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Im Sommersemester 2017 hat Richard Utz die Johann-von-Spix-Professur inne.

Universitätspräsident Godehard Ruppert (links) ehrte Richard Utz (Mitte) mit einer Urkunde. Auch der Inhaber des Lehrstuhls für Englische Literaturwissenschaft, Christoph Houswitschka, gratulierte ihm.

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Mittelalterstudien und Game of Thrones

Mediävistik-Forscher Richard Utz ist Johann-von-Spix-Professor

Robin Hood, King Arthur, Game of Thrones: In diesem Sommersemester hat Prof. Dr. Richard Utz die Johann-von-Spix-Professur an der Universität Bamberg inne. Der Lehrstuhlinhaber der School of Literature, Media, and Communication am Georgia Institute of Technology (USA) und Präsident der International Society for the Study of Medievalism hielt im Juni und Juli 2017 Blockseminare zum Thema „Medievalism in Film“ ab. In den Seminaren beschäftigten sich die Teilnehmenden mit Filmen über das Mittelalter, beispielsweise mit King Arthur. Sie diskutierten darüber, wie das Mittelalter im 20. und 21. Jahrhundert filmisch dargestellt wurde.

Außerdem hielt Utz zu der Frage „Kann Game of Thrones die Mittelalterstudien retten?“ am Mittwoch, 12. Juli, einen Abendvortrag. Ein Aufsatz dazu ist jetzt auch in der Publikation Inside Higher Ed und ein Artikel auf time.com nachzulesen – passend zum Auftakt der neuen Game of Thrones-Staffel. Der gebürtige Amberger gilt als einer der führenden Spezialisten im Bereich Medievalism/Mittelalter-Rezeption. In seinem 2017 erschienen Buch „Medievalism. A Manifesto“ baut er eine Brücke zwischen den wissenschaftlichen Mittelalterstudien und der Mittelalterrezeption eines interessierten Laienpublikums. Dabei verknüpft er wissenschaftliche Inhalte mit seiner persönlichen Biographie.

Utz ist auf Einladung des Lehrstuhls für Deutsche Philologie des Mittelalters und des Lehrstuhls für Englische Literaturwissenschaft in Kooperation mit dem Bamberger Zentrum für Mittelalter-Studien (ZeMas) und der Graduiertenschule des ZeMas im Sommersemester 2017 als Gastprofessor nach Bamberg gekommen. Die Johann-von-Spix-Professur wurde im Jahr 2015 erstmals verliehen. Sie ist benannt nach Johann Baptist von Spix, der ab 1799 an der Universitas Ottoniano-Fridericiana, einer Vorläuferinstitution der heutigen Universität Bamberg, Philosophie studierte und dort auch promovierte. Für seine Leistungen in den internationalen Forschungsreisen wurde er später geadelt und zum Ritter geschlagen.