Die Universität lud zur Baufeier in die Stangsstraße.

Die Pläne zeigen die neuen Räumlichkeiten mit Arbeitsräumen und Lesesaal.

Präsident Godehard Ruppert lobte den raschen Baufortschritt.

Rohbau in der Stangsstraße ist abgeschlossen

Universität feiert Fortschritt des Erweiterungsbaus der Teilbibliothek 4

Zehn Monate sind seit dem Spatenstich in der Stangsstraße vergangen. Mittlerweile ist der Rohbau des Erweiterungsbaus der Teilbibliothek für Sprach- und Literaturwissenschaft abgeschlossen. Am Donnerstag, den 21. Juli, lud die Universität Bamberg zur Baufeier ein. Die gläserne Teilbibliothek 4 ist bereits seit 2004 in Betrieb. Eine Aufteilung auf zwei Bauabschnitte war damals notwendig gewesen, weil sich das Grundstück noch nicht im Besitz des Freistaates Bayern befand. Seit dem Spatenstich am 1. Oktober 2015 wuchs auch der Rohbau des zweiten Bauabschnitts stetig in die Höhe.

Dabei waren die Bedingungen mitunter erschwert, erinnert sich Jürgen König, Amtsleiter des Staatlichen Bauamtes Bamberg. „Durch die starken Regenfälle bisher war die Fertigstellung des Rohbaus eine besondere Herausforderung, die dennoch vollständig unfallfrei abgelaufen ist“, berichtete König. Auch den Anwohnerinnen und Anwohnern, die zur Feier eingeladen waren, dankte er für die Zusammenarbeit.

Lesesaal soll rund um die Uhr zugänglich sein

„Die Bibliothek soll hauptsächlich für Bestände des Fachbereichs Orientalistik genutzt werden“, verriet der Präsident der Universität, Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert. Zu verdanken ist die insgesamt rund vier Millionen teure Teilbaumaßnahme der TechnologieAllianzOberfranken (TAO). Der Verbund TAO nutzt die Synergieeffekte der Universitäten Bamberg und Bayreuth sowie der Hochschulen für angewandte Wissenschaften Coburg und Hof auf Lehr- und Forschungsebene.

„Dass der Erweiterungsbau aus Technologiemitteln finanziert wird, liegt daran, dass die TAO-Professuren mit ihren unmittelbaren Fachkolleginnen und -kollegen der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik im Universitätsgebäude auf der ERBA untergebracht wurden“, erklärt Ruppert. Ursprünglich war dieser Platz für die Geistes- und Kulturwissenschaften gedacht, zu denen auch das Institut für Orientalistik gehört. „Daher brauchten wir Ausgleichsraum für die Orientalistik, der nun mit dem Erweiterungsbau der Teilbibliothek 4 sowie einem neuen Gebäude auf dem Schillerplatz umgesetzt wird.“

Bereits im Wintersemester 2017/2018 sollen die zusätzlichen 800 m² Hauptnutzfläche Studierenden und Forschenden zur Verfügung stehen. Durch den Anbau wird die Teilbibliothek um mehr als 100 Arbeitsplätze, Einzel- und Gruppenarbeitsräume, einen Schulungsraum sowie ein vergrößertes Freihandmagazin erweitert. Noch eine ganz besondere Neuerung erwartet Studierende und Forschende im Erweiterungsbau: Der Lesesaal wird mit der Chipkarte täglich 24 Stunden zugänglich sein. Mit den Planungen wurde, wie schon beim ersten Bauabschnitt, das Architekturbüro Meyer & Partner aus Bayreuth betraut.