Wie Transfer in die Schulpraxis gelingt

Erkenntnisse des Transfer-Cafés beim Dialogforum lernen:digital

Beim Dialogforum lernen:digital am 26. März 2026 in Berlin stand eine zentrale Frage im Fokus: Wie können Fortbildungsangebote aus der Forschung nachhaltig in der schulischen Praxis verankert werden? In einem Transfer-Café unter dem Titel „Transfer, Translation, Transformation: Wie Fortbildungen nachhaltig in die Praxis gelangen“ stellten Karl-Heinz Gerholz, Annette Scheunpflug, Theresa Summer, Susanne Timm und Johannes Weber die Ansätze und Ergebnisse der Bamberger Teilprojekte aus fünf Projektverbünden vor und diskutierten diese gemeinsam mit den Teilnehmenden.

Deutlich wurde, dass es nicht den einen Weg des Transfers gibt. Stattdessen lassen sich drei Perspektiven unterscheiden: Transfer, also die direkte Übernahme bewährter Konzepte, Translation, die Anpassung an konkrete schulische Kontexte, und Transformation, bei der Ansätze gemeinsam mit der Praxis weiterentwickelt werden. In der Praxis greifen diese Formen häufig ineinander.

Anhand konkreter Beispiele – etwa Video-Selbstlernkurse, die Einbindung bestehender Netzwerke oder neue Kooperationsformen zwischen Schule und Schulseelsorge – wurde sichtbar, wie vielfältig Transferprozesse gestaltet werden können. Im anschließenden World-Café erarbeiteten die Teilnehmenden zentrale Gelingensbedingungen. Dazu zählen vor allem eine enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis, klare Rollenverteilungen, geeignete Plattformen zur Verbreitung der Angebote sowie Offenheit für Weiterentwicklung im Prozess.

Eine wichtige Rolle spielt dabei das ZLB, das als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und schulischer Praxis fungiert und den Transfer durch Vernetzung, Austauschformate und nachhaltige Strukturen unterstützt.

Das Fazit des Transfer-Cafés: Nachhaltiger Transfer ist kein linearer Prozess, sondern lebt von kontinuierlicher Zusammenarbeit, gegenseitigem Verständnis und der Bereitschaft, Konzepte gemeinsam weiterzuentwickeln.

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