GrundschulWerkstatt

Eine Werkstatt an der Hochschule?

Im aktuellen Theorie-Praxis-Diskurs in der Forschung und der Lehre nimmt die Lern- und Forschungswerkstatt Grundschulpädagogik und der Didaktik des Schriftspracherwerbs eine zentrale Rolle ein. Sie möchte innovative Lehre mit innovativer Forschung verbinden und in der Lehre den Studierenden die praktische Relevanz des universitär vermittelten Wissens verdeutlichen.

Kennzeichen der Lern- und Forschungswerkstatt sind die gebotene Offenheit, die Raum für das Erproben von Lehr- und Lernformaten und Möglichkeiten zum eigenaktiven Lernen wie Forschen bietet.

Konzeptionelle Idee

Die Tätigkeitsfeldern Studium – Forschung – Transfer des Lehrstuhls für Grundschulpädagogik und –didaktik sind auch in der Lern- und Forschungswerkstatt abgebildet.

Lehren und Lernen. Hochschullernwerkstätten sind Ausbildungsorte an einer Universität oder Hochschule (Schude 2016) und tragen dazu bei, das „traditionelle Rollenverständnis vom Lernenden und (Be-) Lehrenden zu verändern“ (Wedekind 2006: 9). Ziel ist es daher, den Studierenden im Sinne eines handlungsorientierten Lernens in unterschiedlichen universitären Lehr-Lern-Settings einen Rollenwechsel zu ermöglichen und selbst erlebte Unterrichtssetting zu überdenken. Wedekind (2013) bezeichnet die „Lernwerkstatt also als Brücke zu den Schulen, als Kooperationsschnittstelle zur Praxis“.

Forschung. Ziel der Aktivitäten der Lern- und Forschungswerkstatt ist es, Studierende für die Forschung zu begeistern. Die Lern- und Forschungswerkstatt bietet Raum für die Forschungstätigkeit selbst, für Methodenvermittlung sowie die Reflexion methodologischen Vorgehens und der Forschungsergebnisse. Der Raum ist mit Kameraausstattung geeignet für Videographie von Einzel- und Gruppenaktivitäten.

Transfer. Die universitär vermittelten Inhalte nachhaltig zu verankern und für die spätere Tätigkeit in der Schule oder in der Forschung nachhaltig verfügbar zu machen, ist dezidiertes Ziel des Lehrstuhls Grundschulpädagogik und –didaktik. Damit dies gelingt, ist die Vernetzung aller drei Phasen der Lehrerbildung und die Begegnung auf Augenhöhe sowie der Austausch von Wissen und Erfahrungen notwendig.