Sibylle Broll-Pape empfing die Professorinnen und Professoren in der TreffBar.

Godehard Ruppert (links) begrüßte die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

In der Schreinerei wartete auf die Besucherinnen und Besucher ein frisch gezimmerter Sarg.

Disponent Stefan Dzierzawa führte die Professorinnen und Professoren hinter die Kulissen.

Der gemeinsame Rundgang endete in Herrn Taschenbiers schwarz-weißem Wohnzimmer.

- Monica Fröhlich

In Herrn Taschenbiers Wohnzimmer

Universitätsleitung begrüßt neue Professoren im Theater

Im Zweijahresrhythmus begrüßt die Universitätsleitung die neuen Professorinnen und Professoren der Universität Bamberg zum gegenseitigen Kennenlernen – diesmal waren sie ins ETA Hoffmann Theater eingeladen, wo Intendantin Sibylle Broll-Pape die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und die Universitätsleitung in der TreffBar empfing. Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert begrüßte die Gäste wie gewohnt namentlich und stellte die rund 20 Anwesenden einander vor. In gewisser Weise sei er ja auch Leiter eines Theaters, gab er schmunzelnd zu denken.

Die Analogie zwischen Universität und Theater beschäftige die Gruppe dann auch während der Führung von Disponent Stefan Dzierzawa, der den Neuen Einblicke gab in die Geschichte des Bamberger Theaters, seinen Aufbau, vor allem aber in die tägliche Theaterarbeit hinter den Kulissen: auf den Probe- und Nebenbühnen, in der Requisite, in den Werkstätten und im Fundus. Im ETA Hoffmann Theater arbeiten laut Dzierzawa derzeit rund 100 Personen, davon sind aber nur ein Viertel Schauspieler. Erstaunt registrierten die Professorinnen und Professoren, wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ganz unterschiedlichen Berufen am Theater eine Rolle spielen.

Kostüme, Requisiten und Beleuchtung

Ohne Personal in den Bereichen Masken- und Bühnenbild, Schreinerei, Schneiderei, Requisite, Elektrik und Ton gäbe es keine Aufführungen, das wurde den Besucherinnen und Besuchern bei ihrem Rundgang durchs Theater vor Augen geführt: In der Schreinerei wurde gerade ein Sarg gezimmert und im Saal der Theatermalerei wartete ein am Boden aufgespannter Prospekt auf sein „Finish“, die beidseitige Bemalung als Bühnenhintergrund. „Hier wird nichts dem Zufall überlassen“, betonte der Disponent, der das Theater und seine Abläufe wie kaum ein zweiter kennt. Alles sei aufeinander abgestimmt. Die Abstimmung sei allerdings auch eine echte Herausforderung. Das könne man bei den sogenannten „AMA-Proben“ erleben, wenn „Alles mit Allem probt“, also die gesamte Aufführung erstmals im Ablauf und mit originaler Dekoration, Kostümen, Requisite und Beleuchtung durchgespielt wird. „Diese Proben werden auch Chaos-Proben genannt“, erklärte er lachend.

Theater an der Universität

Am Ende des Rundgangs nahm die Gruppe Platz im großen Theatersaal, der 400 Personen fasst. Unter dem Wappen des Königs von Griechenland, der dort einst seine Königsloge hatte, hörten die Gäste noch ein wenig Theatergeschichte. Zum Abschluss durften die Professorinnen und Professoren dann auf die Bühne, wo die Weihnachtsproduktion Sams im Glück nur wenige Stunden später Premiere feiern sollte. In Herrn Taschenbiers schwarz-weißem Wohnzimmer endete der gemeinsame Rundgang. Das Theater an der Universität sei doch ganz anders, scherzten einige. Aber eine mobile Personenversenkungsanlage oder eine Applausordnung könne man sich auch für Vorlesungen gut vorstellen.