Bei ihrem Besuch an der Universität Bamberg wurde Diggs auch von Präsident Ruppert willkommen geheißen (Bild: Anna Kammerer).

- Andreas Christ

„Obama-Stipendium“ für amerikanische Studentin

Regierungswechsel in den USA als Anstoß für neuen Studierendenaustausch

Der Termin hätte kaum besser gewählt sein können: Zur Amtseinführung Obamas besuchte Dr. Cerue Diggs von der Howard University in Washington die Universität Bamberg. Grund war die Einladung einer ihrer Studentinnen als „Obama-Stipendiatin“ für das Sommersemester. Langfristig ist eine stetige Partnerschaft zwischen den beiden Universitäten angedacht.

Am Abend der amerikanischen Präsidentenwahl am 4. November war die Germanistikdozentin Dr. Cerue Diggs einer der Gäste in der Talkshow von Sandra Maischberger gewesen, die von der ARD live aus New York übertragen wurde. Wenige Tage später erhielt sie eine Nachricht von der Universität Bamberg mit der Einladung für eine ihrer Germanistikstudentinnen an der Howard University, das Sommersemester 2009 in Bamberg zu verbringen.

„Die Einladung für einen Studierenden der Howard University war eine Reaktion der Universität Bamberg, mit der man dem großen Interesse an der US-Wahl und den mit Obamas Wahlsieg verbundenen Hoffnungen Ausdruck verleihen möchte. Die Howard University in Washington D. C., mit der die Universität Bamberg bisher noch keine Partnerschaft unterhielt, schien uns dafür als eine der ältesten historisch afro-amerikanischen Universitäten der USA der ideale Anknüpfungspunkt zu sein“, erklärt Dr. Andreas Weihe, Leiter des Akademischen Auslandsamtes, die Idee hinter dem Projekt. „Diese Einladung ist nur ein kleiner Schritt, aber er soll ein Zeichen sein für die Hoffung auf ein wieder besseres Miteinander zwischen den USA und Europa, das nur allen dienen kann und das man sich eben auch hier auf dieser Seite des Atlantiks sehr wünscht.“

Pläne zu einer neuen Partnerschaft

Zuerst einmal wird eine von Diggs’ Germanistik-Studentinnen nun ab März ein Semester lang in Bamberg studieren. Ihr Stipendium beinhaltet eine monatliche Förderung von 500 Euro und den Erlass der Studienbeiträge. Langfristig denkt man über eine feste Partnerschaft zwischen den beiden Universitäten nach, gibt es doch in der Fächerstruktur einige Gemeinsamkeiten. Zur Vorbereitung des Austausches weilte Diggs deshalb vom 14. bis 19. Januar an der Universität Bamberg. Neben dem Dekan der Fakultät Humanwissenschaften Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm und dem Dekan der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften Prof. Dr. Friedhelm Marx traf sie auch den Präsidenten der Universität Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert.   

Zur weiteren Vertiefung der Zusammenarbeit hat man Diggs als Gast zur Internationalen Bamberger Sommeruniversität für Germanisten im August 2009 eingeladen. Dieser Besuch wird also sicherlich nicht ihr letzter Aufenthalt in Bamberg gewesen sein.