Der traditionelle Richtkranz durfte nicht fehlen.

Der Rohbau steht bereits: Lange dauert es nicht mehr, bis in diesen Gemäuern 94 Studierende und fünf Kinder ihr neues Zuhause finden.

Auf den traditionellen Richtspruch folgte der Richtschmaus, der neben einem Imbiss auch Kaffee und Kuchen bot.

Michael Ullrich und Dagmar Steuer-Flieser freuen sich auf die Fertigstellung des neuen Studierendenwohnheims.

Studentisches Wohnen im Herzen der Stadt

Richtfest des neuen Studierendenwohnheims Coburger Straße

Es wurde gefeiert, geschmaust und musiziert: Beim Richtfest des neuen Studierendenwohnheims in der Coburger Straße herrschte ausgelassene Stimmung. Insgesamt 99 Wohnheimplätze werden hier geschaffen, darunter auch Wohngruppen für Alleinerziehende und Studierendenpaare mit Kind sowie rollstuhlgerechte Appartements.

Es gibt einen Fitnessraum, jedes Appartement hat Zugang zu einem eigenen Balkon und der Grünbereich lädt mit viel Platz zu Gemeinschaftsaktivitäten ein: Das geplante Studierendenwohnheim des Studentenwerks Würzburg hat einiges zu bieten. Am 24. Juli fand, musikalisch begleitet durch die Jazz/Pop-Combo der Universität, das Richtfest des zukünftigen Wohnheims statt, an dem die Fertigstellung des Rohbaus in der Coburger Straße gefeiert wurde.

Sowohl Dr. Dagmar Steuer-Flieser, Kanzlerin der Universität Bamberg und Vorsitzende des Verwaltungsrats des Studentenwerks Würzburg, als auch Andreas Starke, Oberbürgermeister der Stadt Bamberg, betonten angesichts der wachsenden Studierendenzahlen den hohen Stellenwert des neuen studentischen Wohnraums. Auf insgesamt 2.480 m² Wohnfläche schafft das Studierendenwohnheim Platz für 99 Bewohnerinnen und Bewohner. Die Lage an der Coburger Straße zeichnet sich dabei vor allem durch die Nähe zu den universitären Hauptstandorten an der Feldkirchenstraße, auf der ERBA-Insel und in der Innenstadt aus.

Platz bieten soll das Wohnheim auch Austauschstudierenden, die nur für die Dauer eines Auslandssemesters oder -jahres auf der Suche nach einer Unterkunft sind. „Aufgrund der geringeren Verweildauer in Bamberg haben diese oft weniger Chancen auf dem privaten Wohnungsmarkt. Dem möchten wir im Zuge der steigenden internationalen Vernetzung der Universität entgegenwirken“, erklärte Dagmar Steuer-Flieser.

Viel Platz für Gemeinsamkeit

Entworfen wurde das dreistöckige Studierendenwohnheim mit eigenem Parkhaus von dem Büro h.s.d. architekten aus Lemgo, das sich in einer Ausschreibung gegen 21 weitere abgegebene Arbeiten durchsetzen konnte. „Überzeugen konnte der Entwurf nicht zuletzt durch die verschiedenen Möglichkeiten zur Begegnung und Kommunikation“, erläuterte Gerhard Eck, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Inneren, für Bau und Verkehr. So können sich die zukünftig Einziehenden über ein Fitnessstudio, Gemeinschaftsräume und einen Tischtennisraum freuen. Auch auf den angrenzenden Grünflächen kommt der Gesellschaftscharakter in Form von Volleyball- und Basketballplätzen, einer Liegewiese und einem Grillplatz zum Ausdruck.

Die einzelnen Appartements können dabei auf unterschiedliche Weise genutzt werden, so beinhaltet das Wohnangebot 54 Einzel-, acht Zweier- und fünf Dreierappartements. Wie wichtig es ist, dass darüber hinaus auch fünf Wohngruppen geplant sind, die auf speziellere Bedürfnisse zugeschnitten sind, betont Dagmar Steuer-Flieser: „Auch auf Sonderformen des Studierens wird eingegangen, so stellt das Wohnheim für Paare mit Kind zwei und für Alleinerziehende drei Appartements zur Verfügung.“ Dank zwei weiterer rollstuhlgerechter Einzelappartements werde zudem Inklusion gefördert.

Scherben bringen Glück

Die Kosten des Wohnheims liegen bei rund 9,1 Millionen Euro. Davon wurden etwa 4,1 Millionen Euro an Fördermitteln durch den Freistaat Bayern beigesteuert, wodurch sich auch vergleichsweise günstige Mietpreise realisieren lassen. Wann genau das neue Wohnheim bezugsbereit sein wird, steht noch nicht genau fest. „Voraussichtlich wird es aber im Wintersemester 2016/17 eröffnet“, prognostiziert Michael Ullrich, Geschäftsführer des Studentenwerks Würzburg. Die Wohnheimplätze werden dann nach einem Wartelistenverfahren vergeben, für das sich jeder bewerben kann.

Anzeichen dafür, dass sich die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner in dem neuen Wohnheim wohl fühlen werden, gibt es bereits: Im Anschluss an den obligatorischen Richtspruch wurden, wie es die Tradition erfordert, gleich zwei Weingläser vom Dach auf den Boden geworfen. Sie zersprangen – und Scherben bringen ja bekanntlich Glück.

Hinweis

Diesen Text verfasste Antje Jaschik für die Pressestelle der Universität Bamberg. Er steht Journalistinnen und Journalisten zur freien Verfügung.

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