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Nach dem 30-jährigen Jubiläum schaut das Redaktionsteam nach vorne und überlegt sich bereits weitere Neuerungen für zukünftige Ausgaben.

In den Informationsständern, unter anderem in der U5 und im Marcushaus, finden Interessierte die aktuellen Rezensöhnchen-Ausgaben.

Sophia Klopf und Florian Grobbel geben einen Einblick in die Redaktionsarbeit.

Für die Redaktion suchen die Mitwirkenden stets fleißige Hände, die weitere Ausgaben füllen und ermöglichen.

Kultur & Sport

Rezensöhnchen, ein studentischer „Verein für Büchernarren“

30 Jahre Redaktionsgeschichte – wie geht es weiter?

Seit Anfang des Jahres liegt sie in den Informationsständern in den Eingangsbereichen der Universitätsgebäude aus und ist online auf der offiziellen Webseite zu finden: die 61. Ausgabe von Rezensöhnchen. Die Redaktion der einmal im Semester erscheinenden Zeitschrift für Literaturkritik setzt sich derzeit aus fast 40 Studierenden aller vier Fakultäten der Otto-Friedrich-Universität zusammen, die mit viel Schweiß, Zeit und vor allem Liebe daran arbeiten. Es bedarf vieler Hände, damit stetig neue Rezensionen die Zeitschrift füllen – der Spaß kommt dabei nie zu kurz. Studierende, die sich für das Lesen und Schreiben begeistern, erhalten in lockerer und ungezwungener Atmosphäre wertvolle Praxiserfahrung für das Berufsleben.

Durch Redaktionsaufgaben Praxiserfahrung sammeln

Denn es gilt nicht nur, Kritiken zu neu erschienenen Büchern aus den Bereichen Sachbuch, Belletristik, Lyrik oder Hörbuch für die gedruckte Ausgabe zu verfassen. Auf der Homepage finden die Leser neben Buchkritiken zum Beispiel auch Rezensionen über Theateraufführungen und Literaturverfilmungen. „Jeder findet seine Lieblingsrezension“, meint Florian Grobbel. Er leitet gemeinsam mit Sophia Klopf, die wie Grobbel Germanistik studiert, die Redaktion. Die Studierenden produzieren das Heft komplett selbst. Auch Verlagskorrespondenz, Werbeakquise, Finanzverwaltung oder Drucklegung sind daher Teil ihrer Aufgaben. Sophia Klopf und Florian Grobbel fassen den Entstehungsprozess des aktuellen Heftes kurz und knapp zusammen: „Bis zum Druck sind sehr viele Dinge, von der Titelauswahl bis hin zum Layout, zu beachten“. Die 24-Jährige ergänzt: „Die letzte Ausgabe habe ich bis zum Drucktermin dreimal vollständig durchgelesen.“

2018 zum ersten Mal in Farbe

Die komplett eigenständig durchgeführte Heftproduktion ist seit der Gründung von Rezensöhnchen durch zehn Bamberger Germanistikstudenten im Jahr 1987 eine Grundkonstante. Die seitdem veröffentlichten Ausgaben zeigen aber auch, dass und wie die Redaktion ihre Zeitschrift kontinuierlich weiterentwickelt. Nach den Feierlichkeiten zum 30-jährigen Jubiläum war deshalb wieder Tagesgeschäft angesagt, Verbesserungsvorschläge wollten generiert und umgesetzt werden. Eine Modifikation konnte die Redaktion in der aktuellsten Rezensöhnchen-Publikation bereits umsetzen. Im 61. Heft beschränkt sich der Farbdruck nicht auf die Titelseite – die gesamte Zeitschrift ist nun koloriert erhältlich.

31 Jahre sind erst der Anfang

In diesem Jahr will das Rezensöhnchen weitere Ambitionen und Vorsätze realisieren. Zum einen setzen sich Sophia Klopf und Florian Grobbel zum Ziel, dass die Planung und Organisation der nächsten Ausgabe „flüssiger“ vonstattengeht. Die beiden Studierenden, die seit einem halben Jahr ihre Stelle als Teamleitung inne haben, wünschen sich hierbei Unterstützung von weiteren aktiven Mitwirkenden. Aktuell ist die Redaktion zudem auf der Suche nach einem Vertriebschef. Zum anderen stehen inhaltliche Veränderungen an: Vor etwa zehn Jahren führten die damaligen Verantwortlichen feste Rubriken für die Inhalte ein. Seither finden die Leserinnen und Leser Rezensionen thematisch passend zum aktuellen Heftschwerpunkt sowie aus den Bereichen „Belletristik und Co.“ und „Literarisches Leben“. Diese bestehenden Rubriken sollen nun erweitert werden. Ein großes Anliegen im Jahr 2018 ist es, das Rezensöhnchen auch außerhalb der Universität stärker bekannt zu machen. Im Rahmen des 30-jährigen Jubiläums produzierte die Redaktion einen Kurzfilm. Die geführten Interviews mit Bambergerinnen und Bambergern deckten den Bedarf auf, das Angebot der Zeitschrift vermehrt zu kommunizieren.

Nicht nur etwas für Germanisten

Wer sich für die Mitarbeit an der Zeitschrift interessiert, dem stehen verschiedene Möglichkeiten für den Erstkontakt offen. Der feste Kern der Redaktion trifft sich regelmäßig alle zwei Wochen zum Stammtisch in der Bamberger Kneipe Rotenschild. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich der Runde anzuschließen. Zudem findet zum Semesterstart ein Infostammtisch am 24. April 2018 um 20.00 Uhr in der Kneipe statt. Die Arbeit an einer Zeitschrift, da ist sich die Redaktion einige, ist nicht nur für Studierende der Fachrichtung Germanistik interessant: Wer Spaß am Lesen und Schreiben hat, sollte den „Verein für Büchernarren“, wie Florian Grobbel das Redaktionsteam umschreibt, kennenlernen. Sophia Klopf fügt an, dass es sich bei Rezensöhnchen um ein „einzigartiges studentisches Projekt“ handle und einige Ehemalige in Erinnerungen an die Redaktionszeit schwelgen. Unter der E-Mail Adresse rezensoehnchen(at)gmail.com beantworten Sophia Klopf und Florian Grobbel jederzeit Anfragen rund um die Zeitschrift.  

Neben dem Rezensöhnchen gibt es an der Universität-Bamberg weitere Möglichkeiten Projekten von Studierenden beizutreten und diese tatkräftig zu unterstützen. Ein Überblick der Angebote ist unter der Rubrik hochschulnahe Gruppen zu finden.