Lehrkräftefortbildungen zum digitalen und digital gestützten Unterrichten in den Bereichen kulturelle, künstlerische, musikalische, poetische und sportliche Bildung entwickelt.

Teilprojekt EFT-A Deutschdidaktik

Beteiligte Personen

Projektleitung

Prof. Dr. Jörg Brüggemann

Weitere Mitarbeitende

Dr. Tabea Kretschmann
Silvia Hasenstab
Susanne Frederking
Lara Brünjes (externe Expertin)

Zielsetzung und Ergebnisse

Das Projekt EFT A*Deutschdidaktik hat Fortbildungsmodule zur Förderung digitaler Textsouveränität von Deutschlehrkräften in allen Ausbildungsphasen entwickelt, evaluiert und implementiert. Grundlage sind Studien und Vorprojekte, deren Befunde in praxisnahe Angebote einfließen. Zentrale Forschungsperspektiven und Modellierungen aus den Studien DigiText4all, DiDiD und GETDIME wurden hinsichtlich der ermittelten Bedarfe von Lehrkräften zu digitalen Lehr-Lern-Arrangements sowie ihren Potenzialen für den Deutschunterricht in die Konzeption der Fortbildungsmodule miteinbezogen. Die SEGEL- und ÄSKIL-Studien waren wegweisend hinsichtlich der Bedeutsamkeit funktionaler sowie personaler Aspekte im Kontext fachlicher Bildung. Während des gesamten Projektverlaufs wurde das Modell Digitaler Souveränität (Frederking & Brüggemann, 2024) iterativ theoretisch-konzeptionell konkretisiert und ausdifferenziert sowie empirisch überprüft. Dazu wurden mehrere praxisnahe Fortbildungsmodule für Lehrpersonen unterschiedlicher Schularten konzipiert, in denen die einzelnen Dimensionen des Modells zur Anwendung kommen. Das Projekt wurde kooperativ zwischen den Standorten Bamberg und Erlangen-Nürnberg betreut. Der Schwerpunkt am Standort Bamberg lag in der Erarbeitung von Fortbildungsbausteinen zur Auseinandersetzung mit dem ästhetischen Erleben und Verstehen multimodaler pragmatischer Texte im Bereich des digitalen Journalismus sowie hinsichtlich KI-gestützter Text-Bild- bzw. Text-Ton-Vergleiche im Literaturunterricht. 

Die Fortbildungsangebote wurden von den teilnehmenden Lehrpersonen sehr positiv aufgenommen. Aus ihrer Sicht waren die Inhalte gut auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen und Bedarfe abgestimmt. Besonders hervorgehoben wurde, dass die Fortbildung die Handlungssicherheit im Umgang mit der ästhetischen Erfahrung digitaler multimodaler journalistische Texte, insbesondere in Bezug auf die durch Sprache, Bild und Ton bedingte Aufmerksamkeitssteuerung, sowohl im funktionalen als auch im personalen Bereich stärkten. Als besonders wünschenswert wurde von den beteiligten Lehrkräften und Fachleiter:innen hervorgehoben, dass die Fortbildungsinhalte noch stärker durch Angebote zur kognitiv-analytischen Auseinandersetzung mit den Lerngegenstände erweitert werden könnten. Dem haben wir im Verlauf der Fortbildungsentwicklung Rechnung getragen, indem Verknüpfungsangebote zu den in DiSo entwickelten Fortbildungsmodulen gemacht wurden. 

Herausfordernd war die von den Fortbildner:innen zu erbringende Flexibilität in Bezug auf die von den Landesinstituten oder anderen Veranstalter:innen jeweils vorgegebenen Rahmenbedingungen, insbesondere die für die Lehrkräfteprofessionalisierungs-maßnahmen zur Verfügung stehende Zeit sowie das Fortbildungsformat. Um die Nachfrage nach den bisher entwickelten Fortbildungsmodulen zu befriedigen und um Stichprobengröße für die Evaluation der Fortbildungsmodule zu erhöhen, sind Fortbildungstermine bis März 2026 über die Fortbildungseinrichtungen der Bundesländer und über Akteure aus der Zivilgesellschaft terminiert worden. 

Die bisherige Auswertung der erhobenen Daten führten zu folgenden Befunden: Mittels explorativer und konfirmatorischer Faktorenanalysen konnten sieben Skalen zu allgemein-fachbezogenen und themenspezifischen Aspekten digitaler Souveränität mit ausreichender interner Validität und befriedigender bis sehr guter interner Konsistenz (𝛼 zwischen 0.73 und 0.93) entwickelt werden. Die Analysen liefern ebenfalls Hinweise auf die interne Validität und interne Konsistenz der Unterscheidung funktionaler und personaler Aspekte digitaler Souveränität. Es zeigte sich ein besonders hoher Lernzuwachs bei den Teilnehmenden bezüglich konkreter fach- und themenspezifischer Erwerbs- und Vermittlungs-herausforderungen. Die identifizierten hohen Lernzuwächse in den Bereichen „KI im Literaturunterricht“ und „Vorwissen zur Förderung von Interpretationskompetenz“ stützen die Annahme, dass mit der Förderung konkreter fachbezogener Aspekte digitaler Souveränität zugleich fachdidaktisches Vorwissen erweitert wird.
 

Transfer

Etabliert wurden zunächst Kooperationen mit der bayerischen Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP), dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung Baden-Württemberg (ZSL), dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH), dem Institut für Lehrerfortbildung Nordrhein-Westfalen (IFL) sowie dem Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung in Schulen Hamburg (LI).  

In enger Kooperation mit der Transferstelle im Kompetenzverbund lernen:digital wurden weitere Transferwege eröffnet: Als erstes ist die Dissemination der Fortbildungsangebote in Form gedruckter und digitaler Broschüren zu nennen. Diese Publikationen erlauben es, Lehrkräfte, Fach- und Seminarleitungen, Schulleitungen, Vertreter:innen der Fortbildungsinstitute sowie der Schulaufsicht und weitere Interessierte niedrigschwellig auf das Angebot aufmerksam zu machen. 

Zudem wird auch künftig die Webseite www.digitale-souveränität.online, die bereits zu Beginn der Projektlaufzeit als zentrale Anlaufstelle für sämtliche Fortbildungsangebote der Forschungsverbünde DiSo und DiäS etabliert wurde, auch über die Projektlaufzeit hinaus einen systematischen Überblick über Angebote und Befunde bereitstellen und damit eine nachhaltige Transferplattform bilden. Die Plattform ComPleTT fungiert als Schnittstelle zu den Landesinstituten dar und wird ebenfalls Projektergebnissen von DiäS längerfristig zugänglich halten. 

Darüber hinaus gehört die Aufarbeitung der wissenschaftlichen Ergebnisse in mehreren Sammelbänden und anderen Fachbeiträgen (vgl. Kapitel 5. Publikationen) in den Bereich des Transfers. 
 

Fortbildungen

Ästhetisches Erleben und Verstehen multimodaler digitaler Texte.

Journalismus in der digitalen Welt.

Digitale Souveränität im Umgang mit KI im Literaturunterricht.
 

Publikationen

Fortbildungsmaterialien

Brüggemann, J., Ascherl, C. & Okesson, L. (2025). Journalismus in der digitalen Welt – Hintergrundinformationen, Materialien, Unterrichtsvorschläge. Handreichung zur Lehrkräftefortbildung

Herausgeberschriften

  • Brüggemann, J. & Frederking, V. (Hrsg.) (2026). Digitale Souveränität als Ziel sprachlicher, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und ästhetischer Bildung. Fortbildungskonzepte für Lehrkräfte im Fokus der DiSo- und DiäS-Forschungsverbünde. Band 1: Theoretische Grundlagen und Ziele für die Fächer Deutsch, Deutsch als Zweitsprache, Englisch, Französisch, Geographie, Geschichte, Politik, Religion, Sozialwissenschaften, Wirtschaft, Kunst, Musik, Poetik/Theater und Sport (einschließlich kultureller Bildung). Waxmann (Reihe: Formate fachdidaktischer Forschung; erscheint 2026).

Wissenschaftliche Veröffentlichungen

  • Ascherl, C. (2026). Custom GPTs als didaktisches Supportinstrument: Chatbots konfigurieren, um literarisches Verstehen zu fördern? [Manuskript zur Veröffentlichung eingereicht]. In L. Jagdschian & F. Hesse (Hrsg.), Literatur // KI // Didaktik. Königshausen & Neumann. 
  • Brüggemann, J. (2025). Digitale Textsouveränität im Umgang mit der Zuverlässigkeit journalistischer Berichterstattung: Perspektiven für einen digital gestützten Deutschunterricht. In S. Emmersberger & I. Kammerer (Hrsg.), Mediale Praktiken in einer Kultur der Digitalität. Impulse für sprachliche und literarische Bildung (S. 115–137). Metzler.
     

Wissenschaftliche Veröffentlichungen mit peer review

  • Frederking, V., Ascherl, C., Hahn, S. & Brüggemann, J. (2026). Digitale Textsouveränität im Umgang mit poetischer und politischer multimodaler Ästhetik im Internet. In MedienPädagogogik: Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung (Themenheft: Neue Perspektiven für sprachliche Bildung. Digitale Transformation und Vernetzung) (eingereicht). 
  • Brüggemann, J., Ascherl, C. & Okesson, L. (2026). Digitale Souveränität im Umgang mit Journalismus in der digitalen Welt. Deutschdidaktische Ansätze. In J. Brüggemann & V. Frederking (Hrsg.), Digitale Souveränität als Ziel sprachlicher, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und ästhetischer Bildung. Fortbildungskonzepte für Lehrkräfte im Fokus der DiSo- und DiäS-Forschungsverbünde. Band 1. Waxmann (Reihe: Formate fachdidaktischer Forschung; angenommen nach peer review). 
  • Brüggemann, J., Ascherl, C., Okesson, L. & Frederking, V. (2026). Digitale Souveränität im Umgang mit KI im Literaturunterricht. In J. Brüggemann & V. Frederking (Hrsg.), Digitale Souveränität als Ziel sprachlicher, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und ästhetischer Bildung. Fortbildungskonzepte für Lehrkräfte im Fokus der DiSo- und DiäS-Forschungsverbünde. Band 1. Waxmann (Reihe: Formate fachdidaktischer Forschung; angenommen nach peer review). 
  • Frederking, V., Ascherl, C., Gust, H., Hahn, S., Kretschmann, T., Leufert, J. & Brüggemann, J. (2026). Multimodale digitale Texte im Deutschunterricht. In J. Brüggemann & V. Frederking (Hrsg.), Digitale Souveränität als Ziel sprachlicher, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und ästhetischer Bildung. Fortbildungskonzepte für Lehrkräfte im Fokus der DiSo- und DiäS-Forschungsverbünde. Band 1. Münster: Waxmann (Reihe: Formate fachdidaktischer Forschung; angenommen nach peer review). 
  • Brüggemann, J., Ascherl, C., Okesson, L. & Frederking, V. (2025). Gelingensbedingungen und Grenzen einer KI-gestützten Förderung literarischer Verstehenskompetenz. Befunde aus zwei experimentellen Studien. In MiDU – Medien im Deutschunterricht, 7 (angenommen nach peer review).
     

Vorträge

  • Jörn Brüggemann (2026): Digitale Souveränität im Umgang mit journalistischer Berichterstattung: Anknüpfungspunkte für eine ästhetische Wahrnehmungsschulung. Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung „Ästhetische Erfahrung und Bildung im Netz“. Bielefeld und Tübingen, online: Januar 2026. 
  • Jörn Brüggemann / Volker Frederking (2025): Fokus Allgemeine Fachdidaktik: Design und erste Ergebnisse der allgemeinen fachdidaktischen Prä-Post-Begleitforschung in DiSo und DiäS. Vortrag im Rahmen der Abschluss- und Ausblickstagung von DiSo-SGW und DiäS. Nürnberg: Oktober 2025 
  • Jörn Brüggemann / Volker Frederking (2025): Digitale Souveränität in DiSo & DiäS und lernen:digital: Rück- und Ausblick. Vortrag im Rahmen der Abschluss- und Ausblickstagung von DiSo-SGW und DiäS. Nürnberg: Oktober 2025 
  • Jörn Brüggemann / Volker Frederking (2025): Nachhaltiger Transfer in DiSo und DiäS. Teilnahme an der Podiumsdiskussion mit Stakeholdern, Transferstelle & Projektbeteiligten im Rahmen der Abschluss- und Ausblickstagung von DiSo-SGW und DiäS. Nürnberg: Oktober 2025  
  • Jörn Brüggemann / Carina Ascherl (2025): Digitale Souveränität im Umgang mit KI im Deutschunterricht fördern. Fördermaßnahmen und Effekte von Lehrkräftefortbildungen. Vortrag im Rahmen der Tagung „Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung gestalten“ des Kompetenzverbunds lernen:digital. Potsdam: September 2025. 
  • Jörn Brüggemann (2025): Förderung digitaler Souveränität von Lehrkräften im Umgang mit KI-generierten Unterstützungsoptionen für literarische Sprachreflexion im Deutschunterricht. Theoretische Modellierung und erste empirische Befunde. Fachtagung der Gesellschaft für Fachdidaktik (GFD) zum Thema „Perspektiven der Fachdidaktiken – Schnittstellen, Übergänge, Vernetzungen“. Saarbrücken: 1. September 2025. 
  • Jörn Brüggemann (2025): Förderung digitaler Souveränität von Lehrkräften im Umgang mit KI-generierten Unterstützungsoptionen für literarische Sprachreflexion im Deutschunterricht. Theoretische Modellierung und erste empirische Befunde. Vortrag im Rahmen der Fachtagung der Gesellschaft für Fachdidaktik (GFD) zum Thema „Perspektiven der Fachdidaktiken – Schnittstellen, Übergänge, Vernetzungen“. Saarbrücken: September 2025. 
  • Jörn Brüggemann (2024): Items zur Erfassung der Ausprägung von digitaler Souveränität bei Deutschlehrkräften: Wert- und Selbstwirksamkeitsüberzeugungen. Vortrag im Rahmen des Online-Symposions „Digitale Souveränität als Ziel von Lehrkräftebildung und Fachunterricht des Kompetenzverbundes lernen:digital. Online: November 2024. 
  • Jörn Brüggemann / Volker Frederking. Leitung des Symposions „Digitale Souveränität als Ziel von Lehrkräftebildung und Fachunterricht.“ Online-Symposion des Kompetenzverbundes lernen:digital. Online: November 2024. 
  • Jörn Brüggemann / Volker Frederking (2024): Digitale Textsouveränität – Sprachliche, literarische und mediale Bildung im Umgang mit multimodalen, immersiven und AI/AK generierten digitalen Texten. Förderkonzepte für Lehrkräfte und Schüler*innen im empirischen Blick. Leitung eines Symposions im Rahmen der Tagung „Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung“ des Kompetenzverbundes lernen:digital. Potsdam: Oktober 2024. 
  • Jörn Brüggemann / Laureen Okesson (2024): Digitale Textsouveränität im Umgang mit faktualen und pragmatischen Texten im Online-Journalismus. Konzeption und Untersuchung von Fortbildungsmodulen für Lehrende und Lernende im Fach Deutsch. Vortrag im Rahmen der Tagung „Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung“ des Kompetenzverbundes lernen:digital. Potsdam: Oktober 2024. 
  • Carina Ascherl / Svenja Hahn (2024): „Subliminal-ästhetische Strategien, Wirkungsweisen und Verstehensanforderungen von Memes im Kontext von Social-Media-Kommunikationen als Herausforderung für digitale Textsouveränität. Konzeption von Fortbildungsmodulen für Lehrende und Lernende im Fach Deutsch“ im Rahmen der Tagung „Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung“ des Kompetenzverbundes lernen:digital. Potsdam, Oktober 2024 
  • Jörn Brüggemann / Volker Frederking (2024): Aufgaben, Grundlagen und Ziele eines Sprachen-Zentrums für digitale Bildung (ZDB Sprachen) aus deutschdidaktischer Perspektive. Vortrag im Rahmen der Tagung „Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung“ des Kompetenzverbundes lernen:digital. Potsdam: Oktober 2024. 
  • Katrin Böhme / Olaf Köller / Jörn Brüggemann/Volker Frederking/Britta Viebrock/Christophe Speroni (2024): Austausch zur Einrichtung eines Sprachen-Zentrums für digitale Bildung (ZdB Sprachen) – Ansatzpunkte und Konzeptideen für eine mögliche Ausgestaltung. Diskussion im Rahmen der Tagung „Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung“ des Kompetenzverbundes lernen:digital. Potsdam: Oktober 2024. 
  • Jörn Brüggemann / Carina Ascherl (2024): Digital (Text) Sovereignty as a Goal of Innovative Professional Development for Teachers in German L1 Education. Vortrag im Rahmen der 14. ARLE Konferenz "Connections and disruptions. Unsettling L1 education: Intersection of place, identity and technology”. Melbourne, online:  Juni 2024. 
  • Jörn Brüggemann / Volker Frederking (2023): Digitale Souveränität als Ziel sprachlicher, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher, musisch-kreativer und sportlicher Bildung in DiSo und DiäS. Impulsvortrag im Rahmen der Auftakttagung der Forschungsverbünde DiSo-SGW und DiäS. Bamberg: Oktober 2023. 
     

Poster

  • Carina Ascherl / Jörn Brüggemann / Laureen Okesson (2025): Förderung der digitalen Souveränität von Deutschlehrkräften im Umgang Journalismus in der digitalen Welt. Posterpräsentation im Rahmen der Abschlussveranstaltung von lernen:digital & TaC. Bamberg: Februar 2026.  
  • Carina Ascherl / Jörn Brüggemann / Laureen Okesson (2025): Förderung der digitalen Souveränität von Deutschlehrkräften im Umgang mit KI im Literaturunterricht. Posterpräsentation im Rahmen der Abschlussveranstaltung von lernen:digital & TaC. Bamberg: Februar 2026.  
  • Carina Ascherl / Volker Frederking / Dietmar Gölitz / Helena Gust / Svenja Hahn / Jette Leutert (2025). Digitale Textsouveränität im Umgang mit multimodalen digitalen poetischen und pragmatischen Texten in einer quasi-experimentellen Pilotierung. Posterpräsentation im Rahmen der Abschluss- und Ausblickstagung von DiSo-SGW und DiäS. Nürnberg: Oktober 2025. 
  • Carina Ascherl / Jörn Brüggemann / Laureen Okesson (2025): Digitale Souveränität im Umgang mit KI im Literaturunterricht. Posterpräsentation im Rahmen der Abschluss- und Ausblickstagung von DiSo-SGW und DiäS. Nürnberg: Oktober 2025. 
  • Carina Ascherl / Jörn Brüggemann / Laureen Okesson (2025): Digitale Souveränität im Umgang mit KI im Literaturunterricht. Posterpräsentation im Rahmen der Tagung „Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung gestalten“ des Kompetenzverbunds lernen:digital. Potsdam: September 2025. doi.org/10.20378/irb-111148 
  • Johanna Vejvoda / Meral Roeben / Florian Schultz-Pernice / Nicole Heitzmann / Jörn Brüggemann / Volker Frederking / Frank Fischer (2025): Digivate*DiSo. Simulationsbasierte Lernumgebung für die Förderung von Lehrkompetenzen zur Vermittlung digitaler Textsouveränität. Posterpräsentation im Rahmen der Tagung „Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung gestalten“ des Kompetenzverbunds lernen:digital. Potsdam: September 2025. 
  • Johanna Vejvoda / Meral Roeben / Florian Schultz-Pernice / Nicole Heitzmann / Jörn Brüggemann / Volker Frederking / Frank Fischer (2024): Digivate*DiSo. Entwicklung einer simulationsbasierten Lernumgebung für die Förderung von Lehrkompetenzen zur Vermittlung digitaler Textsouveränität. Posterpräsentation im Rahmen der Tagung „Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung“ des Kompetenzverbundes lernen:digital. Potsdam: Oktober 2024 
  • Carina Ascherl/Jörn Brüggemann (2024): Digitale (Text-)Souveränität als Ziel innovativer Lehrer:innenbildung im Fach Deutsch. Posterpräsentation im Rahmen des 25. Symposions Deutschdidaktik zum Thema „Über/fachliche Deutschdidaktik“. Mainz: September 2024. 
  • Carina Ascherl / Jörn Brüggemann (2024): Digital (Text) Sovereignty as a Goal of Innovative Professional Development for Teachers in German L1 Education. Posterpräsentation im Rahmen der 14. ARLE Konferenz "Connections and disruptions. Unsettling L1 education: Intersection of place, identity and technology". Melbourne, online: Juni 2024. 
  • Jörn Brüggemann / Volker Frederking / Carina Ascherl / Laureen Okesson (2023): Digitale Souveränität als Ziel wegweisender Lehrer:innenbildung für Sprachen, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften. Posterpräsentation im Rahmen des Kick-off-Meetings des Kompetenzverbunds lernen:digital. Potsdam: November 2023. 
  • Jörn Brüggemann / Volker Frederking / Carina Ascherl / Laureen Okesson / Helena Gust (2023): EFT A*Deutsch: Lehrkräfte-Fortbildungen zum Aufbau digitaler (Text-)Souveränität. Posterpräsentation im Rahmen der gemeinsamen Auftakttagung der Forschungsverbünde DiSo-SGW und DiäS. Bamberg: Oktober 2023. 

 

Teilprojekt EFT-B Digitale Selbstregulation

Beteiligte Personen

Prof. Dr. Barbara Drechsel
Daniel Grötzbach
Funktionsadresse: digi-sr.psychgschu@uni-bamberg.de

Zielsetzung und Ergebnisse

Ausgangslage und wissenschaftlicher Hintergrund

Hintergrund des EFT-B- Teilprojektes „Digitale Selbstregulation von Lehrkräften“ ist die im Projektteam vorliegende Erfahrung mit grundlegenden selbstregulatorischen Kompetenzen, die Lehrkräften alltäglich an vielen Stellen in ihrer beruflichen Praxis abverlangt werden und ein wichtiger Aspekt professioneller Kompetenz sind (Baumert & Kunter, 2011), insbesondere auch für die reflexiv-ethischen Seite digitaler Souveränität (Goldacker, 2017, S. 17). Die Digitale Transformation erfordert an vielen Stellen besonders viel Innovationsbereitschaft, Zusatzengagement und Motivation von Lehrkräften, was nicht immer reibungslos verläuft. Vor allem das Erleben von Technostress in beruflichen Kontexten ist eine Komplikation bei der Auseinandersetzung mit dem Thema Digitalisierung im schulischen Kontext. Als Einflussfaktoren auf Selbstregulation bei betroffenen Personen gelten beispielsweise deren Einstellungen, der Umgang mit Fehlern, ihre Emotionsregulation oder das Ausgestalten digitaler Spielräume durch eigene Zielsetzungen.

Projektverlauf und Anpassungen

Als Teil des technologisch-konzeptionellen Supportsystems zur Förderung digitaler Souveränität war es die Aufgabe des Teilprojekts, EFT-A-Teilprojekte in diesem Inhaltsbereich zu unterstützen. Gespräche zu Kooperationen bestanden mit den Teilprojekten DiSo-SGW *Deutsch (Teilprojekt 2) unter Leitung von Prof. Dr. Anja Ballis und DiSo-RE unter Leitung von Prof. Dr. Konstantin Lindner und Prof. Dr. Manfred Pirner. Neben diesen Kooperationen entstand nach Konsultationen mit Teilprojekten die Idee für ein Fortbildungsformat für Lehrkräfte, die die im Projektverbund entstehenden Fortbildungen vermutlich nicht wahrnehmen werden, weil sie mit grundlegenden digitalisierungsbezogenen Hemmschwellen zu kämpfen haben und Distanz zu damit verbundenen Aktivitäten und Lernaufgaben halten.  

Ein Selbstlernkurs für Lehrkräfte wurde konzipiert und in Kooperation mit dem Teilprojekt EFT-B Digi4all auf der Plattform „Digi4all“ gestaltet. Der frei zugängliche Kurs bietet Lehrkräften die Möglichkeit, sich mittels eines Diagnosewerkzeugs, informativen Texten, Kurzvideos und Übungen in sieben frei kombinierbaren Modulen mit der eigenen digitalen Selbstregulation auseinanderzusetzen und selbstregulative Fähigkeiten zu verbessern. Die theoriebasierten Module zielen auf Einstellungen, Selbstwirksamkeitserwartungen, Motivation und Volition, Reflexionsfähigkeit und die Nutzung konkreter Strategien für die Bewältigung beruflicher Anforderungen. Das Diagnoseinstrument wurde mit Unterstützung des Teilprojekts EFT-C entwickelt. Es vermittelt Rückmeldung über Stärken und Schwächen der eigenen digitalen Selbstregulation und erlaubt es Lehrkräften, zielgerichtet Entwicklungsfelder digitaler Selbstregulation zu identifizieren. Hierzu wurde ein szenariobasierter Testansatz mit fach- und schulartenübergreifenden schulischen Alltagsszenarien entwickelt. Der Test wurde empirisch an einer großen Studierendenstichprobe erprobt. Parallel dazu wurde, ebenfalls gemeinsam mit dem EFT-C-Team, eine Präsenzfortbildung mit Gruppencoachingdesign konzipiert, durchgeführt und evaluiert. Diese Untersuchung machte deutlich, dass eine persönliche Begleitung beim Aufbau digitaler Selbstregulationskompetenzen sehr unterstützend ist. Gleichzeitig wurde klar, dass ein Coachingansatz sehr personalintensiv ist. In der damaligen Projektphase war noch kein Konzept für den Praxistransfer „begleitungsbedürftiger“ Fortbildungen sichtbar und wir haben uns daher für Dissemination und Transfer der Inhalte (auch über den Projektzeitraum hinaus) in Form eines frei verfügbaren Selbstlernkurses entschieden. 
 

Wesentliche Ergebnisse 

  • ein szenariobasiertes, an alle Schularten und Fächer anschlussfähiges Diagnosewerkzeug für eine Stärken-Schwächen-Analyse der digitalen Selbstregulation von Lehrkräften.  
  • mehrschrittige empirische Überprüfung und Weiterentwicklung des Werkzeugs, u.a. durch Befragungen unter Studierenden und Lehrkräften der 3.Phase 
  • eine Seminarkonzeption zum Thema „Digitale Selbstregulation bei Lehrkräften“ für Lehramtsstudierende 
  • ein in digi4all eingebetteten Selbstlernkurs mit insgesamt sechs Modulen, welcher eigens erstellte Kurzvideos, praxisnahe Fallbeispiele und Übungen beinhaltet 
  • eine angepasste Version des Selbstlernkurses für Moodle im Zuge der Plattform ComPleTT als Andockstelle für Landesfortbildungsinstitute 
  • ein Coachingkonzept für Kleingruppen zu den Themen „Einstellungen zu Digitalisierung“, „Zielsetzungen für digitales Handeln in der Schule“ und „Fehlerorientierung im Umgang mit Digitalisierung“  
     

Transfer

  • kontinuierlicher Austausch zu Projekten aus EFT-A zur Erhöhung der Sichtbarkeit des Selbstlernkurses in verschiedenen Fachdisziplinen 
  • Erstellung von Werbematerial mit Kurzbeschreibung des Selbstlernkurses und direkten Wegen auf die Website von Digi4all 
  • Erstellung einer Moodleversion für die Anpassung des Konzepts für Landesinstitute 
  • Übernahme eines Workshops mit Vorstellung des Selbstlernkurses auf dem AMIS Fach- und Vernetzungstag 2025 in Bamberg (Zielgruppe: Schulleitungen und Lehrkräfte). Eine weitere Kooperation mit AMIS zu diesem Thema ist in Vorbereitung. 
  • Übernahme eines Workshops mit Vorstellung des Selbstlernkurses auf der Jahrestagung der Beratung digitale Bildung 2025 in Dillingen (Zielgruppe: Berater:innen digitaler Bildung) 
  • Überlegungen zum zusätzlichen Hosting der Inhalte auf der Homepage der Otto-Friedrich-Universität Bamberg 
     

Fortbildungen

Das digitale Monster zähmen - durch Coaching den eigenen Umgang mit Digitalisierung im Lehrkräfteberuf stärken

 

Publikationen

Beiträge in Sammelbänden

  • Drechsel, B., Dürrbeck, M. & Grötzbach, D. (under review). „Managing for others while being los yourself“ – Selbst- und Fremdregulation digitaler schulischer Herausforderungen durch Lehrkräfte. In K. Scheiter, D. Richter, Ch. Reintjes & J. Erlmann (Hrsg). Professionelles Handeln in einer Kultur der Digitalität: Ergebnisse des Kompetenzzentrums Schulentwicklung (Buchreihe: Digitale Transformation von Schule und Fortbildung gestalten im Kompetenzverbund lernen:digital). Waxmann. 

Weitere Produkte

  • Antisemitismus in der Schule erkennen, reflektieren, bewältigen. Rollenspiele für Lehrkräfte. [Flyer] 

Vorträge

  • Drechsel, B., Kammerl, R., Weber, P., Beer, Ch., Lochner, C., Banze, A. (2024). Selbstregulation und Well-Being in der Schule im Kontext von Digitalisierung. Symposium im Rahmen der Auftaktveranstaltung lernen:digital. Oktober 2024. 

  • Grötzbach, D. (2025): Selbstregulation 2.0: Digitaler Stress und digitale Selbstregulation im schulischen Kontext. Vortrag im Rahmen des AMIS Fach- und Vernetzungstages. Ort: Bamberg. Oktober 2025. 

  • Grötzbach, D. (2025): Selbstregulation 2.0: Digitaler Stress und digitale Selbstregulation im schulischen Kontext. Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der Beratung Digitale Bildung. Ort: Dillingen. Dezember 2025.
     

Poster

  • Drechsel, B., Giller, B., Grötzbach, D. (2023, October 25). Digitale Selbstregulation für Lehrkräfte [Poster session]. Gemeinsame Auftaktveranstaltung von DiSo und DiäS. Bamberg. 

  • Drechsel, B., Dürrbeck, M., Grötzbach, D. (2025, September 30). „Das digitale Monster zähmen.“ Konzeption einer frei verfügbaren Online-Intervention zur diagnosebasierten Förderung digitaler Selbstregulation von Lehrkräften. [Poster Session] Abschlusstagung lernen:digital. Potsdam. 

 

Teilprojekt EFT-C Monitoring, Evaluation und Transfer

Beteiligte Personen

Jennifer Paetsch
Prof. Dr. Barbara Drechsel
Prof. Dr. Astrid Schütz
Sebastian Franz
Alexander Heublein
Claudia Schnellbögl 
Moritz Leistner
Marco Held
Funktionsadresse: evaluation.diso.eva-lehrerbildung@uni-bamberg.de 

Zielsetzung und Ergebnisse

Ausgangslage und wissenschaftlicher Hintergrund 

Das Teilprojekt EFT-C hatte zur Aufgabe, ein systematisches Projektmonitoring zu implementieren und eine projektübergreifende Evaluation der durchgeführten Fortbildungen zu konzeptualisieren und durchzuführen. Durch diese Begleitforschung sollten Erkenntnisse über die Wirksamkeit von Lehrkräftefortbildungen zum Umgang mit digitalen Technologien und den Transfer in die schulische Praxis gewonnen werden. Gleichzeitig sollten die beteiligten EFT-A Projekte in der Entwicklung von Fortbildungen unterstützt werden. Dafür wurde eine theoriegeleitete Transferberatung umgesetzt, wobei das elaborierte Wirkmodell des Bamberger Coachingansatzes (Seeg & Schütz, 2015) als konzeptionelle Grundlage fungierte. 

Die zentrale Herausforderung für EFT-C bestand darin, trotz der großen Heterogenität der in den EFT-A Projekten entwickelten Fortbildungskonzepte übergreifende Erfolgsindikatoren zu identifizieren und etablierte Evaluationsinstrumente auszuwählen und zu adaptieren.  


Projektverlauf und methodisches Vorgehen 

Das entwickelte Evaluationsdesign in EFT-C beruht auf dem theoretischen Rahmenmodell von Lipowsky und Rzejak (2019; Kirkpatrick, 1959), welches vier hierarchisch strukturierte Wirkebenen professioneller Lehrkräftefortbildungen systematisch differenziert: Reaktion, Lernen, Verhalten sowie Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler. 

Die Evaluation fokussierte vornehmlich die ersten beiden Wirkebenen und operationalisierte diese mittels eines Pre-Post-Follow-up-Designs, das freiwillige Online-Befragungen der teilnehmenden Lehrkräfte zu drei Messzeitpunkten vorsah. Ein modulares Befragungsdesign ermöglichte es den Projektpartnern aus EFT-A, aus einem Repertoire etablierter Instrumente – theoretisch fundiert auf Grundlage der Frameworks TPACK (Mishra & Koehler, 2006), TAM (Davis, 1989; Scherer et al., 2019) , DigCompEdu (Redecker, 2017) sowie des Media Literacy Frameworks (Chen et al., 2011; Potter, 2013) – auszuwählen und bedarfsgerecht um fortbildungsspezifische Erhebungsinhalte zu ergänzen. 

Zur Systematisierung der Evaluation wurden zu Projektbeginn alle EFT-A-Projekte zu den Zielen ihrer geplanten Fortbildungen befragt. Basierend auf diesen Zielsetzungen wurden drei Cluster gebildet, für die passende Evaluationsinstrumente identifiziert wurden 

  • Cluster A fokussierte auf den didaktisch fundierten Einsatz digitaler Technologien zur Förderung fachspezifischer Kompetenzen der Lernenden.  
  • Cluster B adressierte vornehmlich die Befähigung von Lehrkräften, Schülerinnen und Schüler zur eigenständigen Produktion multimedialer Inhalte anzuleiten.  
  • Cluster C konzeptualisierte Digitalisierung als genuinen Unterrichtsgegenstand und zielte auf die Kultivierung kritisch-reflexiver Haltungen gegenüber digitalen Medien ab.  

Die Finalisierung der modularen Fragebögen erfolgte durch einen bilateralen Abstimmungsprozess mit den einzelnen EFT-A-Teilprojekten, um sowohl übergreifende Vergleichbarkeit als auch kontextspezifische Validität zu gewährleisten. Anschließend wurden die abgestimmten Fragebögen durch EFT-C programmiert und per Online-Links bereitgestellt.  

Zudem wurde ein Rückmeldebogen für Fortbildner*innen konzipiert, der grundlegende Merkmale der Organisation und Ausgestaltung der Fortbildungen erfasst. 

Die erhobenen Daten wurden anschließend aufbereitet und den jeweiligen Projektpartnern zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wurde ein übergreifender Gesamtdatensatz generiert, der die Daten sämtlicher durch EFT-C erhobener Evaluationen zusammenfasst und verbundübergreifende Analysen ermöglicht. Dieser soll zeitnah nach Projektende veröffentlicht werden. 

Wesentliche Ergebnisse 

Die nachfolgend dargestellten Befunde basieren auf 71 Rückmeldungen von 20 Teilprojekten (entsprechend ca. 84% der Gesamtprojekte) zu durchgeführten Lehrkräftefortbildungen, die bis Ende November 2025 vorlagen. Die im Projektzeitraum umgesetzten Fortbildungen wiesen eine durchschnittliche Teilnehmendenzahl von 15 Personen sowie eine mittlere Fortbildungsdauer von 9 Stunden auf. Die methodisch-didaktischen Formate variierten zwischen ausschließlich digital durchgeführten Angeboten (n=29), reinen Präsenzformaten (n=19) sowie integrierten Blended-Learning-Konzepten (n=23). Bemerkenswert ist, dass 97% der Fortbildungen explizite Reflexionsanregungen beinhalteten, 48% praktische Erprobungsphasen im Unterricht vorsahen, 39% die Etablierung professioneller Lerngemeinschaften implementierten und 30% individualisiertes Coaching integrierten. 

Insgesamt wurden 34 Fortbildungen sowie 12 Erprobungen mit Lehramtsstudierenden aus 11 Fachdidaktiken und 3 fachübergreifenden Teilprojekten von EFT-C evaluiert. Aufgrund des modularen Designs der Evaluation liegen verschiedene Teilnahmezahlen für die erhobenen Konstrukte vor. In ersten Analysen der Prä-Post-Daten aus 34 Fortbildungen von 11 Teilprojekten konnten signifikante Zuwächse in einigen Kompetenzbereichen nachgewiesen werden, zum Beispiel in den DigCompEdu-bezogenen Subskalen Unterrichtsplanung, Unterrichten und Unterstützen, Förderung digitaler Kompetenzen der Lernenden sowie Lernendenorientierung mit digitalen Medien (Instrument von Quast et al., 2023). Zudem zeigen sich tendenziell positive Einschätzungen der Prozessmerkmale der evaluierten Fortbildungen (Richter & Richter, 2024; Tondeur et al., 2016) durch die teilnehmenden Lehrkräfte. 

Die systematische Analyse der durch die Fortbildenden antizipierten und geförderten Kompetenzbereiche offenbarte ausgeprägte clusterspezifische Profile: Fortbildungen des Clusters C wiesen signifikant höhere Ausprägungen bei Kompetenzen zum kritisch-reflexiven Umgang mit digitalen Medien sowie zur medienkritischen Analyse auf, während die Cluster A und B eine stärkere Akzentuierung fachspezifischer digitaler Kompetenzen und technologiebezogener Anwendungsfertigkeiten aufzeigten. 

In Zusammenarbeit mit einem EFT-B-Teilprojekt wurde zudem ein adaptiertes Instrument zur Erfassung digitaler Selbstregulation mit N=305 Lehramtsstudierenden pilotiert. 


Erfahrungen, Herausforderungen und Anpassungen 

Eine methodische Herausforderung stellte die unzureichenden Rücklaufquote der Follow-up-Befragung, sodass diese nicht weiter fortgeführt wurde. Die Datenerhebung ist im November 2025 noch nicht abgeschlossen, da weitere Fortbildungen durch einzelne EFT-A-Projekte durchgeführt werden. Die Datenauswertung erfolgt noch nach Abschluss der Datenerhebung.

Literatur 

Chen, D.-T., Wu, J., & Wang, Y. (2011). Unpacking new media literacy. Journal of Systemics Cybernetics and Informatics. hdl.handle.net/10497/18170 

Davis, F. D. (1989). Perceived Usefulness, Perceived Ease of Use, and User Acceptance of Information Technology. MIS Quarterly, 13(3), 319–340. doi.org/10.2307/249008 

Kirkpatrick, D. L. (1959). Techniques for evaluation training programs. Journal of the American Society of Training Directors, 13, 21–26. 

Lipowsky, F., & Rzejak, D. (2019). Was macht Fortbildungen für Lehrkräfte erfolgreich? - Ein Update. In B. Groot-Wilken & R. Körber (Eds.), Nachhaltige Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer. Ideen, Entwicklungen, Konzepte (pp. 135–156). WBV. 

Mishra, P., & Koehler, M. J. (2006). Technological Pedagogical Content Knowledge: A Framework for Teacher Knowledge. Teachers College Record, 108(6), 1017–1054. doi.org/10.1111/j.1467-9620.2006.00684.x 

Potter, W. J. (2013). Review of Literature on Media Literacy. Sociology Compass, 7(6), Article 6. doi.org/10.1111/soc4.12041 

Quast, J., Rubach, C., & Porsch, R. (2023). Professional digital competence beliefs of student teachers, pre-service teachers and teachers: Validating an instrument based on the DigCompEdu framework. European Journal of Teacher Education, 1–24. doi.org/10.1080/02619768.2023.2251663 

Redecker, C. (2017). European Framework for the Digital Competence of Educators: DigCompEdu. doi.org/10.2760/178382 

Richter, E., & Richter, D. (2024). Measuring the quality of teacher professional development: A large-scale validation study of an 18-item instrument for daily use. Studies in Educational Evaluation, 81, 101357. doi.org/10.1016/j.stueduc.2024.101357 

Scherer, R., Siddiq, F., & Tondeur, J. (2019). The technology acceptance model (TAM): A meta-analytic structural equation modeling approach to explaining teachers’ adoption of digital technology in education. Computers & Education, 128, 13–35. doi.org/10.1016/j.compedu.2018.09.009 

Tondeur, J., van Braak, J., Siddiq, F., & Scherer, R. (2016). Time for a new approach to prepare future teachers for educational technology use: Its meaning and measurement. Computers & Education, 94, 134–150. https://doi.org/10.1016/j.compedu.2015.11.009

Transfer

  • Während der gesamten Projektlaufzeit bestand regelmäßiger Austausch und Kooperation mit den EFT-C-Teilprojektpartner*innen am Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) in Bamberg sowie am Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung der Universität Tübingen. 
  • Die EFT-A-Projekte wurden zu Merkmalen wirksamer Fortbildungen beraten. 
  • Die erhobenen Daten zur Evaluation der Fortbildungen werden den einzelnen EFT-A-Teilprojekten jeweils in aufbereiteter Form für projektspezifische Auswertungen zur Verfügung gestellt. 
  • In Kooperation mit der Verbundleitung von DiSo-SGW und DiäS wurden auch Daten des von der Verbundleitung entwickelten Instruments zur Erfassung digitaler Souveränität erhoben, aufbereitet und als Gesamtdatensatz für weitere Auswertungen zur Verfügung gestellt.  
  • Nach Ende der Projektlaufzeit ist die Veröffentlichung des Gesamtdatensatzes für inklusive einer Skalendokumentation geplant, um verbundübergreifende Analysen zu ermöglichen. 
     

Publikationen

  • Paetsch, J., Franz, S., Leistner, M., Morina, F., Schnellbögl, C., Artelt, C., Drechsel, B., Gfrörer, T., Heublein, A., Körner, K., Nagengast, B., Schütz, A., Trautwein, U. & Wolter, I. (angenommen). Evaluating teacher professional development programs: A framework for understanding digital competency development. In T. Summer, K.-H. Gerholz & R. Kaplan-Rakowski (Eds.), Fostering digital competence in social sciences and language education. Routledge. 
  • Leistner, M., Czesnick, P. U., Grötzbach, D., Dürrbeck, M., Giller, B., Drechsel, B., & Schütz, A. (2025). Das digitale Monster zähmen – durch Coaching den eigenen Umgang mit Digitalisierung im Lehrkräfteberuf stärken. Coachingleitfaden - Digitale Selbstregulation. fis.uni-bamberg.de/handle/uniba/110754. 
  • Leistner, M. & Schütz, A. (2024). Leitfaden zur transferförderlichen Gestaltung von Fortbildungsmaßnahmen. Projektverbund lernen:digital. Projektverbund DiSo/DiäS. 
  • Held, M.J., Leistner, M. & Schütz, A. (2025). Leitfaden zur Gestaltung von Coachingmaßnahmen. Projektverbund lernen:digital. Projektverbund DiSo/DiäS. 
     

Vorträge

  • Franz, S. & Gfrörer, T. (2024). Vorstellung des Evaluationsdesigns in DiSo-SGW und DiäS. lernen:digital Brownbag. 
  • Franz, S., Heublein, A., Schnellbögl, C., Klose, M., Drechsel, B., & Paetsch, J. (2025, November 27-28). Praxisorientierte Fortbildungsgestaltung und ihr Zusammenhang mit dem Zuwachs digitaler Lehrkraftkompetenzen [Conference presentation]. Tagung „Wie viel Wissenschaft braucht die Lehrpersonenfortbildung?“ Professionalisierung in der digitalen und KI-geprägten Welt, St. Gallen. 
  • Franz, S., Schnellbögl, C., Heublein, A., Drechsel, B., & Paetsch, J. (2025, September 29–30). Praxisorientierte Fortbildungsgestaltung und ihr Zusammenhang mit dem Zuwachs digitalisierungsbezogener Kompetenzen von Lehrkräften [Conference presentation]. Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftefortbildung gestalten (lernen:digital), Potsdam. 
  • Held, M. J. & Leistner, M. (2024, November 28). "Coach the Coach"- Vortrag. [Online Webinar]. Paetsch, J. (2023, October 25). EFT-C Monitoring, Evaluation und Transfer [Conference presentation]. Gemeinsame Auftaktveranstaltung von DiSo und DiäS. Bamberg. 
  • Heublein, A. (2025, January 1). Pilotierung eines Instruments zur Erhebung digitaler Selbstregulation. Vortrag im Rahmen des BaGraTEd Kolloquiums vom WiSe 2024-25. 
  • Paetsch, J. (2024, April 30). Präsentation der Evaluationsstrategie von EFT-C. Online-Treffen für alle EFT-A-Projekte in DiSo-SGW und DiäS. 
  • Paetsch, J. (2025, October 27). Design und erste Ergebnisse der allgemeinen Begleitforschung in DiSo-SGW und DiäS [Conference presentation]. Abschluss- und Ausblickstagung von DiSo-SGW und DiäS, Nürnberg. 
  • Summer, T., Zirkel, M., & Schnellbögl, C. (2025, May 27–31). Implementing Immersive Virtual Reality in Foreign Language Education: Evidence from a Teacher Training Course in the Context of Global and Digital Citizenship Education [Conference presentation]. CALICO 2025, San Diego, U.S. 
  • Summer, T., Zirkel, M., & Schnellbögl, C. (2025, March 24–26). Crossing Boundaries in ESD: Critical Perspectives on Virtual Reality Apps [Conference presentation]. Language Education for Sustainable Development, Münster. 
  • Zirkel, M., Schnellbögl, C., & Summer, T. (2025, September 24–27). Begeisterung für BNE durch Virtual Reality: Einblicke in ein englischdidaktisches Forschungsprojekt [Conference presentation]. 31. DGFF-Kongress, Kassel. 
     

Poster

  • Drechsel, B., Paetsch, J., Franz, S., Heublein, A. & Schnellbögl, C. (2023, October 25). Merkmale effektiver Lehrkraftfortbildungen [Poster session]. Gemeinsame Auftaktveranstaltung von DiSo und DiäS. Bamberg. 
  • Drechsel, B., Paetsch, J., Franz, S., Heublein, A., & Schnellbögl, C. (2023, October 25). Ergebnisse der Vorabbefragung [Poster session]. Gemeinsame Auftaktveranstaltung von DiSo und DiäS. Bamberg. 
  • Franz, S., Heublein, A., Schnellbögl, C., Drechsel, B., & Paetsch, J. (2025, September 22–24). Praxisorientierte Fortbildungsgestaltung und ihr Zusammenhang mit dem Zuwachs digitaler Lehrkraftkompetenzen [Poster session]. 89. AEPF-Tagung 2025, Essen. 
  • Körner, K., Paetsch, J., Artelt, C., Drechsel, B., Franz, S., Gfrörer, T., Heublein, A., Leistner, M., Morina, F., Nagengast, B., Schnellbögl, C., Schütz, A., Trautwein, U., Wolter I. (2024, September 30). Evaluationskonzept für Lehrkräftefortbildungen zur Förderung digitaler Souveränität in den Projektverbünden DiSo-SGW und DiäS [Poster session]. lernen:digital-Tagung „Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung gestalten“, Potsdam. 
  • Schnellbögl, C., Paetsch, J., & Summer, T. (2025, September 22–24). Fachdidaktisches Wissen von Englischlehrkräften: Validierung eines Vignettentests zum Hör-Seh-Verstehen [Poster session]. 89. AEPF-Tagung 2025, Essen. 

 

 

LeadCom

LeadCom unterstützte Schulleitungen und Lehrkräfte in allgemein- und berufsbildenden Schulen bei der Gestaltung von digitaler Kommunikation und Kooperation sowie der Entwicklung von Digital Leadership.

Teilmaßnahme [1-7-1] Schulische Beratungskompetenz von Lehrkräften - unter besonderer Berücksichtigung von Elterngesprächen im digitalen Setting

Beteiligte Personen

Zielsetzung und Ergebnisse

Im Projekt Social Virtual Reality als Kommunikationsmedium für den Berufsalltag von Lehrkräften wurde zunächst die Frage leitend, wie sich schulische Kommunikationsprozesse im Zuge der digitalen Transformation verändern und welche Rolle immersive Technologien künftig einnehmen können. Ausgangspunkt war eine Interviewstudie, die zeigte, dass Lehrkräfte in zunehmend digital geprägte Kommunikationssituationen eingebunden sind (Beil & Gerholz, 2024). Vor diesem Hintergrund zeigen Ergebnisse im wissenschaftlichen Diskurs, dass Social Virtual Reality (SVR) im Vergleich zu klassischen 2D-Kommunikationsmedien ein intensiveres Gefühl von Präsenz erzeugen kann (Cummings & Bailenson, 2016; Sterna & Zibrek, 2021), während zugleich Interaktion, nonverbale Ausdrucksformen und kollaborative Prozesse realitätsnaher abgebildet werden (Wei et al., 2025; Sykownik et al., 2022). Da im Bildungsbereich der Einsatz von SVR überwiegend auf didaktische Lernszenarien fokussiert wird (Montagud et al., 2022), bestand im Teilprojekt des zentrale Gestaltungsinteresse darin, SVR als Kommunikationsmedium im beruflichen Kommunikationsalltag von Lehrkräften einzubetten. Dies dienste Grundlage für die Konzeption des Fortbildungsvorhabens im Rahmen eines Design-Based-Research-Ansatzes (Gerholz & Wagner, 2022).

Das Projekt folgte einem iterativen Ablauf, der wissenschaftliche Erkenntnisse mit schulpraktischen Anforderungen verband. Eine Vorstudie mit Lehrkräften identifizierte relevante Kommunikationsanforderungen und erste Einschätzungen zu potenziellen SVR-Einsatzszenarien. Sie zeigte, dass Lehrkräfte zwar eine Offenheit gegenüber immersiven Kommunikationsformen äußern, gleichzeitig aber ein begrenztes Vorstellungsvermögen zu konkreten Umsetzungsmöglichkeiten besitzen (Beil & Gerholz, 2024). Auf dieser Basis wurde ein Fortbildungsprototyp entwickelt, der Input-, Erprobungs- und Reflexionsphasen umfasst und sich an Prinzipien wirksamer Lehrerfortbildungen orientiert (Lipowsky & Rzejak, 2021). Die Fortbildung ermöglichte sowohl exploratives Kennenlernen von VR-Technologie als auch die Simulation beruflicher Kommunikationssituationen, wie sie im schulischen Alltag auftreten.

In zwei Design-Zyklen wurde das Konzept erprobt und weiterentwickelt. Die Begleitforschung erfolgte mittels Pre-/Post-Befragungen, die u. a. Einstellungen zu VR (Fütterer et al., 2023), digitale Selbstwirksamkeit (Spannagel & Bescherer, 2009) und wahrgenommene didaktische Qualität (Ritzmann et al., 2014) erfassten. Die Ergebnisse zeigten eine hohe subjektive Freude der Teilnehmenden. Gleichzeitig traten deutliche Unterschiede in den Vorerfahrungen mit VR zutage, weshalb die Differenzierung nach Erfahrungsstufen – in Anlehnung an VR-Lernwelten von Explorations- bis Konstruktionsumgebungen (Buchner & Aretz, 2020; Gerholz et al., 2022) – als zentrales Gestaltungsprinzip fungierte. 

Der zweite Design-Zyklus offenbarte, dass eine stärkere Integration didaktischer VR-Szenarien den Fokus der Lehrkräfte ungewollt vom Kommunikationsaspekt hin zum Unterricht verschob. Dieser Befund führte zu einem Re-Design, das den ursprünglichen Schwerpunkt wieder stärker betonte. Zudem wurde die Fortbildung in ein Blended-Learning-Format überführt, um die Zeit für die Erprobung der SVR-Anwendungen zu erhöhen (Ganz & Reinmann, 2007). Die Online-Phase vermittelt anhand Lernvideos Orientierungswissen, während die Präsenzphase der praktischen Erprobung, Kooperation und Reflexion dient.

Über den Gesamtzeitraum (2023–2026) wurden damit drei zentrale Ergebnisse erreicht: Erstens ein theoretisch fundiertes und praktisch erprobtes Fortbildungskonzept, zweitens systematische empirische Erkenntnisse zur Wahrnehmung und Nutzungserwartung von SVR in schulischen Kommunikationskontexten und drittens umfangreiche Erfahrungen zur Gestaltung immersiver Fortbildungssettings. Insgesamt zeigt sich, dass SVR das Potenzial besitzt, Kommunikationskulturen an Schulen langfristig zu erweitern – vorausgesetzt, Lehrkräfte erhalten realistische Anwendungsszenarien, ausreichend Zeit zur Exploration und ein didaktisch gut strukturiertes Lernangebot.
 

Transfer

Die entwickelte Fortbildung wurde inklusive aller Lehrmaterialien und Erläuterungen zur Durchführung und didaktischen Konzeption auf der Fortbildungsplattform Complett veröffentlicht. Somit besteht die Möglichkeit der Landesinstitutionen die Fortbildung anzubieten, zu adaptieren oder weiterzuentwickeln. Weiterhin wurde die Fortbildung in Präsenz an Schulen in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen erprobt und erweitert. In der 1. Phase der beruflichen Lehrkräftebildung – Wirtschafts- und Gesundheitspädagogik – an der Universität Bamberg, wurde die Fortbildung auch curricular auf Bachelor-Ebene integriert.
 

Fortbildungen

Publikationen

  • Beil, S. & Gerholz, K.-H. (2024). Wie sieht die Kommunikation der Zukunft an beruflichen Schulen aus? Eine empirische Pilotstudie zu Potentialen von social VR. berufsbildung, 3, 18–22.
  • Wittig, J. & Gerholz, K.-H. (under review). Zukunft gestalten mit Social Virtual Reality: Ein Design-Based-Research-Ansatz für die Lehrkräftebildung. In R., Kammerl & J., Bastian (Hrsg.), Digitale Kommunikation & Leadership: Ergebnisse des Projektverbunds LeadCom. Waxmann.

Vorträge

  • Wittig, J. & Gerholz, K.-H. (2025). Shaping Tomorrow’s Schools: Designing Social VR Training for future communication situations. EAPRIL conference, 26. November 2025, Valletta, Malta.
  • Wittig, J. & Gerholz, K.-H. (2025). Virtuelle Räume, reale Wirkung: Social VR als Impuls für schulische Kommunikationskulturen. lernen:digital Tagung, 30. September 2025, Potsdam.
  • Wittig, J. & Gerholz, K.-H. (2025). Zukunft gestalten mit Social VR: Ein Design-Based-Research-Ansatz für die Lehrer*innenfortbildung. Herbsttagung der Sektion Medienpädagogik der DGfE mit Abschlusstagung des Projektverbunds LeadCom. 19. September 2025, FAU Nürnberg.
     

Poster

  • Beil, S., & Gerholz, K.-H. (2024). Wie sieht die Kommunikation der Zukunft an beruflichen Schulen aus? Eine empirische Pilotstudie zu Potentialen von social VR. berufsbildung, 3, 18–22.
  • Buchner, J., & Aretz, D. (2020). Lernen mit immersiver Virtual Reality: Didaktisches Design und Lessons Learned. MedienPädagogik, 17(Jahrbuch Medienpädagogik), 195–216. https://doi.org/10.21240/mpaed/jb17/2020.05.01.X
  • Cummings, J. J., & Bailenson, J. N. (2016). How Immersive Is Enough? A Meta-Analysis of the Effect of Immersive Technology on User Presence. Media Psychology, 19(2), 272–309. https://doi.org/10.1080/15213269.2015.1015740
  • Fütterer, T., Feder, L., & Cramer, C. (2023). Ein neues Instrument zur Erfassung der Einstellungen zu Portfolioarbeit in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung (EPP-L). Unterrichtswissenschaft, 51(3), 361–393. https://doi.org/10.1007/s42010-022-00161-y
  • Ganz, A., & Reinmann, G. (2007). Blended Learning in der Lehrerfortbildung—Evaluation einer Fortbildungsinitiative zum Einsatz digitaler Medien im Fachunterricht. Unterrichtswissenschaft, 35(2), 169–191.
  • Gerholz, K.-H., Maidanjuk, I., & Schlottmann, P. (2022). Virtual Reality in der (beruflichen) Lehrerinnen- und Lehrerbildung – Hochschuldidaktische Perspektiven. In K.-H. Gerholz, P. Schlottmann, P. Slepcevic-Zach & M. Stock (Hrsg.), Digital Literacy in der beruflichen Lehrer:innenbildung: Didaktik, Empirie und Innovation (S. 185–198). wbv.
  • Gerholz, K.-H., & Wagner, A. (2022). Design-Based Research – Grounding, Understanding and Empirical Illustration in the Context of Vocational Education. In M. Goller et al. (Hrsg.), Methods for Researching Professional Learning and Development (S. 513–534). Springer. doi.org/10.1007/978-3-030-89582-2_25
  • Lipowsky, F., & Rzejak, D. (2021). Fortbildungen für Lehrpersonen wirksam gestalten. Ein praxisorientierter und forschungsgestützter Leitfaden. Bertelsmann Stiftung. https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/fortbildungen-fuer-lehrpersonen-wirksam-gestalten
  • Montagud, M., Cernigliaro, G., Arevalillo-Herráez, M., García-Pineda, M., Segura-Garcia, J., & Fernández, S. (2022). Social VR and multi-party holographic communications: Opportunities, Challenges and Impact in the Education and Training Sectors (Version 1). arXiv. https://doi.org/10.48550/arXiv.2210.00330
  • Ritzmann, S., Hagemann, V., & Kluge, A. (2014). The Training Evaluation Inventory (TEI)—Evaluation of Training Design and Measurement of Training Outcomes for Predicting Training Success. Vocations and Learning, 7(1), 41–73. https://doi.org/10.1007/s12186-013-9106-4
  • Sykownik, P., Maloney, D., Freeman, G., & Masuch, M. (2022). Something Personal from the Metaverse: Goals, Topics, and Contextual Factors of Self-Disclosure in Commercial Social VR. CHI Conference on Human Factors in Computing Systems, 1–17. https://doi.org/10.1145/3491102.3502008
  • Sterna, R., & Zibrek, K. (2021). Psychology in Virtual Reality: Toward a Validated Measure of Social Presence. Frontiers in Psychology, 12. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2021.705448
  • Spannagel, C., & Bescherer, C. (2009). Computerbezogene Selbstwirksamkeitserwartung in Lehrveranstaltungen mit Computernutzung. Notes on Educational Informatics – Section A: Concepts and Techniques, 5(1), 23–43.
  • Wei, Z., Liao, J., Lee, L.-H., Qu, H., & Xu, X. (2025). Towards Enhanced Learning through Presence: A Systematic Review of Presence in Virtual Reality Across Tasks and Disciplines (Version 1). arXiv. https://doi.org/10.48550/arXiv.2504.13845

 

Teilmaßnahme [1-7-2] Schulseelsorgliche Angebote als Anstoß für positive Schulentwicklung

Beteiligte Personen

Laura Bomblies (laura-silvia.bomblies@stud.uni-bamberg.de)
Carlos Munzer
Emilio Oppel (emilio.oppel@stund.uni-bamberg.de)
 

Zielsetzung und Ergebnisse

Wesentliche erreichte Ergebnisse der Teilmaßnahme Schulseelsorgliche Angebote als Anstoß für positive Schulentwicklung sind die Konzeptionierung, Erarbeitung, Pilotierung und die Dissemination von zwei unterschiedlichen digitalen Fortbildungs- und Beratungseinheiten für Multiplikator:innen und Schulseelsorgepersonen. Die im Antrag erwähnte spezielle Form der Krisenseelsorge in Schulen wurde aufgrund der Fokussierung des Gesamtprojekts auf Schulentwicklung in Schulseelsorge geändert. 

Es entstand der Moodle-basierte Selbstlernkurs (Digital) Well-Being auch an Ihrer Schule?. In diesem werden (erweiterte) Schulleitungen und Schulentwicklungsteams angesprochen: Neben einem Einblick in die Relevanz von Well-Being im schulischen Alltag erhalten sie einen theoretischen Impuls zu Faktoren des Well-Beings. Anhand von auf die Stärkung des Well-Beings bezogenen Anwendungsbeispielen auf verschiedenen Ebenen des schulischen Alltags werden die Teilnehmenden zum Nachdenken über die Steigerung des Well-Beings an der eigenen Schule angeregt. Dieser Kurs ist zusätzlich ein Teil des Fortbildungsmoduls auf Verbundprojektebene im Modul 1 – Lernpfad 2: Digitale Kommunikation und Kooperation zwischen Lehrkräften, Schulleitungen sowie schulübergreifend. Dafür war eine Mitarbeit an einer didaktischen Gesamtstruktur der Fortbildungseinheit unabdinglich, um einen gemeinsamen Lernpfad zu generieren und Absprachen hinsichtlich der OER-konformen Materialien zu treffen. Dies erfolgte im Zeitraum von März 2024 bis September 2025 durchgehend auf Verbundprojektebene – bis Februar 2025 begleitet durch den Praxispartner learninglab gGmbH. Über die Plattform ComPleTT werden sowohl der Lernpfad als auch der Einzelkurs den Landesinstituten zur Weiterbearbeitung und Verwendung zur Verfügung gestellt. Zur Qualitätssicherung wurden einerseits an verschiedenen Stellen des Entstehungsprozesses Schulleitungen und Schulseelsorgende in den Entwicklungsprozess mit einbezogen und andererseits auf Hochschulebene der Kurs pilotiert, evaluiert und angepasst. Die summative Evaluation der entwickelten Module zur Gesamtbewertung der Fortbildungsmaßnahmen läuft noch bis März 2026.

Darüber hinaus wurde ein monatliches einstündiges und digitales Fortbildungsformat für Schulseelsorgende und an Schulseelsorge interessierte Personen in binationaler Zusammenarbeit (Österreich-Deutschland) ins Leben gerufen. Diese Einheiten eröffnen Möglichkeiten, den digitalen Raum zur (inter-) nationalen Vernetzung zu nutzen, während sie sich thematisch um das konkrete analoge Tun vor Ort drehen. Als Plattform wird relilab.org genutzt, um eine Anbindung an andere digitale religionspädagogische Angebote herzustellen. Ziel ist es, den Nischenbereich der Schulseelsorge durch Austausch und Vernetzung zu stärken und gleichzeitig auch an digitalen Kompetenzen der Lehrkräfte, insbesondere Kooperations-, Personal- und Technologiekompetenz, zu arbeiten. Im Konzeptionierungsprozess von Januar bis August 2024 waren die Arbeitsgemeinschaft der religionspädagogischen Institute ALPIKA Schulseelsorge und das Religionspädagogische Zentrum Heilsbronn beratend tätig. Die Pilotierung und Evaluierung erfolgten im Schuljahr 2024/25. Die Ergebnisse dieser Evaluation wurden bei der Überarbeitung des Formats berücksichtigt. Von Oktober 2025 bis März 2026 finden einerseits weitere sechs Einheiten von relilab.schulseelsorge statt, andererseits wird diese Zeit für Kooperationsvereinbarungen und Anbindungen an von der ALPIKA Schulseelsorge angebotenen Fortbildungsveranstaltungen genutzt, welche ab dem Schuljahr 2026/27 greifen sollen. 

Ein weiteres Produkt des Teilprojekts ist die Veranstaltung eines interdisziplinären, Praxis und Wissenschaft verbindenden Fachtags im Februar 2026 an der Universität Bamberg zum Thema Professionen im psychosozialen Feld der Schule: Schulpsychologie und Beratung, Schulseelsorge und Schulsozialarbeit. 

Über den gesamten Projektzeitraum nahmen die Mitarbeitenden an den Treffen des Verbundprojekts, u.a. an Projekttreffen und internen OER-Workshops, sowie an verschiedenen (Online-)Veranstaltungen und Tagungen der Transferstelle teil. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit anderen Teilprojekten entstand ein gemeinsames Arbeitspapier (Weber et al., 2025) zum Thema Digital Well-Being. 
 

Transfer

Der entwickelte Selbstlernkurs (Digital-)Wellbeing auch an Ihrer Schule? wurde fristgerecht zusammen mit der Fortbildungsdokumentation an die Transferstelle übergeben, sodass der Kurs voraussichtlich ab März 2026 über ComPleTT unter einer OER-Lizenz zur Nutzung und Weiterentwicklung für die Landesinstitute zur Verfügung gestellt wird. Ebenso wurde das Modul 1 auf Verbundprojektebene an die Transferstelle übergeben und steht ab voraussichtlich März 2026 über ComPleTT für die Landesinstitute zur Verfügung 

Bei den Fortbildungseinheiten im Rahmen von relilab.schulseelsorge, welche auf der vom Comenius-Institut (Evangelische Arbeitsstätte für Erziehungswissenschaft e.V.) gehosteten Plattform relilab.org, etabliert wurden, ist noch eine stärkere Anbindung an die ALPIKA Institute geplant, ggf. auch eine Kooperation oder Übernahme des pilotierten Formats. Hierzu laufen derzeit Gespräche auf verschiedenen Ebenen, welche über das Projekt hinaus dauern werden. Die Anbindung an das Comenius-Institut bleibt weiter bestehen 

Als Ansprechpartner:innen für den entstandenen Selbstlernkurs und relilab.schulseelsorge stehen auch über das Projektende hinaus Prof. Dr. Stefanie Lorenzen, Inhaberin der Professur für Evangelische Theologie mit dem Schwerpunkt Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts, sowie Carolin Lochner, wissenschaftliche Mitarbeitende am Lehrstuhl von Prof. Dr. Stefanie Lorenzen, an der Universität Bamberg zur Verfügung. 
 

Fortbildungen

(Digital-)Wellbeing auch an Ihrer Schule? Moodle-Selbstlernkurs.

Relilab.schulseelsorge. Einstündiges Online-Format. Bislang mit folgenden Themen: 

  • Zeit für mich im Schulalltag 
  • Praktikable Ideen für Leib und Seele 
  • Advent: Schulseelsorgliche Angebote inmitten religiöser Heterogenität 
  • Eine Stunde für mich vor Weihnachten – zur Stärkung und Reflexion 
  • Kennenlernen und Üben einer Beratungsmethode: System-Umwelt-Analyse 
  • Von Hut zu Hut, von Rolle zu Rolle im schulseelsorglichen Alltag 
  • Schulseelsorge mit Kolleginnen und Kollegen 
  • Schul-SEELSORGE-GESPRÄCHE 
  • Neues Schul(seelsorge)jahr – neue Werbung?! 
  • Seelsorgliches Zuhören – eine Auffrischung 
  • Schulseelsorgliche Kleinigkeiten 
  • Grenzenlose Offenheit – an wen richten sich meine schulseelsorglichen Angebote (nicht)?! 
     

Publikationen

  • Lochner, C. (2024). Evangelische Schulseelsorge – im Dazwischen Professionalität entwickeln. Wege zum Menschen (76/2), 116-129. 
  • Lochner, C. (2025). Evangelische Schulseelsorge. Unterbrechung und Raumeröffnung. In T. Laubach & S. Huber (Hrsg.), Braucht Demokratie Religion? Auseinandersetzungen mit Hartmut Rosa (Bamberger Theologische Studien 45, 189-200). University of Bamberg Press, https://doi.org/10.20378/irb-108272
  • Weber, P.-M., Banze, -A.-C., Bastian, J., Breins, B., Dehmel, L., Denzer, J., Drechsel, B., Krein, U., Lochner, C., Kammerl, R. (2025). Digital Well-Being im Kontext digitaler Kommunikation und Kooperation, https://doi.org/10.25593/open-fau-2280
  • Lochner, C. (under review). relilab.schulseelsorge: fachbezogen-online-kooperativ. In K. Scheiter & D. Richter (Hrsg.), Professionelles Handeln in einer Kultur der Digitalität: Ergebnisse des Kompetenzzentrums Schulentwicklung (Digitale Transformation von Schule und Fortbildung gestalten im Kompetenzverbund lernen:digital). Waxmann. 
  • Lochner, C. (under review).  Well-Being im digitalen Schulalltag. Stärkung des Wohlbefindens von Lehrkräften bei der Einführung eines digitalen Tools. In R. Kammerl & J. Bastian (Hrsg), Digitale Kommunikation & Leadership: Ergebnisse des Projektverbunds LeadCom. (Digitale Transformation von Schule und Fortbildung gestalten im Kompetenzverbund lernen:digital). Waxmann.
     

Vorträge

  • Carolin Lochner (2024): Digitalgestütztes Konzept zur Weiterentwicklung von Schulseelsorge im Rahmen von Schulentwicklung, Vortrag im Rahmen der ALPIKA Schulseelsorge-Tagung. Hamburg: 14.03.2024 
  • Barbara Drechsel, Rudolf Kammerl, Anja Lächner, Philipp Weber, Christof Beer, Carolin Lochner, Anne-Christine Banze, Bianca Giller, Daniel Grötzbach (2024): Selbstregulation und Well-Being in der Schule im Kontext von Digitalisierung. Symposiumsbeitrag im Rahmen der LeadCom-Tagung, Potsdam: 01.10.2024 
  • Carolin Lochner (2024): Schulentwicklung und Schulseelsorge (an evangelischen Schulen) –eine wechselseitige Beziehung?! Vortrag im Rahmen von schule-evangelisch-digital, online: 10.10.2024 
  • Carolin Lochner (2025): Steigerung des Wohlbefindens mit evangelischer Schulseelsorge als Thema für Schulentwicklung. Vorstellung einer Fortbildungseinheit. Vortrag im Rahmen der? Schulleitertagung: Schule leiten und gestalten, Heilsbronn: 10.01.2025 
  • Carolin Lochner (2025): Evangelische Schulseelsorge und Schulentwicklung. Vortrag im Rahmen des Schulseelsorgekonvents in Bayern, Heilsbronn: 12.03.2025   
  • Carolin Lochner (2025): Stärkung des Wohlbefindens von Lehrkräften in digitaler Schulentwicklung. Vortrag im Rahmen der Herbsttagung der Sektion Medienpädagogik der DGfE, Nürnberg: 19.09.2025
     

Poster

  • Carolin Lochner (2024): Evangelische Schulseelsorge trifft Schulentwicklung. Posterpräsentation im Rahmen der Netzwerktagung Praktische Theologie, Göttingen: 26.09.2024 
  • Carolin Lochner (2025): (Digital) Well-Being in der Schule. A: Digitale Learningsnacks für Schulseelsorgende. B: Selbstlernkurs (Digital) Well-Being mit PERMA. Posterpräsentation im Rahmen der Herbsttagung der Sektion Medienpädagogik der DGfE, Nürnberg: 18.09.2025 
  • Carolin Lochner (2025): (Digital) Well-Being in der Schule. A: Digitale Learningsnacks für Schulseelsorgende. B: Selbstlernkurs (Digital) Well-Being mit PERMA. Posterpräsentation im Rahmen der Abschlusstagung von lernen.digital, Potsdam: 01.10.2025 

 

Teilmaßnahme [1-7-3] Schulische Beratungskompetenz von Lehrkräften - unter besonderer Berücksichtigung von Elterngesprächen im digitalen Setting

Beteiligte Personen

Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Annette Scheunpflug
Prof. Dr. Barbara Drechsel
Dr. Christof Beer
Anne-Christine Banze
Noa Härlin (SHK, noa_haerlin@stud.uni-bamberg.de)
Funktionsadresse, die in der Außenkommunikation für Kontaktaufnahme verbreitet wurde: zebera.zlb(at)uni-bamberg.de
 

Zielsetzung und Ergebnisse

Als zentrales Ergebnis der Teilmaßnahme wurde ein Selbstlernkurs für Lehrkräfte und Schulleitungen mit dem Titel „Beratungsgespräche mit Eltern führen – digital und in Präsenz“ konzipiert, entwickelt, pilotiert und disseminiert. Die im Antrag erwähnte Entwicklung fächerspezifischer Angebote (z. B. Sprachlernberatung) entfiel, um sich auf eine für Schulentwicklungsprozesse relevante Ausrichtung der Inhalte zu fokussieren. 

Ein weiteres Ergebnis ist die Beteiligung an der Erstellung eines Fortbildungsmoduls auf Verbundprojektebene. Teile des Selbstlernkurses wurden in das LeadCom-Modul 1 – Lernpfad 1 „Digitale Kommunikation und Kooperation zwischen Schule, Schülerinnen und Schülern sowie Elternhaus“ integriert. 

Der Ablauf des Vorhabens orientierte sich an den durch die Projektleitung festgelegten Meilensteinen. Bis Januar 2024 wurde die Konstituierungsphase abgeschlossen, in der sich unter anderem auf das Format des Selbstlernkurses festgelegt wurde. Zudem wurde eine Bedarfsanalyse durchgeführt und der Forschungsstand aufgearbeitet. Dabei wurde in Teilen auf einschlägige Vorarbeiten des Teilprojekts BERA (Beratung im schulischen Kontext) aus dem QLB-WegE-Projekt (Wegweisende Lehrerbildung) der Universität Bamberg (2016–2023) zurückgegriffen.  

Anschließend folgten die Konzeption und Entwicklung des Selbstlernkurses sowie dessen Pilotierung bis Ende September 2025. Die Konzeption des Kurses orientiert sich an erwachsenenpädagogischen Prämissen sowie an empirischen Befunden zur Wirksamkeit von Fortbildungen im Allgemeinen. Im Zuge der Entwicklung wurden zu Visualisierungs- und Strukturierungszwecken Videos mit einem professionellen Videografen erstellt und Piktogramme in Auftrag gegeben. Die Piktogramme wurden außerdem für Werbematerialien und die digitale Außenkommunikation genutzt. Zudem wurden vielfältige Reflexions- und Übungsaufgaben entwickelt, um einen Transfer der Inhalte in die schulische Praxis der Teilnehmenden zu ermöglichen. Während des gesamten Erstellungszeitraums wurde der Kurs hinsichtlich der von lernen:digital verfolgten OER-Strategie weiterentwickelt. Dies umfasste auch die Sicherstellung, dass das gesamte Produkt den Anforderungen der Creative-Commons-Lizenz „CC BY 4.0“ entspricht. Während der Entwicklungsphase verfestigten sich die Kooperationsbeziehungen innerhalb des Projektverbunds. Dadurch konnten einerseits Synergieeffekte hinsichtlich der Inhalte genutzt werden, andererseits wurde u.a. ein gemeinsames Arbeitspapier (Weber et al., 2025) verfasst. 

Die Zusammenarbeit mit dem Franz-Ludwig-Gymnasium Bamberg, an dem die Teilmaßnahme im Juni 2024 eine Fortbildung zum Thema „Beratung im schulischen Kontext” anbot, konnte hingegen nicht verfestigt werden. 

Während der Entwicklungs- und Pilotierungsphase beteiligte sich die Teilmaßnahme von März 2024 bis September 2025 durchgehend an der Erstellung von Modul 1 auf Verbundprojektebene. Dies erfolgte bis Februar 2025 mit der Begleitung durch den Praxispartner learninglab gGmbH. Innerhalb von Modul 1 konnten zunächst zwei Lernpfade konzeptionell erarbeitet werden, die dann auf moodle-Basis als OER-Material zu einem kongruenten Fortbildungsangebot entwickelt wurden. 

Um die Qualitätssicherung und -optimierung im Prozess zu gewährleisten, wurde der Selbstlernkurs in Zusammenarbeit mit dem Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) und der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) Dillingen mittels einer Pilotierung und einer formativen Expertenbefragung evaluiert. Die Ergebnisse dieser Evaluation wurden bei Überarbeitungen berücksichtigt. Die summative Evaluation der entwickelten Module zur Gesamtbewertung der Fortbildungsmaßnahmen läuft noch bis März 2026. 

Über den gesamten Projektzeitraum nahmen die Teilnehmenden an den Treffen des Verbundprojekts, u. a. an Projekttreffen und internen OER-Workshops, sowie an verschiedenen (Online-)Veranstaltungen und Tagungen der Transferstelle teil. 
 

Transfer

Das erste Produkt, der entwickelte Selbstlernkurs „Beratungsgespräche mit Eltern führen – digital und in Präsenz“, wurde fristgerecht zusammen mit der Fortbildungsdokumentation an die Transferstelle übergeben, sodass der Kurs voraussichtlich ab März 2026 über ComPleTT unter einer offenen Lizenz zur Nutzung und Weiterentwicklung für die Landesinstitute zur Verfügung gestellt wird. 

Durch die Kooperation mit dem Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) in Bayern und der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) Dillingen konnte der Kurs im Mai 2025 auf einer Tagung des bayernweiten Netzwerkes KESCH „Konzept zur Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Schule“ vorgestellt werden. Diese Kooperation konnte im Laufe des Jahres 2025 durch Arbeitstreffen und die Durchführung einer Fortbildung für die KESCH-Multiplikator/-innen als e-Session im Dezember 2025 stetig ausgebaut werden. Es ist geplant, dass die KESCH-Multiplikator/-innen den Kurs ab 2026 bayernweit bis zur Ebene der Einzelschule multiplizieren.  

Als Ansprechpartner:innen für den entstandenen Selbstlernkurs stehen auch über das Projektende hinaus Prof. Dr. Barbara Drechsel, Inhaberin der Professur für Psychologie in Schule und Unterricht, sowie Dr. Christof Beer, Leiter des Kompetenzzentrums Beratung im schulischen Kontext (ZeBERA) an der Universität Bamberg, zur Verfügung. Somit ist eine thematisch kohärente und überdauernde Zuständigkeit gewährleistet. 

Das zweite Produkt, das Modul 1 auf Verbundprojektebene wurde ebenfalls an die Transferstelle übergeben und steht ab voraussichtlich März 2026 über ComPleTT für die Landesinstitute zur Verfügung.
 

Fortbildungen

  • Digitaler Selbstlernkurs auf moodle-Basis als OER-Material: „Beratungsgespräche mit Eltern führen – digital und in Präsenz“. Aktuell abrufbar hier (Moodleplattform der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen) sowie im internen Bereich der lernen:digital-Website; ab März 2026 auf ComPleTT verfügbar.  
  • LeadCom-Modul 1 – Lernpfad 1 „Digitale Kommunikation und Kooperation zwischen Schule, Schülerinnen und Schülern sowie Elternhaus“. Aktuell abrufbar hier (Moodleplattform der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen).
     

Publikationen

  • Banze, A.-C., Beer, C. & Drechsel, B. (under review). Doppelte Digitalität in der schulischen Elternberatung – Konzeption und Umsetzung eines Selbstlernkurses für die Lehrkräftefortbildung. In. R. Kammerl & J. Bastian (Hrsg), Digitale Kommunikation & Leadership: Ergebnisse des Projektverbunds LeadCom. (Buchreihe “Digitale Transformation von Schule und Fortbildung gestalten im Kompetenzverbund lernen:digital). Waxmann. 
  • Banze, A.-C., Beer, C. & Drechsel, B. (under review). Digitale Brücken in der Elternberatung: Blended Counseling als Innovationsimpuls für schulische Beratungspraxis. In K. Scheiter, D. Richter, Ch. Reintjes & J. Erlmann (Hrsg), Professionelles Handeln in einer Kultur der Digitalität: Ergebnisse des Kompetenzzentrums Schulentwicklung (Buchreihe: Digitale Transformation von Schule und Fortbildung gestalten im Kompetenzverbund lernen:digital). Waxmann. 
  • Weber, P.-M., Banze, A.-C., Bastian, J., Breins, B., Dehmel, L., Denzer, J., Drechsel, B., Krein, U., Lochner, C. & Kammerl, R. (2025). Digital Well-Being im Kontext digitaler Kommunikation und Kooperation. https://doi.org/10.25593/open-fau-2280

Vorträge

  • Drechsel, B., Kammerl, R., Banze, A.-C., Beer, C. Giller, B., Grötzbach, D., Lochner, C. & Weber, P. (2024). Selbstregulation und Well-Being in der Schule im Kontext von Digitalisierung. Austauschformat im Rahmen der Tagung „Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung gestalten“. Universität Potsdam, September 2024.
     

Poster

  • Banze, A.-C., Beer, C. & Drechsel, B. (2025). Beratungsgespräche mit Eltern führen − digital und in Präsenz. Ein kompakter Selbstlernkurs. Posterpräsentation im Rahmen der Tagung „Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung gestalten“. Universität Potsdam. September 2025. Abrufbar hier.  
  • Banze, A.-C., Beer, C. & Drechsel, B. (2025). Beratungsgespräche mit Eltern führen − digital und in Präsenz. Ein kompakter Selbstlernkurs. Posterpräsentation im Rahmen der Abschlusstagung des Projektverbunds LeadCom. Friedrich-Alexander-Universität Erlangen. September 2025. Abrufbar hier
  • Banze, A.-C., Beer, C. & Drechsel, B. (in Vorb.). Beratungsgespräche mit Eltern führen − digital und in Präsenz. Die Entstehung eines Selbstlernkurses [Arbeitstitel]. Posterpräsentation im Rahmen der Abschlussveranstaltung der Bamberger Projekte aus lernen:digital. Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Februar 2026.  

 

SchuDiDe

SchuDiDe untersuchte Potenziale für Schule als demokatiefördernde gesellschaftliche institution in der digitalisierten Welt und stellte Konzepte und Weiterbildungsmaterialien für Schulentwicklung zur Verfügung.

Globale Perspektiven digital-demokratischer Schulentwicklung – DiGiGlob

Beteiligte Personen

Prof. Dr. Dr.h.c. Dr.h.c. Annette Scheunpflug

Dr. Susanne Timm

 

Zielsetzung und Ergebnisse

DigiGlob zielte darauf, Gelingensbedingungen einer transnationalen Demokratiebildung als Teil von Schulentwicklungsprozessen auszuloten. Ein besonderes Augenmerk wurde auf Süd-Nord-Schulpartnerschaften und deren Beitrag für eine international verankerte Schulentwicklung, die auf Demokratiebildung hin orientiert ist und Digitalität einbezieht, gerichtet. Eine der Grundannahme des Projektes ist es, dass Demokratiebildung sich aufgrund der Problem- und Entscheidungslagen nicht allein auf den nationalstaatlichen Rahmen beziehen kann.

In seinen Forschungsanteilen wurden im Projekt mit der eingangs formulierten Zielstellung Leitbilder von schulleitendem Personal zu transnationaler bzw. globaler demokratiebezogener Schulentwicklung in und durch Digitalität untersucht. Die Daten wurden in drei Feldzugängen erhoben, 

(1) mit Aufnahmen aus mehreren Workshopphasen einer internationalen Konferenz in Ghana, auf der sich überwiegend subsaharische Stakeholder des Bildungssektors mit digitaler Schulentwicklung beschäftigt haben,

(2) in drei Gruppendiskussionen, die im Nachgang zu dieser Tagung online durchgeführt wurden,

(3) durch zehn leitfadengestützte Interviews mit Schulleitungen in Kamerun und Madagaskar zu ihren Wahrnehmungen von Partnerschaft, Demokratie, Digitalität und Weltgesellschaft.

Insgesamt wurden damit die subjektiven Theorien zum digitalen demokratiebezogenen Lernen in weltgesellschaftlichen Kontexten von 44 Personen aus acht Ländern erhoben.

Die Daten wurden jeweils induktiv inhaltsanalytisch ausgewertet, diese Analyseergebnisse deduktiv entlang der Fragestellung für das Projekt zusammengeführt und ergaben summarisch folgende Ergebnisse: Bildungsverantwortliche aus dem globalen Süden verstehen Partnerschaft erfahrungsbasiert in einem breiten Spektrum vom Nahbereich bis zu weitreichenden internationalen Beziehungen. Demokratie ist für die Interviewten zuvorderst mit Werten, insbesondere mit verschiedenen Formen individueller Freiheit verknüpft, die auch auf demokratische Verhältnisse und die politische Gestaltung des Gemeinwesens bezogen werden. Digitalisierung und Digitalität gegenüber wird eine weitreichend positive Haltung eingenommen. Sie wird als Schlüssel zur unkomplizierten Lösung vielfältiger Probleme gesehen. Stakeholder aus dem Globalen Süden verbinden mit Digitalität einen erleichterten Zugang zu Wissensbeständen jenseits des eigenen Kontextes. Sie sehen darin eine Voraussetzung dafür, am Weltgeschehen teilzuhaben und erwarten durch mehr Kenntnisse und Möglichkeiten für ein flexibleres Handeln. Über alle Daten hinweg ist deutlich, dass die Zugehörigkeit zum „globalen Dorf“ als selbstverständlich angesehen wird. Dieses Verständnis von Weltgesellschaft wird mit dem Bedürfnis nach Teilhabe verbunden – für eine so verstandene Weltgesellschaft eröffnet die Digitalisierung neue Möglichkeiten. 

Die Ergebnisse verweisen auf das besondere Potenzial, das Süd-Nord-Schulpartnerschaften in der Digitalität bieten, denn in deren Rahmen kann angesichts der grenzüberschreitenden Kultur der Digitalität diese sowohl erfahren als auch in einem geteilten Reflexionsraum kritisch aufgearbeitet werden. Schulpartnerschaften bieten zudem besondere Räume für Demokratiebildung, als in ihnen die weltweite Problembearbeitung kooperativ eingeübt und damit der nationalstaatliche Rahmen politischer Bildung überschritten werden kann. Süd-Nord-Schulpartnerschaften in Schulentwicklung systematisch zu integrieren, erlaubt es schließlich, diese aus dem Nahbereich zu lösen.

In Bezug auf die schulische Praxis wurden im Fortgang des Projektes Workshops mit Schulleitungen und Partnerschaftsakteuren durchgeführt, in die Ergebnisse aus der Forschung einflossen und kommunikativ validiert wurden. In einem weiteren Format wurden mit Schüler/-innen aus Madagaskar Videos über ihre Schule für die digitale Anbahnung von Kontakten mit entfernten Partnerschulen erstellt. Für die angestrebten Weiterbildungsformate wurde eine internationale Webinar-Reihe zur Digitalisierung von Schule durchgeführt, die im Schwerpunkt Bildungsakteure aus Subsahara Afrika adressierte. In einen modularisierten Online-Weiterbildungskurs zu globalen Schulpartnerschaften (bislang) für den deutschsprachigen Raum flossen Erkenntnisse aus der im Globalen Süden lokalisierten Forschung ein.

 

Transfer

Ein zentrales, für die schulische Praxis relevantes Ergebnis des Projektes DiGiGlob ist die Entwicklung eines Online-Selbstlernkurses „Praxisunterstützende Bausteine der Weiterbildung im Themenfeld Demokratiebildung, Digitalität und Schulpartnerschaft“. In fünf Modulen können sich Lehrkräfte aller Schulformen und Jahrgangsstufen, Schulleitungen und Schülervertretungen in vier Themenfelder (Kommunikation, Interkulturelles Lernen, Digitalität, Demokratiebildung) und in die Praxis von digital gestützten Schulpartnerschaften einarbeiten.

  • Teilnehmende erhalten Anregungen zur Durchführung von Schulpartnerschaften und deren Integration in Schulentwicklungsprozesse.
  • Sie erwerben Fachwissen und dadurch Argumente, mit denen die Integration von Schulpartnerschaften in Schulentwicklungsprozesse begründet werden können.
  • Sie werden dazu angeregt, interkulturelle und globale Settings, in denen sie sich bewegen, zu durchdenken und ihre eigene Rolle in Partnerschaften zu reflektieren.

Der Online-Selbstlernkurs „Praxisunterstützende Bausteine der Weiterbildung im Themenfeld Demokratiebildung, Digitalität und Schulpartnerschaft“ wird über die Homepage der UNESCO-Projektschulen zur Verfügung gestellt. 

 

Fortbildungen

Schulpartnerschaften in den globalen Süden mit digitalen Mitteln. Workshop im Rahmen des 15. KMK / BMZ-Fachtagung zum Orientierungsrahmen Globale Entwicklung, Berlin. 11/2024.

https://ges.engagement-global.de/files/2_Mediathek/Mediathek_Microsites/GES/01_Fachtagungen/2024/Dokumentation_15-Fachtagung-Globale-Entwicklung-2024.pdf und https://www.youtube.com/watch?v=DtdnY-kin-s

Digitalisation and Secondary School, Präsenzseminar für Sekundarschullehrkräfte und Bildungsverantwortliche aus Ruanda und der Demokratische Republik Kongo, in Zusammenarbeit mit der Protestant University of Rwanda und dem DigiLab der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Huye/Rwanda. 1/2025

Webinarreihe „Digitalization and Protestant Schools“ in Kooperation mit dem Netzwerk GPENReformation

  • Artificial Intelligence and the Challenges of Promoting Democracy and Human Rights in Schools. Online. 01/2025.
  • Digitality as new framework and challenge for schooling. Online. 02/2025.
  • Being a professional in the digitalized world. Online 03/2025.
  • Globalization and dealing with complexity: The example of the digital footprint. Online. 04/2025.
  • Digitalization for praxis in schools. Online. 05/2025.
  • Sustainability for actions – school partnership. Online. 6/2025
  • Good practice for the use of digital tools in school. Online. 7/2025.

Digitalisation and Secondary School, Online für Sekundarschullehrkräfte und Bildungsverantwortliche aus der Demokratische Republik Kongo, in Zusammenarbeit mit der Protestant University of Rwanda und dem DigiLab der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. online. 04/2025

Demokratielernen mit digitalen mitteln in Schulpartnerschaften. Workshop im Rahmen des Schulleitersymposiums Bamberg. 10/2025.

Demokratiebildung in Schulpartnerschaften – digital und in Präsenz. Workshop im Rahmen der Fachtagung „Schule und Unterricht in (post-)digitalen Zeiten“ der UNESCO-Projektschulen. Nürnberg. 11/2025.

South-North-partnerships - a pathway toward democracy promoting education in the era of digitalisation? Webinar über ANGEL (Academic Network on Global Education and Learning). Online. 5/2026.

 

Publikationen

wissenschaftliche Veröffentlichungen

Scheunpflug, A., & Timm, S. (2026). Digitale Globalisierung und die Schule als Lernort der Demokratie. In R. Koerrenz (Hrsg.), Schule als demokratischer Erfahrungsraum im Horizont der digitalen Globalisierung (S. 57–69). Beltz.

Scheunpflug, Annette (accepted) (2026). Global Learning and its contribution to democracy education. In Bourn, Douglas & Stones, Alexis (Hrsg.), Learning for a just, peaceful and sustainable world (S.149-164). Bloomsbury, London.

Scheunpflug, A., & Timm, S. (2025). Schulnetzwerke als didaktische Dimension im Horizont der Globalisierung – ein Beitrag zu SDG 17. Pädagogische Rundschau, 79(6), 665–676. https://doi.org/10.3726/PR062025.0071  

Timm, S., & Scheunpflug, A. (2025). Demokratiefördernde Bildung durch Digitalisierung? Empirische Einblicke in das Potenzial von Süd-Nord-Partnerschaften. ZEP – Zeitschrift für internationale Bildungsforschung und Entwicklungspädagogik, 48(1), 17–23. https://doi.org/10.20377/zep-15

Timm, S. & Scheunpflug, A. (2025) (Hrsg.): Demokratiebildung in der Glokalität, Themenheft der ZEP - Zeitschrift für internationale Bildungsforschung und Entwicklungspädagogik, 48(1). https://doi.org/10.20377/zep-2025-48-1 

Stiebritz, A., & Timm, S. (im Erscheinen, 2026). Demokratie und Schule im gesellschaftlichen Horizont: Lernen im glokalen Kontext – Impulse für eine demokratische Schulentwicklung. In R. Koerrenz (Hrsg.). Beltz. 

Timm, S., & Stiebritz, A. (angenommen, 2026). Digital-demokratische Schulentwicklung im glokalen Horizont. In Kompetenzverbund lernen:digital (Hrsg.): Schulentwicklung.

 

weitere Veröffentlichungen 

Scheunpflug, A., & Timm, S. (2025). Grenzenlose Demokratiebildung im digitalen Raum: Schulpartnerschaften zwischen Nord und Süd als Beitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen. uni.vers Das Magazin der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Mai 2025, 38–41. https://www.uni-bamberg.de/fileadmin/kommunikation/045-UNI-PUBLIKATIONEN/uni.vers/2025-forschung/uni.vers_2025_Nachhaltigkeit_Webversion_144_dpi.pdf

 

Vorträge

Annette Scheunpflug (2023): Demokratiebezogene Bildung im digitalen Zeitalter. Keynote im Rahmen der 15 Jahr-Feier des Instituts für Bildung und Kultur sowie des Auftakts des Kompetenzzentrums Schule: Digital-Demokratisch. Jena. 10/2023.

Annette Scheunpflug / Susanne Timm (2023): Globale Perspektiven digitaler-demokratischer Schulentwicklung  – DigiGlob. Vortrag im Rahmen der Auftaktveranstaltung des Kompetenzzentrums Schule: Digital-Demokratisch. Jena. 10/2023

Susanne Timm / Frederick Njobati (2023): Evidence and consequences for digital learning about boundaries, Keynote im Rahmen der GPENreformation Conference „Protestant Education in the digital Era“. Korofidua/Ghana. 11/2023.

Susanne Timm (2024): Democracy-promoting Education through Digitalization? Empirical insight into South-North partnership, Vortrag im Rahmen der ECER/EERA Conference (European Conference on Educational Research) „Education in an Age of Uncertainty: memory and hope for the future“. Nikosia/Zypern. 8/2024.

Annette Scheunpflug / Susanne Timm (2024): Demokratieförderliche Bildung durch Schulpartnerschaften? Empirisch fundierte Impulse für die Weiterentwicklung schulischen Engagements im digital-globalen Kontext. Vortrag im Rahmen der im Rahmen der Tagung „Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung gestalten“ des Kompetenzverbund lernen:digital. Potsdam. 10/2024

Annette Scheunpflug (2024): Democracy(ies) and Development Education. Insights from European contexts. Beitrag auf dem Roundtabel von Sinergias at Faculty of Letters of the University of Porto. Online 10/2024.

Annette Scheunpflug (2024): Vernetzungsagentur Schule als demokratischer Erfahrungsraum im Horizont der digitalen Globalisierung. Vortrag im Rahmen der Tagung „Schule als demokratischer Erfahrungsraum im Horizont der digitalen Globalisierung“ des Kompetenzzentrums Schule: Digital-Demokratisch. Jena. 11/2024.

Annette Scheunpflug (2024): Der Beitrag des Globalen Lernens für die Förderung der Demokratie. Keynote im Rahmen im Rahmen des 15. KMK / BMZ-Fachtagung zum Orientierungsrahmen Globale Entwicklung, Berlin. 11/2024.

Susanne Timm (2025): Demokratie und Schule im gesellschaftlichen Horizont: Mit- und voneinander Lernen im glokalen Kontext – Ansatzpunkte für eine demokratische Schulentwicklung. Vortrag im Rahmen der Tagung „Das Demokratische der Digitalen Schulentwicklung“ des Kompetenzzentrums Schule: Digital-Demokratisch. Jena. 5/2025.

Susanne Timm (2025): Democracy-promoting Education through Digitalization? Empirical insights into South-North partnership.. Vortrag im Rahmen der ANGEL (Academic Network on Global Education and Learning) Konferenz „Research in Global Education and Learning – for Democracy, Peace, Human Rights, Sustainability and Global Social Justice“. Berlin. 6/2025.

Susanne Timm (2025): Glokale Sozialräume im Digitalen: Perspektiven des Demokratielernens in Schulpartnerschaften. Vortrag im Rahmen der Tagung „Digitale Transformation für Schule und Lehrkräftebildung gestalten“ des Kompetenzverbund lernen:digital. Potsdam. 9/2025.

Susanne Timm / Annette Scheunpflug (2026): Gemeinsam die Schule der Zukunft bauen: Globale und lokale Schulforschung. Vortrag im Rahmen der Tagung „Schulentwicklung: Digital-demokratisch“ des Kompetenzzentrums Schule: Digital-Demokratisch. Jena. 2/2026.

Annette Scheunpflug / Susanne Timm (2026): Transfer, Translation, Transformation: Wie Fortbildungen nachhaltig in die Praxis gelangen. Transfer Café im Dialogforum lernen:digital. Berlin. 3/2026.

Susanne Timm (2026, eingereicht): Acquiring Democracy-related Competencies Through Digital Learning Projects in Global School Partnerships. Vortrag im Rahmen der ECER/EERA Conference (European Conference on Educational Research) „Knowing and Acting: The changing conditions and potentials of education research“. Tampere/Finnland. 8/2026.

 

Poster

Susanne Timm (2025): DiGiGlob. Globale Perspektiven digital-demokratischer Schulentwicklung. Posterpräsentation im Rahmen der Arbeits- und Vernetzungstreffen des Kompetenzzentrums Schulentwicklung im Kompetenzverbund lernen:digital. Potsdam: 27.02.2025

Susanne Timm (2026): DiGiGlob. Globale Perspektiven digital-demokratischer Schulentwicklung. Posterpräsentation im Rahmen der Veranstaltung Abschlussveranstaltung der Bamberger Kompetenzprojekte Rückblick und Aufbruch – Forschung, Wandel und Zukunft in der Lehrerkräftebildung verbinden. Bamberg – Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung: 10.02.2026

WÖRLD

WÖRLD entwickelte Micro-Fortbildungen für Lehrkräfte, um digitale Kompetenzen von Lehrkräften einfach sichtbar zu machen und darauf basierend mit Mirco-Einheiten und Chatbots weiterzuentwickeln.


Der Kompetenzverbund lernen:digital wird finanziert durch die Europäische Union – NextGenerationEU und gefördert durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.