Studium, Beruf und Kind: Das geht! Matthias Wieckert, Ina Schulz und Tochter Nora

Maria Steger, Auszubildende Marion Will und Rainer Lautenbacher sorgten für das leibliche Wohl von Groß und Klein (von links).

Erfahrungsaustausch: Kinder und Eltern hatten Spaß beim „Eltern-Kind-Treffen“ der Universität Bamberg.

- Katrin Meyerhöfer

Erfahrungsaustausch bei Kaffee und Kuchen

Aufbau eines Kinderhauses für die Universität geplant

Von Krabbelmonstern und Kinderhäusern: Am 25. Januar lud das Eltern-Service-Büro der Universität Bamberg Studierende mit Kind zum „Eltern-Kind-Treffen“ in die Markusstraße 12 ein. Auch Hochschulmitarbeiterinnen und -mitarbeiter und ihre Sprösslinge waren herzlich willkommen.

Es ist nicht immer einfach, die Rolle einer „Mama“ oder eines „Papas“ und das Studium unter einen Hut zu bringen. Unterstützung wird den rund 280 studentischen Eltern – ein Großteil von ihnen ist im Studiengang Pädagogik eingeschrieben – dabei von Maria Steger zuteil. Sie berät alle Eltern der Universität, per E-Mail, telefonisch oder persönlich während ihrer Sprechzeiten. Um die Ziele familienfreundliche Studienbedingungen und familiengerechte Arbeitsbedingungen für die Hochschulangestellten erreichen zu können, engagiert sich in Bamberg außerdem die Projektgruppe „Familiengerechte Universität“.

Von diesem Einsatz profitieren auch Matthias Wieckert, Ina Schulz und ihre gemeinsame Tochter Nora. Nora ist heute 22 Monate alt und wurde drei Wochen vor Matthias’ Studienbeginn geboren. Obwohl mit Matthias nur ein Elternteil an der Universität eingeschrieben ist – Ina arbeitet in einer Bamberger Apotheke – können sie bei der studentischen Kinderkrippe „Krabbelmonster“ mitmachen. Außerdem nutzt die kleine Familie gerne Angebote wie die Weihnachtsfeier für Studierende mit Kind oder eben das „Eltern-Kind-Treffen“.

Für Sommer 2009 Eröffnung des Kinderhauses geplant

Damit in nicht allzu ferner Zukunft die studierenden Eltern auf ein noch besser ausgebautes Betreuungsangebot für ihre Kinder zurückgreifen können, soll im Sommer 2009 ein Kinderhaus eröffnet werden. Intention dieses Projektes ist es, eine Betreuung für 80 bis 90 Kinder im Alter von 0 bis 12 Jahren zu gewährleisten. Das Kinderhaus soll ganzjährig geöffnet sein. Neben den „üblichen“ Betreuungszeiten will man mit Hilfe von qualifizierten Fachkräften auch die Betreuung während der Ferien gewährleisten und bei Bedarf eine Randzeitenbetreuung am Abend oder an Wochenenden sowie eine Spontanbetreuung zum Beispiel im Krankheitsfall anbieten. Dr. Günther Erning, der vor seiner Versetzung in den Ruhestand Akademischer Direktor am Lehrstuhl für Elementar- und Familienpädagogik der Bamberger Universität und außerdem Leiter der Projektgruppe „Familiengerechte Hochschule“ war, informierte über den aktuellen Stand des Projekts, für das er sich auch im Ruhestand noch engagiert. Des Weiteren hob er die Unterstützung des Kinderhauses durch die Hochschulleitung hervor.

Ein geeignetes Gebäude mit Garten für dieses Vorhaben sei schon gefunden. Im Moment müssen noch Fragen der Denkmalpflege und der Trägerschaft geklärt werden. Erning ist überzeugt, dass dieses Vorhaben ein Modell für andere Hochschulen in Bayern darstellen wird. Neben den studentischen Eltern und ihren Kindern werden ebenfalls kinderlose Studierende der Elementar- und Familienpädagogik von der Einrichtung profitieren können: Es soll dort eine Praktikumsstelle für sie eingerichtet werden.

Weitere Informationen zum Projekt „Familienfreundliche Universität“ finden Sie

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