Viele Studierende hinterlassen ihre Spuren in Bamberg, eine davon ist Felicia Geuder-Hanslik (v.l.: Godehard Ruppert, Felicia Geuder-Hanslik, Andrea Bartl).

Fröhliche Gesichter: Im Sommersemester feierten insgesamt 240 Absolventinnen und Absolventen ihren erworbenen Abschluss.

Jetzt ist es offiziell: mit der Zeugnisübergabe beginnt ein neuer Lebensabschnitt für die Alumni.

Wegbegleiter: Familie und Freunde feiern zusammen mit den Absolventinnen und Absolventen.

Spurenlese und Wegbewältigung

Absolventenfeier an der Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften

Gelegenheit zum Feiern, Nachdenken und Erinnern bot die Absolventenfeier der Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften: Germanistik-Absolventin Felicia Geuder-Hanslik blickte auf eine Hörsaalbesetzung, langwährende Freundschaften und andere Ereignisse ihres Bachelorstudiums zurück, die Spuren hinterlassen.

„Als ich frisch an die Universität kam, besetzten gerade zahlreiche Studierende im Rahmen einer Streikaktion den Hörsaal, in dem wir uns befinden“, erzählte die Bachelorabsolventin Felicia Geuder-Hanslik in ihrer Ansprache anlässlich der Absolventenfeier der Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften am 25. April. Das Ereignis habe bei ihr Spuren hinterlassen, sei damals Vorbild und gleichzeitig Motivation gewesen, dass es sich lohne auch mal den Mund aufzumachen und für seine Forderungen einzustehen.

Genau das sei es auch, was die Geistes- und Kulturwissenschaften lehren, nämlich Zustände nicht einfach hinzunehmen, sondern sie zu reflektieren und zu hinterfragen. „Habt Ihr gespurt oder seid Ihr eure eigenen Wege gegangen?“, fragte sie ihre Mitstudierenden.

Diesen Lernprozess beschrieb auch der Präsident der Universität Bamberg Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert. „Wir haben Ihnen nur begrenzt Antworten gegeben“, erklärte er den Alumni. Die Universität lehre die Studierenden, wie man die richtigen Fragen stelle und die Antworten darauf selbst finde.

Doch nicht nur einmalige Ereignisse oder die Suche nach Antworten hinterlassen Spuren, auch im Alltag haben die Studierenden Prägendes erlebt: Freunde kamen und gingen, Mitbewohner zogen ein und aus, neue Dozentinnen und Dozenten traten an und verabschiedeten sich wieder. „Auch wenn wir diesen Fortgängen mit Wehmut begegnen, so ist jeder Anfang auch ein Gewinn“, schilderte Felicia Geuder-Hanslik.

Es sei nun an der Zeit, eine neue Spur zu finden, auch mal neben ihr laufen zu dürfen und seine eigenen Fußstapfen zu hinterlassen. „Ihr künftiger Weg ist nicht immer direkt und eben, aber es lohnt sich manchmal durchaus, einen Umweg einzuschlagen, um ans Ziel zu gelangen“, erklärte auch Godehard Ruppert.

Viele Pfade führen zum Ziel

Den Weg bis zu ihrem Abschluss haben die insgesamt rund 240 Absolventinnen und Absolventen des Sommersemesters 2015 aber nicht alleine beschritten. „Familie und Freunde standen Ihnen zur Seite und haben sich auch heute die Strecke bis hierher zur Verabschiedungsfeier mit Ihnen geteilt“, betonte die Prodekanin Prof. Dr. Andrea Bartl in ihrer Rede.

Über 200 Wegbegleiter wohnten der Verabschiedungsfeier bei: neben Eltern, Partnern und Freunden fanden sich auch einige Dozentinnen und Dozenten, die ihren Schützlingen alles Gute für ihre Zukunft wünschten. Auf der Feier waren Absolventinnen und Absolventen aller Studiengänge vertreten. Insgesamt 164 Bachelor- und 57 Masterabschlüsse, 5 Magister- und 2 Diplomabschlüsse sowie 11 Promotionen hat die Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften im Sommersemester 2015 vergeben.

Studieren in Bamberg ist familiär und bunt

„Die persönliche und herzliche Betreuung sowie das Engagement aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an der Fakultät wird mir immer in Erinnerung bleiben“, schloss Germanistik-Absolventin Felicia Geuder-Hanslik ihre Ansprache ab.

Im Rahmen der feierlichen Zeugnis- und Urkundenübergabe stellten die Absolventinnen und Absolventen die Themen ihrer Abschlussarbeiten vor. Genauso groß und bunt gemischt wie die Anzahl der Studiengänge an der Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften ist auch das Themenspektrum der Abschlussarbeiten.

Die Breite reichte von aktuellen Themen wie der Frage nach der Notwendigkeit einer Tageszeitung über Werkvergleiche bis hin zur praxisbezogenen Forschung bei der Analyse von Studienmotivation und Studienzufriedenheit der Kommilitonen und Kommilitoninnen. Nicht zuletzt wurde gezeigt, dass Bamberg nicht nur eine schöne Studieenstadt ist, sondern auch Gegenstand der wissenschaftlichen Auseinandersetzung sein kann: Eine Dissertation beschäftigte sich zum Beispiel mit den politischen und sozialen Strukturen der Stadt im Mittelalter.

Hinweis

Diesen Text verfasste Ivana Peric für die Pressestelle der Universität Bamberg. Er steht Journalistinnen und Journalisten zur freien Verfügung.

Bei Fragen oder Bilderwünschen kontaktieren Sie die Pressestelle bitte unter der Mailadresse medien(at)uni-bamberg.de oder Tel: 0951-863 1023.