Das TRAc-Team bietet Angehörigen der Universität Bamberg Unterstützung in allen Phasen der wissenschaftlichen Weiterqualifizierung (v.l.n.r.): Simone Treiber, Antonia Widmer-Leitz und Martin Rehfeldt mit Hilfskraft Pauline Cottin.

Für die Vernetzung der Promovierenden hat Alumna Evelyn Sarna ProDok gegründet.

- Mirjam Schmitt

Mit TRAc und ProDok den Karrieretraum Forschung verwirklichen

Unterstützung für wissenschaftlichen Nachwuchs – Woche der Forschung

Nicht wenige Masterstudierende spielen mit dem Gedanken an eine Promotion. Zweifel daran, wie sinnvoll die Investition von mehreren Jahren in eine Dissertation ist und wie es um die Chancen eines Postdocs auf der Karriereleiter steht, begleiten diese Überlegungen häufig. „An der Schwelle zur wissenschaftlichen Weiterqualifikation gibt es so viel zu bedenken, manches ist vielen Absolventen gar nicht bewusst“, weiß Dr. Martin Rehfeldt, Mitarbeiter der Trimberg Research Academy (TRAc) an der Universität Bamberg. „Auch nicht, dass wir bei all dem für sie da sind.“ Denn TRAc hilft Ratsuchenden aus allen Fächern. Insbesondere dem wissenschaftlichen Nachwuchs bietet sie ein breites Unterstützungsangebot in allen Karrierephasen von der Promotion über die Postdoc-Phase bis hin zur Berufungsfähigkeit und der Etablierung als Professorin oder Professor: Beratungsgespräche, Informationen zu Fördermöglichkeiten, Fortbildungen oder Hilfe bei der Vorbereitung eines Drittmittelantrags. Bei all dem haben Dr. Martin Rehfeldt und Dr. Antonia Widmer-Leitz, die gemeinsam unter anderem für die Postdoc-Beratung zuständig sind, immer auch ein Auge auf jüngste Entwicklungen im Wissenschaftsbetrieb.

Von einer Zukunft in der Forschung und der Forschung in der Zukunft

Die Verbindung von allgemeiner Nachwuchsberatung und einem Gespür für zukunftsrelevante Themen in der Forschungsarbeit ist charakteristisch für das Angebot der TRAc: Ganz aktuell beispielsweise veranstaltet sie vom 25. Februar bis zum 1. März 2019 die Woche der Forschung. Rund dreißig Vorträge, Workshops und Diskussionen widmen sich zum einen dem Schwerpunktthema „Kollege Computer. Digitalisierung der Wissenschaften“. Dabei bieten sie Orientierung und Fortbildungsmöglichkeiten für junge wie erfahrene Forscherinnen und Forscher, die sich für neue Werkzeuge wissenschaftlichen Arbeitens interessieren oder die Schnittstellen der MINT-Fächer interdisziplinär zu nutzen lernen möchten. Zum anderen lädt die Woche der Forschung aber auch Masterstudierende und Promovierende dazu ein, sich mit dem allgemeinen Handwerk des Forschens und den Wegen und Möglichkeiten einer Karriere an der Universität auseinanderzusetzen.

Für und Wider einer wissenschaftlichen Laufbahn

Veranstaltungen wie die Woche der Forschung helfen Interessierten dabei, eine genaue Vorstellung davon zu bekommen, was eine wissenschaftliche Laufbahn bereithalten und erfordern kann. Die Vor- und Nachteile, die beim Für und Wider einer Promotion abgewogen werden müssen, gestalten sich für jeden anders, so Dr. Elisa Kriza, die derzeit Dr. Marion Hacke bei der TRAc in der Promovierendenberatung vertritt: „Natürlich geht es bei solchen Beratungsgesprächen vor allem um die individuelle Lebenssituation und die Zukunftsvorstellungen, aber auch um die finanzielle Situation der Absolventen.“ Wer sich für eine Promotion entscheidet oder als Postdoc einen Karriereeinstieg an der Universität Bamberg sucht, wird von der TRAc bei allen außerfachlichen Fragen begleitet. „Wir helfen, Finanzierungsmöglichkeiten aufzutun, bieten Workshops an, beraten zu verschiedenen Karriereoptionen oder verraten, wie man die eigenen Berufschancen, zum Beispiel über Auslandsaufenthalte, verbessern kann.“

Initiative zur Vernetzung untereinander

Für den Erfahrungsaustausch untereinander haben sich die Promovierenden aber auch selbst organisiert: Die Initiative ProDok, gegründet von der Bamberger Alumna und Promotionsstudentin der Germanistik Evelyn Sarna, sorgt dafür, dass sich die Promovierenden auch fächerübergreifend untereinander vernetzen und unterstützen. „Die Initiative fördert den Erfahrungsaustausch und hilft bei Problemen“, erzählt Evelyn Sarna. Seit dem Gründungstreffen im April 2018 haben sich verschiedene Arbeitskreise gebildet, die unterschiedliche Veranstaltungen organisieren. Der Fokus liegt auf Weiterbildungsmöglichkeiten für Promovierende und interdisziplinären Forschungsdiskussionen. „Das Angebot reicht von Einführungskursen in Schreibprogramme wie LaTeX über Lektürekreise bis hin zum lockeren Netzwerken beim regelmäßig stattfindenden Promovierendenstammtisch“, so Evelyn Sarna.

Einen ausführlichen Bericht mit weiteren Informationen zur ProDok-Initiative und den Angeboten der TRAc für Promovierende, Postdocs sowie Professorinnen und Professoren der Universität Bamberg gibt es ab Seite 20 der aktuellen Ausgabe des Campus-Magazins uni.kat (02/2018).