Vom Suchen und Finden der Liebe - aber geht das auch im Netz? (Bild: Photocase)

Nach GLOBALIFE bereits mit dem nächsten Projekt erfolgreich: Hans-Peter Blossfeld (Bild: Pressestelle)

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Partnerwahl im Internet

DFG-Förderung für Bamberger Projekt „Prozesse der Partnerwahl auf Online-Kontaktbörsen“

Vom Suchen und Finden der Liebe – aber geht das auch mit einem Mausklick? Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert ein Bamberger Projekt, das die unterschiedlichen Strategien der Nutzer von Online-Kontaktbörsen untersucht.

Mit großen Plakaten werben diverse Singlebörsen und versprechen die große Liebe. Doch wie suchen einsame Herzen am besten einen Partner übers Internet? Welche Strategien versprechen Erfolg? Worauf achten Männer, was wollen Frauen?

Die Universität Bamberg und das Staatsinstitut für Familienforschung haben nun von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 432 000 Euro zur Untersuchung von Single- und Kontaktbörsen im Internet erhalten, um solche Fragen zu beantworten. Der Leiter des Projekts Prof. Dr. Hans-Peter Blossfeld (Lehrstuhl für Soziologie I) und sein Mitarbeiter Dipl.-Kfm. Jan Skopek untersuchen, wie Männer und Frauen ihre Partnersuche im Internet gestalten und ihre Partnerwahlentscheidungen über dieses Medium treffen. „Wir möchten herausfinden, wer am Online-Dating teilnimmt. Wie präsentieren sich Frauen und Männer online? Bislang gibt es keine Erkenntnisse, ob sich Partnersuchverhalten mit zunehmender Erfahrung ändert“, erläutert Prof. Blossfeld das Projekt. Die Forscher möchten auch herausfinden, wie erfolgreiche Partnerschaften über das Internet zustande kommen.

In Kooperation mit einem großen deutschen Anbieter einer Dating-Plattform ist es das Ziel, durch Archivierung computerbasierter Interaktionsdaten und mit Hilfe eines Online-Panels eine exzellente, hochdynamische sowie im sozialwissenschaftlichen Bereich bisher einmalige Datenbasis aufzubauen. In dem Projekt sollen dynamische Theorien und Modelle der Partnerwahl empirisch mit den Methoden der Längsschnittforschung untersucht werden. In der Verbindung von neuen Datensätzen und innovativen Methoden sehen die Forscher eine großartige Chance für die Wissenschaft, neue Einblicke in die Prozesse der menschlichen Partnerwahl zu erhalten.