Zuordnung zu Forschungsbereichen und -schwerpunkten des Lehrstuhls

Forschungsbereich:

Forschungsschwerpunkte:

Fragestellungen

Im Einzelnen wurden folgende Fragestellungen bearbeitet:

  • Lassen sich Effekte der Organisationsform „Hort-Kooperationsklasse“ auf die Leistungs- und Persönlichkeitsentwicklung der Schüler:innen nachweisen?
  • Entwickeln sich Kinder in hoher Risikolage in Hort-Kooperationsklassen anders als in Vergleichsklassen?
  • Gibt es Hort-Kooperationsklassen, die als „Optimalklassen“ hinsichtlich der Leistungs- und Persönlichkeitsentwicklung der Kinder bezeichnet werden können?
  • Was zeichnet die Kooperations- und Unterstützungspraxis dieser „Optimalklassen“ aus?
  • Wie beurteilen die Akteur*innen (Erziehungsberechtigte, Personal, Kinder) das Modell der Hort-Kooperation und dessen Effekte?

Methode

Die quasi-experimentelle Evaluationsstudie begleitete von 2013 bis 2015 die Implementation dieser innovativen Form ganztägiger Bildung und Betreuung in einem Mixed-Methods-Design. Mittels qualitativer und quantitativer Erhebungs- und Auswertungsverfahren wurden Merkmale der Hort-Kooperation anhand ihrer Effekte auf die Leistungs- und Persönlichkeitsentwicklung der Schüler:innen (N=94) in den ersten beiden Schuljahren evaluiert. Flankierend wurden hierzu die Einschätzungen der Akteur*innen in leitfadengestützten Interviews erfasst und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet:

  • Perspektive der Erziehungsberechtigten: Anmeldemotive, Zufriedenheit, Veränderungsbedarfe, Effekte auf Eltern, Familie, Kind
  • Perspektive des Personals: Besonderheiten des Konzepts, Effekte auf Kind und professionelle Rolle
  • Perspektive der Kinder: Zuständigkeiten des Personals und der Institutionen, Effekte auf eigene Person und Klasse

Ferner wurden mittels Fragebögen Merkmale der Kooperations- und Unterstützungspraxis aus Sicht des Personals erfasst (Verzahnung unterrichtlicher und außerunterrichtlicher Angebote, inhaltlicher Austausch über Kooperations- und Unterstützungspraxis, leistungs- und persönlichkeitsbezogene Unterstützungsmaßnahmen).

Bedeutsamkeit

Durch die wissenschaftliche Begleitung wurden förderliche und weniger förderliche Aspekte des Konzepts ganztägiger Bildung und Betreuung für die Entwicklung der Lernenden erfasst und offengelegt, um die evidenzbasierte Weiterentwicklung des Konzepts zu unterstützen. Ferner leisten die Befunde des Projekts einen Beitrag zur Identifikation relevanter Stellschrauben, aber auch neuralgischer Punkte im Rahmen ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote.

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