Studentische Mini-Konferenz "Soziale Ungleichheit vor Ort. Eine feldforscherische Spurensuche in Bamberg"
Soziale Ungleichheit materialisiert sich in konkreten Räumen und Alltagspraktiken. Auch in einer gerade durch den UNESCO-Welterbe-Status, ihre touristische Prägung und universitäre Infrastruktur als idyllisch und wohlhabend wahrgenommenen Stadt wie Bamberg sind soziale Differenzen in vielfältiger Weise vorhanden. Im Seminar “Soziale Ungleichheit vor Ort: Eine feldforscherische Spurensuche in Bamberg” unter der Leitung von Barbara Wittmann wurden der städtische Raum empirisch erkundet und eine feldforscherische Spurensuche u.a. zu Armut und Prekarität, Ein- und Ausschlüssen, Zugängen zu kulturellen Ressourcen und Mobilität durchgeführt. Dabei interessierte die Forschenden vor allem, wie Ungleichheit gelebt, wahrgenommen, legitimiert, kritisiert, konkret verbalisiert und un-/sichtbar wird.
Im Mittelpunkt stand dabei das Einüben entsprechender ethnologischer Methoden (v.a. Teilnehmende Beobachtung, Interviewführung, Feldnotizen, Forschungsethik). Feldforschung wurde dabei als reflexiver Prozess verstanden: Neben methodischen Grundlagen wurden auch Fragen der eigenen Positionierung, des Zugangs zum Feld und der Repräsentation sozialer Wirklichkeit kritisch reflektiert. Wie sprechen wir über Ungleichheit? Wer kommt zu Wort und wer nicht? Welche Verantwortung tragen Forschende?
Die Studierenden entwickelten in Kleingruppen eigene Fragestellungen, führten Teilnehmende Beobachtungen durch und setzten sich mit ausgewählten Orten in Bamberg vertieft auseinander.
Am Fr 10.07.2026 präsentieren die Teilnehmenden des Seminars in einer Mini-Konferenz ihre im Kurs erarbeiteten Ergebnisse: von 10:15 Uhr bis 13.30 Uhr im Raum U5/01.18.
Studierende der Europäischen Ethnologie sind herzlich eingeladen, an der Mini-Konferenz teilzunehmen!
