Zwischen Lehrbuch und Windeln: die Vereinbarkeit von Studium und Familie ist nicht immer einfach.

Nicht nur die studierenden Eltern tauschen sich aus, manchmal finden auch die Kleinen schon neue Freunde.

Studierende Eltern helfen sich gegenseitig

Unterstützendes Netzwerk im Rahmen der Familienfreundlichen Universität

Das Eltern-Kind-Treffen bietet studierenden Eltern die Möglichkeit, mit anderen studierenden Müttern und Vätern in Kontakt zu treten und Informationen auszutauschen. Bereits bestehende Kontakte können gefestigt werden.

In familiärer Atmosphäre trafen sich am 28. Januar rund 20 Mütter und Väter mit ihren Kindern in der Markusstraße 12. Sie alle folgten der Einladung des Eltern-Service-Büros zum Eltern-Kind-Treffen. Die Veranstaltung findet jedes Semester statt. Dabei sollen studierende Eltern andere Mamas und Papas der Universität kennenlernen und sich untereinander mit Ratschlägen und Tipps weiterhelfen. Im Idealfall entstehen daraus dauerhafte Kontakte. Diese können so aussehen, dass man sich gegenseitig bei der Kinderbetreuung hilft. Der Studienalltag sei leichter, wenn man sich gegenseitig beim „Kinder hüten“ unterstützen kann, sagte eine Mutter.

Austausch von Erfahrungen

Die Besucher dieses Eltern-Kind-Treffens waren in der Vergangenheit unterschiedlich oft anwesend. Ein junges Paar war mit seiner drei Monate alten Tochter Malika das erste Mal dabei. Beide Elternteile studieren an der Universität Bamberg. Die junge Mutter nahm für das Wintersemester 2010/11 ein Urlaubssemester und kann somit bei ihrem Kind zu Hause bleiben oder nur in Teilzeit studieren, während ihr Partner Vollzeit weiterstudieren kann. Im kommenden Sommersemester wollen die Eltern der kleinen Malika tauschen: Papa nimmt sich ein Urlaubssemester, um seine Tochter zu versorgen, und Mama geht in die Vorlesung. Ab dem Wintersemester 2011/12 möchten dann beide wieder Vollzeit studieren. Malika könnten sie dann in eine Kinderkrippe geben. Doch welche Krippe soll es sein? An diesem Nachmittag konnten die beiden mit anderen Eltern über deren Erfahrungen mit Krippenplätzen sprechen. Eine große Hilfe für die jungen Eltern.

Kinderhaus ab 2012 bezugsbereit

Bei spezielleren Fragen wie „Ich bin alleinerziehend, habe eine wichtige Prüfung und mein Kind ist krank – Was kann ich tun?“ oder „Welche rechtlichen Bestimmungen gelten für den Prüfling mit Kind?“ bietet die Broschüre „Studieren mit Kind“ eine erste Orientierungshilfe. Darüber hinaus ist Maria Steger, die Leiterin des Eltern-Service-Büros der Univerität Bamberg, Ansprechpartnerin für alle Belange rund ums Studium mit zusätzlichen Familienaufgaben.

Bei Kaffee, Saft und selbstgebackenem Kuchen berichtete Maria Steger den anwesenden Müttern und Vätern, dass das neue Kinderhaus der Universität Bamberg voraussichtlich ab dem 1. Januar 2012 für die Kinderbetreuung zur Verfügung stehen wird. In der ehemaligen Ärztevilla in der Markusstraße, wo derzeit noch das Akademische Auslandsamt und die Zentrale Studienberatung untergebracht ist, soll in einem Jahr eine Kinderkrippe mit zwölf und ein Kindergarten mit 25 Plätzen entstehen.