Astrid Staudacher (2.v.l.) übergibt das Zertifikat an Fabian Franke, Dagmar Steuer-Flieser und Inga Gerike.

Leoni Schmalz ist die erste FaMI-Auszubildende der Universitätsbibliothek.

Anerkannte Ausbildungsbibliothek

Universitätsbibliothek erhält Zertifikat

Leoni Schmalz ist Auszubildende an der Universitätsbibliothek Bamberg und lernt dort alle Tätigkeiten, die zur Literatur- und Informationsversorgung notwendig sind. Jetzt erhielt ihre Ausbildungsbibliothek eine Auszeichnung.

Bei der Literaturrecherche beraten, Bücher und Medien ausleihen, Fernleihen und Aufsätze bestellen, Mahngebühren abrechnen – all das sind Aufgaben von Leoni Schmalz. Zumindest, wenn sie gerade an einer Info-Theke eingesetzt ist. Die 17-Jährige macht an der Universität Bamberg ihre Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste, Fachrichtung Bibliothek – kurz: zur FaMI.

Leoni Schmalz ist die erste FaMI-Auszubildende der Universitätsbibliothek. Seit 2013 lernt sie, die Nutzerinnen und Nutzer der Universitätsbibliothek bei der Informationsrecherche zu unterstützen, Medien zu erwerben und zu katalogisieren, Ausleihen und Bestellungen zu bearbeiten, mit Datenbanken umzugehen und Bücher zu digitalisieren. Dafür überreichte Astrid Staudacher von der zuständigen Stelle der Bayerischen Staatsbibliothek im Februar Kanzlerin Dr. Dagmar Steuer-Flieser und Bibliotheksdirektor Dr. Fabian Franke das Zertifikat als anerkannte Ausbildungsbibliothek.

„Die Universität möchte qualifizierten bibliothekarischen Nachwuchs für die Universitätsbibliothek ausbilden und jungen Menschen aus der Region einen Ausbildungsplatz anbieten“, so die Kanzlerin. „Davon gibt es derzeit in Bayern zu wenig. An öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken werden mehr FaMIs benötigt, als die Zahl der Absolventen decken kann.“

Richtige Recherche lernen

Sowohl wissenschaftliche Bibliotheken als auch öffentliche Bibliotheken wie beispielsweise Stadtbüchereien bieten die dreijährige Ausbildung zum FaMI an. „In einer Universitätsbibliothek haben die Studierenden und Forschenden natürlich besondere Anforderungen“, so Bibliotheksdirektor Franke. Leoni Schmalz, die gerade ein externes Praktikum in der Stadtbibliothek Nürnberg gemacht hat, erklärt die Unterschiede: „Ein Schwerpunkt ist zum Beispiel, Studierenden zu vermitteln, wie man die passende Literatur findet.“ Dazu gehört auch, Tipps und Tricks bei der Suche in Katalogen und im Internet zu kennen und Kurse durchzuführen.

Die Berufsschule ergänzt die praktische Ausbildung in Bamberg. Eines von Schmalz’ Fächern ist Medienerschließung, also das Katalogisieren und Verschlagworten von Literatur. „Das hat mir auch für die Recherche geholfen. Man weiß noch besser, wie und wo man suchen muss.“ Neben der Medienerschließung stehen weitere Fächer auf ihrem Stundenplan wie Medienmarketing, Medienanalyse, Kundenservice und Englisch. Leonie Schmalz ist zufrieden: „Für mich ist die Kombination wunderbar: Ich kann viel mit Büchern arbeiten und habe gleichzeitig viel Kontakt zu den Studierenden und den Wissenschaftlern.“

Zwei Bereiche von vielen: Medienbearbeitung und Fernleihe

Ihre Ausbilderin Dr. Inga Gerike hält die angehende FaMI für gut gewappnet für das Berufsleben: „Der Vorteil der Ausbildung an der Universitätsbibliothek Bamberg ist, dass wir Einblicke in ganz verschiedene Bereiche und deren Zusammenhänge geben können.“

So besteht die Ausbildung von Leoni Schmalz neben der Berufsschule aus verschiedenen Stationen innerhalb der Bibliothek. „Ein Schwerpunkt  war mein Einsatz an den Info-Theken, aber ich war auch bei der Buchbinderin und jetzt bin ich in der Fernleihstelle.“ Dort sorgt sie dafür, dass ein Buch aus einer anderen Bibliothek schnell den Weg nach Bamberg findet, wenn es hier benötigt wird. „In der Medienbearbeitung lerne ich sozusagen den ganzen Weg des Buches kennen, bis es schließlich im Lesesaal steht oder ausgeliehen wird.“ Externe Praktika wie an der Stadtbibliothek Nürnberg und dem Bamberger Stadtarchiv ergänzen die Stationen in allen sechs Teilbibliotheken.

Dabei achtet Inga Gerike auf die Vergleichbarkeit des Abschlusses. „Es ist wichtig, dass alle FaMIs den gleichen Ausbildungsstand erhalten. Schließlich soll Leoni nach ihrem Abschluss in verschiedenen Bibliotheken arbeiten können“ sagt sie und fügt schnell hinzu: „Auch wenn wir sie natürlich am liebsten behalten möchten.“

Hinweis

Diesen Pressetext verfasste Samira Rosenbaum für die Pressestelle der Universität Bamberg. Er kann für redaktionelle Zwecke verwendet werden.

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