Kurzbeschreibung

Im Projekt NaSu (Nachhaltigkeit im Sachunterricht der Grundschule) erlernen die Studierenden im Rahmen eines sachunterrichtsdidaktischen Seminars zunächst theoretische Grundlagen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung. Anschließend werden sie gruppenweise Klassen an Grundschulen in Stadt und Landkreis Bamberg zugeteilt. Mit der jeweiligen Lehrkraft tauschen sie sich über die Klassen aus und lernen diese bei einem ersten Besuch kennen. Daran angepasst konzipieren die Studierenden Unterrichtssequenzen zu einer Nachhaltigkeits-Thematik, stellen diese im Seminar vor und führen sie anschließend durch. Beispielsweise wurden bereits Sequenzen zu „Plastik in meiner Umwelt“, „Nachhaltig Einkaufen im Supermarkt“ oder „Virtuelles Wasser“ durchgeführt.

Praxisberichte

Plastik in meiner Umwelt

Zum Thema Nachhaltigkeit haben wir uns (Studentinnen der Universität Bamberg) zusammen mit den dritten Klassen der Martinschule mit Plastik in unserer Umwelt beschäftigt. Dazu haben wir uns im Sachunterricht mit verschiedenen Dimensionen von Plastik befasst. Unsere Themen erstreckten sich von Abbauzeiten diverser Materialien über Mülltrennung bis hin zu Folgen von Plastik für die Umwelt und den Menschen. Abschließend fassten die Kinder eigene Vorsätze für ein plastikfreieres Leben. Dazu wurde ein Vorsatz direkt im Bereich Upcycling umgesetzt. Aus einem Tetrapack wurde dabei ein Stiftehalter.

Verstecktes Wasser

Im Rahmen des BNE-Seminars haben wir im Januar 2023 in zwei Klassen der Grundschule Bischberg eine Unterrichtssequenz zum Thema Wasser durchgeführt. In der ersten Doppelstunde wurde das globale Wasservorkommen, die daraus resultierende Wasserknappheit und die damit verbundenen Konsequenzen im Alltag der SchülerInnen thematisiert. Vertiefend thematisierte die zweite Doppelstunde virtuelles bzw. verstecktes Wasser anhand von verschiedenen Alltagsgegenständen.

Nachhaltig einkaufen

In den Wochen nach Weihnachten hatte die Klasse 3a der Grundschule Bischberg Besuch von vier Studentinnen der Universität Bamberg. Sie erarbeiteten mit der Klasse ein kleines Projekt zum Thema „Nachhaltig Einkaufen“. Gemeinsam untersuchten sie mit den Schülerinnen und Schülern im Aldi verschiedene Obst- und Gemüsesorten nach ihrer Herkunft, der Verpackung und dem Preis. Anschließend setzten sich die Kinder nochmals mit den drei Aspekten in einer Stationenarbeit auseinander und formulierten gemeinsam ein Fazit, worauf sie bei zukünftigen Einkäufen im Hinblick auf Nachhaltigkeit achten möchten.

Die Welt der Bienen

Für unseren Projekttag besuchten wir die zweite Klasse der Grundschule Kemmern. Zusammen behandelten wir das Thema ,,Kennt ihr die Welt der Bienen?“. Nach Anschauen eines YouTube- Videos zum Einstieg, sammelten die Kinder Fragen, die sie zum Thema hatten. Anschließend wurden sie selbst aktiv und durchliefen verschiedene Stationen in Kleingruppen (z.B. Körper der Biene, Bestäubung, Entstehung von Honig, …). Aus den behandelten Themen und gesammelten Materialien entstand schließlich ein Lapbook. Im Anschluss bastelten die Kinder in Partnerarbeit Insektenhotels, die im grünen Klassenzimmer der Schule ihren Platz fanden. Am Ende des Tages reflektierten wir unser Projekt gemeinsam mit den Schüler: innen und beantworteten die Fragen vom Tagesbeginn. Zuletzt aßen wir Brot mit frischem Honig (natürlich vom Imker). 

Alternativen zu Plastik

Wir übernahmen zwei Doppelstunden in der 4. Klasse in Kemmern zum Thema „Alternativen zu Plastik“. In der ersten Unterrichtssequenz war es unser Ziel, das Wissen über die Herstellung, Zersetzung und die negativen Folgen von Plastik(-müll) der Schüler:innen zu erweitern. Darüber hinaus lernten sie Alternativen zu Plastik kennen und konnten am Ende der Sequenz begründen, warum diese nachhaltiger sind als Plastik. In der zweiten Doppelstunde durften die Schülerinnen und Schüler eigenständig Jutebeutel gestalten, die sie im Alltag als nachhaltige Alternative zu einer Plastiktüte nutzen können. In der Reflexion am Ende wurde deutlich, dass die Kinder ihr Wissen erweitern konnten und in Zukunft selbst zu einer nachhaltigeren Umwelt beitragen wollen, indem sie ihren Plastikkonsum hinterfragen und reduzieren.